U Dívčí lávky

2.    Mädelsteg

3.    → Dívčí lávka

10.  KR, 1985, S. 169.

U Obrázku

2.    Tafelfichte

3.    → Smrk

6.    Smerek (poln.)

9.    Heißt so viel wie „beim Bildchen“, d.h. bei der Tafel, welche die Grenze anzeigt.

10.  OSN 6, 1893, S. 20; OLTR, 1927, S. 608; Koláček, 1934, S. 43; Duden WGN, 1966, S. 637.

U rozhledeny

1.    Berg, Kreis Königgratz (Královéhradecký kraj)

3.    s.o.

7.    Erhebung auf dem Tafelland an der Adler (Orlická tabule), 451 m hoch, Bezirk Reichenau an der Kněžna (Rychnov nad Kněžnou).

10.  ZLHN, 1987, S. 524; VGJ, 1996, S. 36.

U slepice

1.    Berg; Südmährischer Kreis (Jihomoravský kraj)

3.    s.o.

7.    Höchste Erhebung im Steinitzer Wald (Žadnický les), 438 m hoch; Bezirk Göding (Hodonín).

10.  Kunský, 1968, S. 389; AR, 1981, S. 141; OLČS, 1983, S. 262; ZLHN, 1987, S. 524; VGJ, 1996, S. 41; TLAZ, 2001, S. 1025.

U Trzech Granic

2.    Die Drei Grenzen

10.  SGTS 17, 1993, S. 246.

U Vyhlidky

2.    Sieghübel

3.    → Jizera

4.    Hinterberg; Siegbühel

5.    Na vyhlídce

10.  OSN 6, 1893, S. 20.

Übergangsgebirge

2.     Mittelböhmisches Schiefergebirge

3.     → Středočeská břidličná vrchovina

4.     Mittelböhmisches Hügelland

9.     Es handelt sich dabei eher um einen geologischen Begriff. F.X.M. Zippe schreibt dazu: „Das Uibergangsgebirge, welches nach der am weitesten verbreiteten und hier vorherrschenden Felsart als Tonschiefergebirge zu bezeichnen ist, bildet den größten Teil des hohen Flachlandes der Kreises [Pilsen]“.

10.   Sommer VI, 1838, S. VIII.

Überschargebirge, Ueberschaar-Gebirge

2.    Rabengebirge

3.    → Vraní hory

6.    Góry Krucze (poln.)

10.  Sommer IV, 1836, S. XIII; Cotta, 1854, S. 393; Lippert I, 1896, S. 72; Malende, 1988, S. 14.

Überschaar- oder Rabengebirge

2.    Rabengebirge

3.    → Vraní hory

6.    Góry Krucze

10.  Schweitzer, 1846, S. 5.

Überschar- oder Rabensteiner Gebirge

2.    Rabengebirge

3.    → Vraní hory

6.    Góry Krucze (poln.)

10.  Kloeden, 1875, S. 91.

Údolí horní Vltavy

3.    → Vlatická brázda

4.    Oberes Moldautal (wörtl.)

10.  Hromádka, 1956, S. 284.

Údolí Labe

2.    Elbetal

3.    → s.o.

5.    Labský kaňon

10.  Hromádka, 1956, S. 290; ZLHN, 1987, S. 159.

Údoli Odry

2.    Oderpforte

3.    → Oderská brána

4.    Odertal

9.    Der Begriff in dieser Form nicht eindeutig.

10.  OSN 6, 1893, S. 23.

Údolí Oharky

4.    Egertal (wörtl.)

9.    „Oharka“ ist ein älterer Name für die Eger (Ohře).

10.  Krejčí, 1876, S. 284.

Údolí Vltavy

4.    Moldautal (wörtl.)

10.  MSN 1, 1925, S. 1048.

Údolní nádrž Hracholusky

1.    Stausee, Kreis Pilsen (Plzeňský kraj)

2.    Hracholuský Stausee

7.    Aufstauung der Mies (Mze) unterhalb von Mies (Stříbro), 1964 abgeschlossen, Fläche 470 ha.

8.    So benannt nach dem überfluteten Ort Hracholusk (Hracholusky), Bezirk Rakonitz (Rakovník).

10.  Gorys, 1994, S. 236; SZ, 2003, S. 107.

Údolní nádrž Lipno

2.    Lipno-Stausee; Lippener Stausee

3.    → Lipenský přehradní nádrž

8.    So benannt nach dem südböhmischen Ort Lippen (Lipno nad Vltavouu), Bezirk Krumau (Český Krumlov).

10.  Gorys, 1994, S. 179.

Údrčský stupeň

2.    Udritscher Stufe

7.    Nicht näher beschriebene Kleinlandschaft im östlichen Tepler Hochland (Tepelská vrchovina).

8.    So benannt nach dem westböhmischen Ort Udritsch (Údrč), Bezirk Karlsbad (Karlovy Vary).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 711.

Udritscher Stufe

3.    → Údrčský stupeň

8.    So genannt nach dem westböhmischen Ort Udritsch (Údrč), Bezirk Karlsbad (Karlovy Vary).

Uherská stezka

1.    Historischer Handelsweg

2.    Ungarische Straße

3.    s.o.

7.    Alte Handelsstraße von Mähren nach Ungarn, also in die heutige Slowakei, über den Vlara-Paß (Vlarský průsmyk) in den Weißen Karpaten (Bilé Karpaty).

10.  Semetanová, 2002, S. 167.

Uherskobrodská kotlina

1.    GME-7, Becken; Kreis Zlin (Zlinský kraj)

2.    Ungarischbroder Becken

3.    s.o.

7.    Geomorphologische Teileinheit im Wisowitzer Bergland (Vizovická vrchovina).

8.    So benannt nach der Stadt Ungarisch-Brod (Uherský Brod), Bezirk Ungarisch Hradischt (Uherský Hradiště).

10.  ZLHN, 1987, S. 325, Nr. IXC-1E-k.

Uherskobrodsko

1.    Historische Kulturlandschaft; Kreis Zlin (Zlinský kraj)

7.    Umland der Stadt Ungarisch Brod (Uherský Brod), Bezirk Ungarisch Hradischt (Uherský Hradiště), 17.455 Einwohner (1.1.2003), an einer Furt des Flusses Olschawa (Olšava) im Hluker Hügelland (Hlucká pahorkatina), wo ein alter Weg von Böhmen nach Ungarn den Fluß quert. Frühe Nennungen: 1131 (Na brode), 1248 (de Brode), 1250 (in Brod), 1272 (de Broda), 1273 (in Vngaricali Broda), 1279 (civitas Brod Vngaricalis), 1288 (in Broda Hungaricali), 1371 (Brodem Vngaricalem), 1438 (ante civitatem Brode Vngaricalis), 1480 (v Uherskem Brodie), 1533 (z Brodu Vherskeho), 1633 (Hun. Brod), 1671 (decanatus hunnobrodensis), 1718 (Hungarisch Brodt), 1742 (Hunnobroda), 1846 (Ungarisch Brod; Uherský Brod). Am Anfang der Siedlung war eine Zollstation. Böhmische und Ungarische Herrscher trafen sich hier, wenn Konflikte zu bereinigen waren. 1254/62 ließ König Přemysl Otakar II. hier eine Stadt bauen, die ummauert wurde und in deren Zentrum eine Burg lag. Zu den Privilegien der Stadt, die mit dem Leobschützer Recht ausgestattet war, gehörten auch regelmäßige Jahrmärkte, wo die Produkte der landwirtschaftlichen Umgebung vermarktet wurden. Unter den Dörfern in der Umgebung findet man außerordentlich große Angerdörfer mit Gewannfluren wie zum Beispiel Niwnitz (Nivnice), wo 1592 Johann Amos Comenius (Komenský) geboren wurde. Das Übergewicht deutscher Bürger ging schon früh stark zurück, um so mehr, als die Stadt 1428 an die Hussiten gefallen war. Die Böhmischen Brüder gründeten eine Gemeinde mit Brüder- und Stadtschule, daneben gab es eine starke israelische Gemeinde. Im 18. Jahrhundert griff die Gegenreformation durch, die kleine deutsche Minderheit schwand dahin. 1888 erfolgte der Bahnanschluß. Im Gewerbe dominierte die handwerkliche Kleinproduktion. Nach 1945 Maschinenbau, Möbel- und Nahrungsmittelindustrie. Sehenswert ist das Comenius-Museum. Der politische Bezirk Ungarisch-Brod, bestehend aus den Gerichtsbezirken Bojkowitz, Ungarisch Brod und Wallachisch Klobouk, umfaßte 1927 eine Fläche von 974 km² mit 95 Gemeinden und 77.200 Einwohnern, davon 97,7% Tschechen. Durch die Verwaltungsreform von 1949 wurde Ungarisch Brod wieder Sitz einer Bezirksverwaltung, blieb dies allerdings nur bis 1960.

10.  Wolny IV, 1838, S. 102; Rieger 1, 1865, S. 906; RGL 2, 1883, S. 822; OSN 4, 1891, S. 736; OLTR, 1927, S. 601 u. 604; Schwarz, 1961, S. 88; Schwarz, 1966, S. 118; ČV I, 1, 1968, S. 661; Hosák/Šrámek I, 1970, S. 111; ZJM, 1982, S. 315; ČSAZ, 1983, S. 508; RBL, 1989, S. 458; LŠ, 1997, S. 266; HHStBM, 1998, S. 635; Baedeker, 2000, S. 180; TLAZ, 2001, S. 924.

Uherskohradišťsko

1.     Historische Kulturlandschaft; Kreis Zlin (Zlinský kraj)

5.     Hradišťsko

7.     Umland der südmährischen Stadt Ungarisch Hradisch (Uherské Hradiště), 26.527 Einwohner (1.1.2003), im Becken an der unteren March (Dolnonoravský úval) in strategisch wichtiger Lage an einem Flussübergang gelegen. Die Gegend war schon in vor- und frühgeschichtlicher Zeit besiedelt und erwuchs im 8. Jahrhundert zu einem Zentrum des Großmährischen Reiches. Belege: 1258 (apud Nouam Velgrad), 1301 (civitas nostre Rediss super Morauam), 1315 (civitas nostre Redisse), 1325 (civitas nostre Hradisst), 1338 (in Redysch), 1343 (civitas nostre Redisch), 1350 (in Radyss), 1383 (civitas nostre Gradicensis), 1395 (městě v Hradišča), 1433 (města Hradisscze), 1501 (z jarmarku hradisczkeho), 1585 (město Hradisstie), 1612 (Radisch), 1777 (k Hradičču), 1875 (Ungarisch Hradisch, Uherské Hradiště). Der befestigte Kern erstreckte sich auf einer größeren Insel in der March, auf der rechten Uferseite entwickelte sich bei einer Vorburg eine Bauern- und Handwerkersiedlung, die später den Namen Altstadt (Staré Město u Uherského Hradiště) annahm und die heute eingemeindet ist. Frühe Belege: 1131 (Veligrad), 1220 (Welegrad villa forensis), 1228 (Welihrad civitas primo, modo burgus), 1257 (villa Weligrad), 1433 (v Starem Hradisczi), 1453 (v našem lese staromiestskem), 1459 (v Starem miestie Hradissti), 1513 (z Stareho Miesta za Hradissczem), 1670 (Alt Stadt Hradisch), 1846 (Altstadt, Stáre Město). Darin enthalten ist schon der Hinweis auf das Kloster Welehrad, das 1990 durch einen Besuch des Papstes Johannes Paul II. gewürdigt wurde. Belege für dessen Bedeutung: 1209 (de Welgrad), 1228 (in Weligrade), 1332 (in monasterio Willegradensi), 1238 (abbati Welegradensi), 1363 (ecclesie Welchradensis), 1596 (klaštera welehradskeho), 1669, 1720, 1751 (Wellehrad), 1872 (Velehrad). Die drei genannten Orte zusammen bildeten ein Zentrum der christlichen Mission von europäischer Bedeutung und bestimmten die Identität der tschechischen und slowakischen Christen für Jahrhunderte bis in die Gegenwart. Die ersten Mönche des Klosters kamen aus Plaß (Plasy) in Westböhmen, in den Urkunden des Rates der königlichen Stadt lassen sich bis zum Beginn des 15. Jahrhundert zahlreiche deutsche Familiennamen nachweisen. Die Nähe Ungarns machte es notwendig, die militärischen Anlagen zu verstärken. Wiederholte Belagerungen durch die Ungarn schwächten die Wirtschaft. In weitere Bedrängnis kam die Gegend durch das Vordringen der Türken auf Wien 1526. Ungarisch Hradisch behielt den Rang einer königlichen Stadt. Seit dem 16. Jahrhundert verstärkten sich die Einflüsse des Luthertums, nach 1620 obsiegte die Gegenreformation. Der frühere Bevölkerungsstand wurde zwar nicht wieder erreicht, doch nahmen die kirchlichen und kulturellen Institutionen an Bedeutung zu. Der wirtschaftliche Reichtum beruhte zunächst auf der Landwirtschaft und vor allem auf dem Obst- und Weinbau der Umgebung; eine Zuckerfabrik und eine Malzfabrik waren die ersten Betriebe, dann folgten Maschinenbau und weitere Industrien. Der politische Bezirk Ungarisch Hradisch, bestehend aus den Gerichtsbezirken Ungarisch Hradisch, Napajedl und Ungarisch Ostra, umfasste 1927 eine Fläche von 973 km² mit 95 Gemeinden und 77.200 Einwohnern, davon 97,7 % tschechisch bzw. auch slowakisch. Im Zuge der Protektoratswirtschaft und vor allem nach 1945 wurde die Industrie weiter ausgebaut. Dass wir uns im Grenzgebiet befinden, zeigt das Museum der Mährischen Slowakei (Slovácké múzeum). Durch die Verwaltungsreform von 1949 wurde Ungarisch-Hradisch wieder Sitz einer Bezirksverwaltung und blieb dies auch nach 1960, als der Bezirk erheblich vergrößert wurde. Die laufenden Ausgrabungen ziehen zahlreiche Touristen an.

10.   Wolny IV, 1838, S. 41; Rieger 3, 1863, S. 917; RGL 2, 1883, S. 822; OSN 11, 1897, S. 750; OLTR, 1927, S. 601 u. S. 604; Schwarz, 1966, S. 114; Hosák/Šrámek I, 1970, S. 55, S. 295, S. 671; ZJČ, 1982, S. 315; ČSAZ, 1983, S: 508; RBL, 1989, S. 458; LS, 1997, S. 266; HHStBM, 1998, S. 636; Baedeker, 2000, S. 284; StR, 2001, S. 58; TLAZ, 2001, S: 924.

Uherskohradišťsko

3.    → Hradišťsko

8.    So benannt nach der südmährischen Stadt Ungarisch Hradischt (Uherský Hradiště), Bezirk Ungarisch Hradischt (Uherský Hradiště).

Uherskohradištský okres

1.    Verwaltungseinheit

2.    Bezirk Ungarisch Hradischt (Uherské Hradiště)

7.    Bezirk (entspr. Landkreis) im Kreis Zlin (Zlinský kraj). Fläche 991 km2, 145.400 Bewohner, 147 Einwohner/km², 98 Gemeinden.

10.  StR 2001, S. 57.

Uherskoostrohsko

1.     Historische Kulturlandschaft; Kreis Zlin (Zlinský kraj)

7.     Umland der südmährischen Stadt Ungarisch Ostra (Uherský Ostroh), 4.496 Einwohner (1.1.2003), im Becken der unteren March (Dolnomoravská úval) gelegen. Die Stadt liegt, wie der Name sagt, auf einer von der March (Morava) umflossenen Insel, die sich zum Bau einer Befestigungsanlage anbot, die unter dem Namen „Stenice“ in die Geschichte eintrat. Belege: 1286 (in Stenicz), 1318 (municionem nostram Stenicz sive Ostroh super fluvium Morauam situatum), 1320 (Stenycz), 1322 (in Ostroh), 1376 (Ostroh genannt Stanicz), 1415 (in suburbio seu villa sub civitate Ostroh iacente), 1501 (z Ostrowa), 1511 (zámek a mĕsto Ostrow), 1585 (mĕsta Ostrawa), 1633 u. 1720 (Ostrow), 1846 (Ostra, Ostrau, Ostrow), 1893 (Ungarisch Ostra, Uherský Ostroh). Nicht zuletzt auch bedingt durch die exponierte Lage ist die Entwicklung der königlichen Stadt sehr wechselhaft verlaufen. In der Wirtschaft der Stadt nahmen die Juden eine starke Position ein, ansonsten war das Handwerk prägend. Vor 1620 konnte sich das Luthertum durchsetzen, doch das erledigte sich durch die Gegenreformation. Landwirtschaftliches Umland, im 19. Jahrhundert Lebensmittelindustrie. Der Gerichtsbezirk Ungarisch Ostra im damaligen polittischen Bezirk Ungarisch Hradisch umfasste 1927 eine Fläche von 290 km² mit 25 Gemeinden und 35.800 Einwohnern, davon 27,8 % tschechisch. 1939 Protektoratsverwaltung. Der Charakter eines ländlichen Zentrums mit gewerblicher Ergänzung blieb erhalten.

10.   Wolny IV, 1838, S. 350; Rieger 5, 1866, S. 1159; OSN 18, 1902, S. 344; OLTR, 1927, S. 601 u. S. 604; Hosák/Šrámek II, 1980, S. 203; ZJČ, 1982, S. 316; ČSAZ, 1983, S. ; RBL, 1989, S. 459; LŠ, 1997, S. 266; HHStBM, 1998, S: 638; TLAZ, 2001, S. 926.

Úhlava

1.    Fluß, Kreis Pilsen (Plzeňský kraj)

2.    Angel

3.    → Úhlava

4.    Uhlawa, Pradlawka

5.    Bradlava

7.    Rechter Nebenfluß der Radbusa (Radbuza) und zugleich Quellfluß der Beraun (Berounka), 108,5 km lang, Einzugsgebiet 919 km², Mündung bei Pilsen (Plzeň).

9.    Frühe Nennungen: 1347 (flumen Auglauia), 1555 (řeka Úhlava).

10.  WK, 1860, S. 104; Rieger 2, 1862, S. 332; Hercík ŠA, 1874, Kt. 2; OSN 6, 1893, S. 82; SSJ, 1920, S. 102; OLTR, 1927, S. 601; ČV 1, 1929, S. 56; Koláček, 1934, S. 38; Hromádka, 1956, S. 286; Šmilauer, 1960, S. 252; Schwarz, 1961, S. 49; BS, 1962, S. 9; GČZ, 1965, S. 150; Duden WGN, 1966, S. 669; ČV I, 1, 1968, S. 568; Kunský, 1968, S. 39; MEZS, 1976, S. 503; AR, 1981, S. 140; OLCŠ, 1983, S. 245; ZLVTN, 1984, S. 280; LŠ, 1997, S. 266; Stani-Fertl, 2001, S. 259; SZ, 2003, S. 146.

Uhlawa

2.    Angel

3.    → Úhlava

10.  Machatschek, 1927, S. 312; Schwarz, 1961, S. 49; Duden WGN, 1966, S. 675.

Uhliřská sopka

2.    Köhlerberg

3.    → Uhliřský vrch

9.    Das Wort „sopka“ bedeutet so viel wie Vulkan.

10.  GČZ, 1965, S. 128; ČV I, 1, 1968, S. 354; Kunský, 1968, S. 69.

Uhlířskojanovicko

1.     Historische Kulturlandschaft; Mittelböhmischer Kreis (Středočeský kraj)

7.     Umland der mittelböhmischen Stadt Kohljanowitz (Uhlířské Janovice), Bezirk Kuttenberg (Kutna hora), 3.069 Einwohner (1.1.2003), im Hügelland an der oberen Sassau (Hornosazavská pahorkatina). Das Gebiet liegt am Rande des slawischen Altsiedellandes; an der Stelle der späteren dörflichen Siedlung befand sich ein slawischer Burgwall. Frühe Nennungen: 1352 (Janouicz), 1405 (Janouicz), 1431 (v Janovicích uhliřských), 1544 (Janowicze vhlerzské, mčko), 1566 (mčko Janowicze Vhlirzky), 1654 (Janowicze měst.), 1788 (Kohlen Janowitz, Janowicze Uhliržsky). In der Nähe gewonnenes Silbererz wurde hier mit Hilfe von Holzkohle geschmolzen, also ursprünglich ein Köhlerdorf. Schon im 13. Jahrhundert gab es eine Stadtbefestigung, doch erst am Ende des 17. Jahrhunderts erfolgte die Erhebung zur Stadt. Eine jüdische Gemeinde, die über eine Synagoge verfügte, bestätigt den mehr städtischen Charakter der Stadt. Das Umland besteht aus meist kleinen Dörfern. Mit dem Eisenbahnanschluss siedelten sich einige kleinere Betriebe an. Der Gerichtsbezirk Kohljanowitz im damaligen politischen Bezirk  Kuttenberg umfasste 1927 eine Fläche von 255 km² mit 40 Gemeinden (94 Ortschaften) und 21.100 Einwohnern, fast ausschließlich tschechisch. 1939 Protektoratsverwaltung.

10.   Schaller X, 1788, S. 65; Sommer XII, 1844, S. 41; RGL 1, 1883, S. 874; OSN 13, 1908, S. 24; OLTR, 1927, S. 248 u. S. 601; MJČ II, 1949, S. 102; Schwarz, 1965, S. 81; ZJČ, 1982, S. 316; ČSAZ, 1983, S. 509; RBL, 1989, S. 205; LŠ, 1987, S. 267; HHStBM, 1998, S. 278.

Uhliřský vrch

1.    Berg; Mährisch-Schlesischer Kreis (Moravskoslezský kraj)

2.    Köhlerberg

3.    s.o.

5.    Uhliřská sopka

7.    Erhebung im Niederen Gesenke (Nízký Jeseník), 672 m hoch, Bezirk Freudenthal (Bruntál).

10.  HKK, 1960, S. 76; ČV I, 1, 1968, S. 354; ZLHN, 1987, S. 525; RBL, 1989, S. 205.

Úhošť

1.    Berg, Kreis Karlsbad (Karlovarský kraj)

2.    Burgberg

3.    s.o.

4.    Burberg

7.    Erhebung im Duppauer Gebirge (Doupovské hory), 593 m hoch, Bezirk Karlsbad (Karlovy Vary).

9.    Schon im 14. Jahrhundert „Burgberg“ genannt, dann 1401 (in Uhosscz dicto Purperk). Man vermutet hier den Ort der Schlacht bei der Wogastisburg, die der fränkische König Dagobert gegen den sagenhaften Samo führte.

10.  Rieger 2, 1862, S. 327; SSJ, 1920, S. 180; Schwarz, 1961, S. 65; Kunský, 1968, S. 341; ZJČ, 1982, S. 317; ČSAZ, 1983, S. 509; Hoensch, 1997, S. 32; LŠ, 1997, S. 267; TLAZ, 2001, S.127.

Úhříněveská plošina

1.    GME-7, Hochfläche, Mittelböhmischer Kreis (Středočeský kraj)

2.    Auřinoweser Hochfläche

3.    s.o.

4.    Aurinoweser Tafelland

5.    Úhřinoveská tabule

7.    Geomorphologische Teileinheit auf der Prager Hochfläche (Pražská plošina).

8.    So benannt nach der mittelböhmischen Stadt Aurinowes (Úhřinoves), Bezirk Prag-Ost (Praha-východ).

10.  GČZ, 1965, S. 165; ČV I, 1, 1968, S. 456; Kunský, 1968, S. 510; ZLHN, 1987, S. 526, Nr. VA-2A-b.

Úhřinoveská tabule

2.    Aurinoweser Hochfläche

3.    → Úhřinoveská plošina

4.    Aurinoweser Tafelland (wörtl.)

8.    So benannt nach der mittelböhmischen Stadt Aurinowes (Úhřinoves), Bezirk Prag-Ost (Praha-východ).

10.  Hromádka, 1956, S. 287.

Ullersdorfer Bergland

3.    → Desenská hornatina

8.    So genannt nach dem nordmährischen Dorf Groß-Ullersdorf (Velké Losiny), Bezirk Mährisch-Schönberg (Šumperk).

10.  Kořistka, 1861, S. 35.

Ullersdorfer oder Wiesenberger Gebirge

2.    Ullersdorfer Bergland

3.    → Desenská hornatina

4.     Ullersdorfer oder Wiesenberger Gebirge

8.    So genannt nach den nordmährischen Orten Groß-Ullersdorf (Velké Losiny) und Wiesenberg (Loučna nad Desnou, früher Viesenberk), Bezirk Mährisch-Schönberg (Šumperk).

10.  Wolny 5, 1839, S. IV.

Unětická tabule

8.    So benannt nach dem mittelböhmischen Ort Aunietitz (Unětice), Bezirk Prag-West (Praha-západ).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 372.

Ungarische Straße

3.    Uherská stezka

Unhoschter Tafelland

3.    → Unhošťská tabule

8.    So genannt nach der mittelböhmischen Stadt Unhoscht (Unhošť), Bezirk Kladno.

Unhošťská tabule

2.    Unhoschter Tafelland

8.    So benannt nach der mittelböhmischen Stadt Unhhoscht (Unhošť), Bezirk Kladno.

10.  Hromádka, 1956, S. 287; GČZ, 1965, S. 165; ČV I, 1, 1968, S. 456; Kunský, 1968, S. 310.

Unhošťsko

1.    Historische Kulturlandschaft; Mittelböhmischer Kreis (Středočeský kraj)

7.    Umgebung der mittelböhmischen Kleinstadt Unhoscht, Bezirk Kladno, 3.529 Einwohner (1.1.2003). Die Gegend liegt auf der Prager Hochfläche (Pražská plošina) am Rande des slawischen Altsiedellandes. Die erste Nennung stammt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts (Hunehostz; in villa Hvnehozt). Weitere Belege: 1329 (in Vnhoscht), 1352 (Vnhost), 1403 (Crux de Unhosscz), 1454 (mezi mčkem Vnhossti a vsi Chwiniawa), 1544 (w Aunhosstij), 1549 (Vnhosst). Bodenfunde belegen eine frühe Besiedelung dieses Gebiets am Nordrand des Pürglitzer Waldes (Křivoklatska vrchovina). Ein dichtes Netz von Kleinsiedlungen umgab das Städtchen, das sich als ländlicher Mittelpunktsort behaupten konnte. Der Gerichtsbezirk Unhošt im damaligen politischen Bezirk Kladno umfaßte 1927 eine Fläche von 240 km² mit 38 Gemeinden (45 Ortschaften) und 32.100 Einwohnern, fast ausschließlich Tschechen. Stadt und Umland liegen tief im tschechischen Sprachgebiet und kamen 1939 zum Protektorat Böhmen und Mähren. Die Stadtrechte scheinen verloren gegangen zu sein, vielmehr ist durch die Nähe Prags eine Pendlergemeinde entstanden.

10.  Schaller I, 1785, S. 124; Sommer XIII, 1845, S. 282; Rieger 9, 1872, S. 787; RGL 2, 1883, S. 823; OSN 26, 1907, S. 184; OLTS, 1927, S. 605; MJČ IV, 1957, S. 447; Schwarz, 1965, S. 53; Kunský, 1968, S. 314; ZJČ, 1982, S. 317; ČSAZ, 1983, S. 511; LŠ, 1997, S. 268.

Uničovská nížina

3.    → Uničovská plošina

8.    So benannt nach der nordmährischen Stadt Mährisch Neustadt (Uničov), Bezirk Olmütz (Olomouc).

10.  GČZ, 1965, S. 131.

Uničovská plošina

1.    GME-6, Hochfläche, Kreis Olmütz (Olomoucký kraj), 261 km2

2.    Mährischneustädter Hochfläche

3.    s.o.

4.    Mährischneustädter Tiefland

5.    Uničovská tabula

7.    Geomorphologische Untereinheit im Oberen Marchbecken (Hornomoravský úval). 4 Teileinheiten: Červenecká rovina, Hornolibinská brázda, Oskavská niva, Žwotínská rovina.

8.    So benannt nach der nordmährischen Stadt Mährisch Neustadt (Uničov), Bezirk Olmütz (Olomouc).

10.  GČ, 1972, S. 82; ZLHN, 1987, S. 527, Nr. VIIIA-3D.

Uničovská rovina

2.    Mährischneustädter Ebene

8.    So benannt nach der nordmährischen Stadt Mährisch-Neustadt (Uničov), Bezirk Olmütz (Olomouc).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 736.

Uničovská tabule

2.    Mährischneustädter Hochfläche

3.    → Uničovská plošina

4.    Mährischneustädter Tafelland (wörtl.)

8.    So benannt nach der nordmährischen Stadt Mährisch-Neustadt (Uničov), Bezirk Olmütz (Olomouc).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 736.

Uninská pahorkatina

2.    Huniner Hügelland

8.    So benannt nach dem mittelmährischen Ort Hunin (Unín), Bezirk Blansko.

10.  Kunský, 1968, S. 397.

Uničovská kotlina

2.    Mährischneustädter Becken

5.    Pánev uničovská

8.    So benannt nach der nordmährischen Stadt Mährisch Neustadt (Uničov), Bezirk Olmütz (Olomouc).

10.  BS, 1962, S. 352; ČV I, 1, 1968, S. 372.

Uničovsko

1.    Historische Kulturlandschaft, Kreis Olmütz (Olomoucký kraj)

7.    Historisches Umland der nordmährischen Stadt Mährisch Neustadt (Uničov), Bezirk Olmütz (Olomouc), 12.340 Einwohner (1.1.2003). Die Stadt liegt am Rande des oberen Marchbeckens (Hornomoravský úval) und wurde 1213 durch den böhmischen König Přemysl Otakar I. gegründet; mit der Gründung wurde das Magdeburger Stadtrecht verliehen. Es handelt sich um eine der ersten Stadtgründungen des Landes. Erste Nennungen 1223 (de Vnisov), 1234 (de Vnichow), 1290 (Noua Civitate), 1327 (Noua Ciuitate), 1364 (per Novam civitatem), 1391 (zur Neuenstadt). Auch die Umgebung wurde durch das Siedlungswerk des Olmützer Bischofs Bruno von Schaumburg mit Deutschen besiedelt. Die Hoffnungen auf reiche Mineralvorkommen erfüllten sich nicht. Die 1327 angelegten Befestigungsanlagen trotzten dem Ansturm der Hussiten, doch anschließend wurden die tschechischen Bürger der Stadt durch ein Privileg hervorgehoben. Nach dem Dreißigjährigen Krieg und durch die preußisch-österreichischen Auseinandersetzungen im 18. Jahrhundert demographischer Niedergang. Erst im 19. Jahrhundert bescheidener wirtschaftlicher Aufschwung durch Nahrungsmittelindustrie. Der Gerichtsbezirk Mährisch Neustadt im damaligen politischen Bezirk Sternberg umfasste 1927 eine Fläche von 231 km² mit 35 Gemeinden und 24.600 Einwohnern, davon 82% deutscher Nationalität. Die Stadt, die selbst bis 1945 eine deutsche Mehrheit bewahrte, lag unmittelbar an der Sprachgrenze und kam 1938 zum Reichsgau Sudetenland. Nach dem Zweiten Weltkrieg Vertreibung und Aussiedlung der Deutschen und Wiederaufbau.

10.  Wolny V, 1839, S. 142; Rieger 9, 1872, S. 787; RGL 2, 1883, S. 105; OSN 26, 1907, S. 179; Hosák/Šrámek II, 1920, S. 643; Schwarz, 1961, S. 229; BS, 1962, S. 367; GČZ, 1965, S. 130; Schwarz, 1966, S. 357; ČV I, 1, 1968, S. 284; ZJČ, 1982, S. 318; ČSAZ, 1983, S. 511; GeoKr, 1984, S. 211; SLL, 1985, S. 282; RBL, 1989, S. 264; LŠ, 1997, S. 268; HHStBM, 1998, S. 354; StR 2001, S. 59; TLAZ, 2001, S. 928.

Uninská pahorkatina

2.    Huniner Hügelland

8.    So benannt nach dem mittelmährischen Ort Hunin (Unin), Bezirk Blansko.

10.  Hromádka, 1956, S. 274.

Unter-Bečwa

2.    Untere Betschwa

3.    → Dolní Bečva

4.    Rosenauer Betschwa

5.    Rožnavská Bečva

10.  Kořistka, 1861, S. 85.

Untere Bečwa

3.    → Dolní Bečva

4.    Rosenauer Betschwa

5.    Rožnavská Bečva

10.  MWB MS, 1897, S. 40; Duden WGN, 1966, S. 672.

Untere Betschwa

3.    → Dolní Bečva

4.    Rosenauer Betschwa

5.    Rožnavská Bečva

10.  Werdecker, 1957, S. 60.

Untere Bilina-Region

2.    Teplitzer Mittelgebirge

8.    Nicht ganz kompatibel mit der geomorphologischen Feingliederung.

10.  Förster, 1978, S. 56, Kt. 8.

Untere Egerniederung

3.    → Donoohařská tabule

8.    So genannt nach der Eger (Ohře).

10.  KB-Kt., 1943.

Untere Marchebene

2.    Unteres Marchbecken

3.    → Dolnomoravský úval

4.    Südliches Marchbecken; Südmährisches Becken; Unteres Marchbecken

10.  Blažek, 1959, S. 235; OTS, 1975, S. 16; TLČS, 1983, S. 50; SZ, 2003, S. 143.

Untere Marchniederung

3.    → Dolnomoravský úval

8.    So genannt nach der March (Morava).

10.  KB-Kt., 1943.

Untere Polzen-Region

3.    → Děčínská kotlina

8.    So genannt nach dem Fluß Polzen (Ploučnice).

9.    Nicht ganz kompatibel mit der geomorphologischen Feingliederung.

10.  Förster, 1978, S. 56, Kt. 8.

Unteres Marchbecken

3.    → Dolnomoravský úval

4.    Südliches Marchbecken; Unteres Marchtal

8.    So genannt nach der Morava (March).

10.  Kořistka, 1861, S. 66.

Unteres Marchtal

3.    → Dolnomoravský úval

5.    Südliches Marchbecken; Untermarchgraben

6.    Lower Moravian Graben (engl.)

10.  OTS, 1975, S. 16; SZ, 2003, S. 146.

Unterhaider Furche

2.    Unterhaider Senke

3.    → Dolnodvoř횻ská sniženina

4.    Unterhaider Tor

5.    Dolnodvoř횻ská brana; Dolnodvoř횻ská brázda (wörtl.)

8.    So genannt nach dem südböhmischen Ort Unterhaid (Dolní Dvořišťě), Bezirk Krumau (Český Krumlov).

Unterhaider Pforte

2.    Unterhaider Senke

3.    → Dolnodvoř횻ská sniženina

5.    Dolnodvoř횻ská brana

8.    So genannt nach dem südböhmischen Ort Unterhaid (Dolní Dvořišťě), Bezirk Krumau (Český Krumlov).

Unterhaider Senke

3.    → Dolnodvoř횻ská sniženina

4.    Unterhaider Pforte

5.    Dolnodvořišťská brána

8.    So genannt nach dem südböhmischen Ort Unterhaid (Dolní Dvořišťě), Bezirk Krumau (Český Krumlov).

Unteriser-Tafelland

3.    → Dolnojizerská tabule

4.    Tafelland an der unteren Iser

8.    So genannt nach dem unteren Lauf der Iser (Jizera).

Unterkralowitzer Becken

3.    → Dolnokralovická kotlina

8.    So genannt nach dem mittelböhmischen Ort Unterkralowitz (Dolní Kralovice), Bezirk Beneschau (Benešov).

Untermarchgraben

3.    → Dolnomoravský úval

4.    Südliches Marchbecken

8.    So genannt nach der March (Morava).

10.  VGJ, 1996, S. 45.

Untersystem Böhmerwald

2.    Böhmerwald-Bergland

3.    → Šumavská hornatina

5.    Šumavská podsoustava; Podsoustava Šumavy (wörtl.)

10.  OTS, 1975, Anl. 1, S. 1

Untersystem der Weißen Karpaten

3.    → Belokarpatská podsoustava

10.  OTS, 1975, Anl. 1, S. 6.

Untersystem des Oberpfälzer Waldes

3.    → Českoleská podsoustava

Untertannowitzer Furche

3.    → Dolnodunajovická brázda

8.    So genannt nach dem südmährischen Ort Untertannowitz (Dolní Dunajovice), Bezirk Lundenburg (Břeclav).

Unterwisternitzer Pforte

2.    Wisternitzer Pforte

3.    → Věstonická brána

8.    So genannt nach dem südmährischen Ort Unterwistronitz (Dolní Věstonice), Bezirk Lundenburg (Břeclav).

Úpa

1.    Fluß, Kreis Königgratz (Královéhradecký kraj)

2.    Aupa

3.    s.o.

7.    Linker Nebenfluß der Elbe (Labe), Länge 78,7 km lang, Einzugsgebiet 513 km², entspringt unterhalb der Schneekoppe (Snězka) im Riesengebirge (Krkonoše), mündet bei Jaroměř, Bezirk Náchod.

9.    Erste Nennungen des Gewässers 1476 (w vpie wodie).

10.  Rieger 2, 1862, S. 329; Kloeden, 1875, S. 153; Kozenn/Jireček ŠA, 1878, Kt. 11; OSN 6, 1893, S. 38; Lippert I, 1896, S. 16; SSJ, 1920, S. 82; MSN 1, 1925, S. 1049; OLTR, 1927, S. 608; ČV 1, 1929, S. 52; Koláček, 1934, S. 44; HKK, 1960, S. 476; Schwarz, 1961, S. 23; BS, 1962, S. 9; GČZ, 1965, S. 11; Duden WGN, 1966, S. 674; ČV I, 1, 1968, S. 355; Kunský, 1968, S. 33; OTS, 1975, S. 57; AR, 1981, S. 141; ZJČ, 1982, S. 318; ČSAZ, 1983, S. 512; TLČS, 1983, S. 245; GeoKr, 1984, S. 157; ZLVTN, 1984, S. 281; LŠ, 1997, S. 269; TLAZ, 2001, S. 928; SZ, 2003, S. 147.

Upper Moravian Graben

2.    Oberes Marchbecken

3.    → Hornomoravský úval

4.    Nordmährisches Becken; Oberes Marchtal; Obermarchgraben; Olmützer Becken

10.  Demek, 1971, S. 50.

Úpská louka

10.  HKK, 1960, S. 64.

Úpská rašelina

1.    Hochplateau; Kreis Königgratz (Královéhradecký kraj)

2.    Koppenplan

3.    s.o.

6.    Rówina pod Śnieżka (poln.)

7.    Verebnung auf dem Schlesischen Kamm (Slezský hřbet / Grzbiet Śląski) des Riesengebirges (Krkonoše / Karkonosze), etwa 1445 m hoch gelegen, Bezirk Trautenau (Trutnov).

10.  Bach, 1989, S. 70.

Úpsko-metujská tabule

1.    GME-6, Tafelland, Kreis Königgratz (Královéhradecký kraj), 206 km2

2.    Aupa-Mettau-Tafelland

3.    s.o.

4.    Tafelland an Aupa und Mettau

7.    Geomorphologische Untereinheit auf dem Tafelland an der Adler (Orlická tabule). 2 Teileinheiten: Českokralická tabule und Novoměstská tabule.

8.    So benannt nach den Flüssen Aupa (Úpa) und Mettau (Metují).

10.  GČ, 1972, S. 80; ZLHN, 1987, S. 527, Nr. VIC-2A.

Urbanická brána

1.    GME-7, Senke, Kreis Pardubitz (Pardubický kraj)

2.    Urbanitzer Pforte

3.    s.o.

7.    Geomorphologische Teileinheit im Tafelland an der östlichen Elbe (Východolabská tabule).

8.    So benannt nach der ostböhmischen Stadt Urbanitz (Urbanice), Bezirk Pardubitz (Pardubice).

10.  HKK, 1960, S. 99; BS, 1962, S. 165; GČZ, 1965, S. 196; ČV I, 1, 1968, S. 363; Kunský, 1968, S. 39; ZLHN, 1987, S. 527, Nr. VIC-1B-e.

Urbanitzer Pforte

3.    → Úrbanická brána

8.    So genannt nach der ostböhmischen Stadt Urbanitz (Urbanice), Bezirk Pardubitz (Pardubice).

Urlich

10.  Werdecker, 1957, S. 43; Knebel, 1993, S. 394.

Urlichkuppe

2.    Hoher Ulrich

3.    → Orlík

4.    Urlichskoppe

5.    Orlík jesenický

10.  Kořistka, 1861, S. 41; Rieger 8, 1887, S. 535; Partsch I, 1896, S. 60; Hassinger, 1914, S. 15; OLTR, 1927, S. 608; Anders, 1930, S. 4; Sobotka, 1930, S. 15.

Urlichkoppe

2.    Urlichkuppe

3.    → Orlík

10.  Machatschek, 1927, S. 299.

Urlichzug

2.    Urlichkamm

3.    → Hornoopavská hornatina

10.  Anders, 1930, S. 4; Sobotka, 1930, S. 15.

Ursprung-Berg

3.    → Počatecký vrch

10.  Schneider, 1908, S. 71.

Urwald von Boubín

2.    Lukenwald

3.    → Boubínský prales

4.    Lukenwalder Urwald; Sophienurwald; Urwald von Kubany

8.    So genannt nach dem Berg Kubany (Boubín), Bezirk Prachatitz (Prachatice).

10.  Baedeker, 2000, S. 66.

Urwald von Kubany

2.    Lukenwald

3.    → Boubínský prales

4.    Lukenwalder Urwald; Sophienurwald

10.  Baedeker, 2000, S. 81.

Úsina

2.    Hausinagebirge

3.    → Housina

10.  SSJ, 1920, S. 166.

Úslava

1.    Fluß, Kreis Pilsen (Plzeňský kraj)

2.    Uslawa

3.    s.o.

4.    Amselbach; Auhlawa

5.    Bradlava

7.    Rechter Nebenfluß der Beraun (Berounka), 83 km lang, entspringt im Vorland des Böhmerwaldes (Šumavská podhůří), Mündung bei Pilsen (Plzeň).

9.    1266 Bradaua flumen; 1442 flumen Stiahlauska, der heutige Name erstmals bei G. Vogt (1712).

10.  Rieger 2, 1862, S. 332; MWB Böhmen I, 1884, S. 37; OSN 6, 1897, S. 83; OLTR, 1927, S. 608; Koláček, 1934, S. 38; HKK, 1960, S. 176; Schwarz, 1961, S. 49; GČZ, 1965, S. 150; Duden WGN, 1966, S. 675; ČV I, 1, 1968, S. 360; Kunský, 1968, S. 39; AR, 1981, S. 141; ZJČ, 1983, S. 318; GeoKr, 1984, S. 109; Gorys, 1994, S. 192; LŠ, 1997, S. 269; Stani-Fertl, 2001, S. 274; SZ, 2003, S. 147.

Uslawa

2.    Amselbach

3.    → Úslava

10.  Schaller III, 1790, S. 6; Sommer VII, 1839, S. XV; MWB Böhmen I, 1894, S. 88; Schneider, 1908, S. 153; Beer, 1925, S. 56; Machatschek, 1927, S. 105; Werdecker, 1957, S. 13; Schwarz, 1961, S. 49; Stani-Fertl, 2001, S. 274; SZ, 2003, S. 148.

Uslawa

3.    → Uslava

10.  Werdecker, 1957, S. 29.

Úsobská pahorkatina

2.    Pollerskirchener Hügelland

8.    So benannt nach dem ostböhmischen Ort Pollerskirchen (Úsobí), Bezirk Deutschbrod (Havličkův Brod).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 675.

Úsovská pahorkatina

2.    Auseer Bergland

3.    → Úsovská vrchovina

4.    Auseer Hügelland

8.    So benannt nach dem Ort Mährisch Ausee (Úsov), Bezirk Mährisch-Schönberg (Šumperk).

10.  Hromádka, 1956, S. 292; Kunský, 1968, S. 376.

Úsovská vrchovina

1.    GME-6, Bergland, Kreis Olmütz (Olomoucký kraj), 173 km2

2.    Mährisch-Auseer Bergland, Auseer Bergland

3.    s.o.

5.    Úsovská pahorkatina

7.    Untereinheit im Hannsdorfer Bergland (Hanušovická vrchovina), Östliche Sudeten (Východní Sudety / Sudety Wschodne): 5 Untereinheiten: Benkovská vrchovina, Bradelská vrchovina, Hrabišínská pahorkatina, Medlovská pahorkatina, Rohelská pahorkatina.

8.    So benannt nach dem Ort Mährisch-Ausee (Úsov), Bezirk Mährisch-Schönberg (Šumperk).

10.  GČZ, 1965, S. 124; GČ, 1972, S. 68; ZLHN, 1987, S. 527, Nr. IVC-3A; TLAZ, 2001, S. 10.

Ústecká brázda

1.    GME-7, Senke, Kreis Pardubitz (Pardubický kraj)

2.    Wildenschwerdter Furche

3.    s.o.

4.    Trübau-Zwittauer Furche; Zwittau-Trübauer Furche; Zwittauer Becken

5.    Svitavská kotlina; Svitavsko-třebovská brázda; Třebovsko-svitavská brázda

7.    Geomorphologische Teileinheit im Zwittauer Hügelland (Svitavská pahorkatina).

8.    So benannt nach der ostböhmischen Stadt Wildenschwerdt (Ústí nad Orlicí), Bezirk Wildenschwerdt (Ústí nad Orlicí).

10.  ZLHN, 1987, S. 527, Nr. VI C-2A-b.

Ústecká kotlina

2.    Wildenschwerdter Furche

3.    → Ústecká brázda

4.    Trübau-Zwittauer Furche; Wildenschwerdter Becken (wörtl.); Zwittauer Becken; Zwittau-Trübauer Furche.

5.    Svitavská brázda; Svitavská kotlina; Svitavsko-třebovská brázda; Třebovsko-svitavská brázda

8.    So genannt nach der ostböhmischen Stadt Wildenschwerdt (Ústí nad Orlicí), Bezirk Wildenschwerdt (Ústí nad Orlicí).

10.  GČZ, 1965, S. 184; ČV I, 1, 1968, S. 719.

Ústecká kotlina II

2.    Aussiger Becken

8.    So benannt nach der nordböhmischen Stadt Aussig (Ústí nad Labem), Bezirk Aussig (Ústí nad Labem).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 719.

ښtěcká pahorkatina

1.    GME-7, Hügelland, Kreis Aussig (Ústecký kraj)

2.    Auschaer Hügelland

3.    s.o.

7.    Geomorphologische Teileinheit im Rollberg-Hügelland (Ralská pahorkatina)

8.    So benannt nach der nordböhmischen Stadt Auscha (ښtěk), Bezirk Leitmeritz (Litoměřice).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 574; ZLHN, 1987, S. 528, Nr. VIA-1A-b; TLAZ, 2001, S. 167.

Ústecká tabule

2.    Auschaer Hügelland

3.    → Ústecká pahorkatina

4.    Auschaer Tafelland (wörtl.)

8.    So benannt nach der nordböhmischen Stadt Auscha (Ústěk), Bezirk Leitmeritz (Litoměřice).

10.  GČZ, 1965, S. 180.

Ústěcké středohoří

1.    GME-7, Bergland, Kreis Aussig (Ústecký kraj)

2.    Aussiger Mittelgebirge

3.    s.o.

7.    Geomorphologische Teileinheit im Böhmischen Mittelgebirge (České středohoří).

8.    So benannt nach der nordböhmischen Stadt Aussig (Ústí nad Labem), Bezirk Aussig (Ústí nad Labem).

10.  Hromádka, 1956, S. 290; GČZ, 1965, S. 82; ČV I, 1, 1968, S. 351; Kunský, 1968, S. 68; Förster, 1978, S. 56, Abb. 8; ZLHN, 1987, S. 527, Nr. IIIB-5A-e.

Ústecko (nad Labem)

1.    Historische Kulturlandschaft, Kreis Aussig (Ústecký kraj)

7.    Umland der nordböhmischen Stadt Aussig (Ústi nad Laben), Bezirk Aussig (Ústí nad Labem), 94.544 Einwohner (1.1.2003). Die Stadt liegt an der Mündung der Bilina in die Elbe, daher der slawische Name ústie (= Mund, Mündung), der dann von den deutschen Ankömmlingen umgeformt wurde: 933 Navsty super Albiam, 1262 Vzt, 1426 Vssig, 1720 Aussig. 1260 wurde Aussig zur königlichen Freistadt erhoben und damit ein früher Verwaltungs- und Kulturmittelpunkt im sächsisch-böhmischen Grenzbereich. Als Bahnknoten und Elbhafen zog die Stadt Industrie an und entwickelte sich zu einem bedeutenden Standtort wirtschaftlicher und politischer Aktivitäten. Der politische Bezirk Aussig, bestehend aus den Gerichtsbezirken Aussig und Karbitz, umfaßte 1927 eine Gesamtfläche von 356 km² mit 93 Gemeinden (131 Ortschaften) mit 117.800 Einwohnern, davon 92,1% deutscher Nationalität. 1939 kam der Bezirk Aussig zum Sudetengau. Gegen Kriegsende kam es zu schweren Bombenschäden. Nach einem Massaker im Juli 1945 wurde die deutsche Bevölkerung gewaltsam vertrieben. Durch die Verwaltungsreform von 1949 wurde Aussig Hauptstadt eines Kreises (Ústecký kraj), dann 1960 Sitz des Nordböhmischen Kreises (Severočeský kraj). Nach 2002 blieb Aussig Kreishauptstadt. Gleichzeitig wurde Aussig 1949 wieder Sitz einer Bezirksverwaltung, nach 1960 Vergrößerung des Bezirks.

10.  Schaller V, 1787, S. 172; Sommer I, 1833, S. 192; Rieger 9, 1872, S. 814; RGL 1, 1883, S. 102; OSN 26, 1907, S. 265; OLTR, 1927, S. 12; MSN 7, 1933, S. 502; MJČ IV, 1957, S. 453; HKK, 1960, S. 49; Šmilauer, 1960, S. 89; Schwarz, 1961, S. 215; Schwarz, 1965, S. 227; SDOV, 1965, S. 119; Duden WGN, 1966, S. 38; MEZS, 1976, S. 509; ČSAZ, 1983, S. 513; OLBL, 1983, S. 5/2; ZJČ, 1983, S. 319; GeoKr, 1984, S. 150; GeoČS, 1985, S. 169; SLL, 1985, S. 45; RBL, 1989, S. 27; Gorys, 1994, S. 264; LŠ, 1997, S. 270; HHStBM, 1998, S. 13; Baedeker, 2000, S. 287; StR 2001, S. 58; TLAZ, 2001, S. 930; SZ, 2003, S. 89.

Ústecko (nad Orlicí)

1.    Historische Kulturlandschaft

7.    Die heutige ostböhmische Bezirksstadt Wildenschwerdt (Ústí nad Orlicí), 15.082 Einwohner (1.1.2003), liegt am Zusammenfluß der Wilden Adler (Divoká Orlice) mit der Triebe (Třebovka). Der Ort wurde 1241 durch Wilhelm von Dürnholz gegründet und Wilhelmswert genannt. Weitere Erwähnungen: 1292 (in territorio Vzči, quod in teutonico Wilhelmsuerd uocatur), 1358 (Wilhelmswerd), 1544 (města Austij); 1654 (městys Austi), 1789 (Wildenschwerdt; Austi nad Orliczy). Zeitweise Zentrum der Böhmischen Brüdergemeine. Daran erinnert heute ein Museum. Weberei und Tuchmacherei bildeten im 19. Jahrhundert die wirtschaftliche Grundlage der Stadt; daraus entwickelte sich im 19. Jahrhundert eine ansehnliche Textilindustrie. Die schweren Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg konnten nie wieder ganz ausgeglichen werden. Der Gerichtsbezirk Wildenschwert im damaligen politischen Bezirk Landskron umfasste eine Fläche von 192 km² mit 27 Gemeinden (35 Ortschaften) und 37.300 Einwohnern, davon 85,3% Tschechen. Wildenschwerdt liegt an der früheren deutsch-tschechischen Sprachgrenze; die Stadt war zuletzt überwiegend tschechisch und kam 1939 zum Protektorat, während das ländliche Umland teilweise deutsche Mehrheiten hatte. Alljährlich Musikfestival Kocianovo hudební Ústí. Durch die Verwaltungsreform des Jahres 1949 wurde Wildenschwert Sitz einer Bezirksverwaltung, 1960 wurde der Bezirk erheblich vergrößert.

10.       Schaller, 1790, S. 99; Sommer V, 1837, S. 157; Rieger 9, 1872, S. 811; RGL 2, 1883, S. 930; OSN 26, 1907, S. 247; OLTR, 1927, S. 608 u. S. 652; MJČ IV, 1957, S. 453; Schwarz, 1961, S. 211; Schwarz, 1966, S. 273; ZJČ, 1982, S. 319; ČSAZ, 1983, S. 513; RBL, 1989, S. 474; LŠ, 1997, S. 270; HHStBM, 1998, S. 661; StR, 2001, S. 58; TLAZ, 2001, S. 930.

Ústecký kraj

1.    Verwaltungsbezirk

7.    Kreis (entspr. Reg. - Bezirk) in Nordböhmen, bestehend aus den Bezirken Komotau (Chomoutovský okres), Brüx (Mostecký okres), Laun (Lounský okres), Teplitz-Schönau (Teplický okres), Aussig (Ústecký okres), Leitmeritz (Litoměřice) und Tetschen-Bodenbach (Děčínský okres). Fläche 5.335 km2, 827.000 Bewohner, 155 Einwohner/km², 354 Gemeinden.

10.  StR 2001, S. 56.

Ústecký okres

1.    Verwaltungsbezirk

2.    Bezirk Aussig (Ústí nad Labem)

5.    Ústecko (nad Labem)

7.    Bezirk (entspr. Landkreis) im Kreis Aussig (Ústecký kraj). Fläche 405 km2, 118.500 Bewohner, 293 Einwohner/km², 23 Gemeinden.

10.  StR 2001, S. 56.

Ústecký okres

1.    Verwaltungseinheit

2.    Bezirk Wildenschwerdt (Ústí nad Orlicí)

5.    Ústecko (nad Orlicí)

7.    Bezirk (entspr.) Landkreis im Kreis Pardubitz (Pardubický kraj). Fläche 1.265 km2, 139.300 Bewohner, 110 Einwohner/km², 112 Gemeinden.

10.  StR, 2001, S. 57.

ښtĕksko

1.     Historische Kulturlandschaft; Kreis Aussig (Ústecký kraj)

7.     Umland der nordböhmischen Stadt Auscha (Ústĕk), Bezirk Leitmeritz (Litomĕřice), 2.640 Einwohner (1.1.2003), am Nordrand des Rollberg-Hügellandes (Ralská pahorkatina) an einem Weg, der von Böhmisch Leipa (Česká Lípa) nach Leitmeritz (Litomĕřice) führte. Das Gebiet wurde sicher noch vom slawischen Landesausbau erreicht. Belege: 1334 (Lev z ٚce), 1361 (castrum Rathy et civitatem Huscz), 1363 (ad E. in Vscz), 1405 (Vsscz), 1384 (Pakoslaw de Wstczie receipt), 1391 (super villas Wyssoku wess et Mukarzow prope Vscz), 1397 (Vscz), 1418 (vff Awsch der stat), 1421 (et civitatem Vssczt), 1426 (na Vssczi), 1508 (von dem herrn Johan von Awsche), 1519 (z Oustí), 1538 (z Ouštĕ), 1579 (na polovici zámku Ausstie), 1580 (od mĕsta Ausstku), 1618 (při mĕstĕ Ausstij), 1787 (Ausche), 1854 (mĕsto ٚť, Stadt Auscha). Burg und Siedlung sind wegen ihrer strategischen Bedeutung für den Verkehrsweg schon sehr alt; der 1057 erwähnte Bergrücken „Hvcsci“ könnte damit in Verbindung stehen. Der Charakter eines Städtchens war schon früh gegeben, nachdem im 13. Jahrhundert ein Markt eingerichtet worden war und 1384 die städtischen Privilegien verliehen wurden. Es sit sicher, dass mit der deutschen Kolonisation Nordböhmens Zuwanderer aus Deutschland aufgenommen wurden. Auch eine Judengemeinde ist bezeugt. Wirtschaftlich bedeutend war die Tuchmacherei, dazu kam die Vermarktung von Obst und Hopfen aus der Umgebung. Die Jesuiten richteten in der Burg eine Bierbrauerei, die durch ihren merkwürdigen Schornstein Aufsehen erregt. Die Umgebung, die durch kleine, aber reiche Bauerndörfer charakterisiert werden kann, wird „Auschauer Hopfenland“ genannt. Wegen der rötlichen Farbe des Bodens spricht man Rothopfen. Mit dem Eisenbahnanschluss (1818) stellten sich auch Sommergäste ein, die dem Fremdenverkehrsgewerbe den Weg bereiteten. Der Gerichtsbezirk Auscha im damaligen politischen Bezirk Leitmeritz umfasste 1927 eine Fläche von 210 km² mit 57 Gemeinden (88 Ortschaften) und 19.000 fast ausschließlich deutschen Einwohnern. 1938 Sudetengau, nach 1945 Vertreibung. Auscha ist heute Denkmalreservation und Ausgangspunkt für viele schöne Touren.

10.   Schaller V, 1787, S. 286; Sommer I, 1833, S. 340; Rieger 9, 1872, S. 814; RGL 1, 1883, S. 102; OSN 26, 1907, S. 265; OLTR, 1927, S. 11; MSN 7, 1933, S. 506; Koláček, 1934, S. 232; MJČ IV, 1954, S. 456; Schwarz, 1961, S. 158; Schwarz, 1965, S. 246; SDOV, 1965, S. 119; Duden WGN, 1966, S. 38; ZJČ, 1982, S. 320; ČSAZ, 1983, S. 514; OLBL, 1983, S. 286/2; SLL, 1985, S. 44; RBL, 1989, S. 26; LŠ, 1997, S. 270; HHStBM, 1998, S. 11; Baedeker, 2000, S. 174; TLAZ, 2001, S. 131; SZ, 2003, S. 88.

Ùval Doubravy

2.     Časlauer Becken

3.     ® Časlavská kotlina

4.     Dubrawa-Mulde

10.   Šmilauer, 1960, S. 98.

Úval Dyskosvratecký

3.    → Dysko-svratecký úval

10.   MSN 1, 1925, S. 1049.

Úval Dyskosvratecký

2.     Thaya-Svratka-Becken

3.     → Dyskosvratecký úval

10.   OZA, 1924, Kt.17.

Úval Hornomoravský

2.    Oberes Marchbecken

3.    → Hornomoravský úval

4.     Oberes Marchtal; Obermarchgraben; Obere-March-Senke; Olmützer Becken; Marchfurche; Nordmährisches Becken

8.    So benannt nach der oberen March (Morava).

10.  OZA, 1924, Kt.17; MSN 1, 1925, S. 1049.