Jablonecká kotlina

1.     GME-7; Becken, Kreis Reichenberg (Liberecký kraj)

2.     Gablonzer Becken

3.     s.o.

7.     Geomorphologische Teileinheit im Zittauer Becken (Žitavská kotlina).

8.     So benannt nach der nordböhmischen Stadt Gablonz (Jablonec nad Nisou), Bezirk Reichenberg (Liberec).

10.   ZLHN, 1987, S. 234, Nr. IV A-4A-b.

Jablonecká Nisa

2.    Lausitzer Neiße

3.    → Lužická Nisa

4.    Görlitzer Neiße; Gablonzer Neiße (wörtl.); Westliche Neiße

5.    Zhořelecká Nisa

6.    Nysa Łużicka (poln.)

8.    So benannt nach der Stadt Gablenz (Jablonec nad Nisou), Bezirk Gablonz (Jablonec nad Nisou).

10.  Kunský, 1968, S. 177.

Jablonecko (nad Nisou)

1.    Historische Kulturlandschaft, Kreis Reichenberg (Liberecký kraj)

7.    Umland der nordböhmischen Stadt Gablonz an der Neiße (Jablonec nad Nisou), 44.991 Einwohner (1.1.2003), Bezirk Gablonz (Jablonec nad Nisou), in einer Beckenlandschaft vor dem Isergebirge (Jizerské hory) an der Friedrichswalder Neiße (Bíla Nisa) liegend. Der Name geht auf das tschechische Wort für „Apfelbaum“ (jabloň), den die ankommenden Deutschen antrafen, als das „g“ im Anlaut noch nicht zu einem „j“ mutiert worden war, also vor der Lautverschiebung von 1280. In der Tat erscheint der Apfelbaum auch im Wappen der Stadt. Frühe Erwähnungen: 1356 (Jablonecz: ... ad eccl. in nouo Jablonecz de nouo ostam), 1369/99 (decan. Thurnou), 1543 (ves pusta Jablonecz), 1568 (zur Jeblontz ... zur Jeblontze), 1590 (Gebelvncz), 1615 (ves Jablonecz), 1834 (Gablonz, Gablunke, Gablonec), 1848 (Jablonec, německý Teutsch-Gablonz), 1904 (Jablonec nad Nisou, Gablonz an der Neiße). Fast zur Gänze wurde das Gebiet von der deutschen Ostsiedlung erfaßt, südlich der Stadt bildete sich die Sprachgrenze heraus, die bis 1945 Bestand hatte. Die Übervölkerung wies den Weg in eine gewerbliche Entwicklung, im Rahmen der weit verbreiteten Heimarbeit schälte sich die Gürtlerwaren- und die Bijouteriefabrikation heraus. Adam von Schwarzenberg brachte im 16. Jahrhundert die Glasindustrie in diese Gegend, nicht zuletzt um auf diese Weise den Holzreichtum zu nutzen. So kam es, daß das Dorf erst 1810 zum Markt und 1866 zur Stadt erhoben wurde. In der Glas- und Schmuckwarenherstellung von Stadt und Umland waren schließlich 100.000 Menschen beschäftigt. Der schwunghafte Aufstieg dieser Industrie war vor allem dem Einstieg in den Welthandel zu verdanken, in der Stadt allein gab es zeitweise über 100 Exporthäuser. Es gab 13 Glashütten, 20 Kompositionsbrennerei, neun mechanische Steinschleifereien, 26 fabrikmäßige Glasraffinerien, 250 Kristallglas-Raffinerien, 1.050 Gürtler, zahlreiche Industriemaler, Graveure usw. Von 1900 bis 1930 stieg die Zahl der Industriebetriebe von 583 auf 928 an. Am bekanntesten sind auch heute noch die Kristallgläser, Luster, Ketten usw. Die Einwohnerzahl stieg sprunghaft an, wobei aber der deutsche Charakter der Stadt erhalten geblieben ist. Auch im Städtebau und in der Architektur sind neue Akzente gesetzt worden (Jugendstil). War Gablonz schon in der Zeit der Monarchie ein bedeutender Devisenbringer, so traf das noch mehr für die Zeit der Ersten Republik zu, man nannte die hier erzeugten Glaswaren „das Gold der Republik“. Die Weltwirtschaftskrise erzeugte Arbeitslosigkeit, es kam zu einer politischen Radikalisierung und zu ersten Ausfällen gegen tschechische Bürger. Der politische Bezirk Gablonz, bestehend aus den Gerichtsbezirken Gablonz und Tannwald, umfaßte 1927 eine Fläche von 210 km² mit 31 Gemeinden (45 Ortschaften) und 99.000 Einwohnern, davon 91,9% deutscher Nationalität. 1938 kam Gablonz zum Sudetengau, doch der „Anschluߓ brachte der Stadt und ihrer Umgebung eine Reihe von Nachteilen, denn nun hatte die Rüstungsindustrie den Vorrang. Nach 1945 wurde ein großer Teil der deutschen Bevölkerung vertrieben. Ein Teil der Gablonzer Glas- und Schmuckwerker gründete bei Kaufbeuren den Stadtteil Neu-Gablonz, wo man sich der früheren Tradition besann und alte Exportbeziehungen wieder aufleben ließ. Aber auch im alten Gablonz zögerte man trotz anderer wirtschaftspolitischer Richtlinien nicht, die frühere Spezialisierung wieder aufzugreifen. Die Mustermessen haben nach wie vor internationale Bedeutung. Durch die Verwaltungsreform von 1949 wurde Gablonz wieder Sitz einer Bezirksverwaltung und blieb dies auch nach 1960.

10.  Schaller XVI, 1790, S. 109; Sommer II, 1834, S. 331; Rieger 4, 1865, S. 226; RGL 1, 1883, S. 571; OSN 12, 1897, S. 977; OLTR, 1927, S. 139; MJČ II, 1949, S. 89; Šmilauer, 1960, S. 218; Schwarz, 1961, S. 165; Schwarz, 1965, S. 292; ZJČ, 1982, S. 129; ČSAZ, 1983, S. 165; GeoKr, 1984, S. 151; SLL, 1985, S. 158; RBL, 1989, S. 121; LŠ, 1997, S. 233; HHStBM, 1998, S. 159; Baedeker, 2000, S. 169; StR, 2001, S. 281.

Jablonecký okres

1.    Verwaltungseinheit

2.    Bezirk Gablonz (Jablonec nad Nisou)

5.    Jablonecko

7.    Bezirk (entspr.) Landkreis im nordböhmischen Kreis Reichenberg (Liberecký kraj). Fläche 402 km2, 88.300 Bewohner, 220 Einwohner/km², 57 Gemeinden.

10.  StR, 2001, S. 57.

Jablonnsko (nad Orlicí)

1.     Historische Kulturlandschaft, Kreis Königgratz (Královehradecký kraj)

7.     Umgebung der ostböhmischen Stadt Gabel an der Adler (Jablonné nad Orlicí), Bezirk Wildenschwert (Ústí nad Orlicí), ... Einwohner, am Fuße des Adlergebirges (Orlické hory). Die Gegend wurde im Zuge des großen Landesausbaus besiedelt, an dem auch deutsche Kolonisten beteiligt waren. Belege: 1304 (Gablona, villa forensis), 1332 (judicum in Gablona), 1358 (oppida Triboniam et Gabilonam), 1370 (eccl. in Gablona Lutho-mislensis), 1544 und 1564 (mčko Jablonna), 1580 (mčku Jablonnéku), 1654 (Jablon uslest.), 1789 (Gabel, Gablern, Jablona ad Aquilam), 1837 (Gabel, Gablon, Gabloný). Seit Anbeginn war der Ort, wie die Quellen zeigen, als Markt konzipiert. Es gab einige deutsche Einwohner, doch festigte sich die tschechisch-deutsche Sprachgrenze nördlich der Stadt, so dass das tschechische Element bald überwog. In der Umgebung der Stadt gibt es schön geplante Waldhufendörfer, die das landwirtschaftliche Hinterland bilden. Aus der handwerklichen Tradition sind einige Gewerbe hervorgegangen, beispielsweise eine Telefonfabrik. 1927 gehörte Gabel zum politischen Bezirk und zum Gerichtsbezirk Senftenberg und hatte 1.786 Einwohner, darunter nur 18 deutscher Nationalität. 1939 kam Gabel zum Protektorat; nach 1945 Entwicklung zu einer attraktiven Fremdenverkehrsgemeinde, die auch mit ansehnlichen Historischen Gebäuden aufwarten kann.

10.   Schaller XI, 1789, S. 101; Sommer V, 1837, S. 162; RGL 1, 1883, S. 570; OLTR, 1927, S. 204; MJČ II, 1949, S. 90; Schwarz, 1966, S. 274; ČSAZ, 1983, S. 1966; TLAZ, 2001, S. 281.

Jablonnsko (v Podjestědí)

1.     Historische Kulturlandschaft; Kreis Reichenberg (Liberecký kraj)

5.     Nemeckojablonsko

7.     Umland der nordböhmischen Stadt Deutsch-Gabel (Jablonné v Podještĕdí), Bezirk Böhmisch-Leipa (Česká Lípa), 3.715 Einwohner (1.1.2003), am nördlichen Rand des Rollberg-Hügellandes (Ralská pahorkatina) und am Fuße des Jeschken (Ještĕd) sowie an einer wichtigen Strasse von Tetschen (Dĕčín) nach Reichenberg (Liberec). Diese Gegend am Fuße der westlichen Sudeten wird wohl zuerst tschechisch besiedelt gewesen sein, bis mit der deutschen Ostkolonisation eine neue Phase der Siedlungsentwicklung einsetzte.  Frühe Nennungen: 1249 (Gallus de Yablonni), 1282 (Conradus de Gablona), 1352/85 (Gablona), 1405 (Gablonia), 1405 (her Labacz von der Gabil), 1460 (de Jablonnych), 1522 (mĕsto Jablonne), 1654 (Jablon mĕsto), 1790 (Gabel. Gabloň, Jablona), 1902 (Nĕmecké Jablonné, Deutsch Gabel), der heutige Name wurde 1950 verfügt. Der Name der Stadt weist auf den Apfelbaum (jabloň) hin, wobei sich das alttschechische „g“ zu „j“ erweicht hat. Die im 13. Jahrhundert gegründete Stadt, die schon 1240 die Stadtrechte erhielt, wurde von den Hussiten verwüstet, mit der Gegenreformation zog der Barockstil ein. Die wirtschaftlichen Verhältnisse waren geprägt von verschiedenen Gewerben, voran der Baumwollweberei. Wie das erhaltene Stadtbuch ausweist, waren die Bevölkerungsverhältnisse im Mittelalter national gemischt, bis sich im 19. Jahrhundert zunehmend das Deutschtum durchsetzte. Der politische Bezirk Deutsch-Gabel mit den Gerichtsbezirken Deutsch-Gabel und Zwickau umfasste 1927 eine Fläche von 261 km² mit 31 Gemeinden (50 Ortschaften) und 31.500 Einwohnern, davon 98,2 % deutscher Nationalität. 1938 kam Deutsch-Gabel zum Sudetengau, nach 1945 musste die deutsche Bevölkerung ihre Heimat verlassen. Heute bildet der Fremdenverkehr eine wichtige Einnahmequelle.

10.  Schaller IV, 1790, S. 251; Sommer II, 1834, S. 269; Rieger 4, 1865, S. 226; RGL 1, 1883, S. 570; OSN 12, 1897, S. 978; OLTR, 1927, S. 96; MJČ II, 1949, S. 90; Schwarz, 1961, S. 165; Schwarz, 1966, S. 274; ZJČ, 1982, S. 130; ČSAZ, 1983, S. 166; SLL, 1985, S. 113; RBL, 1989, S. 87; LŠ, 1997, S. 112; HHStBM, 1998, S. 109; Baedeker, 2000, S. 165; TLAZ, 2001, S. 222.

Jablunkagebirge

2.    Jablunkauer Zwischengebirge

3.    → Jablunkovské mezihoří

6.    Jablunkovské medzihorie (slow.)

8.    So genannt nach der nordmährischen, früher schlesischen Stadt Jablunkau (Jablunkov), Bezirk Friedek-Mistek (Frýdek-Místek).

10.  Pierer 9, 1860, S. 334; OLTR, 1927, S. 204; KB-Kt., 1943; SZ, 2003, S. 109.

Jablunkapaß

3.    → Jablunkovské průsmyk

8.    So genannt nach der nordmährischen, früher schlesischen Stadt Jablunkau (Jablunkov), Bezirk Friedek-Mistek (Frýdek-Místek).

10.  Pierer 9, 1860, S. 334; Kořistka, 1861, S. 55; ARCL 8, 1870, S. 349; Kloeden, 1875, S. 127; Hassinger, 1914, S. 227; Moscheles, 1921, S. 123; Blau, 1927, S. 28; Machatschek, 1927, S. 12; OLTR, 1927, S. 204; Duden WGN, 1966, S. 284; ČSSt, 1971, S. 23; OTS, 1975, S. 24; ČSAZ, 1983, S. 167; TLČS, 1983, S. 97; RBL, 1989, S. 171; Vorschläge, 1994, S. 63; Stani-Fertl, 2001, S. 264; SZ, 2003, S. 109.

Jablunkau und Umgebung

3.    → Jablunkovsko

Jablunkauer Bergland

2.    Jablunkauer Zwischengebirge

3.    → Jablunkovské mezihoří

4.    Jablunkauer Gebirge

5.    Jablunkovská vrchovina (wörtl.)

6.    Jablunkovské medzihorie (slow.)

8.    So genannt nach der nordmährischen, früher schlesischen Stadt Jablunkau (Jablunkov), Bezirk Friedek-Mistek (Frýdek-Místek).

10.  OTS, 1975, S. 23.

Jablunkauer Furche

3.    → Jablunkovská brázda

8.    So genannt nach der nordmährischen, früher schlesischen Stadt Jablunkau (Jablunkov), Bezirk Friedek-Mistek (Frýdek-Místek).

10.  OTS, 1975, S. 23.

Jablunkauer Zwischengebirge

3.    Jablunkovské mezihoří

4.    Jablunkauer Bergland; Jablunkauer Gebirge

6.    Jablunkovské medzihorie

8.    So genannt nach der nordmährischen, früher schlesischen Stadt Jablunkau (Jablunkov), Bezirk Friedek-Mistek (Frýdek-Místek).

10.  OTS, 1975, S. 23.

Jablunkové hory

3.    → Jablunkovské mezihoří

4.    Jablunkauer Gebirge (wörtl.)

8.    So benannt nach der nordmährischen, früher schlesischen Stadt Jablunkau (Jablunkov), Bezirk Friedek-Mistek (Frýdek-Místek).

Jablunkovská brázda

1.    GME-5, Senke, Mährisch-Schlesischer Kreis (Moravskoslezský kraj) / Slowakei, 74 km² in der ČR

2.    Jablunkauer Furche

3.    s.o.

7.    Geomorphologische Haupteinheit in den Westbeskiden (Zapadné Beskydy). 2 Teileinheiten: Milovská plošina und Náveská pahorkatina.

8.    So benannt nach der nordmährischen, früher schlesischen Stadt Jablunkov (Jablunkau), Bezirk Friedek-Mistek (Frýdek-Místek).

10.  Hromádka, 1956, S. 273; GČZ, 1965, S. 246; NA, 1966, Kt. 10,2; ČV I, 1, 1968, S. 474; Kunský, 1968, S. 176; GČ, 1972, S. 89; GeoKr, 1984, S. 206; ZLHN, 1987, S. 234, Nr. IXE-4; VGJ, 1996, S. 44; TLAZ, 2001, S. 284.

Jablunkovská vrchovina

2.    Jablunkauer Zwischengebirge

3.    → Jablunkovské mezihoří

4.    Jablunkauer Bergland (wörtl.)

6.    Jablunkovské medzihorie (slow.)

8.    So benannt nach der nordmährischen, früher schlesischen Stadt Jablunkau (Jablunkov), Bezirk Friedek-Mistek (Frýdek-Místek).

10.  GČZ, 1965, S. 262; GČ, 1972, S. 91; OTS, 1975, S. 23.

Jablunkovské medzihorie

2.    Jablunkauer Zwischengebirge

3.    → Jablunkovské mezihoři

8.    So benannt nach der nordmährischen, früher schlesischen Stadt Jablunkau (Jablunkov), Bezirk Friedek-Mistek (Frýdek-Místek).

9.    Slowakische Bezeichnung.

10.  GeoKr, 1984, S. 271; VGJ, 1996, S. 44.

Jablunkovské mezihoří

1.    GME-5, Bergland, Mährisch-Schlesischer Kreis (Moravskoslezský kraj), 26 km2 in der ČR

2.    Jablunkauer Zwischengebirge

3.    s.o.

4.    Jablunkauer Bergland; Jablunka-Gebirge

6.    Jablunkovské medzihorie (slow.)

7.    Geomorphologische Haupteinheit in den Westbeskiden (Západné Beskydy), der größere Teil liegt in der Slowakischen Republik.

8.    So benannt nach der nordmährischen, früher schlesischen Stadt Jablunkau (Jablunkov), Bezirk Friedek-Mistek (Frýdek-Místek).

10.  Hromádka, 1956, S. 274; ČV I, 1, 1968, S. 437; Kunský, 1968, S. 392; OTS, 1975, S. 23; ZLHN, 1987, S. 234, Nr. IXE-4; VGJ, 1996, S. 44.

Jablunkovsko

1.     Historische Kulturlandschaft; Mährisch-Schlesischer Kreis (Moravskoslezský kraj)

7.     Umland der nordmährischen, früher schlesischen Stadt Jablunkau (Jablunkov), Bezirk Friedek-Mistek (Frýdek-Místek), 5.818 Einwohner (1.1.2003), in den Schlesischen Beskiden (Slezské Beskydy) im Quellgebiet der Olsa (Olše). Es handelt sich um eine jung erschlossene Passlandschaft im polnisch-ungarischen Grenzgebiet, die zunehmend strategische Bedeutung gewann. Die älteste Besiedelung findet sich unter einer Burganlage des 14. Jahrhunderts. Frühe Nennungen: 1447 (Jablonka), 1647 (von Jablunkau), 1672 (ex civitate Jablonkow), 1674 (parochus Jablunkoviensis), 1688 (in oppida Jablonka), 1736 (Jablunkau), 1894 (Jablunkau, Jablunkov). Der slawische Name nach „jablon“ (der Apfelbaum) wird wohl zuerst da gewesen sein. Durch den nahen Pass (Jablunkovský průsmyk), über den heute wichtige Verkehrslinien in die Slowakei führen, wurde der Ort schon früh prominent, so dass ihm in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts verschiedene städtische Privilegien verliehen wurden. Die Gegend ist nicht gerade siedlungsfreundlich, so dass die semipermanenten Hirtensiedlungen erst allmählich in Dauersiedlungen umgewandelt worden sind, typisch sind die Einzelhöfe (Paseken) an den Hängen des Gebirges. Der Anbau von Leinen zog textile Gewerbe an. Erst der Bau der Eisenbahn von Oderberg (Bohumín) nach Kaschau (Košice), der späteren tschechoslowakischen Hauptmagistrale, brachte etwas Leben in diese abgelegene Gegend. Ursprünglich überwog die polnischsprachige Bevölkerung (Goralen), erst später setzte sich das tschechische und slowakische Element durch. Der Gerichtsbezirk Jablunkau im damaligen politischen Bezirk Teschen umfasste 1927 eine Fläche von 381 km² mit 21 Gemeinden (70 Ortschaften) mit   30.700 Einwohnern, davon 94,9 % mit polnischer Nationalität. 1939 kam Jablunkau zum Protektorat Böhmen und Mähren und hatte eine große verkehrspolitische Bedeutung.

10.   Rieger 4, 1865, S. 228; RGL 1, 1883, S. 780; OSN 12, 1897, S. 982; OLTR, 1927, S. 204; Schwarz, 1966, S. 423; Hosák/Šrámek I, 1970, S. 336; ZJČ, 1983, S. 130; ČSAZ, 1983, S. 166; RBL, 1989, S. 172; LŠ, 1997, S. 112; HHStBM, 1998, S. 221; TLAZ, 2001, S. 283.

Jablunkovský průsmyk

1.    Paß, Mährisch-Schlesischer Kreis (Moravskoslezský kraj)

2.    Jablunkapaß

3.    s.o.

6.    Jablunkovsky priesmyk (slow.)

7.    Paß in den Westbeskiden (Západné Beskydy), Paßhöhe 552 m. Wichtige Verbindung zwischen Schlesien und der Slowakei, Straßen- und Bahnübergang, Hauptmagistrale von Oderberg (Bohumín) und Kaschau (Košice).

8.    So benannt nach der nordmährischen, früher schlesischen Stadt Jablunkau (Jablunkov), Bezirk Friedek-Mistek (Frýdek-Místek).

10.  OLTR, 1927, S. 204; ČV 1, 1929, S. 10; Koláček, 1934, S. 13; Novák, 1947, S. 57; HKK, 1960, S. 103; GČZ, 1965, S. 257; Duden WGN, 1966, S. 284; ČV I, 1, 1968, S. 473; Kunský, 1968, S. 392; ČSSt, 1971, S. 23; OTS, 1975, S. 24; AR, 1981, S. 118; ČSAZ, 1983, S. 167; OLČS, 1983, S. 97; TLČS, 1983, S. 97; GeoKr, 1984, S. 224; ZLHN, 1987, S. 234; RBL, 1989, S. 171; Stani-Fertl, 2001, S. 264; TLAZ, 2001, S. 285; SZ, 2003, S. 109.

Jáchimovská vrchovina

1.     GME-7, Bergland; Kreis Karlsbad (Karlovarský kraj)

2.     Joachimsthaler Bergland

3.     s.o.

7.     Geomorphologische Teileinheit im westlichen Erzgebirge (Krušné hory).

8.     So benannt nach St. Joachimsthal (Jáchimov), Bezirk Karlsbad (Karlovy Vary).

10.   ZLHN, 1987, S. 235, Nr. III A-2A-b.

Jachimovsko

1.     Historische Kulturlandschaft, Bergbaurevier; Kreis Karlsbad (Karlovarský kraj)

7.     Umland der historischen Bergstadt Sankt Joachimsthal (Jachymov), Bezirk Karlsbad (Karlovy Vary), 3.107 Einwohner (1.1.2003), im westlichen Erzgebirge (Krušné Hory), eingebettet in das malerische Tal der Weseritz (Bystrice). Bis zur Nutzung der Bodenschätze wird das Waldgebiet weitgehend unbesiedelt gewesen sein, aber im 16. Jahrhundert kam es zu einem bemerkenswerten Aufschwung. Frühere Nennungen: 1520 (Jochnstalu, na Jachmtále, na Joachimsthálu), 1522 (města Jachmstalů, in sant Joachimstal), 1525 (hajtman v Joachimstále), 1526 (aus dem Perkwerch Joachimsthal), 1527 (na Jochmtále), 1567 (aus S. Joachimsthal in Bergsachen),  1602 (Bergstadt S. Joachimsthal), 1785 (Joachimsthal, Jochenstal, Vallis Joachimica), 1886 (Jáchymov, Joachimsthal). Von dem aufgelassenen Weiler Konradsgrün (Kunratóv) hören wir nichts mehr. Als Gründer gilt der Graf Stephan Schlick, ein wagemutiger Unternehmer, der damals erst 28 Jahre alt war. Die Silbervorkommen „im Thal“ waren zwar schon seit einiger Zeit bekannt, doch wurden sie erst von ihm eigentlich erschlossen und stellten sich als ein sensationeller Reichtum heraus: Es erhob sich ein großes „Berggeschrey“, und aus allen anderen Revieren Mitteleuropas, besonders aus dem Harz, strömten Bergknappen, Lohnarbeiter, Händler, Spekulanten und allerlei Gesindel herbei, um hier schnell reich zu werden. Der berühmte Arzt, Geologe und Montanist Georg Agricola hielt sich von 1526 bis 1530 hier auf und verfasste bedeutende Schriften. Schon 1520 wurde St. Joachimsthal zur Königlichen Freistadt erhoben. Die Stadt wuchs mit „amerikanischem“ Tempo und war bald die größte Stadt in Böhmen nach Prag. 1540 zählte man schon 18.000 Einwohner, in 914 Gewerken waren 8.000 Knappen und 600 Steiger beschäftigt. Immer größere Bedeutung erlangte die Münze, wo die silbernen „Joachimsthaler“ (Thaler, davon abgeleitet das Wort Dollar) geschlagen wurden. In der Zeit der Reformation kam es zu religiösen Wirren, wirtschaftlichen Unsicherheiten und sozialen Unruhen, die Gegenreformation führte zu massenhaften Vertreibungen nach Sachsen und in andere Gegenden Deutschlands. So wurde St. Joachimsthal zu einem Zentrum der Wissenschaft, 1716 wurde hier eine montanistische Hochschule gegründet und 1903 gelang es dem Ehepaar Curie, das radioaktive Uran zu isolieren. 1840 setzte die Produktion von Uranfarben ein, bis 1920 lieferte St. Joachimsthal ein Drittel der Weltproduktion von Radium. Mit der Entwicklung als Radiumbad setzte der Aufstieg zum Weltkurort ein. Der politische Bezirk Sankt Joachimsthal hatte 1927 eine Fläche von 202 km² mit 24 Gemeinden (43 Ortschaften) und 18.700 Einwohnern, davon 98,6 % deutsch. 1945/46 wurde die deutsche Bevölkerung vertrieben. In der Nachkriegszeit wurde in großem Maße Uran für die sowjetische Atombombenproduktion gewonnen, dazu wurden zahlreiche Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter zwangsverpflichtet. 1963 wurde die Stadt zum Radiumbad erhoben, daneben spielt der internationale Wintersport eine Rolle. Die ganze Umgebung ist von den Spuren des historischen und jüngst vergangenen Bergbaus geprägt; man findet Stollen, Pingen, Halden und Ruinen, die von den früheren Aktivitäten künden.

10.   Schaller II, 1785, S. 81; Sommer XV, 1847, S. 106; Rieger 4, 1865, S. 138; RGL 1, 1883, S. 801; OSN 12, 1897, S. 1018; OLTR, 1927, S. 497; MJČ II, 1949, S. 92; Schwarz, 1961, S. 121; TLČS, 1983, S. 97; ČSAZ, 1983, S. 167; GeoČS, 1985, S. 158; SLL, 1985, S. 386; RBL, 1989, S. 389; LŠ, 1997, S. 112; HHStBM, 1998, S. 540; Baedeker, 2000, S. 151; TLAZ, 2001, S. 286.

Jägerndorf und Umland

3.    → Krnovsko

Jägerndorfer Bergland

3.    → Brantická vrchovina

5.    Krnovská vrchovina (wörtl.)

8.    So genannt nach der nordmährischen, früher sudetenschlesischen Stadt Jägerndorf (Krnov), Bezirk Freudenthal (Bruntál).

Jahodower Gebirge

7.     Höhenzug im Vorgebirgsland des Adlergebirges (Podorlická pahorkatina).

8.     So genannt nach dem ostböhmischen Ort Jahodow (Jahodov), Bezirk Reichenau an der Kněžna (Rychov nad Kněžnou).

10.   Sommer IV, 1836, S. 242.

Jaispitz und Umgebung

3.    → Jevišovicko

Jaispitzer Hochfläche

2.    Jaispitzer Hügelland

3.    → Jevišovická pahorkatina

5.    Hmota Jevišovická; Jevišovická plošina

8.    So genannt nach der südmährischen Stadt Jaispitz (Jevišovice), Bezirk Znaim (Znojmo).

Jaispitzer Hügelland

3.    → Jevišovická pahorkatina

5.    Jevišovická plošina

8.    So genannt nach der südmährischen Stadt Jaispitz (Jevišovice), Bezirk Znaim (Znojmo).

Jaispitzer Stufe

3.    → Jevišovický stupeň

8.    So genannt nach der südmährischen Stadt Jaispitz (Jevišovice), Bezirk Znaim (Znojmo).

Jalový potok

2.    Schwanenbach

3.    → Třemošna

4.    Jalowybach; Třemošenský potok

Jalowybach

2.    Schwanenbach

3.    Třemošna

5.    Jalový potok; Třemošenský potok

10.  Schneider, 1908, S. 159.

Jamnitz und Umgebung

3.    Jemnicko

Jamnitzer Becken

3.    → Jemnická kotlina

5.    Jemnická pahorkatina

8.    So genannt nach der südmährischen Stadt Jamnitz (Jemnice), Bezirk Trebitsch (Třebíč).

Jamnitzer Hügelland

2.    Jamnitzer Becken

3.    → Jemnická kotlina

5.    Jemnická pahorkatina (wörtl.)

8.    So genannt nach der südmährischen Stadt Jamnitz (Jemnice), Bezirk Trebitsch (Třebíč).

Janovicko nad Úhlavou

1.     Historische Kulturlandschaft; Kreis Pilsen (Plzeňský kraj)

7.     Umgebung der westböhmischen Landstadt Janowitz an der Angel (Janovice nad Úhlavou), Bezirk Klattau (Klatovy), 2.061 Einwohner (1.1.2003), im Schwihauer Bergland (Švihovská vrchovina). Belege: 1290 (Johannes de Janonich), 1327 (Johannes Rex Petro de Rosenberch castrum Janowicz vendit), 1405 (Janouicz), 1615 (z Janovic ... na Janovicich), 1789 (Janowicz, Janowicze nad Uhlavau). Hier am Rande des Klattauer Beckens wird man im Zuge des ersten Landesausbaus mit einer frühen Besiedelung rechnen dürfen. Immerhin wird Janowitz schon 1356 als Städtchen bezeichnet. Die umliegenden Siedlungen, meist Kleindörfer und Weiler, sind rein landwirtschaftlich geprägt. Seit dem 17. Jahrhundert verfiel die Festung und das Städtchen verlor an Bedeutung. Fortan bestimmten Landwirtschaft und Handwerk das wirtschaftliche Profil der Stadt. Durch den Anschluss an das böhmische Eisenbahnnetz wurde zwar das Gewerbe etwas belebt, doch auch als Sommerfrische erfreute sich Janowitz einer gewissen Beliebtheit. 1927 gehörte Janowitz an der Angel zum politischen und zum Gerichtsbezirk Klattau und hatte 1.080 tschechische Einwohner. 1939 Protektoratsverwaltung.

10.   Schaller XII, 1789, S. 42; Rieger 4, 1865, S. 174; RGL 1, 1883, S. 787; OSN 13, 1898, S. 23; OLTR, 1927, S. 207; MJČ II, 1949, S. 102; Schwarz, 1965, S. 365; ČSAZ, 1983, S. 169; HHStBM, 1998, S. 228.

Janovický úval

1.     GME-7; Senke; Kreis Pilsen (Plzeňský kraj)

2.     Janowitzer Senke

3.     s.o.

7.     Geomorphologische Teileinheit  im Schwihauer Bergland (Švihovská vrchovina).

8.     So benannt nach der westböhmischen Landstadt Janowitz an der Angel (Janovice nad Úhlavou).

10.   ZLHN, 1987, S.  235, Nr. VB-3C-a.

Janovičský hřbet

7.    Rücken im Braunauer Grenzgebirge bzw. Heidelgebirge (Javoří hory).

8.    So benannt nach dem ostböhmischen Ort Johannesberg (Janovičsky), Bezirk Náchod.

10.  ČV I, 1, 1968, S. 725.

Janowitz an der Angel und Umgebung

3.    Janovicko

Janowitzer Gebirge

3.    → Vysokeholský hřbet

8.    So genannt nach dem nordmährischen Ort Janowitz (Janovice), Bezirk Freudenthal (Bruntál).

10.  Wolny 5, 1839, S. IV.

Janowitzer Heide

2.    Hohe Heide

3.    → Vysoká hole

4.    auch: Janowitzer Haide

8.    So genannt nach dem nordmährischen Ort Janowitz (Janovice), Bezirk Freudenthal (Bruntál).

10.  Wolny 5, 1839, S. V; Schweitzer, 1846, S. 274; Kořistka, 1861, S. 36; Partsch I, 1896, S. 60; Knebel, 1993, S. 394.

Janowitzer Hohe Heide

2.    Hohe Heide

3.    → Vysoká hole

4.    Janowitzer Heide

8.    So genannt nach dem nordmährischen Ort Janowitz (Janovice), Bezirk Freudenthal (Bruntál).

10.  Kloeden, 1875, S. 29.

Janowitzer oder Hohe Heide

2.    Hohe Heide

3.    → Vysoká hole

4.    Janowitzer Heide

8.    So genannt nach dem nordmährischen Ort Janowitz (Janovice), Bezirk Freudenthal (Bruntál).

10.  Partsch I, 1896, S. 60.

Janowitzer Senke

3.     → Janovický úval

8.     So genannt nach der westböhmischen Landstadt Janowitz an der Angel (Janovice nad Úhlavou), Bezirk Klattau (Klatovy).

Jantarová česta

1.     Vorgeschichtlicher Handelsweg; Südmährischer Kreis (Jihomoravský kraj), Moravskoslezský kraj (Mährisch-Schlesischer Kreis) / PL-Woj. Śląskie / A-Niederösterreich

2.     Bernsteinstraße

3.     s.o.

7.     Der an der südlichen Ostseeküste aufgefundene Bernstein war schon in vor- und frühgeschichtlicher Zeit ein begehrter Exportartikel bis hin in das Mittelmeergebiet. Die bekannteste Bernsteinstraße führte über Schlesien und die Mährische Pforte (Moravská brána) durch Nord- und Südmähren nach Niederösterreich und weiter nach Süden.

10.   Semetanová, 2002, S. 164.

Jaroměř und Umgebung

3.    → Jaroměřsko

Jaroměřická kotlina

1.    GME-6, Becken, Hochland-Kreis (Kraj Vysočina), 485 km²

2.    Jaromeritzer Becken

3.    s.o.

5.    Jaroměřická sníženina

7.    Geomorphologische Untereinheit im Jaispitzer Hügelland (Jevišovická pahorkatina). 3 Teileinheiten: Moravskobudějovicka kotlina, Stařečská pahorkatina, Třebičská kotlina

8.    So benannt nach der südmährischen Stadt Jaromeritz (Jaroměřice nad Rokytnou), Bezirk Trebitsch (Třebíč).

10.  GČ, 1972, S. 54; ZLHN, 1987, S. 236, Nr. IIC-7C.

Jaroměřická sníženina

2.    Jaromeritzer Becken

3.    → Jaroměřická kotlina

4.    Jaromeritzer Senke (wörtl.)

8.    So benannt nach der südmährischen Stadt Jaromeritz (Jaroměřice nad Rokytnou), Bezirk Trebitsch (Třebíč).

10.  GČZ, 1965, S. 25.

Jaroměřicko

1.     Historische Kulturlandschaft; Hochland-Kreis (Kraj Vysočina)

7.     Umgebung der südmährischen Stadt Jarmeritz (Jaroměřice nad Rokytnou), Bezirk Trebitsch (Třebíč), 4.124 Einwohner (1.1.2003), im Jaispitzer Hügelland (Jevišovická pahorkatina). Schon die vor- und frühgeschichtliche Besiedelung drang bis in diese Gegend vor, nachgewiesen sind hallstattzeitliche Funde. Im 14.Jahrhundert entstand eine Burg der Herren von Lichtenberg, bei der sich ein zentraler Ort entwickelte. 1329 (in Jaromiríc), 1393 (de Jermericz), 1422 (de Jermeric), 1464 (in oppido Jaromieszicz), 1519 (děkanovi kraje jaromirskcho), 1520 (z městečka Jaromierzicz), 1657 (von Jarmeritz), 1751 (Jarmeritz), 1846 (Jaroměřitz, Garoměřice), 1924 (Jaroměřice nad Rokytnou). Im 16.Jahrhundert entwickelte sich eine Gemeinde der Böhmischen Brüder, die aber nach 1620 der Gegenreformation zum Opfer fiel. Das Schloss wurde zu einem der größten Barockbauwerke Europas ausgebaut und zieht heute zahlreiche Touristen aus nah und fern an. 1927 gehörte Jaroměřice zum politischen Bezirk Mährisch-Trübau und zum Gerichtsbezirk Gewitsch und hatte 2.980 Einwohner, fast nur tschechischer Nationalität. 1939 kam Jarmeritz zum Protektorat Böhmen und Mähren.

10.  Wolny III, 1837, S. 268; Wolny V, 1839, S. 288; Rieger 4, 1865, S. 198; RGL, 1888, S. 789; OSN 13, 1898, S. 89; OLTR, 1927, S. 208; Schwarz, 1961, S. 334; Schwarz, 1966, S. 179; Hosák/Šrámek I, 1970, S. 346; ZJČ, 1982, S. 131; ČSAZ, 1983, S. 170; LŠ, 1997, S. 113; HHStBM, 1998, S. 230; Baedeker, 2000, S. 280; TLAZ, 2001, S. 290.

Jaromeritz und Umgebung

3.    → Jaroměřicko nad Rokytnou

Jaromeritzer Becken

3.    → Jaroměřická kotlina

5.    Jaroměřická snízenina

8.    So benannt nach der südmährischen Stadt Jaromeritz (Jaroměřice nad Rokytnou), Bezirk Trebitsch (Třebíč).

Jaromeritzer Senke

2.    Jaromeritzer Becken

3.    → Jaroměřická kotlina

5.    Jaroměřická sníženina

8.    So benannt nach der südmährischen Stadt Jaromeritz (Jaroměřice nad Rokytnou), Bezirk Trebitsch (Třebíč).

Jaroměřsko

1.    Historische Kulturlandschaft; Kreis Königgratz (Královéhradecký kraj)

7.    Die ostböhmische Stadt Jaroměř, Bezirk Náchod, 12.847 Einwohner (1.1.2003), liegt am Rande des Adlergebirgsvorlandes (Podorlická pahorkatina) am Zufluß von Mettau (Metuje) und Aupa (Úpa) in die Elbe (Labe) und ist heute eine Industriestadt. Schon in prähistorischer Zeit war die Gegend besiedelt, schon vor der slawischen Landnahme sind mehrere Kulturen nachweisbar. Nach 995 entstand die slawische Burgstätte, die nach dem Fürsten Jaromir benannt wurde. Frühe Nennungen: 1126 (Bracizlaus in arce Jaromir retrusus est, kan. Vyšehr.), 1213 (Rudolf de Jaromir), 1315 (Policz, Germer), 1312 (Chrudim, Jaromir et Policzka), 1369 (Jarmyrzicz), 1405 (Jermirz), 1427 (Jaroměřští promáhali dobývati Cerneně hory), 1615 (město Jaromierz). Der deutsche Name soll „Jermer“ gelautet haben. Bei der Burg entstand eine bürgerliche Siedlung, die unter König Přemysl Otakar die Stadtrechte erhielt. Es entstanden einige bedeutsame Bauten. Im Zuge der Ostkolonisation kamen im 13. Jahrhundert auch deutsche Kolonisten in die Stadt, die vorübergehend im Rat die Mehrheit hielten. Die deutsch-tschechische Sprachgrenze pendelte sich nördlich der Stadt ein. Die wechselvolle Geschichte der Stadt hatte mehrere Zerstörungen und Brandschatzungen zur Folge. Der barocke Umbau prägt heute das baugeschichtliche Bild der Stadt. Im Südosten entstand im 18. Jahrhundert eine eindrucksvolle Festungsanlage (Josefov). Als Mittelpunkt einer wohlhabenden ländlichen Umgebung waren die Märkte von wirtschaftlicher Bedeutung. Im 19. Jahrhundert wurde Jaroměř Bahnknotenpunkt und Standort mehrerer Fabriken. Der Gerichtsbezirk Jaroměř im damaligen politischen Bezirk Königinhof an der Elbe umfaßte 1927 eine Fläche von 207 km² mit 48 Gemeinden (64 Ortschaften) und 35.900 Einwohnern, davon 89,2% Tschechen. 1939 kam Jaroměř zum Protektorat. Nach 1945 weiterer Ausbau des industriellen Sektors. Durch die Verwaltungsreform von 1949 wurde Jaroměř Sitz einer Bezirksverwaltung, blieb dies aber nur bis 1960.

10.  Schaller XV, 1790, S. 54; Sommer IV, 1836, S. 65; Rieger 4, 1865, S. 190; RGL 1, 1883, S. 789; OSN 13, 1898, S. 88; OLTR, 1927, S. 208; MJČ II, 1949, S. 103; Schwarz, 1965, S. 327; ZJČ, 1982, S. 131; ČSAJ, 1983, S. 170; GeoKr, 1984, S. 169; RBL, 1989, S. 177; LŠ, 1997, S. 113; HHStBM, 1998, S. 228; Baedeker, 2000, S. 133; StR, 2001, S. 59; TLAZ, 2001, S. 289.

Jaroslavická pahorkatina

1.    GME-6, Hügelland, Südmährischer Kreis (Jihomoravský kraj) / A-Niederösterreich, 104 km2 in der ČR

2.    Joslowitzer Hügelland

3.    s.o.

4.    Joslowitzer Tafelland

5.    Jaroslavická tabule

7.    Geomorphologische Untereinheit im Südmährischen Becken (Dyskosvratecký úval).

8.    So benannt nach dem südmährischen Ort Joslowitz (Jaroslavice), Bezirk Znaim (Znojmo).

10.  GČ, 1972, S. 81; ZLHN, 1987, S. 236, Nr. VIIIA-1A.

Jaroslavická tabule

2.    Joslowitzer Hügelland

3.    → Jaroslavická pahorkatina

4.    Joslowitzer Hügelland (wörtl.)

8.    So benannt nach dem südmährischen Ort Joslowitz (Jaroslavice), Bezirk Znaim (Znojmo).

10.  ČV I, 1, 1968.

Jaroslavicko

1.     Historische Kulturlandschaft; Südmährischer Kreis (Jihomoravský kraj)

7.     Umgebung der südmährischen Stadt Joslowitz (Jaroslavice), Bezirk Znajm (Znojmo), 1.252 Einwohner (1.1.2003), im Thaja-Svratka-Becken (Dysko-svartechý úval) nahe der österreichischen Staatsgrenze. Schon in vorgeschichtlicher Zeit war die Gegend besiedelt, in der Nähe wurde 1871 in einer Ziegelei eine Mammutjägerstation entdeckt, die in der Wissenschaft große Beachtung fand. Frühe Belege für die Siedlung: 1249 (de Garozlauicz), 1255 (apud castrum Jarzlawicz), 1325 (in Jaslawicz), 1346 (municionem Jazlawicz), 1346 (villam Yazlawicz), 1446 (villam Jaroslawicz prope Dyam sitam), 1466 (na Jaroslawicze), 1514 (zámek Jaroslawicze), 1633 (Iioslawitz), 1718 (Joslowitz), 1846 (Joslowitz, Jaroslawice). 1515 wurde der Ort vom Kaiser zum Städtchen erhöht. Der Ort und die Umgebung sind, wie im benachbarten Weinviertel, durch den Weinbau geprägt. Der Gerichtsbezirk Joslowitz im damaligen politischen Bezirk Znaim umfasste 1927 eine Fläche von 273 km² mit 17 Gemeinden und 24.043 Einwohnern, davon 98,4 % deutscher Nationalität. 1938 wurden Stadt und Bezirk dem Reichsgau Niederdonau zugeteilt. Nach 1945 Vertreibung der Deutschen. In der Niederung der Thaya (Dyje) große Fischteiche.

10.   Wolny III, 1837, S. 301; Rieger 4, 1865, S. 193; RGL 1, 1883, S. 805; OLTR, 1927, S. 219; Schwarz, 1966, S. 155; Hosák/Šrámek I, 1970, S. 346; RBL, 1989, S. 180; HHStBM, 1998, S. 237; TLAZ, 2001, S. 291.

Jauer-Weidenauer Tafel

3.    → Javornicko-vydnavská tabule

8.    So genannt nach den nordmährischen Städten Jauer (Javor) und Weidenau (Vidnava), Bezirk Freiwaldau (Jeseník).

Jauerer Zwickel

3.    → Javornický výběžek

8.    So genannt nach der nordmährischen Stadt Jauer (Javor), Bezirk Freiwaldau (Jeseník).

Jauernig und Umgebung

3.    → Javornicko

Jauersberg

3.    → Javorník

10.  Schweitzer, 1846, S. 274; Kloeden, 1875, S. 89; Partsch I, 1896, S. 66; Schneider, 1908, S. 145; Anders, 1939, S. 2; Knebel, 1993, S. 111.

Javor

2.    → Großer Arber

3.    Velký Javor

4.    Arber

9.    Tschechisches Exonym; „javor“ bedeutet Ahorn und kommt bei Bergnamen überaus häufig vor.

10.  Rieger 2, 1862, S. 320; Hercík ŠA, 1874, Kt. 2; Krejčí, 1876, S. 281; MSN 1, 1925, S. 1048; ČV I, 1, 1968, S. 377; Kunský, 1968, S. 204.

Javoří hory

1.    GME-7, Gebirge, Kreis Königgratz (Královéhradecký kraj)

2.    Heidelgebirge

3.    s.o.

4.    Braunauer Grenzgebirge; Dürres Gebirge; Jawore; Steine-Gebirge; Südliches Waldenburger Bergland

5.    Javoří

6.    Góry Suche (poln.)

7.    Geomorphologische Teileinheit im Halbstädter Bergland (Meziměstská vrchovina). Es handelt sich, genau genommen, um den südlichen Rand des Südlichen Waldenburger Berglandes (poln.: Góry Kamienne), auf dessen Kammlinie die Staatsgrenze verläuft.

10.  Kunský, 1968, S. 363; ZLHN, 1987, S. 239, Nr. IVB-1c-b; TLAZ, 2001, S. 297.

Javořice

1.    Berg; Hochland-Kreis (Kraj Vysočina)

2.    Ahornberg

3.    s.o.

7.    Erhebung auf der Böhmisch-Mährischen Höhe (Českomoravská vrchovina), 836 m hoch, Bezirk Iglau (Jihlava).

10.  Kloeden, 1875, S. 88; Kozenn / Jireček, 1888, Kt. 17; OSN 17, 1901, S. 603; Moscheles, 1921, S. 63; Hassinger, 1925, S. 56; MSN 1, 1925, S. 1047; Hromádka, 1956, S. 282; StR, 1957, S. 26; HKK, 1960, S. 62; Duden WGN, 1966, S. 288; Schwarz, 1966, S. 192; ČV I, 1, 1968, S. 442; Kunský, 1968, S. 183; OTS, 1975, S. 24; AR, 1981, S. 119; ČSAZ, 1983, S. 44; GeoKr, 1984, S. 185; ZLHN, 1987, S. 239; VGJ, 1996, S. 18; TLAZ, 2001, S. 295.

Javořická hornatina

2.    Javořice Bergland

3.    → Javořická vrchovina

4.    Bergland von Teltsch

8.    So benannt nach dem Berg Javořcice, 837 m hoch, Bezirk Iglau (Jihlava).

10.  Hromádka, 1956, S. 283; OTS, 1975, S. 24.

Javořická vrchovina

1.    GME-5, Bergland, 424 km², Hochland-Kreis (Kraj Vysočina)

2.    Javořice-Bergland

3.    s.o.

4.    Bergland von Teltsch

5.    Javorčická hornatina

7.    Geomorphologische Haupteinheit auf der Böhmisch-Mährischen Höhe (Českomoravská vrchovina). 2 Untereinheiten: Iglauer Berge (Jihlavské vrchy) und Neubistritzer Bergland (Novobystřická vrchovina).

8.    So benannt nach dem Berg Javořcice, 837 m hoch, Bezirk Iglau (Jihlava).

10.  Hromádka, 1956, S. 283; Kunský, 1968, S. 164; ČSAZ, 1983, S. 173; GeoKr, 1984, S. 83; ZLHN, 1987, S. 239, Nr. IIC-6; VGJ, 1996, S. 22.

Javořičký kras

1.    Kleinlandschaft; Kreis Olmütz (Olomoucký kraj)

2.    Javořicko-Karst

7.    Kleineres Karstgebiet in Mittelmähren.

8.    So benannt nach dem mittelmährischen Ort Jawořičko (Javořičko), Bezirk Olmütz (Olomouc).

10.  BS, 1962, S. 21; ČV I, 1, 1968, S. 347; Kunský, 1968, S. 46.

Javořičské jeskyně

1.    Höhle; Kreis Olmütz (Olomoucký kraj)

7.    Karsthöhle, beachtlicher Tropfsteinschmuck, für die Öffentlichkeit erschlossen.

8.    So benannt nach dem mittelmährischen Ort Jawořičko (Javořičko), Bezirk Olmütz (Olomouc).

10.  BS, 1962, S. 363; ČSAZ, 1983, S. 173; Baedeker, 2000, S. 206; TLAZ, 2001, S. 296.

Javorina

3.    → Velká Javorína

10.  Krejčí, 1876, S. 714; Hassinger, 1925, S. 81.

Javořina

3.    → Velká Javořína

10.  Rieger 5, 1886, S. 457; OSN 17, 1901, S. 612; HKK, 1960, S. 323; GČZ, 1965, S. 273; ČV I, 1, 1968, S. 741; RBL, 1989, S. 194; TLAZ, 2001, S. 297..

Javořina-Berg

3.    → Velká Javořina

6.    Veľká Javorina (slovak.)

10.  Kloeden, 1875, S. 127.

Javořina-Bergland

3.    → Javořinská hornatina

8.    So genannt nach dem 970 m hohen Berg Velká Javořína, Bezirk Ungarisch Hradischt (Uherský Hradiště).

Javořina-Rücken

3.    → Javořinský hřbet

Javořinská hornatina

1.    GME-6; Bergland, Kreis Zlin (Zlinský kraj) / Slowakei, 125 km2 in der ČR

2.    Javořina-Bergland

3.    s.o.

7.    Geomorphologische Untereinheit in den Weißen Karpaten (Bilé Karpaty). 3 Teileinheiten: Brastovecká vrchovina, Javořinský hřbet und Suchovská vrchovina.

8.    So genannt nach dem 970 m hohen Berg Velká Javořína, Bezirk Ungarisch Hradischt (Uherský Hradiště).

10.  GČ, 1972, S. 89; ZLHN, 1987, S. 239, Nr. IXC-2B.

Javořinský hřbet

1.    GME-7, Bergrücken, Kreis Zlin (Zlinský kraj) / Slowakei

2.    Javořina-Rücken

3.    s.o.

7.    Bergrücken im Javořina-Bergland (Javořinská Bergland).

8.    So genannt nach dem 970 m hohen Berg Velká Javořína, Bezirk Ungarisch Hradischt (Uherský Hradiště).

10.  ZLHN, 1987, S. 240, Nr. IXC-2B-b.

Javornická hornatina

1.    GME-7, Bergland, Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

2.    Jawornik-Bergland

3.    s.o.

5.    Geomorphologische Teileinheit im Böhmerwald (Šumava).

8.    So benannt nach dem 1076 m hohen Ahornberg (Javorník), Bezirk Prachatitz (Prachatice).

10.  ZLHN, 1987, S. 237, Nr. IB-1A-c.

Javořnická hůra

1.    Berg; Mittelböhmischer Kreis (Středočeský kraj)

3.    s.o.

7.    Erhebung im Wlaschiner Hügelland (Vlašímská pahorkatina), 582 m hoch, Bezirk Beneschau (Benešov).

10.  GČZ, 1965, S. 23; Kunský, 1968, S. 268; AR, 1981, S. 118; ZLHN, 1987, S. 237.

Javornická vrchovina

2.    Javornik-Gebirge

3.    → Javořinská hornatina

4.    Jawornik-Bergland (wörtl.)

8.    So genannt nach dem 1071 m hohen Berg Javorník.

10.  GČZ, 1965, S. 268.

Javornické hory

3.    → Hřibovská hornatina

10.  Kunský, 1968, S. 372.

Javornicko

1.    Historische Kulturlandschaft, Kreis Olmütz (Olomoucký kraj)

7.    Umland der nordmährischen, ehemals schlesischen Stadt Jauernig (Javorník), Bezirk Freiwaldau (Jeseník), 2956 Einwohner (1.1.2003), am Fuße des Reichensteiner Gebirges (Rychlebské hory) nahe der tschechisch-polnischen Staatsgrenze. Die Gegend wurde im Zuge der deutschen Ostkolonisation von Schlesien aus besiedelt. Erste Nennung 1291 (Jawirnik), der Name ist slawisch und deutet auf Ahorn (javor) hin. Weitere Nennungen: 1310 (Jawirnik), 1348 (Jawirnik), 1371 (Jauernigk), 1418 (czu Jawirnik), 1607 (Jauernicensis). Die frühe Entstehung wird erklärt durch einen alten Handelsweg und die hier angelegte Burg. 1742 verblieb die Gegend bei Österreich. Späte Erschließung durch die Eisenbahn und somit Erhalt des ländlichen Charakters. Der Gerichtsbezirk Jauernig im damaligen politischen Bezirk Freiwaldau umfaßte 1927 eine Fläche von 162 km² mit 11 Gemeinden (30 Ortschaften) und 12.500 Einwohnern, davon 96,1% deutscher Nationalität. Von drei Seiten von Schlesien umgeben bewahrte die Bevölkerung bis zum Zweiten Weltkrieg die deutsche Sprache, 1938 Sudetengau, 1945/46 Vertreibung der Deutschen.

10.  Rieger 4, 1865, S. 203; RGL 1, 1883, S. 792; OSN 13, 1898, S. 129; OLTR, 1927, S. 210; HKK, 1960, S. 52; BS, 1962, S. 10; Schwarz, 1966, S. 329; ČV I, 1, 1968, S. 730; Hosák / Šramek I, 1970, S. 349; ZJČ, 1982, S. 132; TLČS, 1983, S. 100; SLL, 1985, S. 216; RBL, 1989, S. 175; ČSAZ, 1993, S. 172; LŠ, 1997, S. 113; HHStBM, 1998, S. 231; TLAZ, 2001, S. 291.

Javornicko-vidnavská nížina

2.    Weidenauer Tiefland

3.    → Vidnavská nižina

4.    Jauer-Weidenauer Tiefland

8.    So benannt nach den nordmährischen Städten Jauer (Javorník) und Weidenau (Vidnava), Bezirk Freiwaldau (Jeseník).

10.  HKK, 1960, S. 92; GČZ, 1965, S. 117; ČV I, 1, 1968, S. 465.

Javornicko-vizovický horský oblouk

2.    Slowakisch-Mährische Karpaten

3.    → Slovensko-moravské Karpaty

4.    Jawornik-Wisowitzer Gebirgsbogen

8.    So genannt nach dem 1071 m hohen Berg Javorník und der nordmährischen Stadt Wisowitz (Vizovice), Bezirk Zlin.

10.  GČZ, 1965, S. 235; HKK, 1960, S. 516.

Javornicko-vydnavská tabule

2.    Weidenauer Tiefland

3.    → Vidnavská nížina

4.    Jauer-Weidenauer Tafel

8.    So benannt nach den nordmährischen Städten Jauer (Javorník) und Weidenau (Vidnava), Bezirk Freiwaldau (Jeseník).

10.  Kunský, 1968, S. 233.

Javornický hřbet

1.    GME-7, Bergrücken, Kreis Zlin (Zlinský kraj)

2.    Jawornik-Rücken

3.    s.o.

4.    Zug des Javornik

5.    Javornický hřben; Javornický oblouk

7.    Geomorphologische Teileinheit im Jawornik-Gebirge (Javornicky).

8.    So benannt nach dem 1071 m hohen Berg Velký Javorník (Jawornik), Slowakei.

10.  HKK, 1960, S. 87; Kunský, 1968, S. 161; ZLHN, 1987, S. 237, Nr. IXC-3A-c.

Javornický hřeben

2.    Jawornik-Rücken

3.    → Javornický hrbet

10.  BS, 1962, S. 220.

Javornický oblouk

2.    Jawornik-Rücken

3.    → Jawornický hřbet

4.    Jaworník-Bogen (wörtl.)

10.  Hromádka, 1956, S. 273.

Javornický výběžek

2.    Jauerer Zwickel

7.    Grenzanomalie, ein Gebietszipfel, der von drei Seiten von schlesischem Gebiet umschlossen ist.

8.    So genannt nach der nordmährischen Stadt Jauer (Javor), Bezirk Freiwaldau (Jeseník).

10.  Kunský, 1968, S. 176.

Javorník

1.    Berg; Kreis Olmütz (Olomoucký kraj)

2.    Jauersberg

3.    s.o.

7.    Erhebung im Reichensteiner Gebirge (Rychlebské hory), 778 m hoch, Bezirk Mährisch-Schönberg (Šumperk).

10.  OSN 23, 1905, S. 368; AR, 1981, S. 119; ZLHN, 1987, S. 238, Nr. IVC-5B-b.

Javorník (Kelčský)

2.    Keltscher Jawornik

3.    → Kelčský Javorník

8.    So benannt nach der nordmährischen Stadt Keltsch (Kelč), Bezirk Wsetin (Vsetín).

10.  ČV 1, 1929, S. 145; StR, 1957, S. 26.

Javorník

1.    Berg, Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

2.    Ahornberg

3.    s.o.

4.    Adamsberg; Jawornik

7.    Erhebung im Böhmerwald (Šumava), 1066 m hoch, nahe dem Paß von Eisenstein (Želežnorudský průsmyk), Bezirk Prachatitz (Prachatice), Naturschutzgebiet.

10.  Kloeden, 1875, S. 84; OLTR, 1927, S. 205; HKK, 1960, S. 509; GČZ, 1965, S. 268; CV I, 1, 1968, S. 450; Kunský, 1968, S. 287; ZLHN, 1987, S. 237.

Javornikgebirge

3.    → Javorniky

8.    So genannt nach dem Velký Javorník, 1071 m hoch.

10.  Moscheles, 1921, S. 123; Duden WGN, 1966, S. 288; MKM Europa 2, 1972, S. 123; OTS, 1975, S. 24; Baedeker, 2000, S. 15; Stani-Fertl, 2001, S. 264; SZ, 2003, S. 110.

Javorník v Beskydách

2.     Großer Jawornik

3.     → Velký Javorník

4.     Jawornik

10.   Koláček, 1934, S. 48.

Javorníky

1.    GME-5, Bergland, Kreis Zlin (Zlinský kraj)/Slowakei, 229 km2 in der ČR

2.    Javornikgebirge

3.    s.o.

7.    Geomorphologische Haupteinheit in den Slowakisch-Mährischen Karpaten (Slovensko-Moravské Karpaty). 2 Untereinheiten: Bergland von Ráztoka (Rastocká hornatina) und Pultschiner Bergland (Pulčínská hornatina).

8.    So benannt nach dem Veľký Javorník, 1071 m hoch.

10.  MSN 1, 1925, S. 1049; OTR, 1927, S. 210; Novák, 1947, S. 56; Kuchař, 1955, S. 61; Hromádka, 1956, S. 274; StR, 1957, S. 26; Blažek, 1959, S. 236; HKK, 1960, S. 30; BS, 1962, S. 375; GČZ, 1965, S. 18; Duden WGN, 1966, S. 288; NA, 1966, Kt. 10,2; ČV I, 1, 1968, S. 394; Kunský, 1968, S. 74; ČSSt, 1971, S. 23; GČ, 1972, S. 90; OTS, 1975, S. 24; ČSAZ, 1983, S. 172; TLČS, 1983, S. 100; GeoKr, 1984, S. 206; ZLHN, 1987, S. 238, Nr. IXC-3; VGJ, 1996, S. 42; Baedeker, 2000, S. 15; Stani-Fertl, 2001, S. 265; TLAZ, 2001, S. 293.

Javorová skála

1.    Berg; Mittelböhmischer Kreis (Středočeský kraj)

3.    s.o.

7.    Erhebung im Wlaschiner Hügelland (Vlašimská pahorkatina), Bezirk Beneschau (Benešov).

10.  HKK, 1960, S. 64; GČZ, 1965, S. 41; ČV I, 1, 1968, S. 447; Kunský, 1968, S. 280; AR, 1981, S. 119; ZLHN, 1987, S. 238; VGJ, 1996, S. 19.

Javorový

1.    Berg; Mährisch-Schlesischer Kreis (Moravskoslezský kraj)

2.    Jaworowi

3.    s.o.

8.    Erhebung in den Mährisch-Schlesischen-Beskiden (Moravsko-Slezské Beskydy), 1032 m hoch, Bezirk Friedek-Mistek (Frýdek-Místek).

10.  GČZ, 1965, S. 257; Kunský, 1968, S. 392; ZLHN, 1987, S. 238.

Javorské pohoří

3.    → Jezerní hřbet

4.    Grenzkamm

10.  Hromádka, 1956, S. 284; ČV I, 1, 1968, S. 690.

Javorský hřbet

2.    Jawornik-Bergland

3.    → Javornická hornatina

4.    Ahorn-Rücken

10.  ČV I, 1, 1968, S. 448.

Javorský vrch

1.    Berg; Kreis Aussig (Ústecký kraj)

2.    Ohrener Höhe

3.    s.o.

7.    Erhebung im Böhmischen Mittelgebirge (České středohoří), 617 m hoch, Bezirk Tetschen (Děčín).

8.    So benannt nach dem nordböhmischen Ort Ohren (Javory), Bezirk Tetschen (Děčín).

10.  Kunský, 1968, S. 339; ZLHN, 1987, S. 239.

Jawore

2.    Heidelgebirge

3.    → Javořy hory

4.    Braunauer Grenzgebirge; Südliches Waldenburger Bergland

6.    Góry Suche (poln.)

9.    Ältere Bezeichnung, ist von javor (= Ahorn) abgeleitet.

10.  Partsch I, 1896, S. 42; Machatschek, 1927, S. 294.

Jawořice

3.    → Javořice

10.  RGL 2, 1883, S. 105; Machatschek, 1927, S. 334.

Jawořice-Bergland

3.    → Javořická vrchovina

4.    Bergland von Teltsch

5.    Javořická hornatina

8.    So benannt nach dem Berg Javořcice, 837 m hoch, Bezirk Iglau (Jihlava).

10.  OTS, 1975, S. 24.

Jawořičko-Höhlen

3.    → Javořičské jeskyně

8.    So genannt nach dem mittelmährischen Ört Jawořičko (Javořičko), Bezirk Olmütz (Olomouc).

10.  Baedeker, 2000, S. 264.

Jaworina

2.    Große Javorina

3.    → Velká Javořina

5.    Javořina

10.  Machatschek, 1927, S. 360; Werdecker, 1957, S. 60.

Jaworina-Bergland

3.    → Javořinská hornatina

8.    So genannt nach dem 970 m hohen Berg Velká Javořina.

Jawořina-Berg

3.    → Javořinská hornatina

4.    Miava-Berge

8.    So genannt nach dem 970 m hohen Velká Javořina.

9.    „ ... endlich auch von Einigen das Weiße Gebirge (Bilé hory) genannt“ (ebd.)

10.  Kořistká, 1861, S. 48.

Jawornik

3.     → Velký Javorník

10.   Wolny I, 1835, S. XXXI.

Jawornik

3.    → Velký Javorník

10.  Wolny I, 1835, S. XXXI; Merklasa/Zap ŠA, 1846, Kt. 5; Blau, 1927, S. 28.

Jawornik

2.    Ahornberg

3.    → Javorník

10.  Sommer VIII, 1840, S. XIII; Willkomm, 1878, S. 24; MWB Böhmen I, 1894, S. 102; Schneider, 1908, S. 33.

Jaworník-Bergland

3.    → Javornická hornatina

5.    Javorský hřbet

Jawornik-Gebirge

3.    → Javorníky

10.  Kloeden, 1875, S. 127; OLTR, 1927, S. 210; Blažek, 1959, S. 236; OTS, 1975, S. 24.

Jawornik-Kelský

2.    Keltscher Jawornik

3.    → Kelčský Javorník

8.    So genannt nach der nordmährischen Stadt Keltsch (Kelč), Bezirk Wsetin (Vsetín).

10.  Kořistka, 1861, S. 53; Kloeden, 1875, S. 128.

Jawornik-Rücken

3.    → Javornický hřbet

5.    Javornický hřben

8.    So benannt nach dem 1071 m hohen Velký Javorník.

Jawornik Wielki

2.    Großer Jauersberg

4.    Geyersberg

6.    Polnische Bezeichnung.

10.  Walczak, 1968, S. 31; SGTS 17, 1993, S. 96.

Jawornik-Wisowitzer Gebirgsbogen

2.    Slowakisch-Mährische Karpaten

3.    → Slovensko-moravské horsky oblouk (wörtl.)

8.    So benannt nach dem 1071 m hohen Velký Javorník und der Stadt Wisowitz (Vizovice), Bezirk Zlin.

Jaworniker Gebirge

2.    Mährisch-Schlesische Beskiden

3.    → Moravskoslezské Beskydy

8.    So genannt nach dem Keltscher Jawornik (Javorník Kelčský), Bezirk Wsetin (Vsetín).

10.  Wolny I, 1846, S. XXV.

Jaworowi

3.    → Javorový

10.  Kořistka, 1861, S. 238.

Jechnitz und Umgebung

3.    → Jesenicko

Jechnitzer Hügelland

3.    → Jesenická pahorkatina

4.    Baba-Gebirge

8.    So genannt nach der westböhmischen Stadt Jechnitz (Jesenice), Bezirk Rakonitz (Rakovník).

10.  OTS, 1975, S. 24.

Jedelská pahorkatina

9.    So benannt nach dem nordmährischen Ort Jeedl (Jedlí), Bezirk Mährisch-Schönberg (Šumperk).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 731.

Jedlická vrchovina

1.    GME-6, Bergland, Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

2.    Göllnitzer Bergland

3.    s.o.

7.    An der Staatsgrenze zu Österreich gelegene Untereinheit im Gratzener Bergland (Novohradské hory).

8.    So genannt nach der Siedlung Göllnitz (Jedlice), zu Piberschlag (Pivonice), Bezirk Krumau (Český Krumlov).

10.  ZLHN, 1987, S. 240, Nr. IB - 3B.

Jedliner Gebirge

7.     Höhenzug im Vorhügelland des Adlergebirges (Podorlická pahorkatina).

8.     So genannt nach dem ostböhmischen Ort Jedlina, Bezirk Reichenau an der Kněžna (Rychnov nad Kněžnou).

10.   Sommer IV, 1836, S. 242.

Jedlová

1.    Berg; Kreis Aussig (Ústecký kraj)

2.    Tannenberg

3.    s.o.

7.    Höchste Erhebung im östlichen Teil des Elbsandsteingebirges (Děčínská vrchovina), 774 m hoch, Bezirk Tetschen (Děčín).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 461; Kunský, 1968, S. 172; AR, 1981, S. 119; ZLHN, 1987, S. 240.

Jeleč

2.    Gletschberg

3.    → Sedlo

4.    Kleiner Milleschauer

10.  SSJ, 1920, S. 195.

Jelení hora

1.    Berg, Kreis Aussig (Ústecký kraj)

2.    Haßberg

3.    s.o.

5.    Hasperk

7.    Erhebung im Erzgebirge (Krušné hory), 994 m hoch, Bezirk Komotau (Chomoutov).

10.  HKK, 1960, S. 75; GČZ, 1965, S. 64; ČV I, 1, 1968, S. 458; Kunský, 1968, S. 326; AR, 1981, S. 119; ZLHN, 1987, S. 242.

Jemnická kotlina

1.    GME-6, Becken, Hochland-Kreis (Kraj Vysočina) / A-Niederösterreich, 205 km² in der ČR

2.    Jamnitzer Becken

3.    s.o.

4.    Hügelland von Jemnice

5.    Jemnická pahorkatina

7.    Geomorphologische Untereinheit im Jaispitzer Hügelland (Jevišovická pahorkatina).

8.    So benannt nach der südmährischen Stadt Jamnitz (Jemnice), Bezirk Trebitsch (Třebíč).

10.  GČ, 1972, S. 54; ZLHN, 1987, S. 243, Nr. IIC-7A.

Jemnická pahorkatina

2.    Jamnitzer Becken

3.    → Jemnická kotlina

4.    Jamnitzer Hügelland; Hügelland von Jemnice

8.    So benannt nach der südmährischen Stadt Jamnitz (Jemnice), Bezirk Trebitsch (Třebíč).

10.  Hromádka, 1956, S. 283; ČV I, 1, 1968, S. 442; Kunský, 1968, S. 182; OTS, 1975, S. 24.

Jemnicko

1.     Historische Kulturlandschaft; Hochland-Kreis (Kraj Vysočina)

7.     Umland der südmährischen Stadt Jamnitz (Jemnice), Bezirk Trebitsch (Třebíč), 4.303 Einwohner (1.1.2003), in einem Becken des Jaispitzer Hügellandes (Jevišovická pahorkatina). Diese Gegend am Südabfall der Böhmisch-Mährischen Höhe (Českomoravská vrchovina) wurde verhältnismäßig früh erschlossen wozu auch der Bergbau beigetragen hat. Frühe Erwähnungen: 1227 (civitatem in Jamnic), 1298 (in Gemeniz), 1327 (civitas nostra Gemnyc), 1335 (an unser stat ze Jemnitz), 1335 (in Yemnitz ... civitatem Yemnicensem), 1345 (in Jempnicz), 1348 (civitatis Jempnicensis), 1384 (ecclesie saneti Jacobi in Jemnicz), 1438 (in Gemnicz), 1491 (kostela gemniczy), 1524 (na zámek a město Gemniczy), 1580 (na předměstí gemniczhym), 1683 (Jamnitz), 1846 (Jamnitz, Gemnice). Das Gebiet wurde in der Zeit des frühen Landesausbaus kolonisiert, im südlichen Umland, wo bis 1945 die tschechisch-deutsche Sprachgrenze verlief, findet man regelhaft gestaltete Dörfer mit z.T. Gewann- und Gelängefluren. Schon 1927 wird Jamnitz als Stadt (civitas) bezeichnet und war somit Mittelpunkt einer aufblühenden Region. 1345 wurde das Iglauer Bergrecht bestätigt, der Wohlstand war beträchtlich. Allerdings wurde Jamnitz im 15. Jahrhundert stark in Mitleidenschaft gezogen, auch der Goldbergbau wurde vorrübergehend eingestellt. Zwar fand die Reformation Eingang, doch durch die Ereignisse des Dreißigjährigen Krieges und die Reformation kam die Stadt erschreckend hernieder. Seit dem 14. Jahrhundert hat sich eine politisch selbständige Judengemeinde gebildet. Die Industrialisierung im 19. Jahrhundert blieb bescheiden, zumal kein Eisenbahnanschluss geschaffen wurde. Der Gerichtsbezirk Jamnitz im damaligen politischen Bezirk Mährisch-Budwitz hatte 1927 eine Fläche von 262 km² mit 36 Gemeinden und 13.700 Einwohnern, darunter 74,9 % tschechisch. Da es in der Stadt nur eine kleine deutsche Minderheit gab, kam sie mit den nördlich anrainenden Dörfern 1939 zum Protektorat Böhmen und Mähren.

10.   Wolny III, 1837, S. 268; Rieger 4, 1865, S. 153, S. 153; RGL 1, 1883, S. 786; OSN 13, 1898, S. 213; OLTR, 1927, S. 206 u. 212; Schwarz, 1961, S. 348; Schwarz, 1966, S. 180; Hosák/Šrámek I, 1970, S. 353; ZJČ, 1982, S. 132; ČSAZ, 1983, S. 174; LŠ, 1987, S. 114; RBL, 1989, S. 173; HHStBM, 1998, S. 225; TLAZ, 2001, S. 300.

Jeřáb

1.     Berg

2.     Grulicher Marienberg

3.     s.o.

7.     Erhebung im Hannsdorfer Bergland (Hanušovická vrchovina), 1003 m hoch, Wallfahrtsberg.

10.   ZLHN, 1987, S.  243, Nr. IVC-3D-e ; RBL, 1989, S. 17.

Jeschkenberg

3.     → Ještěd

10.   Sommer II, 1834, S. 228.

Jeschkengebirge

3.     → Ještěd

10.   Sommer II, 1834, S. 228; Schwarz, 1965, S. 264.

Jeschkenkuppe

3.     → Ještěd

10.   Sommer II, 1834, S. 289.

Jesenická kotlina

1.     GME-7; Becken; Kreis Olmütz (Olomoucký kraj)

2.     Freiwaldauer Becken

3.     s.o.

7.     Geomorphologische Teileinheit im Biele-Hügelland (Bělská pahorkatina).

8.     So genannt nach der nord-mährischen Stadt Freiwaldau (Jeseník), Bezirk Freiwaldau (Jeseník).

10.   ZLHN, 1987, S. 243, Nr. NC-6A-d.

Jesenická pahorkatina

2.    Rakonitzer Hügelland

3.    → Rakonická pahorkatina

4.    Baba-Gebirge; Jechnitzer Hügelland

8.    So benannt nach der westböhmischen Stadt Jechnitz (Jesenice), Bezirk Rakonitz (Rakovník).

9.    War ursprünglich im Konzept der geomorphologischen Gliederung vorgesehen, wurde aber später abgeändert.

10.  Hromádka, 1956, S. 287; GČZ, 1965, S. 153; ČV I, 1, 1968, S. 455; Kunský, 1968, S. 227; GČ, 1972, S. 73; OTS, 1975, S. 24.

Jesenická přehradní nádrž

1.    Stauwerk; Kreis Karlsbad (Karlovarský kraj)

2.    Graßnitzer Stausee

5.    Vodní nádrž Jesenice

7.    Aufstauung des Baches Ondrava, eines Nebenbaches der Eger (Ohře), am Rande des Eger-Beckens (Chebská pánev), 1960 vollendet. 347 ha Fläche, 19,5 Mio. m3 Inhalt, Staumauer 22,2 m hoch. Dient der Wasserregulierung, Naherholungsgebiet.

8.    So benannt nach dem westböhmischen Ort Graßnitz (Jesenice), Bezirk Eger (Cheb).

10.  Fričová, 1974/75, S. 308; ČSAZ, 1983, S. 176; TLAZ, 2001, S. 301.

Jesenicko

1.     Historische Kulturlandschaft; Kreis Pilsen (Plzeňský kraj)

7.    Umland der westböhmischen Kleinstadt Jechnitz (Jesenice), Bezirk Rakonitz (Rakovník), 1.658 Einwohner (1.1.2003), im Rakonitzer Hügelland (Rakovnická vrchovina). Wie der Name sagt (jesen = die Esche) liegt der Ort im slawischen Ausbauland am Rande des Altsiedelgebietes, des fruchtbaren Saazer Hopfenlandes. Zwei Gründe waren maßgebend für die Lage von Jechnitz: der Handelsweg von Pilsen (Plzeň) nach Teplitz (Teplice) und die günstige Möglichkeit, Märkte abzuhalten. Frühere Nennungen: 1321 (Borzuta de Gessenicz), 1352 (in Vlohen et Jechnicz, oppidis), 1385 (Jechnicz, alias Jessenicz), 1399 (Jessenicz), 1542 (w petrsspurcze zámek s mčkem ... w Geseniczi mčko ... nad geseniczy), 1556 (k díhe tomutu na zámku petrsspurcze – mčko Gesenicze – rybník veliky Geseniczky), 1612 (mčko Geseniczy), 1787 (Jechnitz, Gesenicze). Der Name lässt auf slawischen Ursprung schließen (č jesen, altslaw. gesen = die Esche). Der Zusammenhang des Städtchens mit der Burg Petersburg (Petrohrad) wird deutlich. Der Ortsteil Weinbrenner lässt auf alten Weinbau schließen. 1350 wird die romanische Stadtkirche erstmals genannt. Schon zwei Jahre später erscheint Jechnitz als Städtchen, also zentraler Ort einer Kleinregion. Der Große Teich (Velký rybník) ist für 1556 belegt, daneben weitere Fischteiche. Nach einem Stadtbrand wurde die Bausubstanz barockisiert. Die Staatsstrasse von Karlsbad (Karlovy Vary) läuft weiter nördlich vorbei, die Kleinbahn führt durch das Tal des Mühlbaches (Mlynský potok) am Ort vorbei und bildet die Verbindung mit Rakonitz (Rakovník). Leichte Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Der politische Bezirk Freiwaldau, bestehend aus den Gerichtsbezirken Freiwaldau, Jauernig, Weidenau und Zuckmantel, umfasste 1927 eine Fläche von 736 km² mit 44 Gemeinden (103 Ortschaften) und 68.000 Einwohnern, davon 97,1% deutscher Nationalität. Durch die Verwaltungsreform von 1949 wurde Freiwaldau wieder Sitz einer Bezirksverwaltung, blieb dies aber nur bis 1960. Nach 1992 wurde der Bezirk wieder eingerichtet.

10.  Schaller VII, 1787, S. 114; Sommer XIV, 1846, S. 284; Rieger 3, 1863, S. 223; Rieger 4, 1865, S. 248; RGL 1, 1883, S. 558 u. S. 794; OSN 9, 1895, S. 744; OSN 13, 1898, S. 275; OLTR, 1927, S. 211; MJČ II, 1949, S. 130; Schwarz, 1961, S. 348; Schwarz, 1965, S. 180; Schwarz, 1966, S. 328; ZJČ, 1982, S. 133; ČSAZ, 1983, S. 176; GeoČS, 1985, S. 224; SLL, 1985, S. 217; LŠ, 1997, S. 114.

Jesenický kras

1.    Karstgebiet, Kreis Olmütz (Olomoucký kraj)

2.    Freiwaldauer Karst

4.    Gesenke-Karst

7.    Gebirgskarst am Altvatergebirge (Hrubý Jeseník).

8.    So benannt nach der sudetenschlesischen Stadt Freiwaldau (Jeseník).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 347; Kunský, 1968, S. 46.

Jesenický oblast

2.    Ostsudeten, Östliche Sudeten

3.    → Východní Sudety

4.    Gesenke-System

5.    Vychodní Sudety, auch: Jesenická podsoustava

6.    Sudety Wschodnie (poln.)

7.    Es handelt sich um ein Geomorphologisches Gebiet, das früher als Subprovinz, jetzt als „oblast“ bezeichnet wird. Es umfaßt das Gebiet, das traditionell als Ostsudeten bezeichnet wurde: das Hohenstädter Bergland (Zábřežská vrchovina), Müglitzer Furche (Mohelnicka brázda), Hansdorfer Bergland, Glatzer Schneegebirge (Králický Sněžník), Reichensteiner Gebirge (Rychlebské hory). Zuckmanteler Bergland (Zlatohorská vrchovina), Altvatergebirge (Hrubý Jeseník) und Niederes Gesenke (Nízký Jeseník).

9.    Derzeit aktuelle Bezeichnung in der tschechischen geomorphologischen Nomenklatur.

10.  VGJ, 1996, S. 29.

Jesenický okres

1.    Verwaltungseinheit

2.    Bezirk Freiwaldau (Jeseník)

5.    Jesenicko

7.    Bezirk (entspr. Landkreis) im Kreis Olmütz (Olomoucký kraj). Fläche 719 km2, 42.600 Bewohner, 59 Einwohner/km2, 23 Gemeinden.

10.  StR, 2001, S. 57.

Jesenik

3.    Gesenke

10.  Egli, 1893, S. 440; Stani-Fertl, 2001, S. 263.

Jeseník Hrubý

2.     Altvatergebirge

3.     → Hrubý Jeseník

4.     Hohes Gesenke

10.   Koláček, 1934, S. 35.

Jeseník Nízký

2.    Niederes Gesenke

3.    → Nízký Jeseník

10.  OSN 17, 1901, S. 609; ČV 1, 1929, S. 44; Koláček, 1934, S. 34.

Jeseník Vysoký

2.    Altvatergebirge

3.    → Hrubý Jeseník

4.    Hohes Gesenke (wörtl.)

10.  OSN 17, 1901, S. 608.

Jeseníky

2.    Altvatergebirge

3.    → Hrubý Jeseník

4.    Altvatergebirge mit Gesenke

6.    Jesioník (poln.)

7.    Gemeint ist in der Tat das Hohe und das Niedere Gesenke (Hrubý Jeseník, Nizký Jeseník), damit also der weitaus größte Teil der Ostsudeten (Vychodní Sudety), die deshalb in der aktuellen geomorphologischen Nomenklatur auch „Gesenke-Gebiet“ (Jesenický oblast) genannt werden.

9.    Über den Namen Jeseníky gibt es eine analoge Diskussion wie über Gesenke.

10.  Kozenn / Jireček ŠA, 1882, Kt. 11; Malende 1888, S. 13; OLTR, 1927, S. 7; ČV 1, 1929, S. 14; Hielscher, 1936, S. 1; Anders, 1939, S. 3; HKK, 1960, S. 27; BS, 1962, S. 20; ČV I, 1, 1968, S. 377; Kunský, 1968, S. 30; ČV II, 2, 1969, S. 145; OTS, 1975, S. 24; GeoKr, 1984, S. 18; SLL, 1985, S. 37; RBL, 1989, S. 124; König, 1997, S. 120; LŠ, 1997, S. 114; Baedeker, 2000, S. 72.

Jeseníky CHKO

1.    Landschaftsschutzgebiet, Mährisch-Schlesischer Kreis (Moravskoslezský kraj)

2.    Naturpark Gesenke

7.    Geschütztes Gebiet in den Ostsudeten (Východní Sudety), hauptsächlich im Altvatergebirge (Hrubý Jeseník). Das Mittelgebirge ist hier zum Teil über 1000 m hoch, die Waldgrenze liegt bei 1200-1300 m, darüber wird eine außerordentlich seltene Form angetroffen. 1969 wurde der Naturpark eingerichtet, er umfaßt 745 km2, 39 ha unter besonderem Schutz.

10.  ČSAZ, 1983, S. 177; TLČS, 1983, S. 101; CHÚP, 1999, K5-L4; StR, 2001, S. 81.

Jeseníky moravské

2.    Mährisches Gesenke

3.    → Jeseníky

6.    Jesionik (poln.)

10.  ČV 1, 1929, S. 136.

Jeskyně na Pomezí NPR

1.    Karsthöhle, Naturdenkmal, Kreis Olmütz (Olomoucký kraj)

2.    Höhle Am Gemärke

7.    Karsthöhle am Fuße des Reichensteiner Gebirges (Rychlebské hory), zwei km nördlich von Bad Lindewiese (Lipová-lázne), Bezirk Mährisch-Schönberg (Šumperk), bemerkenswerte Tropfsteinbildungen, auf einer Länge von knapp 500 m erschlossen.

10.  ČV I, 1, 1968, S. 350; Kunský, 1968, S. 48; ČSAZ, 1983, S. 318; CHÚP, 1999, K4; Baedeker, 2000, S. 75.

Jesionik

2.    Gesenke

3.    → Jeseník

9.    Polnische Bezeichnung.

10.  Potocki, 1994, S. 191.

Ještěd

1.    Berg, Kreis Reichenberg (Liberecký kraj)

2.    Jeschken

3.    s.o.

4.    Igelberg; Jeschkenberg; Jeschkenkoppe

7.    Höchste Erhebung im Jeschkengebirge (Ještědský hřbet), 1012 m hoch, Bezirk Reichenberg (Liberec). Wegen der guten Aussicht (Fernsehturm) Ziel vieler Touristen.

9.    Erstmals genannt 1545.

10.  Rieger 2, 1862, S. 322; Kozenn / Jireček ŠA, 1878, Kt. 11; Krejči, 1878, S. 290; OSN 6, 1893, S. 20; SSJ, 1920, S. 199; OAZ, 1924, Kt. 17; MSN 1, 1925, S. 1048; OLTR, 1927, S. 213; Koláček, 1934, S. 43; Novák, 1947, S. 42; StR, 1957, S. 25; HKK, 1960, S. 83; BS, 1962, S. 279; GČZ, 1965, S. 89; Duden WGN, 1966, S. 289; HKK, 1966, S. 83; CV I, 1, 1968, S. 461; Kunský, 1968, S. 135; ČV II, 2, 1969, S. 240; OTS, 1975, S. 24; Förster, 1978, S. 48; ČSAZ, 1983, S. 177; GeoKr, 1984, S. 151; SLL, 1985, S. 217; ZLHN, 1987, S. 244; RBL, 1989, S. 178; Gorys, 1994, S. 297; VGJ, 1996, S. 27; Baedeker, 2000, S. 165; Stani-Fertl, 2001, S. 265; TLAZ, 2001, S. 309; SZ, 2003, S. 110.

Ještědské hory

2.    Jeschkengebirge

3.    → Ještědský hřbet

10.  Novák, 1947, S. 42.

Ještědské pohoří

2.    Jeschken-Gebirge

3.    → Ještědský hřbet

4.    Jeschkenrücken

10.  OLTR, 1927, S. 213; Novák, 1947, S. 41; HKK, 1966, S. 44; ČV I, 1, 1968, S. 341; OTS, 1975, S. 25; SLL, 1985, S. 218; RBL, 1989, S. 178.

Ještědsko-kozákowský hřbet

1.    GME-5, Gebirgsrücken, Kreis Reichenberg (Liberecký kraj), 200 km2,

2.    Jeschken-Kosakow-Rücken

3.    s.o.

7.    Geomorphologische Haupteinheit in den Westsudeten (Západní Sudety), Mittelgebirgscharakter, wurde früher zum Lausitzer Gebirge (Lužické hory) gerechnet. Höchste Erhebung ist der Jeschken (Ještěd), 1010 m hoch. 2 Untereinheiten: das Jeschken-Gebirge (Ještédský hřbet) und der Kosakow-Rücken (Kozákovský hřbet).

10.  GČ, 1972, S. 62; GeoKr, 1984, S. 132; ZLHN, 1987, S. 245, Nr. IVA-3; Potocki, 1994, S. 190; VGJ, 1996, S. 27; TLAZ, 2001, S. 310.

Jěstědský hřbet

1.    GME-6, Gebirgsrücken, Kreis Reichenberg (Liberecký kraj), 119 km2,

2.    Jeschkenrücken

3.    s.o.

4.    Jeschkenzug; Ještědský hřeben

5.    Ještědské pohoří

7.    Geomorphologische Untereinheit in den Westsudeten (Západní Sudety), Gebirgszug am Rande des Reichenberger Beckens (Liberecká kotlina). 3 Teileinheiten: Kryštofový hřbet, Hlubocký hřbet, Kopaninský hřbet.

8.    So benannt nach dem 1010 m hohen Jeschken (Ještěd), Bezirk Reichenberg (Liberec).

10.  Hromádká, 1956, S. 291; BS, 1962, S. 260; GČZ, 1965, S. 87; NA, 1966, Kt. 10,2; ČV I, 1, 1968, S. 341; Kunský, 1968, S. 50; GČ, 1972, S. 62; OTS, 1975, S. 25; ČSAZ, 1983, S. 177; GeoKr, 1984, S. 132; ZLHN, 1987, S. 245, Nr. IVA-3A; TLAZ, 2001, S. 310.

Jěstědský hřeben

2.    Jeschkenrücken

3.    → Jestědský hřbet

5.    Ještědské pohoří

8.    So benannt nach dem 1.010 m hohen Jeschken (Ješted), Bezirk Reichenberg (Liberec).

10.  MSN 1, 1925, S. 1047.

Jestřábí

2.    Hexenstein

3.    → Žaltman

10.  ČV I, 1, 1968, S. 443.

Jestřábí hřbet

2.    Hexenstein-Rücken

3.    → Žaltman

5.    Žaltmanský hřbet

10.  ČV I, 1, 1968, S. 462.

Jestřábí hřbet cili Žaltman

2.    Hexenstein-Rücken

3.    → Žaltman

5.    Žaltmanský hřbet

10.  ČV I, 1, 1968, S. 725.

Jestřabická brána

2.    Jestřabitzer Pforte

7.    Engtal des Flusses Kyjovka im Steinitzer Wald (Ždanický les).

8.    So genannt nach dem südmährischen Ort Jestřabitz (Jestřabice), Bezirk Kremsiv (Kroměříž).

10.  BS, 1962, S. 365; GČZ, 1965, S. 241.

Jestřabitzer Pforte

3.    → Jestřabická brána

8.    So genannt nach dem südmährischen Ort Jestřabitz (Jestřabice), Bezirk Kremsiv (Kroměříž).

Jestřebí hory

1.    GME-7, Bergland, Kreis Königgratz (Královéhradecký kraj)

2.    Habichtsgebirge

3.    s.o.

4.    Hexenstein-Gebirge

5.    Gestržaby Hory

6.    Góry Jastrzębie

7.    Teil des Schatzlarer Berglandes (Žacléřská vrchovina), Mittelsudeten (Střední Sudety / Sudety Środkowe). Reicht über die Grenze in polnisches Gebiet.

9.    Bedeutet so viel wie „Habichtsgebirge“.

10.  Novák, 1947, S. 44; HKK, 1960, S. 86; GČZ, 1965, S. 105; Kunský, 1968, S. 364; ZLHN, 1987, S. 244, Nr. IVB-1A-c; SGTS 13, 1996, S. 11; Baedeker, 2000, S. 209; TLAZ, 2001, S. 308.

Jestřebská brána

2.    Habichsteiner Pforte

8.    So benannt nach dem nordböhmischen Ort Habichstein (Jestřebí), Bezirk Böhmisch-Leipa (Česká Lípa).

10.  BS, 1962, S. 365.

Jestřebská brázda

2.    Habichsteiner Becken

3.    → Jestřebská kotlina

4.    Habichsteiner Furche (wörtl.)

8.    So benannt nach dem nordböhmischen Ort Habichstein (Jestřebí), Bezirk Böhmisch-Leipa (Česká Lípa).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 700.

Jestřebská kotlina

1.    GME-7, Becken, Kreis Reichenberg (Liberecký kraj)

2.    Habichsteiner Becken

3.    s.o.

4.    Habichsteiner Furche

5.    Jestřebská brázda

7.    Geomorphologische Teileinheit im Rollberg-Hügelland (Ralská pahorkatina).

8.    So benannt nach der ostböhmischen Stadt Jitschin (Jičín), Bezirk Jitschin (Jičín).

10.  BS, 1962, S. 283; GČZ, 1965, S. 180; Kunský, 1968, S. 317; ZLHN, 1987, S. 244, Nr. VIA-1A-c; TLAZ, 2001, S. 309.

Jetřichovické skalní město

2.    Dittersbacher Wände

3.    → Jetřichovické stěny

4.    Dittersbacher Felsenstadt (wörtl.)

5.    Jetřichovské skály

8.    So benannt nach dem nordböhmischen Ort Dittersbach (Jetřichovice), Bezirk Tetschen (Děčín).

10.  Hromádka, 1956, S. 290; GČZ, 1965, S. 72; Kunský, 1968, S. 325.

Jetřichovické stěny

1.    GME-6, Felsengebirge, Kreis Aussig (Ústecký kraj), 79 km2 in der ČR

2.    Dittersbacher Wände

3.    s.o.

5.    Jetřichovické skalní město, Jetřichovské skály

7.    Geomorphologische Untereinheit des Elbsandsteingebirges (Děčínské stěny), besteht aus wild zerklüfteten Sandsteinformationen.

8.    So benannt nach dem nordböhmischen Ort Dittersbach (Jetřichovice), Bezirk Tetschen (Děčín).

10.  GČ, 1972, S. 58; ZLHN, 1987, S. 245, Nr. IIIA – 3B; TLAZ, 2001, S. 311.

Jetřichovické skály

2.    Dittersbacher Wände

3.    → Jetřichovské stěny

4.    Dittersbacher Felsen (wörtl.); Dittersbacher Felsenstadt

8.    So benannt nach dem nordböhmischen Dorf Dittersbach (Jetřichovice), Bezirk Tetschen (Děčín).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 717; TLAZ, 2001, S. 312.

Jevanská pahorkatina

1.    GME-7, Hügelland, Mittelböhmischer Kreis (Středočeský kraj)

2.    Jewaner Hügelland

5.    Jevanská plošina

8.    So benannt nach dem mittelböhmischen Ort Jewan (Jevany), Bezirk Kolín.

10.  ZLHN, 1987, S. 246, Nr. IIA-1A-k.

Jevanská plošina

2.    Jewaner Hügelland

3.    → Jevanská pahorkatina

4.    Jewaner Hochfläche (wörtl.)

8.    So benannt nach dem mittelböhmischen Ort Jewan (Jevany), Bezirk Kolín.

10.  ČV I, 1, 1968, S. 681; Kunský, 1968, S. 229.

Jevičská brázda

2.    Gewitscher Senke

3.    → Jevičská sniženina

4.    Gewitscher Becken; Gewitscher Furche (wörtl.)

8.    So benannt nach der mittelmährischen Stadt Gewitsch (Jevičko), Bezirk Zwittau (Svitavy).

10.  Kunský, 1968, S. 370.

Jevičská kotlina

2.    Gewitscher Senke

3.    → Jevičská sníženina

4.    Gewitscher Becken (wörtl.); Gewitscher Furche

5.    Jevičská brázda

8.    So benannt nach der ostböhmischen Stadt Gewitsch (Jevičko), Bezirk Zwittau (Svitavy).

10.  GČZ, 1965, S. 113; ČV I, 1, 1968, S. 463.

Jevíčská snízenina

1.     GME-7; Senke; Kreis Pardubitz (Pardubický kraj)

2.     Gewitscher Senke

3.     s.o.

7.     Geomorphologische Teileinheit in der Boskowitzer Furche (Boskovická brázda).

8.     So benannt nach der mittelmährischen Stadt Gewitsch (Jevičko), Bezirk Zwittau (Svitava).

10.   ZLHN, 1987, S. 246, Nr. II D-1B-a.

Jevičská sníženina

1.    GME 7; Senke; Kreis Pardubitz (Pardubický kraj)

2.    Gewitscher Senke

3.    → s.o.

4.    Gewitscher Becken; Gewitscher Furche

5.    Jevičská brázda; Jevičská kotlina

7.    Geomorphologische Teileinheit in der Boskowitzer Furche (Boskovická brázda).

8.    So benannt nach der mittelmährischen Stadt Gewitsch (Jevičko), Bezirk Zwittau (Svitavy).

10.  ZLHN, 1987, S. 246, Nr. IID-1B-a.

Jevičsko

1.     Historische Kulturlandschaft; Kreis Pardubitz (Pardubický kraj)

7.     Umland der mittelmährischen Stadt Gewitsch (Jevičko), Bezirk Zwittau (Svitavy), 2.839 Einwohner (1.1.2003), liegt in dem Teil der Boskowitzer Furche (Boskovická brázda), der auch als Kleine Hanna (Malá Hana) bezeichnet wird. Man wird hier, an der alten Salzstraße von Böhmen nach Ungarn, eine frühe Besiedelung annehmen dürfen. Frühe Erwähnungen: 1249 (Geuicko),  1256 (in Gewich), 1258 (circum civitatem Gewiczka), 1270 (versus Gewicz), 1332 (oppidum nostrum Jewizkam), 1356 (de Gewiczka), 1399 (civitatis Gewicz), 1410 (v Jevičce), 1475 (jevíckému mýtu), 1475 (Jevíčtí), 1503 (z Gewiczka), 1543 (město Gewiczko), 1570 (v měste Gewicžku), 1633 (Gewitz), 1751 (Gewitsch), 1872 (Gewitsch, Jevičko). 1258 wurde Gewitsch mit dem Magdeburger Recht begabt, das Stadtgericht war Oberhof für 13 umliegende Dörfer, Zollfreiheit und Bauermeilenrecht gewährten wirtschaftliche Vorteile. Der Stadtgrundriss mit dem zentralen Marktplatz und der umgebenden Stadtmauer ist das Muster ostkolonialer Planung. Die heute noch landwirtschaftlich geprägten Dörfer des Umlandes zeigen mehr oder weniger geregelte Grundrissformen. In den Wirren der frühen Neuzeit wurde die Stadt mehrfach zerstört, bis sich im Zuge der Gegenreformation der Barockstil durchsetzte. Zeitweise hatten die Evangelischen großen Einfluss, außerdem gab es eine starke Judengemeinde. Die Industrialisierung hielt sich in Grenzen: Weberei, Rasierklingen. Der Gerichtsbezirk Gewitsch im damaligen politischen Bezirk Mährisch-Trübau umfasste 1927 eine Fläche von 201 km² mit 31 Gemeinden (52 Ortschaften) und 21.900 Einwohnern, davon 18.850 tschechisch. Die deutsche Bevölkerung geriet schon früh in die Minderheit, 1939 Protektoratverwaltung.

10.   Schwoj I, 1793, S. 247; Wolny V, 1839, S. 640; Rieger 4, 1865, S. 265; RGL 1, 1883, S. 598; OSN 13, 1898, S. 304; OLTR, 1927, S. 148 u. S. 214; Schwarz, 1961, S. 171; Schwarz, 1966, S. 259; Hosák/Šrámek I, 1970, S. 359; ZJČ, 1982, S. 135; ČSAZ, 1983, S. 178; RBL, 1989, S. 124; LŠ, 1997, S. 116; HHStBM, 1998, S. 163; TLAZ, 2001, S. 313.

Jevišovická pahorkatina

1.    GME-5, Hügelland, 2.010 km² in der ČR, Südmährischer Kreis (Jihomoravský kraj) / A-Niederösterreich

2.    Jaispitzer Hügelland

3.    s.o.

5.    Jevišovická plošina

7.    Geomorphologische Haupteinheit  auf der Böhmisch-Mährischen Höhe (Českomoravská vrchovina). 4 Untereinheiten: Jamnitzer Hügelland (Jemnická kotlina), Jaroměřitzer Becken (Jaroměřická kotlina), Vöttauer Hügelland (Bítovská pahorkatina) und Znajmer Hügelland (Znojemská pahorkatina).

8.    So benannt nach der südmährischen Stadt Jaispitz (Jevišovice), Bezirk Znaim (Znojmo).

10.  GČZ, 1965, S. 25; Kunský, 1968, S. 269; GČ, 1972, S. 54; MEZS, 1976, S. 217; GeoKr, 1984, S. 87; ZLHN, 1987, S. 246, Nr. IIC-7; VGJ, 1996, S. 22.

Jevišovická plošina

2.    Jaispitzer Hügelland

3.    → Jevišovická pahorkatina

5.    Jaispitzer Hochfläche (wörtl.)

8.    So benannt nach der südmährischen Stadt Jaispitz (Jevišovice), Bezirk Znaim (Znojmo).

10.  Hromádka, 1956, S. 283; ČV I, 1, 1968, S. 677; OTR, 1975, S. 25.

Jevišovicko

1.     Historische Kulturlandschaft; Südmährischer Kreis (Jihomoravský kraj)

7.     Umland der südmährischen Stadt Jaispitz (Jevisovice), Bezirk Znaim (Znojmo), 1.162 Einwohner (1.1.2003), im gleichnamigen Hügelland (Jevišovické pahorkatina). Die Gegend grenzt an das niederösterreichische Weinviertel und zeigt urzeitliche Siedlungsspuren, die Funde reichen vom Neolithikum bis zur Laténezeit. Frühe Nennungen: 1314 (de Jewyssowicz), 1322 (de Jewissowicz), 1343 (wn Jewspitz), 1351 (de Gewyschowycz), 1389 (wn Jawspicz), 1392 (wn Gewspicz), 1415 (de Gewissowicz), 1448 (oppidi Gewissowicze), 1520 (pod Gewiisowiczy), 1547 (na zámku jcho v Gewijssowiczich), 1561 (k zámku Jevišovicím), 1633 (Iaispitz, Gewissowice), 1872 (Jaispitz, Jevišovice). Die mittelalterliche Siedlung entwickelte sich bei einer Burg, die 1416 zerstört wurde. Im Mittelalter bis in die frühe Neuzeit gab es eine deutsche Minderheit. Während der Hussitenkriege entwickelte sich die Stadt zu einem wichtigen Stützpunkt der Anhänger der neuen Lehre. 1927 gehörte die Stadtgemeinde Jaispitz zum politischen Bezirk und zum Gerichtsbezirk Znaim und hatte 1.220 tschechische Einwohner. Die Umgebung ist durch die Landwirtschaft bestimmt. Keine Industrialisierung. 1939 kam Jaispitz zum Protektorat Böhmen und Mähren.

10.   Wolny III, 1837, S. 144; Wolny V, 1839, S. 257; Rieger 4, 1865, S. 265; RGL 1, 1883, S. 784; OSN 13, 1898, S. 305; OLTR, 1927, S. 214; Schwarz, 1961, S. 246; Schwarz, 1966, S. 151; Hosák/Šrámek I, 1970, S. 360; ČSAZ, 1983, S. 179; RBL, 1989, S. 173; HHStBM, 1998, S. 224; TLAZ, 2001, S. 313.

Jevišovický stupeň

2.    Jaispitzer Stufe

8.    So benannt nach der südmährischen Stadt Jaispitz (Jevišovice), Bezirk Znaim (Znojmo).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 442.

Jevišovka

1.    Fluß, Südmährischer Kreis (Jihomoravský kraj)

2.    Jaispitzer Bach

3.    s.o.

7.    Linker Nebenbach der Thaya (Dyje), etwa 79,9 km lang, Einzugsgebiet 783 km², mündet bei Fröllersdorf (Jevišovka), Bezirk Lundenburg (Břeclav).

10.  OLTR, 1927, S. 214; HKK, 1960, S. 180; BS, 1962, S. 333; GČZ, 1965, S. 26; ČV I, 1, 1968, S. 372; Kunský, 1968, S. 42; OTS, 1975, S. 25; AR, 1981, S. 119; ZLHTN, 1984, S. 124; TLAZ, 2001, S. 314; SZ, 2003, S. 110.

Jewaner Hügelland

3.    → Jevanská pahorkatina

4.    Jewaner Hochfläche

5.    Jevanská plošina

8.    So benannt nach dem mittelböhmischen Ort Jewan (Jevany), Bezirk Kolín.

Jewaner Hochfläche

2.    Jewaner Hügelland

3.    → Jevanská pahorkatina

5.    Jevanská plošina (wörtl.)

8.    So genannt nach dem mittelböhmischen Ort Jewan (Jevany), Bezirk Kolín.

Jezerní hora

1.    Berg, Kreis Pilsen (Plzeňský kraj)

2.    Seewand

3.    s.o.

4.    Hohe Seewand; Seewandberg

5.    Jezerní stěna

7.    Erhebung im Böhmerwald (Šumava), 1343 m hoch, Bezirk Klattau (Klatovy).

10.  Rieger 2, 1862, S. 320; StR, 1957, S. 25; ČSSt, 1971, S. 20; ČSAZ, 1983, S. 480; GeoKr, 1984, S. 105; SLL, 1985, S. 334; ZLHN, 1987, S. 246; Stallhofer, 2000, S. 39.

Jezerní hřbet

2.    Seewand

3.    → Jezerní hora

4.    Hohe Seewand

10.  Kunský, 1968, S. 287; ČSAZ, 1983, S. 480; RBL, 1989, S. 321.

Jezerní stěna

2.    Seewand

3.    → Jezerní hora

4.    Hohe Seewand

10.  Rieger 2, 1862, S. 326; Krejčí, 1876, S. 282; MSN 1, 1925, S. 1048; OLTR, 1927, S. 514; Gorys, 1994, S. 180; Stallhofer, 2000, S. 39.

Jezvinec

1.    Berg, Kreis Pilsen (Plzeňský kraj)

2.    Gewintzy

3.    s.o.

7.    Erhebung im Neumarkter Bergland (Všerubská vrchovina), 739 m hoch, Bezirk Taus (Domažlice).

10.  OLTR, 1927, S. 214; ČV I, 1, 1968, S. 451; Kunský, 1968, S. 298; AR, 1981, S. 119; ZLHN, 1987, S. 248.

Jezvinecká vrchovina

1.    GME-6, Bergland, Kreis Pilsen (Plzeňský kraj)

2.    Gewintzy-Bergland

3.    s.o.

4.    Neugedeiner Berge

7.    Geomorphologische Untereinheit im Neumarker Bergland (Všerubská vrchovina), Oberpfälzer Wald (Český les).

8.    So benannt nach dem Gewintzy (Jezvinec), 739 m hoch, Bezirk Taus (Domažlice).

10.  GČ, 1972, S. 45; ZLHN, 1987, S. 248, Nr. IA - 3B.

Jičínská kotlina

1.     GME-7; Becken; Kreis Königgratz (Královehradecký kraj)

2.     Jitschiner Becken

3.     s.o.

7.     Geomorphologische Teileinheit im Jitschiner Hügelland (Jičínská pahorkatina).

8.     So benannt nach der ostböhmischen Stadt Jitschin (Jičín), Bezirk Jitschin (Jičín).

10.   ZLHN, 1987, S. 248, Nr. VIA-2A-o.

Jičínská pahorkatina

1.    GME-5, Hügelland, Kreis Königgratz (Královéhradecký kraj), 1244 km2

2.    Jitschiner Bergland

3.    s.o.

4.    Jitschiner Hügelland (wörtl.)

5.    Planina Jičínská

7.    Geomorphologische Haupteinheit auf der Böhmischen Kreidetafel (Česká tabule). 2 Untereinheiten: das Bělohrader Hügelland und das Turnauer Hügelland (Turnovské pahorkatina).

8.    So benannt nach der ostböhmischen Stadt Jitschin (Jičín), Bezirk Jitschin (Jičín).

10.  Hromádka, 1956, S. 288; HKK, 1960, S. 59; GČZ, 1965, S. 175; ČV I, 1, 1968, S. 341; Kunský, 1968, S. 171; GČ, 1972, S. 76; OTS, 1975, S. 25; AR, 1981, S. 119; GeoKr, 1984, S. 62; ZLHN, 1987, S. 248, Nr. VIA-2; VGJ, 1996, S. 34; Baedeker, 2000, S. 90; TLAZ, 2001, S. 317.

Jičínsko

1.    Historische Kulturlandschaft, Kreis Königgratz (Královéhradecký kraj)

7.    Umgebung der ostböhmischen Stadt Jičín, Bezirk Jitschin (Jičín), 16.347 Einwohner (1.1.2003), liegt an der Cidlina im altbesiedelten Land. Erste Erwähnungen der Stadt 1293 (Giczin), 1305 (in oppido reginae Giczin), 1316 (castri Weluss in civitatis Gyczin), 1327 (castrum Welusch, civitatem Gytschin), 1360 (pleb. in Giczyn – laneo sub castro Welis), 1386 (in Gyczyn), 1396 (Giczina), 1442 (okolo Jičina), 1542 (hrad ... Kumburgk ... k městu Gitczisch), 1790 (Gitschin, Gicžin), 1835 (Gičin). Jitschin war königliche Freistadt, auf dem Königsgut seiner Herrschaft Welisch (Veliš) gegründet. Mittelalterlicher Plangrundriß mit Zentralplatz, dort bemerkenswerte Renaissancehäuser. Überhaupt ist die Stadt reich an Kunstdenkmälern. Ein Bidschower Kreis (Bidžovský kraj) bestand schon von 1751 bis 1850; dieser umfaßte 39 Herrschaften und Güter mit 285.778 Einwohnern (1847). Im 19. Jahrhundert setzte die Industrialisierung ein, die Umgebung blieb von der Landwirtschaft bestimmt. Stadt und Umgebung liegen im tschechischen Sprachgebiet. Der politische Bezirk Jičín, bestehend aus den Gerichtsbezirken Jičín, Liban und Sobotka, umfaßte 1927 eine Fläche von 238 km² mit 57 Gemeinden (78 Ortschaften) und 33.200 Einwohnern, davon 99% Tschechen. 1939 kam der Bezirk zum Protektorat. Durch die Verwaltungsreform von 1949 wurde Jičín wieder Sitz einer Bezirksverwaltung, 1960 wurde der Bezirk deutlich erweitert. Aufkommender Fremdenverkehr, Ausgangspunkt für Touren in das Böhmische Paradies (Český ráj). Zahlreiche denkmalgeschützte Gebäude in der Stadt.

10.  Schaller XVI, 1790, S. 81; Sommer III, 1835, S. 131; Rieger 4, 1865, S. 280; RGL 1, 1883, S. 801; OSN 13, 1898, S. 350; OLTR, 1927, S. 215; Koláček, 1934, S. 104;  MJČ II, 1949, S. 144; HKK, 1960, S. 42; Schwarz, 1965, S. 314; ČV I, 1, 1968, S. 280; Kunský, 1968, S. 62; ZJČ, 1982, S. 135; ČSAZ, 1983, S. 180, S. 460; GeoKr, 1984, S. 161; RBL, 1989, S. 125; Gorys, 1994, S. 312; LŠ, 1997, S. 116; HHStBM, 1998, S. 233; Baedeker, 2000, S. 85; StR, 2001, S. 58; TLAZ, 2001, S. 316.

Jičínský okres (JCo)

1.    Verwaltungseinheit

2.    Bezirk Jitschin (Jičín)

5.    Jičínsko

7.    Bezirk (entspr. Landkreis) im Kreis Königgratz (Královéhradecký kraj). Fläche 887 km2, 77.000 Bewohner, 87 Einwohner/km2, 111 Gemeinden.

10.  StR, 2001, S. 57.

Jihlava

1.    Fluß, Hochland-Kreis (Kraj Vysočina)

2.    Igel

3.    s.o.

4.    Iglawa

5.    auch Jihlavka

7.    Rechter Nebenfluß der Schwarzawa (Svratka), Länge 184,6 km², Einzugsbereich 3.117 km², entspringt im Javoře-Bergland (Javořická vrchovina), Mündung in den Stausee Neumühle (Nový Mlýn).

9.    Die gleichnamige Stadt wird schon im 13. Jahrhundert erwähnt (1234 Giglawa; 1238 Yglana; 1249 Iglavia).

10.  Hercík ŠA, 1874, Kt. 2; Kozenn / Jireček ŠA, 1878, Kt. 11; Rieger 5, 1886, S. 457; Egli, 1893, S. 441; ČV 1, 1929, S. 220; HKK, 1960, S. 62; Schwarz, 1961, S. 56; BS, 1962, S. 548; GČZ, 1965, S. 18; Duden WGN, 1966, S. 289; ČV I, 1, 1968, S. 371; Kunský, 1968, S. 33; OTS, 1975, S. 25; MEZS, 1976, S. 217; AR, 1981, S. 119; ČSAZ, 1983, S. 181; TLČS, 1983, S. 102; GeoKr, 1984, S. 36; ZLVTN, 1984, S. 125; LŠ, 1997, S. 116; Stani-Fertl, 2001, S. 264; TLAZ, 2001, S. 322; SZ, 2003, S. 110.

Jihlavka

2.    Igel

3.    Jihlava

4.    Iglawa

10.  OSN 17, 1901, S. 628; OLTR, 1927, S. 201; Koláček, 1934, S. 37; Schwarz, 1961, S. 160.

Jihlavská kotlina

1.    GME 7, Becken, Hochland-Kreis (Kraj Vysočina)

2.    Iglauer Becken

8.    So benannt nach der südmährischen Stadt Iglau (Jihlava), Bezirk Iglau (Jihlava).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 674; ZLHN, 1987, S. 248, Nr. IIc-2D-e.

Jihlavská vrchovina

2.    Iglauer Berge

3.    → Jihalvské vrchy

4.    Iglauer Bergland (wörtl.)

5.    Vrchovina Jihlavská

8.    So benannt nach der südmährischen Stadt Iglau (Jihlava), Bezirk Iglau (Jihlava).

10.  HKK, 1960, S. 59; ČV I, 1, 1968, S. 442; Kunský, 1968, S. 226; OTS, 1975, S. 25.

Jihlavské vrchy

1.    GME-6, Bergland, Hochland-Kreis (Kraj Vysočina) / A-Niederösterreich, 97 km² in der ČR

2.    Iglauer Berge

3.    s.o.

4.    Iglauer Bergland

5.    Jihlavská vrchovina; Vrchovina Jihlavská

7.    Geomorphologische Untereinheit im Jaworčice-Bergland (Javořická vrchovina). 3 Teileinheiten:, Mrákotínská sníženina, Pivničky und Řásenská vrchovina

8.    So benannt nach der südmährischen Stadt Iglau (Jihlava), Bezirk Iglau (Jihlava), bzw. nach dem tschechisch gleichnamigen Fluß.

10.  Kozenn / Jireček ŠA, 1878, Kt. 11; MSN 1, 1925, S. 1047; ČV 1, 1929, S. 142; Koláček, 1934, S. 37; StR, 1957, S. 26; GČZ, 1965, S. 24; Duden WGN, 1966, S. 289; NA, 1966, Kt. 10,2; GČ, 1972, S. 54; OTS, 1975, S. 25; AR, 1981, S. 119; TLČS, 1983, S. 44; GeoKr, 1984, S. 83; ZLHN, 1987, S. 248, Nr. IIC-6A; Stani-Fertl, 2001, S. 264; TLAZ, 2001, S. 323.

Jihlavsko

1.    Historische Kulturlandschaft, Hochland-Kreis (Kraj Vysočina)

4.    Iglauer Sprachinsel

7.    Historisches Umland der südmährischen Stadt Iglau (Jihlava), Bezirk Iglau (Jihlava), 50.174 Einwohner (1.1.2003), zugleich auch Mittelpunkt der nach ihr so genannten Iglauer Sprachinsel. Die Gegend liegt auf der Böhmisch-Mährischen Höhe, also nahe der historischen Grenze zwischen Böhmen und Mähren, wo ein alter Handelsweg von Österreich nach Böhmen führte. Anlaß des Erblühens war der Bergbau auf Silber, der Bergleute und Spekulanten aus allen Teilen Deutschlands herbeilockte und Iglau zur bedeutendsten Silberbergstadt in Mitteleuropa machte. Frühe Nennungen 1233 (in Gyglawa), 1234 (Gyglawa), 1238 (Yglawa), 1249 (de Iglausa), 1262 (plebano Yglauiensi), 1481 (rychtář z Gihlawy), 1633 (Iglau, Gihlava). Schon 1247 wurde Iglau zur königlichen Bergstadt erhoben und mit den entsprechenden Privilegien begabt. Die Stadt wurde großzügig geplant und mehrfach erweitert; der Hauptplatz ist mit einer Fläche von 36.650 m2 einer der größten in Mitteleuropa. Der wirtschaftlichen Bedeutung entsprach eine lebhafte Bautätigkeit, so daß heute noch eine Reihe bemerkenswerter Baudenkmäler vorgezeigt werden können. Auch in juristischer, kultureller und wissenschaftlicher Beziehung nahm Iglau, das man durchaus mit Nürnberg vergleichen konnte eine hervorgehobene Stellung ein. Der Iglauer Oberhof regelte das Bergrecht bis in die heutige Slowakei hinein und wirkte sich selbst bis nach Südamerika aus. Eine Meistersingerschule und einflußreiche Gilden trugen weiterhin zum Ansehen der Stadt bei. Handel, Stapelrecht und das Recht, Münzen zu prägen stärkten die Kaufmannschaft, dazu gehörte auch eine anschauliche Judengemeinde, die zweitweise blutigen Verfolgungen ausgesetzt war und schließlich vertrieben wurde. Es gab aber auch schwere Rückschläge wie kriegerische Wirren, Feuersbrünste, Erdbeben, Überschwemmungen und sozial bedingte Konflikte, die das Wachstum der Stadt bremsten. Nach und nach entwickelte sich die Textilproduktion als zweites wirtschaftliches Standbein. Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges konnten nur langsam überwunden werden. Während der ganzen Zeit konnte sich in der Stadt und auch im Umland die deutsche Mehrheit halten, während es den Hussiten und der Reformation nicht gelungen war, Boden zu gewinnen. Der 1854 eingerichtete Kreis Iglau (Jihlavský kraj) bestand aus acht Bezirken mit 224.443 Einwohnern. Der Anteil der Tschechen an der Stadtbevölkerung stieg nach dem Ersten Weltkrieg auf fast eine Viertel an und gewann schließlich die Oberhand, Ursachen dafür bildete der Geburtenrückgang und der Wegzug zahlreicher Familien nach Österreich. Die Zurückdrängung deutscher Bürger aus dem gesellschaftlichen und politischen Leben ließ sich nicht verhindern. Der industrielle Aufschwung in der Zwischenkriegszeit wurde ermöglicht durch den Zuzug tschechischer Arbeiter. Die deutsche Sprachinsel war um 1880 noch ein geschlossenes Gebiet, das sich teils in Böhmen, teils in Mähren erstreckte. Der politische Bezirk Iglau, bestehend aus den Gerichtsbezirken Iglau und Triesch, umfaßte 1927 562 km² mit 68 Gemeinden (91 Ortschaften) und 41.800 Einwohnern, davon 74,4% Tschechen. Dennoch kamen Iglau und Umgebung 1939 zum Protektorat Böhmen und Mähren, allerdings wurde den deutschstämmigen Bürgern die deutsche Staatsbürgerschaft gewährt. 1945/46 wurden sie zwangsausgesiedelt. Durch die Verwaltungsreform 1949 wurde Iglau Kreishauptstadt (Jihlavský kraj), wobei das Kreisgebiet so geschnitten wurde, daß einige böhmische Bezirke dazu kamen. 1960 wurde der Kreis wieder aufgelöst, denn aber nach der politischen Wende wieder eingeführt und heißt heute Hochland-Kreis (Kraj Vysočina). 1949 wurde ein Stadtbezirk und ein Landbezirk Iglau geschaffen, beide wurden 1960 zusammengeführt und erweitert.

10.  Wolny VI, 1842, S. 1; Rieger 4, 1865, S. 283; RGL 1, 1883, S. 757; OSN 13, 1898, S. 353; OLTR, 1927, S. 201; ČV 1, 1929, S. 280; Koláček, 1934, S. 158; Šmilauer, 1960, S. 237; Schwarz, 1966, S. 199; ČV I, 1, 1968, S. 269; Hosák/Šramek I, 1970, S. 365; ZJČ, 1982, S. 135; ČSAZ, 1983, S. 181; GeoKr, 1984, S. 194; GeoČS, 1985, S. 158; RBL, 1989, S. 168; LŠ, 1997, S. 116; HHStBM, 1998, S. 214; StR, 2001, S. 58; TLAZ, 2001, S. 319.

Jihlavsko-sázavská brázda

1.    GME-6, Talsenke, Hochland-Kreis (Kraj Vysočina), 248 km²

2.    Igel-Sazawa-Furche

3.    s.o.

7.    Geomorphologische Untereinheit im Hügelland an der oberen Sazawa (Sazava). 6 Teileinheiten: Beranovský práh, Dobronínská pánev, Jeclovská sníženina, Jilavská kotlina, Poheldská pahorkatina und Štocký stupeň.

8.    So benannt nach den Flüssen Igel (Jihlava) und Sazawa/Sassau (Sázava).

10.  GČ, 1972, S. 52; ZLHN, 1987, S. 249, Nr. IIC-2D.

Jihlavský okres

1.    Verwaltungseinheit

2.    Bezirk Iglau (Jihlava)

5.    Jihlavsko

7.    Bezirk (enspr. Landkreis) im Hochland-Kreis (Kraj Vysočina). Fläche 1.180 km², 108.700 Bewohner, 92 Einwohner/km², 121 Gemeinden.

10.  StR, 2001, S. 57.

Jihočeská brána

4.    Südböhmische Pforte

10.  Kunský, 1968, S. 166.

Jihočeská pánev

2.    Südböhmisches Becken

3.    Jihočeské pánve

10.  ČV 1, 1929, S. 34; GeoKr, 1984, S. 82.

Jihočeská rybničná pánev

2.    Südböhmische Becken

3.    → Jihočeské pánve

4.    Budweis-Wittingauer Becken; Budweis-Wittingauer Teichniederung; Südböhmisches Fischteich-Becken (wörtl.)

10.  ČV 1, 1929, S. 34.

Jihočeská soustava

2.    Böhmisch-Mährisches System

3.    → Českomoravská vysočina

4.    Südböhmisches System (wörtl.)

8.    Der Begriff wurde in die aktuelle geomorphologische Gliederung der ČR nicht aufgenommen.

10.  NA, 1966, Kt. 10,2; OTR, 1975, Anl. 1, S. 1.

Jihočeská vrchovina

2.    Südböhmisches Bergland

3.    → Jihočeská vysočina

4.    Südböhmisches Hochland

9.    Der Terminus wurde in der neueren Geomorphologischen Regionalisierung so nicht mehr verwendet.

10.  ČV I, 1, 1968, S. 699.

Jihočeská vysočina

2.    Südböhmisches Bergland; Südböhmisches Hochland

5.    Jihočeská vrchovina

9.    Der Terminus wurde in der neueren Geomorphologischen Regionalisierung nicht mehr verwendet.

10.  Hromádka, 1956, S. 282; HKK, 1960, S. 59; GČZ, 1965, S. 22; ČV I, 1, 1968, S. 435; Kunský, 1968, S. 31; OTS, 1975, S. 25.

Jihočeské kotliny

2.    Südböhmische Becken

3.    → Jihočeske pánve

5.    Jihočeská rybničná pánev

10.  Hromádka, 1956, S. 284; Kunský, 1968, S. 266.

Jihočeské pánve

1.    GME-4, Hügelland, Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj) / A-Oberösterreich, 2000 km² in der ČR

2.    Südböhmische Becken

3.    s.o.

4.    Beckenlandschaften von Budweis und Wittingau; Budweis-Wittingauer Becken; Budweis-Wittingauer Teichniederung

5.    Jihočeská rybničná pánev; Jihočeské kotliny

6.    Bassins de la Bohême du Sud (franz.); South Bohemian Bassins (engl.)

7.    Die südböhmischen Becken (Jihočeské pánve) sind eine geomorphologische Subprovinz des Böhmisch-Mährischen Systems (Česko-moravská soustava). 2 Gebiete: Das Budweiser Becken (Českobudějovicka pánev) und das Wittingauer Becken (Třeboňská pánev).

10.  GČZ, 1965, S. 11; NA, 1966, Kt. 10,2; ČV I, 1, 1968, S. 452; GČ, 1972, S. 50; OTS, 1975, Anl. 1, S. 1; MEZS, 1976, S. 217; TLČS, 1983, S. 102; ZLHN, 1987, S. 249, Nr. II B; VGJ, 1996, S. 20.

Jihočeské rybníky

1.    Historische Kulturlandschaft, Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

2.    Südböhmische Teiche

5.    Jihoceský rybniční okres

7.    Es handelt sich um eine landschaftsprägende Ansammlung von etwa 5.000 Teichen mit einer Wasserfläche von ca. 20.000 ha in den Becken von Budweis und Wittingau (Budejovická pánev, Třeboňská pánev). Viele von ihnen wurden schon im 14. und 15. Jahrhundert angelegt. Schon im 11. Jahrhundert sollen in Südböhmen die ersten Fischteiche angelegt worden sein, im Laufe der Jahre brachte man es dabei zu großer Kunstfertigkeit und Produktivität. Ein wahrer Boom entwickelte sich in der Regierungszeit des Luxemburgers Karls IV., die mit dem großen hochmittelalterlichen Landesausbau zusammenfällt. Nach den im Stadtarchiv vorliegenden Quellen gab es 1475 26 Teiche, die alle im Besitz der königlichen Stadt Budweis waren. 1547 werden bereits 39 Teiche gemeldet, deren Zahl sich in der Folgezeit weiter vergrößerte. Um 1970 werden im Bezirk Budweis folgende Teiche mit einer Größe über 100 ha gemeldet: Bezdrev (522), Dvořiště (395), Dehtář (261), Bošilecký (202), Volešek (165), Spolský (139), Ždárský, Munický (119), Vikovický (117), Vlhavský (105), Blatec (98), Žabov (Krčín) (92), Ruda (86) und Byňovský (79). So bekannte Teichbaumeister wie Štepánek Netolicky aus Netolitz und Jakub Krčín von Jelčany waren an diesen wasserwirtschaftlichen Maßnahmen beteiligt, die das Gesicht der Landschaft und die Ökologie des Wasserumsatzes bis heute bestimmen und selbst das Klima beeinflussen. Während in anderen Landschaften im 19. Jahrhundert ein regelrechtes Teichsterben einsetzte, um dem Zuckerrübenanbau Platz zu machen, konnten sich hier die Teiche behaupten und die Karpfenzucht blieb ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

10.  MEZS, 1976, S. 207.

Jihočeské třetihorní pánev

2.     Südböhmische Tertiärbecken

3.     → Jihočeské pánev

4.     Beckenlandschaft von Budweis und Wittingau

10.   Koláček, 1934, S. 74.

Jihočeský kraj

1.    Verwaltungseinheit

4.    Südböhmischer Kreis

5.    Budějovický kraj (bis 2000)

7.    Kreis (entspricht Regierungsbezirk) in Südböhmen. Besteht aus den Bezirken Písek (Písek), Tabor (Tábor), Neuhaus (Jindřichův Hradec), Budweis (České Budějovice), Krumau (Český Krumlov), Prachatitz (Prachatice) und Strakonitz (Strakonice). Fläche 10.056 km2, 625.900 Bewohner, 62 Einwohner/km2, 623 Gemeinden.

10.  StR 2001, S. 56.

Jihočeský masiv

2.     Südböhmisches Bergland

3.     → Českomoravská soustava; oder auch: Jihočeská vrchovina

10.   Koláček, 1934, S. 33.

Jihočeský rybniční okres

2.    Südböhmische Teiche

3.    Jihočeské pánve

4.    Südböhmischer Teichbezirk (wörtl.)

5.    Jihočeská rybničná pánev; Jihočeské rybniky

10.  Kunský, 1968, S. 228.

Jihomoravská nižina

2.    Südmährische Ebene

10.  ČV I, 1, 1968, S. 739.

Jihomoravská pahorkatina

2.    Südmährisches Hügelland

3.    → Dysko-moravská pahorkatina

10.  Kunský, 1968, S. 230.

Jihomoravská pánev

1.    GME-4; Ebenen, Hügelland, Südmährischer Kreis (Jihomoravský kraj / A-Niederösterreich / Slowakei, 965 km2 in der ČR

2.    Südmährisches Becken

3.    s.o.

4.    Südliches Marchbecken; Südmährische Gräben

5.    Jihomoravské úvalí

6.    Bassin de la Moravie du Sud (franz.); South-Moravian Bassin (engl.)

7.    Geomorphologisches „Gebiet“ (oblast) das aber nur zum Teil in der Tschechischen Republik liegt. Teil des Wiener Beckens (Videňská pánev) und damit der Westpannonischen Becken.

10.  ZLHN, 1987, S. 37, Nr. XA; VGJ, 1996, S. 45.

Jihomoravské Karpaty

1.    GME-4, Hügelland, Südmährischer Kreis (Jihomoravský kraj / A-Niederösterreich, 81 km2 in der ČR

2.    Südmährische Karpaten

3.    s.o.

5.    Rakonsko-jihomoravské Karpaty

6.    Carpates de la Moravie du Sud (franz.); South Moravian Carpathians (engl.)

7.    Gruppe von Geomorphologischen Haupteinheiten bzw. „Gebiet“ (oblast). In der ČR liegt nur eine Haupteinheit: das Nikolsburger Land (Mikulovská vrchovina).

10.  GČ, 1972, S. 84; TLČS, 1983, S. 102; GeoKr, 1984, S. 36; ZLHN, 1987, S. 249, Nr. IX A; VGJ, 1996, S. 40; TLAZ, 2001, S. 324.

Jihomoravsky kraj

1.    Verwaltungseinheit

2.    Südmährischer Kreis (Jihomoravský kraj)

4.    Brněnský kraj (Kreis Brünn), bis 2000

7.    Kreis (entspr. Reg.-Bezirk) in Südmähren, bestehend aus den Bezirken Boskowitz (Boskovice), Brünn-Stadt (Brno-město), Brünn-Land (Brno-venkov), Gaya (Kyjov), Lundenburg (Břeclav), Wischau (Vyškov) und Znaim (Znojmo). Fläche 7.066 km², 1.135.600 Bewohner, 161 Einwohner/km², 647 Gemeinden.

10.  StR, 2001, S. 57.

Jihomoravský kraj

1.    Verwaltungseinheit

2.    Südmährischer Kreis (Jihomoravský kraj)

3.    s.o.

4.    Kreis Brünn (Brno)

5.    Brněnský kraj (bis 2001)

7.    Kreis (entspr. Regierungsbezirk) in Südmähren. Besteht aus den Bezirken Blansko, Brünn-Land (Brno-věnkov), Brünn-Stadt (Brno-město), Göding (Hodonín), Lundenburg (Břeclav), Wischau (Vyškov) und Znaim (Znojmo); Fläche 7.066 km2, 1.135.600 Bewohner, 161 Einwohner/km², 647 Gemeinden.

10.  StR 2001, S. 57.

Jihovýchod (oblast)

1.     NUTS-2-Region

2.     Südost (Region)

7.     Die Region setzt sich zusammen aus dem Südmährischen Kreis (Jihomoravský kraj). Sie hat eine Fläche von 13.991 km² mit 1.567.700 Einwohnern, die in 12 Bezirken mit 1.377 Gemeinden leben.

10.   StR, 2001, S. 724.

Jihozápad (oblast)

1.     NUTS-2-Region

2.     Südwest (Region)

7.     Die Region setzt sich zusammen aus dem Kreis Pilsen (Plzeňský kraj) und dem Südböhmischen Kreis (Jihočeský kraj). Sie hat eine Fläche von 17.647 km² mit 1.177.600 Einwohnern in 14 Bezirken mit 11.228 Gemeinden.

10.   StR, 2001, S. 724.

Jilemnicko

1.     Historische Kulturlandschaft; Kreis Reichenberg (Liberecký kraj)

7.     Umland der nordböhmischen Kleinstadt Starkenbach (Jilemnice), Bezirk Semil (Semily), 5.783 Einwohner (1.1.2003), im Vorhügelland des Riesengebirges (Podkrkonošská pahorkatina). Die Gegend am Fuße des Riesengebirges gehört zum jünger besiedelten Land. Ältere Erwähnungen: 1356 (pleb. de Gilempuis ... pleb. in Gilempuicz), 1362 (de Gylemnycz), 1369 (Gylemnicz), 1398 (Gylemnycz), 1496 (Jilemniczi), 1574 (Gilemniczy tvrz), 1596 (auff Starkenbergk), 1633 (das Städtel Gilemnitze oder Starkenbach), 1790 (Starkenbach, Gilemnicze). Die erste Erschließung fällt in die Zeit des slawischen Landesausbaus, daran schloss die deutsche Ostkolonisation an. Als Marktort gewann die Siedlung an der oberen Iser (Jizerka) eine gewisse Bedeutung, bis schließlich verschiedene Gewerbe, namentlich die Weberei, das wirtschaftliche Profil bestimmten; außerdem gab es Eisenhämmer und Glashütten. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts war die Bevölkerung zum evangelischen Glauben übergegangen, nach 1681 erfolgte die gewaltsame Rekatholisierung, die mit einer deutlichen Abwanderung verbunden war. Bei den Dörfern des Umlandes findet man Waldhufenfluren, in höheren Lagen Einschichten. Schon früh entwickelte sich der Fremdenverkehr, der heute die wichtigste Einnahmequelle darstellt. Der politische Bezirk Starkenbach umfasste 1927 eine Fläche von 338 km² mit 43 Gemeinden (64 Ortschaften) und 49.200 Einwohnern, davon 77,7 % Tschechen. Nahe an der tschechisch-deutschen Sprachgrenze gelegen konnte sich hier die tschechische Mehrheit behaupten, so kam Starkenbach 1939 unter die Protektoratsverwaltung. Neben einigen sehenswerten Baulichkeiten lohnt das Riesengebirgsmuseum (Krkonožské muzeum) einen Besuch; hier wurde die Geschichte des Skisports und der Forstwirtschaft besonders asttituliert. Durch die Verwaltungsreform von 1949 wurde Starkenbach wieder Sitz einer Bezirksverwaltung, blieb dies aber nur bis 1960.

10.   Schaller XVI, 1790, S. 101; Sommer III, 1835, S. 171; Rieger 4, 1865, S. 381; RGL 2, 1883, S. 683; OSN 13, 1898, S. 508; OLTR, 1927, S. 215 u. S. 543; MJČ II, 1949, S. 148; Schwarz, 1961, S. 96; Schwarz, 1965, S. 11; ZJČ, 1982, S. 136; ČSAZ, 1983, S. 182; RBL, 1989, S. 422; LŠ, 1997, S. 117; HHStBM, 1998, S. 580; Baedeker, 2000, S. 264; TLAZ, 2001, S. 324.

Jilovská vrchovina

1.     GME-7; Bergland; Mittelböhmischer Kreis (Středočeský kraj)

2.     Eulauer Bergland

7.     Geomorphologische Teileinheit im Beneschauer Hügelland (Benešovská pahorkatina).

8.     So benannt nach der mittelböhmischen Stadt Eule (Jilové u Prahy).

10.   ZLHN, 1987, S. 249, Nr. II A-1A-c.

Jílovsko

1.     Historische Kulturlandschaft; Mittelböhmischer Kreis (Středočeský kraj), n49°54‘/ö14°30‘

7.     Umland der mittelböhmischen Stadt Eule (Jílové u Prahy), Bezirk Prag-West (Praha-Zapad), 3.420 Einwohner (1.1.2003), im Beneschauer Hügelland (Benešovská vrchovina) südlich von Prag gelegen. Goldfunde waren der Grund dafür, dass sich hier im Mittelalter eine Bergstadt entwickelte. Doch die Anfänge liegen schon früher und sollen bis in die Keltenzeit zurückgehen. Ältere Nennungen: 1045 (castrum Grzdek ... qui vulgo Yloci dicuntur et in Ylou habitant), 1235 (aurifodine in Gylowy), 1331 (oppida Eilow et Knyn), 1337 (aurifodinis vid. Reichenstein Aylaw Pomuk), 1338 (aurifodinis in Reychenstein, in Eylaw et in Pomuk), 1359 (Martinus de Eylaw), 1371 (in Eylaw alias in Gilowi), 1380 (in Gylowy), 1402 (Petrus de Elaw, aurifaber),  1405 (in Gylowy), 1454 (pod městum Gylowy), 1541 (Giloway, město královské), 1854 (Jilové). Die Erhebung zur Königlichen Bergstadt erfolgte 1331. Vom damaligen Reichtum kündet das Rathaus am Marktplatz. Noch im 20. Jahrhundert wurde Bergbau auf Gold und Eisen betrieben. Der Gerichtsbezirk Eule im damaligen politischen Bezirk Königliche Weinberge hatte 1927 eine Fläche von 273 km² mit 33 Gemeinden (90 Ortschaften) und 21.200 Einwohnern, davon 99,7 % tschechisch. 1939 unter Protektoratsverwaltung. Durch die Nähe zu Prag entwickelte sich Eule zur Sommerfrische (Wochenendhäuser).

10.   Schaller X, 1788, S. 168; Sommer XII, 1844, S. 122; Schaller 4, 1865, S. 381; RGL 1, 1883, S. 511; OSN 13, 1898, S. 509; OLTR, 1927, S. 128 u. S. 215; MJČ II, 1949, S. 150; Schwarz, 1961, S. 91; Schwarz, 1965, S. 52; ZJČ, 1982, S. 136; ČSAZ, 1983, S. 183; RBL, 1989, S. 106; HHStBM, 1998, S. 137; LŠ, 1997, S. 117; TLAZ, 2001, S. 325.

Jindřichohradecká kotlina

1.    GME-7, Becken, Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

2.    Neuhauser Becken

3.    s.o.

7.    Geomorphologische Teileinheit im Křemeschnik-Bergland (Křemešnická vrchovina).

8.    So benannt nach der südböhmischen Stadt Neuhaus (Jindřichův Hradec), Bezirk Neuhaus (Jindřichův Hradec).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 442; Kunský, 1968, S. 269; ZLHN, 1987, S. 250, Nr. IIC-1A-b.

Jindřichohradecká kotlina

1.    GME-7, Becken, Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

2.    Neuhauser Becken

7.    Geomorphologische Teileinheit im Neuhauser Hügelland (Jindřichohradecká pahorkatina).

8.    So benannt nach der südböhmischen Stadt Neuhaus (Jindřichův Hradec), Bezirk Neuhaus (Jindřichův Hradec).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 442; Kunský, 1968, S. 269; ZLHN, 1987, Nr. IIC-1A-b.

Jindřichohradecká kotlina

1.     GME-7; Becken; Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

2.     Neuhauser Becken

3.     s.o.

7.     Geomorphologische Teileinheit  im Kremeschniker Bergland (Křemešnická vrchovina).

8.     So benannt nach der südböhmischen Bezirksstadt Neuhaus (Jindřichův Hradec).

10.   ZLHN, 1987, S. 250, Nr. IIC-1A-b.

Jindřichohradecká pahorkatina

1.    GME-6, Hügelland, Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj), 443 km² in der ČR

2.    Neuhauser Hügelland

3.    s.o.

4.    Hügelland von Neuhaus; Neuhauser Granitgebiet; Neuhauser Hochland

7.    Geomorphologische Untereinheit im Kremeschnik-Bergland (Křemešnická vrchovina). 3 Teileinheiten: Jindřichohradeká kotlina, Ratibořská pahorkatina und Žirovnická pahorkatina

8.    So benannt nach der südböhmischen Stadt Neuhaus (Jindřichův Hradec), Bezirk Neuhaus (Jindřichův Hradec).

10.  Hromádka, 1956, S. 283; GČZ, 1965, S. 31; Kunský, 1968, S. 268; GČ, 1972, S. 51; OTS, 1975, S. 26; ZLHN, 1987, S. 250, Nr. IIC-1A.

Jindřichohradecko

1.    Historische Kulturlandschaft, Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj), n49°09‘/ö15°00‘

7.    Umland der südböhmischen Stadt Neuhaus (Jindřichův Hradec), Bezirk Neuhaus (Jindřichův Hradec), 22.975 Einwohner (1.1.2003). Neben denen von Rosenberg waren die Herren von Neuhaus der wichtigste Zweig der Wittigonen. Grundlage der späteren Stadt aber war ein slawischer Burgwall an der Nežarka. Erste Erwähnungen: 1220 (novum castrum), 1223 (Nova domus), 1294 (Heinr. de Novo castello), 1317 (von dem Nuwen Huse), 1442 (na Hradce Jindřichové), 1842 (Neuhaus, Gindřichův Hradec). Der Aufstieg der Stadt und ihres Umlandes war getragen von einer wohlhabenden, teils deutschen Handwerker- und Kaufmannsschicht, die Stadtprivilegien von 1389 bezeugen die Bedeutung der Tuchmacherzunft. In der Umgebung der Stadt wurden zahlreiche Fischteiche angelegt. Der politische Bezirk Neuhaus, bestehend aus den Gerichtsbezirken Neubistritz und Neuhaus, umfaßte 1927 eine Fläche von 711 km² mit 90 Gemeinden (117 Ortschaften) und 52.400 Einwohnern, davon 57,3% Tschechen. In der Stadt setzte sich im 19. Jahrhundert eine tschechische Mehrheit durch, so daß 1938/39 das Umland zum Gau Niederdonau, die Stadt aber zum Protektorat Böhmen und Mähren geschlagen wurde. Seit 1945 Entwicklung des Fremdenverkehrs.

10.  Schaller XIV, 1790, S. 109; Sommer X, 1842, S. 238; Rieger, 1865, S. 392; RGL, 1883, S. 252; OSN 11, 1897, S. 736; OLTR, 1927, S. 216 u. S. 374; MJČ I, 1954, S. 738; Šmilauer, 1960, S. 109; Schwarz, 1965, S. 447; ČV I, 1, 1968, S. 613; Kunský, 1968, S. 271; MEZS, 1976, S. 217; ZJČ, 1982, S. 137; ČSAZ, 1983, S. 738; TLČS, 1983, S. 103; RBL, 1989, S. 168; LŠ, 1997, S. 118; HHStBM, 1998, S. 398; StR, 2001, S. 78; TLAZ, 2001, S. 326.

Jindřichohradecký okres

1.    Verwaltungseinheit

3.    Bezirk Neuhaus (Jindřichův Hradec)

5.    Jindřichohradecko

7.    Bezirk (entspr. Landkreis) im Südböhmischen Kreis (Jihočeský kraj). Fläche 1.944 km², 93.500 Bewohner, 48 Einwohner/km², 106 Gemeinden.

10.  StR, 2001, S. 56.

Jindřichovická plošina

2.    Heinrichsgrüner Bergland

3.    → Jindřichovická vrchovina

5.    Heinrichsgrüner Hochfläche; Heinrichsgrüner Plateau (wörtl.); Jindřichovický stupeň

8.    So benannt nach dem westböhmischen Ort Heinrichsgrün (Jindřichovice), Bezirk Falkenau (Sokolov).

9.    Diese Bezeichnung knüpft an Machatschek (1917) an.

10.  GČZ, 1965, S. 63; ČV I, 1, 1968, S. 707.

Jindřichovická vrchovina

1.    GME-7, Bergland; Kreis Karlsbad (Karlovarský kraj)

2.    Heinrichsgrüner Bergland

3.    → s.o.

4.    Heinrichsgrüner Hochfläche; Heinrichsgrüner Stufe

5.    Jindřichovický stupeň (wörtl.)

7.    Geomorphologische Untereinheit im Erzgebirge (Krušné hory).

8.    So benannt nach dem westböhmischen Ort Heinrichsgrün (Jindřichovice), Bezirk Falkenau (Sokolov).

10.  ZLHN, 1987, S. 250, Nr. IIIA-2A-c.

Jindřichovický hřeben

2.    Heinsdorfer Rücken

7.    Bergrücken im Isergebirge

8.    So benannt nach dem nordböhmischen Ort Heinersdorf an der Tafelfichte (Jindřichovice pod Smrkem), Bezirk Reichenberg (Liberec).

Jindřichovický stupeň

2.    Heinrichsgrüner Bergland

3.    → Jindřichovická vrchovina

4.    Heinrichsgrüner Plateau; Heinrichsgrüner Stufe

8.    So benannt nach dem westböhmischen Ort Heinrichsgrün (Jindřichovice), Bezirk Falkenau (Sokolov).

10.  Hromádka, 1956, S. 290; ČV I, 1, 1968, S. 708.

Jindřichovská pahorkatina

1.    GME-6, Hügelland, 181 km, Kreis Olmütz (Olomoucký kraj)

2.    Hennersdorfer Hügelland

3.    s.o.

5.    Jindrichovské podhoří

7.    Geomorphologische Untereinheit im Zuckmanteler Bergland (Zlatohorska vrchovina), Ostsudeten (Východní Sudety / Sudety Wschodnie).

       7 Teileinheiten: Albrechtická kotlina, Amalinská vrchovina, Arnultovická kotlina, Bartultovické vrchy, Liptaňská pahorkatina, Opavická niva, Rudkovská sniženina.

8.    So benannt nach dem sudetenschlesischen Ort Hennersdorf (Jindřichov), Bezirk Mährisch-Schönberg (Šumperk).

10.  Hromádka, 1956, S. 292; ČV I, 1, 1968, S. 458; GČ, 1972, S. 69; ZLHN, 1987, S. 250, Nr. IVC-6D.

Jindřichovské podhoří

2.    Hennersdorfer Hügelland

3.    → Jindřichovská pahorkatina

4.    Hennersdorfer Gebirgsvorland (wörtl.)

8.    So benannt nach dem sudetenschlesischen Ort Hennersdorf (Jindřichov), Bezirk Mährisch-Schönberg (Šumperk).

10.  Hromádka, 1956, S. 292.

Jindřichovsko

1.     Historische Kulturlandschaft; Mährisch-Schlesischer Kreis (Moravskoslezský kraj), n49°39‘/ö17°45‘

7.     Umgebung des nordmährischen, ehemals schlesischen Städtchens Hennersdorf (Jindřichov), Bezirk Freudenthal (Bruntál), 1.529 Einwohner (1.1.2003), im Zuckmanteler Bergland (Zlatohorská vrchovina), nahe der polnischen Staatsgrenze. Im Zuge der deutschen Kolonisation trieb der Olmützer Bischof Bruno die Besiedelung von Hotzenplotz (Osoblaha) in die Ostsudeten vor, so dass es zur planmäßigen Anlage zahlreicher Siedlungen mit Ansetzung deutscher Bauern auf die Siedlerstellen kam. Belege: 1256 (Henrikestorp iuxta Hocenpla), 1267 (Henrikestorph), 1320 (in Heinrichisdorf), 1517 (z Hendrštorfu), 1559 (v Hendrzdorff), 1583 (o dvuor a vsi, jenž slove Hendrzdorff), 1613 (na Hennersdorffie), 1655 (ecclesia Hennersdorffensis), 1676 (Hennersdorff), 1846 (Hennersdorf, Hendrichow), 1870 (Hennersdorf, Jindřichov). Der Name lässt auf einen niederdeutschen Lokator schließen, doch scheint sich im 16. Jahrhundert tschechischer Einfluss stärker bemerkbar zu machen. In der Reformationszeit blieb es weitgehend still, doch kam es später zu wiederholten Plünderungen, namentlich in den Schlesischen Kriegen. Die Dörfer der Umgebung sind meist Reihendörfer nach dem Kolonisationsschema. Im Gewerbe dominierte die Textilverarbeitung, die aber durch das Aufkommen der maschinellen Produktion starken Rückschlägen ausgesetzt war, so dass ein Teil der Bevölkerung abwanderte. Der Gerichtsbezirk Hennersdorf im damaligen politischen Bezirk Jägerndorf umfasste eine Fläche von 92 km² mit 8 Gemeinden (10 Ortschaften) und 8.600 Einwohnern, davon 96,3 % deutscher Nationalität. 1938 Sudetengau, nach 1945 Ausweisung der deutschen Bevölkerung, heute abgelegener und benachteiligter ländlicher Raum.

10.   RGL 1, 1883, S. 705; OLTR, 1927, S. 165; Schwarz, 1961, S. 373; Schwarz, 1966, S. 307; Hosák/Šrámek I, 1970, S. 368; ZJČ, 1982, S. 136; ČSAZ, 1983, S. 184; RBL, 1989, S. 151; HHStBM, 1998, S. 188.

Jínonoš

1.    Berg, PL-Woj. Dolnośląskie

2.    Reifträger

5.    Kruhonoš

6.    Szrenica (poln.)

7.    Erhebung im Riesengebirge (Krkonoše / Karkonosze), 1362 m hoch, knapp hinter der Staatsgrenze auf schlesischem Gebiet.

10.  OSN 6, 1893, S. 21; OLTR; 1927, S. 216; Kunský, 1968, S. 350; SGTS 3, 1993, S. 211.

Jirkovská pánev

1.    GME-7; Becken; Kreis Aussig (Ústecký kraj)

2.     Görkauer Becken

3.     s.o.

7.     Geomorphologische Teileinheit im Brüxer Becken (Mostecká pánev).

8.     So benannt nach der nordwestböhmischen Stadt Görkau (Jirkov), Bezirk Komotau (Chomoutov).

10.   ZLHN, 1987, S. 250, Nr. III B-3B-d.

Jirkovská přehradní nádrž

1.    Stauwerk; Kreis Aussig (Ústecký kraj)

2.    Görkauer Stausee

5.    Vodní nádrž Jirkov

7.    Aufstauung der Bilina am Südabfall des Erzgebirges (Krusné hory), 1963 vollendet. 15,8 ha Fläche, 2,7 Mio. m3 Fassungsraum, 49,6 m hohe Staumauer. Dient der Wasserwirtschaft und dem Naturschutz.

8.    So benannt nach der nordböhmischen Stadt Görkau (Jirkov), Bezirk Komotau (Chomoutov).

10.  Fričová, 1974/75, S. 308; ZLVTN, 1984, S. 127.

Jirkovsko

1.     Historische Kulturlandschaft; Kreis Aussig (Ústecký kraj)

7.     Umgebung der nordböhmischen Stadt Görkau (Jirkov), 20.856 Einwohner (1.1.2003), am Abfall des Erzgebirges (Krušné hory) zum Brüxer Becken (Mostecká pánev). Frühere Nennungen: 1321 (Gindrzich de Borhu), 1352/99 (Jurkow), 1405 (Jirkaw), 1363 (in Pirka), 1364 (in Jurkow), 1379 (de Borek), 1395 (in Borek alias in Girkaw), 1399 (in Jurkaw), 1403 (in Jerkaw), 1413 (ad Jurkaw), 1417 (in Borek castrum), 1437 (in castro Borek), 1511 (stetel Jörke), 1622 (castro Borek), 1787 (Jörkau, Görkau, Girkow, Jurkow), 1848 (Jirkow, E.Borek, Görkau). Die Siedlung entstand an einer alten Handelsstraße, wo sich am Südhang des Gebirges die altbesiedelten Gefilde mit ihren ertragreichen Ackerfluren ausdehnten, die inzwischen dem Bergbau zum Opfer gefallen sind. Die Ausbildung zur Stadt mit verschiedenen Handwerken und Zünften darf wohl eher im Rahmen der deutschen Kolonisation gesehen werden; 1507 Stadtrechte. Der Hauptplatz und die spätgotische Stadtkirche deuten darauf hin. Im 16. Jahrhundert bereits eine evangelische Gemeinde, mit der Gegenreformation wurde Görkau barockisiert. Schon im 19. Jahrhundert setzte der Braunkohlenabbau im Brüxer Becken voll ein; ein Alaunbergwerk ist schon für 1554 nachgewiesen. Textil- und Papierfabrikation, die im 19. Jahrhundert aufblühten, konnten auf älteren Gewerben aufbauen. Der Gerichtsbezirk Görkau im damaligen politischen Bezirk Komotau hatte 1927 eine Fläche von 204 km² mit 28 Gemeinden (40 Ortschaften) und 25.600 Einwohnern, davon 93,4 % deutscher Nationalität. 1938 Sudetengau, nach 1945 Zwangsaussiedlung der deutschen Bevölkerung. Trotz der durch Bergbau und Industrie verursachten Umweltbelastungen ist Görkau eine beliebte Sommerfrische geblieben, lohnende Ausflüge in das benachbarte Gebirge.

10.   Schaller VII, 1787, S. 190; Sommer XIV, 1846, S. 137; Rieger 4, 1865, S. 409; RGL 1, 1883, S. 414; OLTR, 1927, S. 146; MJČ II, 1949, S. 162; Schwarz, 1965, S. 167; ZJČ, 1982, S. 137; ČSAZ, 1983, S. 186; SLL, 1985, S. 168; RBL, 1989, S. 130; LŠ, 1987, S. 118.

Jirná

1.    Berg; Kreis Pilsen (Plzeňský kraj)

2.    Girna

3.    s.o.

7.    Erhebung im Plasser Hügelland (Plaská pahorkatina), 523 m hoch, Bezirk Tachau (Tachov).

9.    1562 „les podle Jireho“.

10.  SSJ, 1920, S. 171; AR, 1981, S. 119; ZLHN, 1987, S. 251.

Jistebnická vrchovina

1.    GME-7, Bergland, Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

2.    Jistebnitzer Gebirge

3.    s.o.

7.    Geomorphologische Teileinheit im Wlaschimer Hügelland (Vlašimská pahorkatina).

8.    So benannt nach dem südböhmischen Ort Jistebnitz (Jistebnice), Bezirk Tábor.

10.  ČV I, 1, 1968, S. 447; Kunský, 1968, S. 280; ZLHN, 1987, S. 251, Nr. IIA-2B-e.

Jistebnická vrchovina

1.     GME-7; Bergland; Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

2.     Jistebnitzer Bergland

3.     s.o.

4.     Gistebnitzer Gebirge

7.     Geomorphologische Teileinheit im Wlaschiner Hügelland (Vlašimská pahorkatina).

8.     So benannt nach der südböhmischen Kleinstadt Jistebnitz (Jistebnice), Bezirk Tábor.

10.   ZLHN, 1987, S.  251, Nr. IIA-2B-a; TLAZ, 2003, S. 329.

Jistebnicko

1.     Historische Kulturlandschaft; Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj), n49°29‘/ö14°32‘

7.     Umgebung der südböhmischen Kleinstadt Jistebnitz (Jistebnice), Bezirk Tábor, 2.027 Einwohner (1.1.2003), im Mittelböhmischen Hügelland (Středočeská pahorkatina). Die Gegend liegt gänzlich im Gebiet des slawischen Landesausbaus. Belege: 1262 (testamentum Vodonis de Rosenberg: in Stybnitz ... circa Ystebnycz), 1405 (decan. Wlytau Gystebnicz), 1373/74 (Stebnicz), 1379 (oppidum Stebnicz), 1654 (město Gistebnicze). Aus dem Marktort entwickelte sich ein Herrensitz, wo sich eine wechselvolle Geschichte vollzog. 1379 wird Jistebnitz als „Städtchen“ bezeichnet, blieb aber stets im Schatten von Tabor. Ohne Bahnanschluss konnte keine wirtschaftliche Entwicklung in Gang kommen. Die Umgebung ist rein landwirtschaftlich, meist kleinere Dörfer und Weiler in dichter Folge. 1927 hatte Jistebnitz, das damals zum politischen Bezirk und zum GerichtsBezirk Tábor gehörte, 1.350 tschechische Einwohner.

10.   Sommer X, 1842, S. 63; Rieger 4, 1865, S. 411; RGL 1, 1883, S. 801; OSN 13, 1898, S. 563; OLTR, 1927, S. 118; MJČ II, 1949, S. 165; Schwarz, 1965, S. 445; MJČ, 1982, S. 137; ČSAZ, 1983, S. 187; LŠ, 1997, S. 118; HHStBM, 1998, S. 235.

Jistebnitz und Umgebung

3.     → Jistebnicko

Jistebnitzer Bergland

3.     → Jistebnická vrchovina

4.     Gistebnitzer Gebirge

8.     So genannt nach der südböhmischen Kleinstadt Jistebnitz (Jistebnice), Bezirk Tábor.

Jistebnitzer Gebirge

3.    → Jistebnická vrchovina

8.    So benannt nach dem südböhmischen Ort Jistebnitz (Jistebnice), Bezirk Tábor.

10.  MWB Böhmen I, 1884, S. 138.

Jitravské sedlo

1.    Paß; Kreis Reichenberg (Liberecký kraj)

2.    Gabeler Paß

3.    s.o.

4.    Freudenhöhe; Paß von Pankraz

7.    Sattel auf dem Jeschken-Rücken (Ještědský hřbet), 419 m hoch.

8.    So benannt nach dem nordböhmischen Ort Deutsch Pankraz (Jitrava), Bezirk Reichenberg (Liberec).

10.  BS, 1962, S. 274; GČZ, 1965, S. 88; ČV I, 1, 1968, S. 367; Kunský, 1968, S. 40; ZLHN, 1987, S. 251.

Jitschin und Umgebung

3.     → Jíčínsko

5.     auch Jičín oder Gitschin

Jitschiner Becken

3.     → Jíčínská kotlina

8.     So genannt nach der ostböhmischen Stadt Jitschin (Jičín), Bezirk Jitschin (Jičín).

Jitschiner Becken

3.    → Jičínská kotlina

8.    So genannt nach der ostböhmischen Stadt Jitschin (Jičín), Bezirk Jitschin (Jičín).

Jitschiner Bergland

2.    Jitschiner Hügelland

3.    → Jičínská pahorkatina

5.    Planina Jičínská

8.    So genannt nach der ostböhmischen Stadt Jitschin (Jičín), Bezirk Jitschin (Jičín).

10.  Baedeker, 2000, S. 90.

Jitschiner Hügelland

2.    Jitschiner Bergland

3.    → Jičínská pahorkatina

5.    Planina Jičínská

8.    So genannt nach der ostböhmischen Stadt Jitschin (Jičín), Bezirk Jitschin (Jičín).

10.  OTS, 1975, S. 25.

Jitschiner Landstufe

3.    → Stupnina Jičínska

8.    So genannt nach der ostböhmischen Stadt Jitschin (Jičín), Bezirk Jitschin (Jičín).

Jivína

1.    Berg; Kreis Olmütz (Olomoucký kraj) / PL-Woj. Dolnośląskie

2.    Saalwiesenberg

3.    s.o.

6.    Iwina, Ivinka (poln.)

7.    Erhebung im Glatzer Schneegebirge (Kralický Sněžník / Masyw Śnieżnika), 1079 m hoch, Bezirk Mährisch-Schönberg (Šumperk), liegt auf der tschechisch-polnischen Staatsgrenze.

10.  NGRP, 1991, S. 695; SGTS 16, 1993, S. 112.

Jizera

1.    Fluß; Kreis Reichenberg (Liberecký kraj), Mittelböhmischer Kreis (Středočeský kraj)

2.    Iser

3.    s.o.

4.    Große Iser

5.    Jezera

7.    Rechter Nebenfluß der Elbe (Labe), Länge 163,9 km, Einzugsgebiet 2.193 km², Quelle auf der böhmischen Seite des Isergebirges in 1122 m Höhe, Mündung bei Altbunzlau (Stará Boleslav), Bezirk Prag-Ost (Praha-východ).

9.    Der Name ist alteuropäischen Ursprungs und kommt auch in anderen Ländern in ähnlicher Form vor. Erwähnungen: 1297 (flumen Gizera), 1747 (Isere, Isera, Jizera, Isera).

10.  Krejči, 1876, S. 442; Kozenn / Jireček ŠA, 1886, Kt. 3; OSN 6, 1893, S. 41; SSJ, 1920, S. 79; OLTR, 1927, S. 217; ČV 1, 1929, S. 36; Koláček, 1934, S. 43; HKK, 1960, S. 86; Šmilauer, 1960, S. 90; Schwarz, 1961, S. 25; BS, 1962, S. 10; GČZ, 1965, S. 8; Duden WGN, 1966, S. 390; ČV I, 1, 1968, S. 340; Kunský, 1968, S. 33; OTS, 1975, S. 26; MEZS, 1976, S. 217; ZJČ, 1982, S. 138; ČSAZ, 1983, S. 187; TLČS, 1983, S. 104; GeoKr, 1984, S. 132; ZLVTN, 1984, S. 127; KR, 1985, S. 140; RBL, 1989, S. 171; SGTS 1, 1989, S. 48; Vorschläge, 1994, S. 63; LŠ, 1997, S. 119; Baedeker, 2000, S. 89; Stani-Fertl, 2001, S. 264; TLAZ, 2001, S. 330; SZ, 2003, S. 111.

Jizera

1.    Berg; Kreis Reichenberg (Liberecký kraj)

2.    Sieghübel

4.    Hinterberg; Sieghübelberg; Siegbühel

7.    Erhebung im Isergebirge (Jizerské hory / Góry Izerskie), 1122 m, auf dem Mittleren Iserkamm (Střední jizerský hřeben), Bezirk Reichenberg (Liberec).

10.  Vavra ŠA, 1886, Kt. 13; MSN 1, 1925, S. 1049; StR, 1957, S. 26; BS, 1962, S. 262; GČZ, 1965, S. 8; Duden WGN, 1966, S. 290; Kunský, 1968, S. 377; OTS, 1975, S. 26; AR, 1981, S. 119; ČSAZ, 1983, S. 188; SLL, 1985, S. 214; ZLHN, 1987, S. 252; RBL, 1989, S. 171; Baedeker, 2000, S. 134.

Jizerka

1.    Fluß, Kreis Reichenberg (Liberecký kraj)

2.    Kleine Iser

7.    Quellbach der Großen Iser (Jizera), 21,5 km Länge, Einzugsbereich 86 km²

10.  SSJ, 1920, S. 79; ČV 1, 1929, S. 42; GČZ, 1965, S. 99; ČV I, 1, 1968, S. 377; Kunský, 1968, S. 52; Bach, 1989, S. 69.

Jizerská hornatina

1.    GME-6, höheres Bergland, Kreis Reichenberg (Liberecký kraj), 391 km2 in der ČR

2.    Bergland am Sieghübel; Sieghübel Bergland

3.    s.o.

7.    Geomorphologische Untereinheit im Isergebirge (Jizerské hory (Góry Izerskie). Folgende Teileinheiten: Smědavská vrchovina, Soušská hornatina, Tanvaldská vrchovina, Oldřichovská vrchovina, Černostudnický hřbet, Maršovická vrchovina, Albrechticka vrchovina.

8.    So benannt nach dem Sieghübel (Jizera), 1122 m hoch, Bezirk Reichenberg (Liberec).

10.  GČ, 1972, S. 63; ZLHN, 1987, S. 252, Nr. IVA-6B.

Jizerská planina

2.    Iser-Tiefland

3.    → Jizerská tabule

4.    Iser-Platte (wörtl.); Tafelland an der Iser

8.    So benannt nach der Iser (Jizera).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 461.

Jizerská tabule

1.    GME-5, Tafelland, Kreis Königgratz (Královéhradecký kraj), Mittelböhmischer Kreis (Středočeský kraj), 417 km2

2.    Iser-Tafelland

3.    s.o.

4.    Iser-Platte; Tafelland an der Iser

5.    Jizerská planina

7.    Geomorphologische Haupteinheit auf dem Mittelböhmischen Tafelland (Středočeská tabule). 2 Untereinheiten: Mittel-Iser-Tafelland (Středojizerská tabule) und Unter-Iser-Tafelland (Dolnojezerská tabule).

8.    So benannt nach der Iser (Jizera).

10.  Hromádka, 1956, S. 288; HKK, 1960, S. 59; GČZ, 1965, S. 175; ČV I, 1968, S. 573; Kunský, 1968, S. 172; GČ, 1972, S. 78; GeoKr, 1984, S. 59; ZLHN, 1989, S. 252, Nr. VIA-6; VGJ, 1996, S. 35.

Jizerské hory

1.    GME-5, höheres Bergland, Kreis Reichenberg (Liberecký kraj) / PL-Woj. Dolnośląskie, 417 km2 in der ČR, n50°51‘/ö15°22‘

2.    Isergebirge

3.    s.o.

5.    Hory Jizerské; Jizerské pohoří

6.    Góry Izerskie (poln.)

7.    Höheres Mittelgebirge in den Westsudeten (Západní Sudety), kammartig gegliedert, wird erst seit dem 19. Jh. neben dem Riesengebirge als eigene geographische Einheit gesehen. Auffallend ist der geologische Bau, der letztlich auch die Formen des Reliefs bestimmt. Mehrere, durch Längstäler getrennte Kämme beherrschen das Bild und tragen die höchsten Erhebungen. Die Flanken waren einst von dichten Fichtenwäldern bedeckt, die heute durch verunreinigte Luft sehr geschädigt worden sind. In der Höhe gibt es mehrere Moorbildungen. Die Staatsgrenze zwischen Polen und der Tschechischen Republik läuft mitten durch das Gebirge, die Tafelfichte (Smrk / Smerek) befindet sich mitten auf der Grenze. Höchste Erhebungen sind neben der Tafelfichte mit 1124 m der Hinterberg (Jizera), und der Buchberg (Bukovec), 1005 m. Auf tschechischem Gebiet eingeteilt in 2 Untereinheiten: Tafelfichte-Bergland (Smrčská hornatina) und Iser-Bergland (Jizerská hornatina).

10.  Rieger, 2, 1862, S. 321; Hercík ŠA, 1874, Kt. 2; Krejčí, 1876, S. 287; SSJ, 1920, S. 197; OLTS, 1927, S. 206; ČV, 1930; Koláček, 1934, S. 18; Novák, 1947, S. 42; Kuchař, 1955, S. 61; StR, 1957, S. 26; Blažek, 1959, S. 237; HKK, 1960, S. 27; Šmilauer, 1960, S. 218; BS, 1962, S. 15; GČZ, 1965, S. 87; Duden WGN, 1966, S. 281; NA, 1966, Kt. 10,2; ČV I, 1, 1968, S. 355; Kunský, 1968, S. 50; GČ, 1972, S. 63; MKM Europa 2, 1972, S. 111; OTS, 1975, S. 26; Förster, 1978, S. 48; AR, 1981, S. 119; ČSAZ, 1983, S. 188; GeoKr, 1984, S. 132; SLL, 1985, S. 214; ZLHN, 1987, S. 252, Nr. IVA-6; RBL, 1989, S. 171; Gorys, 1994, S. 294; Potocki, 1994, S. 190; VGJ, 1996, S. 27; Baedeker, 2000, S. 134; Stani-Fertl, 2001, S. 264; SZ, 2003, S. 111; TLAZ, 2001, S. 331.

Jizerské hory CHKO

1.    Landschaftsschutzgebiet, Kreis Reichenberg (Liberecký kraj)

2.    Landschaftsschutzgebiet Isergebirge

7.    Ähnlich wie das Riesengebirge (Krkonoše / Karkonosze) zeigte das Isergebirge typische Eigenarten der höheren Mittelgebirgsvegetation mit seltenen Reliktfloren. Das einst dichte Waldkleid wurde durch industrielle Exhalationen schwer in Mitleidenschaft gezogen. Das Schutzgebiet wurde 1969 eingerichtet und hat eine Fläche von 374 km2 einschließlich 17 km2 unter besonderem Schutz. Wanderwege und Naturlehrpfad.

10.  CHÚP, 1999, G2; StR, 2001, S. 81; TLAZ, 2001, S. 335; SZ, 2003, S. 111.

Jizerské podhůří

2.    Friedländer Hügelland

3.    → Frýdlantská pahorkatina

4.    Vorland des Isergebirges

6.    Pogórze Izerskie (poln.)

10.  ČV I, 1, 1968, S. 461.

Jizerské pohoří

2.    Isergebirge

3.    → Jizerské hory

5.    Iser-Bergland (wörtl.)

6.    Góry Izerskie (poln.)

10.  Kozenn / Jireček ŠA, 1878, Kt. 11; OSN 6, 1893, S. 20; MSN 1, 1925, S. 1049; Hromádka, 1956, S. 291.

Jizerské předhoří

2.    Vorbergland des Isergebirges

10.  OSN 6, 1893, S. 20; Kunský, 1968, S. 353.

Jižné pohoří

2.    Riesengebirgs-Vorland

3.    → Krkonošské podhůří

4.    Südliches Vorland (wörtl.)

5.    Podhůří Krkonoš; Krkonošské podhoří

10.  OSN 6, 1893, S. 20.

Jižní pasmo rozsoch

2.    Riesengebirgs-Gabelungen (Zwiesel)

3.    → Krkonošské rozsochy

4.    Riesengebirgs-Verzweigungen

5.    Horské rozsochy

10.  ČV I, 1, 1968, S. 722.

Jižní podhůří Brd a Hrebenů

2.    Přibamer Hügelland

3.    → Příbramská pahorkatina

4.    Südliches Vorland des Brdywaldes und der Kämme (wörtl.)

10.  NRB nach GČ, 1972, S. 73.

Joachimsthaler Bergland

3.     → Jachimovská vrchovina

8.     So genannt nach St. Joachimsthal (Jáchimov), Bezirk Karlsbad (Karlovy Vary).

Johnsberg

2.    Kronstädter Berg

3.    → Tetřevec

Joslowitz und Umgebung

3.    → Jaroslavicko

Joslowitzer Hügelland

3.    → Jaroslavická pahorkatina

4.    Joslowitzer Tafelland

5.    Jaroslavická tabule

8.    So benannt nach dem südmährischen Ort Joslowitz (Jaroslavice), Bezirk Znaim (Znojmo).

Joslowitzer Tafelland

2.    Joslowitzer Hügelland

3.    → Jaroslavická pahorkatina

5.    Jaroslavická tabule (wörtl.)

8.    So genannt nach dem südmährischen Ort Joslowitz (Jaroslavice), Bezirk Znaim (Znojmo).

Judenhau

3.    → Lesný

4.    Judenhauberg

10.  OSN 6, 1893, S. 18; Moscheles, 1921, S. 80; MSN 1, 1925, S. 1048; OLTR, 1927, S. 219; Werdecker, 1957, S. 28; Duden WGN, 1966, S. 291; Kunský, 1968, S. 325; OTS, 1975, S. 31; SLL, 1985, S. 224; RBL, 1989, S. 184; SZ, 2003, S. 111.

Judenhauberg

2.    Judenhau

3.    → Lesný

10.  MWB Böhmen I; 1884, S. 39; Schneider, 1908, S. 63.

Jungbunzlau und Umland

3.    → Mladoboleslavsko

Jungbunzlauer Becken

3.    → Mladoboleslavská kotlina

4.    Bunzlauer Becken

5.    Boleslavská kotlina

8.    So genannt nach der mittelböhmischen Stadt Jungbunzlau (Mladé Boleslav), Bezirk Jungbunzlau (Mladá Boleslav).

Jungwoschitz und Umgebung

3.     → Mladovožicko

Jungwoschitzer Gebirge

2.     Jungwoschitzer Hügelland

3.     → Mladovožická pahorkatina

8.     So genannt nach der südböhmischen Stadt Jungwoschitz (Mladá Vožice), Bezirk Tábor.

10.   Sommer X, 1842, S. IX.

Jungwoschitzer Hügelland

3.    → Mladovožická pahorkatina

8.    So genannt nach der mittelböhmischen Stadt Jungwoschitz (Mladá Vožice), Bezirk Tábor.