Valašsko

1.    Kulturlandschaft, Mährisch-Schlesischer Kreis (Moravskoslezský kraj)

2.    Mährische Walachei

4.    Vsetínsko

7.    Gebiet im östlichen Mähren bei Rosenau (Rožnov pod Radhoštěm), Wallachisch Klobouk (Valašské Klobouky), Wallachisch Meseritz (Valašský Meziřičí), Wsetín (Vsetín), also in den westliche Beskiden und zwar im Hostein-Wsetiner Bergland (Hostýnsko-vsetínska hornatina), einem Gebiet mit vorherrschender Grünlandwirtschaft. Hier wurde bis in die nahe Gegenwart die Schafzucht nach „walachischer“ Art betrieben, also ähnlich wie auf dem Balkan und in den Südkarpaten. Die Frage, die sich angesichts dieser besonderen Lebens- und Wirtschaftsform stellte, war die, ob es sich um eine Zuwanderung eines fremden Ethnikums handelte, oder nur eine bestimmte Wirtschaftsform adaptiert wurde, die sich auch sprachlich niedergeschlagen hat. Die Gestalt der Dörfer, die Trachten, die heute noch an Feiertagen getragen werden, die Volksbräuche und der Dialekt tragen dazu bei, daß sich dieses Gebiet deutlich von seiner Umgebung abhebt.

10.  Koláček, 1934, S. 91; Blažek, 1959, S. 244; HKK, 1960, S. 520; Sperling, 1981, S. 211; ČSAZ, 1983, S. 518; GeoKr, 1984, S. 188; RBL, 1989, S. 263; Baedeker, 2000, S. 76; Stani-Fertl, 2001, S. 267.

Valašskokloboucká kotlina

2.    Wallachischklobouker Becken

8.    So benannt nach dem südmährischen Ort Wallachisch-klobouk (Valašské Klobouky), Bezirk Zlin.

10.  ČV I, 1, 1968, S. 741; Kunský, 1968, S. 391.

Valašskokloboucko

1.     Historische Kulturlandschaft; Kreis Zlin (Zlinský kraj)

7.     Umland der ostmährischen Landstadt Wallachisch Klobouk (Valašské Klobouky), Bezirk Zlin, 5.192 Einwohner (1.1.2003), in einer Senke am Fuße der Weißen Karpaten (Bilé Karpaty). Den Anlass zur Gründung einer Siedlung in dieser abgelegenen Gegend bot ein Handelsweg, der von Innermähren zum Grenzpass von Vlara (Vlárský průsmyk) führt, der heute die tschechisch-slowakische Grenze markiert, die historische Grenze zwischen den Ländern der böhmischen Krone und Ungarn. Frühe Erwähnungen: 1242 (apud Klobouk ad Vaqum fluvium), 1341 (villam novarum Clobuk et Potecz), 1356 (oppidi nostri dicti Antiquum Clobuk ... ipsum Novum Clobuk oppidum), 1404 (in Klobuk), 1517 (mýto v Klobuczych), 1580 (v městě Klobauczych), 1633 (Klobauky), 1720 (Klobuk), 1885 (Valašské Klobouky, Wallachisch Klobauk). Offenbar handelt es sich um einen älteren und einen jüngeren Ort, wobei der ältere Teil schon 1356 das Stadtrecht besaß, das im 16. Jahrhundert erneuert wurde. Unter den Zünften waren die Tuchmacher die bedeutendsten; diese Tradition setzte man im Industriezeitalter fort. Wegen der nahen Grenze kam es immer wieder zu kriegerischen Reiberein und heftigen Zerstörungen. Die landwirtschaftliche Umgebung ist geprägt durch kleine Dörfer, auch die Forstwirtschaft ist bedeutend. Der Gerichtsbezirk Wallachisch Klobouk im damaligen politischen Bezirk Ungarisch Hradisch umfasste 1927 eine Fläche von 371 km² mit 36 Gemeinden und 26.400 Einwohnern, davon 97,6 % tschechisch bzw. tschechoslowakischer Nationalität. 1939 Protektorat, im Zweiten Weltkrieg starke Partisanenaktivitäten. Nach der Verwaltungsreform von 1949 wurde Wallachisch Klobouk Sitz einer Bezirksverwaltung, blieb dies aber nur bis 1960. Wegen der Nähe des Landschaftsschutzgebietes „Bilé Karpaty“ für Touristen attraktiv.

10.   Rieger 4, 1865, S. 700; RGL 1, 1883, S. 865; OSN 14, 1899, S. 400; OSN 17, 1901, S. 240; OLTR, 1927, S. 611 u. S. 644; Hosák/ Šrámek I, 1970, S. 398; Schwarz, 1966, S. 120; ZJČ, 1982, S. 321; ČSAZ, 1983, S. 516; LŠ, 1987, S. 271; HHStBM, 1998, S. 644; TLAZ, 2001, S. 933.

Valašskomeziříčská kotlina

1.     GME-7; Becken; Kreis Zlin (Zlinský kraj)

2.     Wallachischmeseritzer Becken

3.     s.o.

7.     Geomorphologische Teileinheit im Vorhügelland der Beskiden (Podbeskydská pahorkatina).

8.     So benannt nach der mittelmährischen Stadt Wallachisch Meseritz (Valašské Meziříčí), Bezirk Wsetin (Vsetín).

10.   ZLHN, 1987, S.  530, Nr. IXD-IC-g.

Valašskomezířičsko

1.     Historische Kulturlandschaft; Kreis Zlin (Zlinský kraj)

7.     Umland der mittelmährischen Stadt Wallachisch Meseritsch (Valašské Meziříčí), Bezirk Wsetin (Vsetín). 27.520 Einwohner (1.1.2003), am Fuße der Mährische-Schlesischen Beskiden (Moravskoslezské Beskydy). Während das Vorhügelland der Beskiden schon relativ früh einer Besiedelung zugänglich war, wurden die unwirtlichen Gebirgsgegenden der Beskiden zunächst von Schafhirten, den sog. Vlachí, erschlossen. Die Siedlung entwickelte sich am Zusammenfluß der Rosenauer und der Wsetiner Betschwa (Rožnovská Bečva, Vsetínská Bečva) in verkehrsgünstiger Lage. Belege: 1297 (de Meserzicz), 1392 (Mezirzicz), 1396 (in oppido Mezericz), 1522 (v Mezrziczi), 1557 (na město Mezerzicz pod Roznowem), 1570 (obec města Mezrzyczij nad řekou Beczwau), 1594 (do města Mezeržijcžie pod Roznowem), 1675 (Meserytsch), 1718 und 1751 (Mesericz), 1846 (Walachisch Meseritsch, Walaský Mežerřicz), 1872 (Wallachisch Meseritsch, Valašské Meziříčí). Das inzwischen eingemeindete Krasno erscheint 1377 als „civitas Schonstadt“ und könnte noch älter sein. Nach Schwarz waren an beiden Gründungen Deutsche beteiligt, die vorrübergehend größeren Einfluß ausübten. Das 1376 verliehene Stadtrecht kam aus Leobschütz, später wurde das Olmützer Stadtrecht maßgebend. In der Stadt entwickelte sich ein reges Gewerbeleben, insbesondere das Tuchhandwerk, das seine Produkte bis nach Ungarn, Polen und Russland exportierte. Mit einer Glashütte reichen die industriellen Anfänge in Schönstadt noch weiter zurück. Während nördlich die Landwirtschaft und namentlich die Viehzucht (Kuhländchen) dominierte, findet man im Gebirge Holzwirtschaft und bemerkenswerte Formen der Schafzucht. Die Schafhirten nutzten die Höhengebiete nach „walachischem Recht“, d.h. nach Rechtsformen, die in den Südkarpaten (in der Walachei) verbreitet waren und ihre Berufssprache enthielt eine Reihe walachischer Termini; es handelte sich aber nicht um Walachen i.S.d.W., sondern um Slawen, also Tschechen und Slowaken. Somit bezeichnet man dieses Gebiet auch als die „Mährische Walachei“ (Valašsko). Abgesehen von den folkloristischen Besonderheiten entwickelte sich die Wirtschaft recht gut. 1927 hatte der politische Bezirk Wallachisch Meseritsch, bestehend aus den Gerichtsbezirken Wallachisch Meseritsch und Rožnau am Radhoscht, eine Fläche von 452 km² mit 44.800 Einwohnern, fast ausschließlich tschechischer Nationalität, in 48 Gemeinden. In der Protektoratszeit war hier ein Hort des Widerstandes. Nach 1945 vor allem Aufschwung des Fremdenverkehrs, schöne Wandermöglichkeiten im Sommer, die höheren Teile der Beskiden sind relativ schneesicher. Zahlreiche Wochenend- und Ferienhäuser.

10.   Wolny I, 1835, S. 325; Rieger 5, 1866, S. 244; RGL 2, 1883, S. 167; OSN 17, 1901, S. 240; OLTR, 1927, S. 611 u. S. 644; Schwarz, 1966, S. 423; Hosák/ Šrámek II, 1980, S. 60; ZJČ, 1982, S. 321; ČSAZ, 1983, S. 517; RBL, 1989, S. 463; LŠ, 1997, S. 271; HHStBM, 1998, S. 645; Baedeker, 2000, S. 77; TLAZ, 2001, S. 935.

Valbřišská vrchovina

2.     Waldenburger Bergland

3.     Valbřišské hory

5.     Valbřišská vysočina

6.     → Góry Wałbryskie (poln.)

8.     So benannt nach der in Schlesien liegenden Stadt Waldenburg (Wałbrzych, tschech. Exonym Valbřiš), PL-Woj. Dolnośląskie.

10.   Koláček, 1934, S. 44.

Valbřišská vysočina

2.    Waldenburger Bergland

3.    Valbřišské hory

4.    Waldenburger Gebirge

6.    → Góry Wałbrzyskie (poln.)

8.    So benannt nach der in Schlesien liegenden Stadt Waldenburg (Wałbrzych, tschech. Exonym Valbřiš), PL-Woj. Dolnośląskie.

10.  MSN 1, 1925, S. 1049.

Valbřišské hory

2.    Waldenburger Bergland

4.    Waldenburger Gebirge

5.    Valbřišská vrchovina

6.    → Góry Wałbrzyskie (poln.)

7.    Tschechisches Exonym.

8.    So benannt nach der schlesischen Stadt Waldenburg (Wałbrzych, tschech. Exonym Valbřiš), PL-Woj. Dolnośląskie.

10.  Kunský, 1968, S. 353.

Valchovský prolom

1.    GME-7, Senke, Südmährischer Kreis (Jihomoravský kraj)

2.    Walchauer Graben

3.    s.o.

7.    Geomorphologische Teileinheit im Hanna-Hochland (Drahanská vrchovina).

8.    So benannt nach dem südmährischen Ort Walchau (Valchov), Bezirk Blansko.

10.  GČZ, 1965, S. 138; ZLHN, 1987, S. 530, Nr. IID-3A-d.

Vallum

2.    Böhmischer Pfahl

3.    → Český křemenný val

4.    Pfahl

9.    Lateinische Version

10.  WK, 1860, S. 86.

Valtická pahorkatina

1.    GME-6, Hügelland, Südmährischer Kreis (Jihomoravský kraj) / A-Niederösterreich,126 km2 in der ČR

2.    Feldsberger Hügelland

3.    s.o.

7.    Geomorphologische Untereinheit im Unteren Marchbecken (Dolnomoravský úval). 4 Teileinheiten: Lednická pahorkatina, Nevytská sniženina, Poštorenská plošina und Úvalské pahorkatina.

8.    So benannt nach der südmährischen Stadt Feldsberg (Valtice), Bezirk Lundenburg (Břeclav).

10.  Blažek, 1959, S. 244; GČZ, 1965, S. 233; GČ, 1972, S. 92; ZLHN, 1987, S. 530, Nr. XA-1c.

Valtická tabule

2.    Feldsberger Tafelland

8.    So benannt nach der südmährischen Stadt Feldsberg (Valtice), Bezirk Lundenburg (Břeclav).

10.  Hromádka, 1956, S. 279; ČV I, 1, 1968, S. 481.

Valticko

1.    Abtretungsgebiet; SMK

2.    Gebiet von Feldsberg

7.    Gebiet von 93 km² um die südmährische Stadt Feldsberg (Valtice), BVo, das am 1. August 1920 durch den Friedensvertrag von St. Germain von Niederösterreich an die Tschechoslowakische Republik abgetreten werden musste. Die Stadt Feldsberg wurde schon 1190 erstmals erwähnt (castrum in Veldsesperch). Auch der tschechische Name ist früh bekannt: 1416 (Belczice), 1459 (z Valtic) usw. Das Abtretungsgebiet bestand aus der Stadt Feldsberg, die schon 1416 bzw. 1459 Balczicze bzw. Valtic gennant wurde, und vier weiteren Gemeinden mit überwiegend deutschem Charakter. Grund für die Abtretung war die Führung der Eisenbahnlinie von Nikolsburg (Mikulov) nach Lundenburg (Břeclav), die auf tschechoslowakischem Gebiet verlaufen sollte. Von 1938 bis 1945 kam das Gebiet an den Reichsgau Niederdonau.

10.  Hassinger, 1925, S. 342; OLTR, 1927, S. 130; Koláček, 1934, S. 22; Bohmann, 1975, S. 53; Hosák/Šrámek II, 1980, S. 660; Häufler, 1984, S. 17; GeoČS, 1985, S. 18; Semotanová, 2002, S. 217.

Vambersko

1.     Historische Kulturlandschaft; Kreis Königgratz (Královehradecký kraj)

7.     Umgebung der ostböhmischen Stadt Wamberg (Vamberk), Bezirk Reichenau an der Kněžna (Rychnov nad Kněžnou), 4.790 Einwohner (1.1.2003), im Vorhügelland des Adlergebirges (Podorlická pahorkatina). Wie der Name sagt, liegt der Ort im deutschen Kolonisationsgebiet. Belege: 1342 (bona castri Botenstein et bona in Waldenberg), 1359 (Andreas Costleri de Waldemberg), 1363 (in Waldenberg), 1410 (pleb. in Wamberg), 1523 (Boh. Vamberský ... na Vambergce), 1542 (na Wamberk), 1561 (trvz Nowy Wamberk), 1606 (zámek starey Wambergk), 1654 (Wamberk). Wamberg entstand am Kreuzungspunkt mehrere Landwege und war ein Burgsitz, dann Mittelpunkt einer Herrschaft. Nach einer wechselvollen Geschichte konnte das Städtchen seine ursprüngliche Bedeutung nicht wieder gewinnen, zumal andere nahe gelegene Städte wie Reichenau (Rychnov nad Kněžnou) und Adlerkosteletz (Kostelec nad Orlicí) eine größere Ausstrahlung hatten. Unter den Gewerben ragte die Textilverarbeitung hervor, bekannt war die Spitzenklöppelei. Auch der Handel war an diesem frequentierten Verkehrsweg nach Polen sehr rege; es gab eine jüdische Gemeinde, der Judenfriedhof blieb erhalten. Zur Textilindustrie kam im 19. Jahrhundert die Lebensmittel- und Metallverarbeitung. 1927 gehörte die Stadtgemeinde Wamberg zum politischen Bezirk Reichenau an der Kněžna und hatte 3.415 Einwohner, darunter 13 deutscher Nationalität. 1939 Protektoratsverwaltung, nach 1945 weitere Industrialisierung.

10.   RGL 2, 1883, S. 893; OSN 26, 1907, S. 377; OLTR, 1927, S. 612; MJČ IV, 1957, S. 475; Schwarz, 1966, S. 297; ZJČ, 1982, S. 322; ČSAZ, 1983, S. 519; RBL, 1989, S. 464; LŠ, 1997, S. 272; HHStBM, 1998, S. 647.

Varhošt

1.    Berg; Kreis Aussig (Ústecký kraj)

2.    Aarhorst

3.    s.o.

4.    Warhoscht

5.    Kupa

7.    Vulkanischer Berg im Böhmischen Mittelgebirge (České středohoří), 639 m hoch, Bezirk Leitmeritz (Litoměřice).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 459; AR, 1981, S. 141; ZLHN, 1987, S. 531.

Varnsdorfsko

1.     Historische Kulturlandschaft

2.     Böhmisches Niederland

7.     Umland des nordböhmischen Industriestandortes Warnsdorf (Varnsdorf), Bezirk Tetschen (Děčín), 15.944 Einwohner (1.1.2003), am Ostabfall des Lausitzer Gebirges (Lužické hory), unmittelbar an der tschechisch-deutschen Staatsgrenze gelegen. Hinsichtlich ihrer Besiedelung ist die Gegend eher mit der benachbarten Oberlausitz vergleichbar. Frühe Nennungen: 1352 (Wernoldi villa), 1357 (pleb. de Warnsdorf), 1362 (in Warnoldivilla), 1377 (de Warnsdorff), 1411 (in Warensdorff), 1419 (in Warensdorff), 1526 (z Warnštorfu), 1787 (Altwarnsdorf, Neu Warnsdorf), 1927 (Varnsdorf). Im Mittelalter gehörte das Dorf, das aus mehreren Siedlungen bestand, der Burg Tollenstein. Als nach 1620 die Gegenreformation einsetzte, verließen zahlreiche Bürger die Stadt und ließen sich jenseits der Grenze nieder. Die beginnende Industrialisierung beschleunigte eine erneute Bevölkerungszunahme, wobei zunächst die Verarbeitung von Baumwolle an erster Stelle stand. 1772 wurde die erste Manufaktur gegründet, man sprach vom „nordböhmischen Manchester“. Dazu kam die Samtherstellung. 1869 wurde die Eisenbahnverbindung nach Tetschen (Děčín) fertiggestellt. Nach dem Ersten Weltkrieg entstand mit den Kunert-Werken die größte Strumpffabrik Europas. 1927 umfasste der politische Bezirk Warnsdorf eine Fläche von 79 km² mit 11 Gemeinden (19 Ortschaften) und 39.300 Einwohnern, davon 95,6 % Deutsche. 1938 Anschluss an den Sudetengau. Schwere wirtschaftliche Einbußen durch die Vertreibung der Deutschen nach 1945, doch bald wurden neue Entwicklungen aufgegriffen.

10.   Schaller V, 1787, S. 235; Rieger 9, 1872, S. 911; RGL 2, 1883, S. 896; OSN 27, 1908, S. 141; OLTR, 1927, S. 645; MJČ IV, 1957, S. 477; Schwarz, 1961, S. 241; Schwarz, 1965, S. 272; ZJČ, 1982, S. 322; SLL, 1985, S. 470; RBL, 1989, S. 465; LŠ, 1997, S. 272; HHStBM, 1998, S. 647; TLAZ, 2001, S. 938.

Vartenbersko

3.     stražsko pod Ralskem

Vaterberg

2.    Altvater

3.    → Praděd

4.    Mährischer Schneeberg; Neisser Schneeberg

5.    Děd

10.  Wolny 5, 1839, S. III; Kloeden, 1875, S. 89; ZJČ, 1982, S. 244; LŠ, 1997, S. 211.

Vážanská vrchovina

1.    GME-6, Bergland, Südmährischer Kreis (Jihomoravský kraj), 47 km2

2.    Wažaner Bergland

3.    s.o.

5.    Žeravická pahorkatina

7.    Geomorphologische Untereinheit im Marsgebirge (Chřiby).

8.    So benannt nach dem südmährischen Ort Wažan (Vážany), Bezirk Ungarisch Hradischt (Uherské Hradiště).

10.  GČ, 1972, S. 86; ZLHN, 1987, S. 531, Nr. IXB-4c.

Veigelstein, Veigelsteine

2.    Veilchenspitze

3.    → Violík

6.    Labski Szyt (poln.)

9.    Veraltet.

10.  Sommer III, 1835, S. 161; MWB Böhmen I, 1884, S. 66; OSN, 1893, S. 21; SGTS 3, 1993, S. 123.

Veiglstein oder Spitzberg

2.    Veilchenspitze

3.    → Violik

4.    Felkestein; Spitzberg; Veigelstein; Veilchenkoppe

6.    Łabski Sczyt

10.  MWB Böhmen I, 1894, S. 66; SGTS 3, 1993, S. 123.

Veilchenkoppe

2.    Veilchenspitze

3.    → Violík

6.    Łabski Szyt (poln.)

9.    Veraltet.

10.  Partsch, 1896, S. 99; SGTS 3, 1993, S. 123.

Veilchenspitze

3.    → Violík

4.    Felkestein; Spitzberg; Veigelstein; Veilchenkoppe

6.    Łabski Szyt (poln.)

10.  Bach, 1989, S. 68; Knebel, 1993, S. 66; SGTS 3, 1993, S. 123; Gorys, 1994, S. 318.

Vejprtsko

1.     Historische Kulturlandschaft; Kreis Aussig (Ústecký kraj)

7.     Umgebung der nordwestböhmischen Stadt Weipert (Vejprty), Bezirk Komotau (Chomoutov), 3.322 Einwohner (1.1.2003), auf dem jenseitigen Hang des Erzgebirges (Krušné hory) unmittelbar an der Staatsgrenze gelegen. Anlass der Siedlungsgründung war ein Weg über das Gebirge und nicht zuletzt der Bergsegen. Frühe Nennungen: 1506 (Weiberth), 1555 (Waippert), 1616 (zum Weyperth), 1785 (Weypert), 1854 (Weipert), 1854 (mesto Vejperty, Stadt Weipert). Der Flurname Weipert ist allerdings schon 1430 bezeugt. Die Siedlung wurde an der Stelle eines wüsten Hammers angelegt. Bald wurden Silber- und Eisenerz gefunden, so dass Weipert 1607 in die Zahl der freien Bergstädte aufgenommen wurde. Der Dreißigjährige Krieg hinterließ schwere Schäden, die Ereignisse der Gegenreformation führten zu einer massenhaften Auswanderung nach Sachsen. Mit dem Rückgang und schließlich dem Verlöschen der Montanwirtschaft entwickelte sich die Heimindustrie mit Spitzenklöppelei, Posamentiererei, Büchsenmacherei u.a.m. Es entstanden auch einige Betriebe der Textilindustrie sowie Fabriken für Jagdgewehre. Weipert war schließlich die bedeutendste Industriestadt des Erzgebirges. Von Komotau wurde über den Kamm des Gebirges eine kurvenreiche Bahn nach Annaberg-Buchholz gebaut, die vielfältige Interaktionen mit dem sächsischen Nachbarterritorium ermöglichte. Auch die Dialekte glichen sich. Der Gerichtsbezirk Weipert im damaligen politischen Bezirk  Proßnitz umfasste 1927 eine Fläche von 57 km² mit drei Gemeinden (6 Ortschaften) und 17.500 Einwohnern, davon 96,4 % deutscher Nationalität. 1938 kam Weipert zum Sudetengau und damit zum Deutschen Reich. Nach 1945 folgte die Ausweisung der deutschen Bevölkerung, jedoch blieb eine nicht unbeträchtliche Minderheit zurück, so dass der Deutsche Kulturverband fast 300 Mitglieder hatte. Zuzug kam auch aus dem benachbarten Preßnitz (Přisečnice), das wegen der Anlage einer Trinkwassertalsperre überflutet wurde. Seit der Öffnung der Grenze im Jahre 1990 entwickelte sich ein lebhafter Einkaufs- und Ausflugsverkehr, allerdings beeinträchtigt durch die gravierenden Waldschäden in den höheren Berglagen.

10.   Sommer XV, 1847, S. 126; Rieger 9, 1872, S. 952; RGL 2, 1883, S. 907; OSN 27, 1908, S. 280; OLTR, 1927, S. 647; MJČ IV, 1957, S. 486; Schwarz, 1961, S. 121; Schwarz, 1965, S. 163; ZJČ, 1982, S. 323; SLL, 1985, S. 474; RBL, 1989, S. 466; LŠ, 1997, S. 272; HHStBM, 1998, S. 650.  

Velemínská kotlina

1.    GME-7, Becken, Kreis Aussig (Ústecký kraj)

2.    Weleminer Becken

7.    Geomorphologische Teileinheit im Böhmischen Mittelgebirge (České středohoří).

8.    So benannt nach dem nordböhmischen Ort Welemin (Velemín), Bezirk Leitmeritz (Litoměřice).

10.  Hromádka, 1956, S. 290; ČV I, 1, 1968, S. 717; Kunský, 1968, S. 338; ZLHN, 1987, S. 532, Nr. IIIB-5B-b.

Velhartická vrchovina

1.    GME-7, Kreis Pilsen (Plzeňský kraj)

2.    Welhartitzer Bergland

3.    s.o.

4.    Welhartitzer Vorgebirge

7.    Geomorphologische Teileinheit im Vorland des Böhmerwaldes (Šumavské podhůří).

8.    So benannt nach dem südböhmischen Ort Welhartitz (Velhartice), Bezirk Klattau (Klatovy).

10.  ZLHN, 1987, S. 532, Nr. IB-2B-a.

Velhartická vrchovina

1.     GME-7; Bergland; Kreis Pilsen (Plzeňský kraj)

2.     Welhartitzer Bergland

3.     s.o.

7.     Geomorphologische Teileinheit  im Vorland des Böhmerwaldes (Šumavské podhůří).

8.     So benannt nach der westböhmischen Landstadt Welhartitz (Velhartice), Bezirk Klattau (Klatovy).

10.   ZLHN, 1987, S.  532, Nr. IB-2B-e.

Velharticko

1.     Historische Kulturlandschaft; Kreis Pilsen (Plzeňský kraj)

7.     Umgebung der westböhmischen Landstadt Welhartitz (Velhartice), Bezirk Klattau (Klatovy), 932 Einwohner (1.1.2003), im Vorland des Böhmerwaldes (Šumavské podhůří) im Jungsiedelland. Belege: 1318 (Bussko de Wilharticz), 1337 (Busca de Villertis), 1349 (ad E. in Wilharticz), 1414 (z Vilhartic), 1443 (Velhartic), 1483 (Vilém z Ryžemberka a na Velharticích svědčí), 1572 (panství Welhartiozkeho ,čko Welharticze), 1630 (zámek Welharticze). Bei der relativ früh anzusetzenden Gründung werden nach Schwarz auch Deutsche beteiligt gewesen sein; der deutsche Vorname Willihart deutet darauf hin. Unter der Burg erwuchs ein Städtchen, das 1373 als „oppidum“ bezeichnet wird. 1522 wird von Goldbergwerken berichtet. Die Burg wurde prominent als zeitweiser Aufbewahrungsort der böhmischen Kroninsignien. Endgültige Stadterhebung 1511. Nach dem Verlöschen des Bergsegens blieb die Stadt bedeutungslos. Die Umgebung ist bestimmt durch landwirtschaftlich geprägte Kleinsiedlungen, die meist in Rodungsinseln liegen. Kein Bahnanschluß, verschieden Gewerbe, beispielsweise eine Papierfabrik. Die Marktgemeinde Velhartice gehörte 1927 zum politischen Bezirk und zum Gerichtsbezirk Schüttenhofen und hatte 937 tschechische Einwohner. 1939 Protektoratsveraltung. Einige bemerkenswerte Bauwerke von der Romanik bis zur Klassizistik deuten auf die frühere Bedeutung hin.

10.   Rieger 9, 1872, S. 765; OSN 26, 1907, S. 518; OLTR, 1927, S. 614; MJČ IV, 1957, S. 493; Schwarz, 1965, S. 371; ČSAZ, 1983, S. 521; RBL, 1989, S. 468; HHStBM, 1998, S. 654; TLAZ, 2001, S. 939.

Velichovská tabule

1.    GME-7, Tafelland, Kreis Königgratz (Královéhradecký kraj)

2.    Welschower Tafelland

3.    s.o.

7.    Geomorphologische Teileinheit im Tafelland an der östlichen Elbe (Východolabská tabule).

8.    So benannt nach dem ostböhmischen Ort Welchow (Velichovky), Bezirk Náchod.

10.  GČZ, 1965, S. 198; ČV I, 1, 1968, S. 703; Kunský, 1968, S. 319; ZLHN, 1987, S. 533, Nr. VI C-1B-a.

Velišský hřbet

1.    GME-7, Bergrücken, Kreis Königgratz (Královéhradecký kraj)

2.    Welischer Rücken

3.    s.o.

5.    auch: Veličský hřbet

7.    Geomorphologische Teileinheit im Jitschiner Hügelland (Jičínská pahorkatina).

8.    So benannt nach dem ostböhmischen Ort Welisch (Veliš), Bezirk Jitschin (Jičín).

10.  BS, 1962, S. 248; GČZ, 1965, S. 189; ČV I, 1, 1968, S. 355; Kunský, 1968, S. 39; ZLHN, 1987, S. 533, Nr. VI A-2A-i; Gorys, 1994, S. 320.

Velká brána

2.    Prebischtor

3.    → Pravcičká brána

4.    Reinwartsthor

4.    Großes Tor (wörtlich)

10.  SSJ, 1920, S. 197.

Velká Bukova (hora)

1.    Berg; Kreis Reichenberg (Liberecký kraj)

2.    Großer Buchberg

3.    s.o.

5.    Velká Buková hora; Velký Buchberg

7.    Erhebung im Kummergebirge (Hradčanská pahorkatina), 474 m hoch, Bezirk Böhmisch-Leipa (Česká Lípa).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 701; Kunský, 1968, S. 318; ČSAZ, 1983, S. 280; ZLHN, 1987, S. 533.

Velká Čantoryje

1.    Berg; Mährisch-Schlesischer Kreis (Moravskoslezský kraj)

4.    Großer Czan-Berg

5.    Čantory

6.    Czantoria Wielka (poln.)

7.    Erhebung in den Schlesischen Beskiden (Slezské Beskydy), 915 m hoch, Bezirk Friedek-Mistek (Frýdek-Místek), unmittelbar an der tschechisch-polnischen Staatsgrenze gelegen.

10.  OSN 23, 1905, S. 369; HKK, 1960, S. 16; GČZ, 1965, S. 256; ČV I, 1, 1968, S. 402; Kunský, 1968, S. 83; OTS, 1975, S. 58; AR, 1981, S. 141; ČSAZ, 1983, S. 441; ZLHN, 1987, S. 533; NGRP, 1991, S. 679; VGJ, 1996, S. 44; TLAZ, 2001, S. 941.

Velká Čantoryje-Massiv

3.    → Čantoryjský hřbet

10.  OTS, 1975, S. 58.

Velká Deštná

1.    Berg, Kreis Königgratz (Královéhradecký kraj)

2.    Deschneyer Großkoppe

3.    s.o.

5.    Deštná

7.    Höchste Erhebung des Adlergebirges (Orlické hory), 1115 m hoch, Bezirk Reichenau an der Kněžna (Rychnov nad Kněžnou).

8.    So benannt nach dem ostböhmischen Ort Deschney (Deštna).

10.  OLTR, 1927, S. 616; StR, 1957, S. 26; HKK, 1960, S. 87; GČZ, 1965, S. 107; Duden WGN, 1966, S. 141; Baedeker, 1968, S. 70; ČV I, 1, 1968, S. 723; Kunský, 1968, S. 160; OTS, 1975, S. 57; AR, 1981, S. 141; ČSAZ, 1983, S. 346; OLTS, 1983, S. 165; TLČS, 1983, S. 165; GeoKr, 1984, S. 156; SLL, 1985, S. 106; ZLHN, 1987, S. 533; RBL, 1989, S. 18; VGJ, 1996, S. 28; TLAZ, 2001, S. 942.

Velká Hana

2.    Große Hanna

3.    → Haná

10.  Kunský, 1968, S. 180; AR, 1981, S. 141.

Velká Hejšovina

2.    Große Heuscheuer

3.    → Stolove hory

5.    Hejšovina

10.  Kozenn / Jireček ŠA, 1886, Kt. 3; GČZ, 1965, S. 329; ČV I, 1, 1968, S. 725.

Velká Holná

1.    Fischteich, Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

2.    Hollnauer Teich

3.    s.o.

5.    Holenský rybník; Holná

7.    Fichteich, 244 ha Fläche, fast 4 km lang, 2 km breit, Insel „Naxos“, liegt bei Ratiboř, Bezirk Neuhaus (Jindřichův Hradec), gespeist von der Naser (Nežarka).

10.  Novotný, 1972, S. 45; AR, 1981, S. 141.

Velká Javořína

1.    Berg, Kreis Zlin (Zlinský kraj) / Slowakei

3.    s.o.

7.    Berg in den Weißen Karpaten (Bilé Karpaty), 970 m hoch; liegt auf der tschechisch-slowakischen Staatsgrenze, gehört zum Landschaftsschutzgebiet „Bilé Karpaty“.

10.  MWB MS, 1897, S. 46; MSN 1, 1925, S. 1049; OLTR, 1927, S. 616; StR, 1957, S. 26; HKK, 1960, S. 102; ČV I, 1, 1968, S. 180; ČSSt, 1971, S. 23; AR, 1981, S. 141; TLČS, 1983, S. 28; ZLHN, 1987, S. 534; RBL, 1994, S. 194.

Velká Jehličná

1.    Berg, Kreis Karlsbad (Karlovarský kraj)

2.    Liesen

3.    s.o.

7.    Erhebung im Duppauer Gebirge (Doupovské hory), 828 m hoch.

10.  HKK, 1960, S. 78; GČZ, 1965, S. 78; ČV I, 1, 1968, S. 711; ZLHN, 1987, S. 534.

Velká Jezerná

1.    Berg; Kreis Olmütz (Olomoucký kraj)

3.    s.o.

7.    Erhebung im Altvatergebirge (Hrubý Jeseník), 1248 m hoch, Bezirk Mährisch-Schönberg (Šumperk).

10.  ZLHN, 1987, S. 534.

Velká Jizera

2.    Große Iser

3.    → Jizera

10.  OSN 6, 1893, S. 20.

Velká Mokrůvka

1.    Berg, Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

2.    Moorkopf

3.    s.o.

7.    Erhebung im Böhmerwald (Šumava), 1370 m hoch, unweit der Staatsgrenze in der Kammregion, Bezirk Klattau (Klatovy).

10.  ZLHN, 1987, S. 534, Nr. IB-1A-b.

Velká Sněžka

2.    Schneekoppe

3.    → Sněžka

6.    Śnieżka (poln.)

9.    „Große“ Schneekoppe im Unterschied zur „Malá Sněžka“.

10.  Rieger 2, 1862; S. 322.

Velká Sněžna jáma

1.    Glazigene Mulde; Kreis Königgratz (Královéhradecký kraj) / PL-Woj. Dolnośląskie

2.    Große Schneegrube

6.    Wielki Śnieżny kociol (poln.)

10.  Kunský, 1968, S. 52; SGTS 3, 1993, S. 232.

Velká Třemošna

1.    Berg, Mittelböhmischer Kreis (Středočeský kraj)

2.    Trschemoschna

3.    s.o.

8.    Erhebung, 779 m hoch, im Brdywald-Bergland (Brdská vrchovina), Bezirk Přibram.

10.  MWB Böhmen I, 1854, S. 86; Kunský, 1968, S. 311; ZLHN, 1987, S. 535.

Velké Dářko

1.    Fischteich, Hochland-Kreis (Kraj Vysočina)

3.    s.o.

5.    Dářko; Velký Žďarský rybník

7.    Fischteich, 205 ha Fläche, 2 km lang, 1,75 km breit, gespeist von der Sassau (Sázava), liegt bei dem südmährischen Ort Radostín, Bezirk Saar (Žďár nad Sázavou). Naturreservat.

10.  OLTR, 1927, S. 618; HKK, 1960, S. 193; ČV I, 1, 1968, S. 562; Kunský, 1968, S. 161; Novotný, 1972, S. 45; AR, 1981, S. 142; GeoKr, 1984, S. 183; ZLVTN, 1984, S. 286.

Velkobítešsko

3.     → Bítešsko

8.     So benannt nach der mittelmährischen Stadt Großbittesch (Velká Bíteš), Bezirk Saar (Žďár nad Sázavou).

Velkolosinsko

1.     Historische Kulturlandschaft; Kreis Olmütz (Olomoucký kraj)

7.     Umland des nordmährischen Heilbades Groß Ullersdorf (Velké Losiny), Bezirk Mährisch-Schönberg (Šumperk), 2.871 Einwohner (1.1.2003), im Mährisch-Schönberger Becken (Šumperská kotlina). Die warmen Schwefelquellen übten schon im Mittelalter eine Anziehungskraft auf Patienten aus. Die Gründung der Siedlung erfolgte im Zuge des Landesausbaus. Frühe Nennungen: 1351 (Ulricivilla), 1391 (Ulrichsdorf), 1412 (in Lossynach), 1570 (na ves Losin), 1594, 1617 (na Losynic), 1677, 1718 (Ullersdorff), 1846 (Gross Ullersdorf, Alt Ullersdorf, Losyna), 1924 (Velké Losiny). Unter den Herren von Zierotin fand der Protestantismus Eingang, nach 1622 Rekatholisierung, Hexenprozesse. Warme Quellen, die schon 1576 als Mittel gegen Rheuma, Nervenleiden und Lungenkrankheiten empfohlen worden sind. Schon im 18. Jahrhundert gab es eine Papiermanufaktur. Immer größer wurde die Bedeutung des Badebetriebes; Kurkomplex und Parks im klassizistischen Stil und im Jugendstil. Groß Ullersdorf gehörte 1927 zum damaligen politischen Bezirk Mährisch-Schönberg und zum Gerichtsbezirk Wiesenberg und hatte 2.400 Einwohner. Der Gerichtsbezirk Wiesenberg im damaligen politischen Bezirk Mährisch Schönberg umfaßte 1927 eine Fläche von 233 km² mit 12 Gemeinden (27 Ortschaften) mit 14.500 Einwohnern, davon 99,6% deutscher Nationalität. Die Bevölkerung war bis 1945 mehrheitlich deutsch, 1938 Sudetengau; 1945/46 Abschub. Heute wieder Kurbetrieb.

10.   Wolny V, 1839, S. 850; Rieger 4, 1865, S. 1399; RGL 2; 1883, S. 929; Rieger 16, 1900, S. 352; OSN 26, 1907, S. 755; OLTR, 1927, S. 152; Schwarz, 1961, S. 278; Schwarz, 1966, S. 355; Hosák/ Šrámek I, 1970, S. 547; ZJČ, 1982, S. 325; ČSAZ, 1983, S. 527; SLL, 1985, S. 174; RBL, 1989, S. 140; LŠ, 1997, S. 275; HHStBM, 1998, S. 178; TLAZ, 2001, S. 948.

Velkomeziříčská pahorkatina

1.    GME-7, Hügelland, Hochland-Kreis (Kraj Vysočina)

2.    Großmeseritscher Hügelland

3.    s.o.

4.    Mezíříčská pahorkatina

7.    Geomorphologische Teileinheit im Křischanauer Bergland (Křížanovská vrchovina).

8.    So benannt nach der südmährischen Stadt Großmesertisch (Velké Meziřičí), Bezirk Saar (Žďár nad Sázavou).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 443; Kunský, 1968, S. 268; OTS, 1975, S. 58; ZLHN, 1987, S. 536, Nr. IIC-5A-k.

Velkomeziříčsko

2.     Großmeseritsch und Umgebung

3.     → Meziříčsko

8.     So benannt nach der südmährischen Stadt Großmeseritsch (Velké Meziřičí), Bezirk Saar (Žďár nad Sázavou).

10.   Wolny VI, 1842, S. 237; Rieger 5, 1866, S. 293.

Velkomoravská řiše

1.     Historische Reichsbildung

2.     Großmährisches Reich

4.     Großmähren

5.     Velká Morava

7.     Als Großmährisches Reich (Velkomoravská říše) bezeichnet man eine Staatenbildung im Westslawischen Raum, die in der Zeit Karls des Großen aufkam und bald große Teile Ostmitteleuropas umfasste, um sich dann nach relativ kurzer Zeit wieder aus der Geschichte zu verabschieden. Träger dieser Staatenbildung waren die Morawanen, die wie der Name sagt, im Flussgebiet der March (Morava) lebten und von hier ausgehend eine frühfeudale Dynastie entwickelten und bald so mächtig waren, dass sie von den Franken als Bedrohung empfunden wurden. Rasch dehnte sich das Herrschaftsgebiet nach Böhmen, in die Lausitzen, über Schlesien bis in das Weichselmündungsgebiet, in die Karpaten, also die heutige Slowakei, und in den Donauraum aus. Es herrschte eine gut entwickelte Kultur mit stadtähnlichen Zentren, wie die Ausgrabungen in Mikultschitz (Mikulčice), Altstadt (Staré Město) und bei Neutra (Nitra) zeigen. In dieser Zeit fand eine erste christliche Mission statt, die von den beiden byzantinischen Missionaren Kyrill und Method ins Land getragen wurde. Im Gottesdienst führten sie eine altslawische Sprache mit der Glagoliza ein. Während schon Ludwig der Deutsche energische Angriffe gegen die Großmährer ritt, ging das Großmährische Reich schon 906 durch den Ansturm der Mongolen unter. Da in diesem Reich die Vorfahren der Tschechen und der Slowaken vereinigt waren, versuchte man bei der Gründung des modernen tschechoslowakischen Staates, hier eine Tradition zu formulieren, die allerdings der realen Begründung entbehrte.

10.       ČV I, 1, 1963, S. 99; HGBL I, 1967, S. 147; TLČS, 1983, S. 79; Hoensch, 1997, S. 35.

Velkoskalicko

3.     → Českoskalicko

8.     So benannt nach der ostböhmischen Stadt Böhmisch-Skalitz (Česká Skalice), die früher auch Groß-Skalitz (Velká Skalice) genannt wurde.

Velký Bezdež

2.    Bösig

3.    → Bezdež

10.  OLTR, 1927, S. 620; HKK, 1960, S. 74; ČV I, 1, 1968.

Velký Blaník

1.    Berg, Mittelböhmischer Kreis (Středočeský kraj)

3.    s.o.

5.    Blaník; Blaník vysoký

7.    Erhebung im Wlaschiner Hügelland (Vlašimská pahorkatina), 638 m hoch, Bezirk Beneschau (Benešov). Landschaftsschutzgebiet.

9.    1397 erstmals genannt (na Blaniku).

10.  SSJ, 1920, S. 130; StR, 1957, S. 25; HKK, 1960, S. 63; ČV I, 1, 1968, S. 447; Kunský, 1968, S. 281; AR, 1981, S. 142; ZJČ, 1982, S. 54; ZLHN, 1987, S. 536; LŠ, 1997, S. 48; TLAZ, 2001, S. 951.

Velký Buchberg

2.    Großer Buchberg

3.    → Velká Bukova

5.    Velká Buková hora

10.  OLTR, 1927, S. 149.

Velký Dokeský rybník

2.    Hirschberger Großteich

3.    → Máchovo jezero

4.    Macha-See

5.    Velký rybník

8.    So benannt nach der nordböhmischen Stadt Hirschberg (Doksy), Bezirk Böhmisch-Leipa (Česká Lípa).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 604; SZ, 2003, S. 149.

Velký Javor

2.    Großer Arber

4.    Arber

5.    Javor

9.    Tschechisches Exonym

10.  OSN 6, 1893, S. 15; HKK, 1960, S. 68; ČV I, 1, 1968, S. 449; Kunský, 1968, S. 289; ČSAZ, 1983, S. 480.

Velký Javorník

1.    Berg; Mährisch-Schlesischer Kreis (Moravskoslezský kraj) / Slowakei

2.    Jawornik

3.    auch: Velký Javorník u Fenštátu

6.    Erhebung in den Mährisch-Schlesischen Beskiden (Moravskoslezské Beskydy), 918 m hoch, bei Frankstadt unter dem Radhoscht (Frenštát pod Radhoštěm), Bezirk Neutitschein (Nový Jičín).

7.    Erhebung im Jawornik-Gebirge (Javorníky), 1071 m hoch, auf der slowakischen Seite der Staatsgrenze gelegen.

9.    In Comenius’ Karte von Mähren (1627) nachgewiesen als „mons Jawornik“.

10.  Rieger 5, 1886, S. 457; OSN 17, 1901, S. 610; Koláček, 1934, S. 48; StR, 1957, S. 26; HKK, 1960, S. 103; GČZ, 1965, S. 918; ČV I, 1, 1968, S. 402; Kunský, 1968, S. 392; ČSSt, 1971, S. 23; OTS, 1975, S. 59; Gottstein, 1976, S. 20; AR, 1981, S. 142; ČSAZ, 1983, S. 172; TLČS, 1983, S. 100; ZLHN, 1987, S. 537.

Velký Jezerník

3.    → Velká Jezerna

10.  ČV I, 1, 1968, S. 728.

Velký Lopeník

1.    Berg, Kreis Zlin (Zlinský kraj)

2.    Großer Lopenik

3.    s.o.

5.    Lopeník

7.    Berg in den Weißen Karpaten (Bílé Karpaty), 911 m hoch, Bezirk Ungarisch Hradischt (Uherský Hradiště).

10.  OSN 17, 1901, S. 612; StR, 1957, S. 26; ČV I, 1, 1968, S. 474; ČSSt, 1971, S. 23; AR, 1981, S. 143; ČSAZ, 1983, S. 23; ZLHN, 1987, S. 538; RBL, 1989, S. 952; TLAZ, 2001, S. 952.

Velký Máchovo jezero

2.    Hirschberger Großteich

3.    → Máchovo jezero

4.    Mácha-See

5.    Velký rybník

8.    So benannt nach dem tschechischen Lyriker Karl Hynek Mácha (1810-1836).

10.  Novotný, 1972, S. 45.

Velký Mehelník

1.    Berg, Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

2.    Großer Mehelnik

3.    s.o.

7.    Erhebung im Taborer Hügelland (Táborská pahorkatina), 633 m hoch, Bezirk Písek.

10.  ČV I, 1, 1968, S. 681; ZLHN, 1987, S. 538; VGJ, 1996, S. 20.

Velký Panský rybník

2.    Hirnser Teich

3.    → Novozamecký rybník

Velký Plattenberg

2.    Plattenberg

3.    → Blatenský vrch

4.    Blattnerberg; Großer Plattenberg; Plattnerberg

10.  OSN 6, 1893, S. 19; MSN 1, 1925, S. 1048; OLTR, 1927, S. 621.

Velký Polom

1.    Berg; Mährisch-Schlesischer Kreis (Moravskoslezský kraj)

2.    Großer Polom-Berg

3.    s.o.

7.    Erhebung in den Mährisch-Schlesischen Beskiden (Moravsko-slezské Beskydy), 1067 m hoch, FMkr.

10.  Rieger 8, 1887, S. 536; OLTR, 1927, S. 621; StR, 1957, S. 26; HKK, 1960, S. 102; GČZ, 1965, S. 259; ČV I, 1, 1968, S. 474; Kunský, 1968, S. 93; AR, 1981, S. 142; ZLHN, 1987, S. 538.

Velký Roklan

2.    → Großer Rachel

10.  OLTR, 1927, S. 151.

Velký Roudný

1.    Berg, Mährisch-Schlesischer Kreis (Moravskoslezský kraj)

2.    Raudenberg

3.    s.o.

7.    Erhebung im Niederen Gesenke (Nízký Jeseník), 780 m hoch, Bezirk Freudenthal (Bruntál).

10.  OSN 17, 1901, S. 609; StR, 1957, S. 26; HKK, 1960, S. 92; GČZ, 1965, S. 128; ČV I, 1, 1968, S. 354; Kunský, 1968, S. 69; ČSAZ, 1983, S. 47; ZLHN, 1987, S. 539; TLAZ, 2001, S. 954.

Velký rybník

2.    Hirschberger Großteich

3.    → Máchovo jezero

4.    Macha-See

5.    Velký Máchovo jezero

10.  Duden WGN, 1966, S. 683; GeoKr, 1984, S. 134.

Velký rybník

1.    Teich; Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

7.    Fischteich im Wittingauer Becken (Třeboňská pánev), 98 ha Fläche, bei Kardaschřečitz (Kardašova Řečice), Bezirk Neuhaus (Jindřichův Hradec), durchflossen von der Nescharka (Nežarka).

10.  OLTR, 1927, S. 621; HKK, 1960, S. 193; ČV I, 1, 1968, S. 377; Novotný, 1972, S. 47; AR, 1981, S. 142.

Velký Šíšák

1.    Berg; Kreis Königgratz (Královéhradecký kraj) / PL-Woj. Dolnośląskie

2.    Große Sturmhaube

6.    Śmielec; Wielki Szyszak (poln.)

7.    Erhebung im Riesengebirge (Krkonoše / Karkonosze), Bezirk Trautenau (Trutnov) / PL

10.  Rieger 2, 1862, S. 322; Kozenn / Jireček ŠA, 1878, Kt. 11; OSN 6, 1893, S. 21; MSN 1, 1925, S. 1049; OLTR, 1927, S. 621; HKK, 1960, S. 84; ČV I, 1, 1968, S. 377; Kunský, 1968, S. 52; Krejčí, 1876, S. 287; Bach, 1989, S. 70; SGTS 3, 1993, S. 217.

Velký Sněžník

2.    Großer Schneeberg

3.    → Králický Sněžník

4.    Glatzer Schneeberg; Grulicher Schneeberg; Spieglitzer Schneeberg

6.    Śnieżnik Klodzki (poln.)

10.  OSN 6, 1893, S. 23.

Velký Stožek

1.    Berg; Mährisch-Schlesischer Kreis (Moravskoslezský kraj)

3.    s.o.

6.    Stožek Wielki (poln.)

7.    Erhebung in den Schlesischen Beskiden (Slezské Beskydy), 978 m hoch, auf der tschechisch-polnischen Staatsgrenze.

10.  GČZ, 1965, S. 257; Kunský, 1968, S. 392.

Velký Tisý

1.    Fischteich, Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

2.    Tiß-Teich

3.    s.o.

5.    Tisý rybník

7.    Fischteich, 317 ha Fläche auf der Wittingauer Teichplatte bei Lomnitz an der Luschnitz (Lomnice nad Lužnici), Bezirk Neuhaus (Jindřichův Hradec), gespeist von der Luschnitz (Lužnice), mit großer Insel auf der Mitte.

10.  Rieger 2, 1862, S. 335; OSN 6, 1893, S. 89; OLTS, 1927, S. 580; Novotný, 1972, S. 45; AR, 1981, S. 142; ZLVTN, 1984, S. 290; Baedeker, 2000, S. 284.

Velký Tok

2.    Obecnitzer Tock

3.    → Tok

10.  OLTR, 1927, S. 581; ČV 1, 1929, S. 134.

Velký Žďarský rybník

3.    → Velké Dářko

5.    Dářko

10.  OSN 6, 1893, S. 13; OLTR, 1927, S. 622.

Velvarsko

1.     Historische Kulturlandschaft; Mittelböhmischer Kreis (Středočeský kraj)

7.     Umland der mittelböhmischen Stadt Welwarn (Velvary), Bezirk Kladno, 2.947 Einwohner (1.1.2003), noch am Rande des Tafellandes an der unteren Eger (Dolnooharská tabule) gelegen. Es handelt sich um früh besiedeltes, offenes Land, das zum Altsiedelland gehört. Frühe Nennungen: 1282 (villa Welwar capit. Wissegrad), 1337 (pleb. in Belwar), 1405 (decan. Welwar), 1531 (město Welwary), 1615 (města Velvar), 1785 (Welwar, Welwary, Belwar, Velvarium). Die frühmittelalterliche Siedlung entstand an einem von Prag nach Sachsen führenden Weg. Karl IV. hat hier einen Markt angesetzt, schon 1482 wurde das Stadtrecht verliehen. Den Siedlungskern bildet ein viereckiger Marktplatz, von den einst vier Stadttore blieb eins erhalten. Im Dreißigjährigen Krieg blieb von der Stadt nicht viel übrig. Danach überwog der handwerklich-ländliche Charakter. Die waldlose Umgebung ist geprägt von zwar kleinen, aber doch recht wohlhabenden Dörfern. 1882 Eisenbahnanschluss, einziger Industriebetrieb war eine Zuckerfabrik. Der Gerichtsbezirk Welwarn umfasste 1927 eine Fläche von 123 km² mit 21 Gemeinden (30 Ortschaften) und 14.500 Einwohnern, fast ausschließlich Tschechen. 1939 Protektoratsverwaltung. Weitere Industrie kam nach 1945 dazu.

10.   Schaller I, 1785, S. 95; Rieger 9, 1872, S. 971; RGL 2, 1883, S. 911; OSN 26, 1907, S. 534; OLTR, 1927, S. 622 u. S. 649; MJČ 4, 1957, S. 498; Schwarz, 1965, S. 53; ZJČ, 1982, S. 327; ČSAZ, 1983, S. 528; LŠ, 1997, S. 276; HHStBM, 1998, S. 656; TLAZ, 2001, S. 955.

Verneřická kotlina

2.    Wernstädter Becken

8.    So benannt nach der nordböhmischen Stadt Wernstadt (Verneřice), Bezirk Tetschen (Děčín).

9.    Die Bezeichnung wurde in der neuen geomorphologischen Gliederung nicht weiter verwendet.

10.  Hromádka, 1956, S. 290; Kunský, 1968, S. 340.

Verneřicko

1.     Historische Kulturlandschaft; Kreis Aussig (Ústecký kraj)

7.     Umgebung der nordböhmischen Stadt Wernstadt (Verneřice), Bezirk Tetschen (Děčín), 1.086 Einwohner (1.1.2003), im Böhmischen Mittelgebirge (České středohoří). Die planmäßige Besiedelung dieses Gebietes erfolgte im Zuge der Ostkolonisation von der sächsischen Seite her. Belege: 1352 (Wernheri villa), 1497 (Stadt Wärnstadt), 1543 (mčko Wernerzicze), 1544 (Wernerzicze mčko), 1545 (Schneider in Wernstadt), 1563 (v mčko Wernerzycze), 1628 (mčko Wernaržicze), 1654 (Werneržicz), 1720 (Wernstädtl), 1787 (Wernstadtl, Wernersdorf, Werneržicze). Schon die Gründung lief darauf hinaus, einen kleinen Mittelpunkt zu schaffen, schon 1497 wurden die städtischen Privilegien in einer Quelle erwähnt. Die meisten Bürger werden Deutsche gewesen sein, das trifft auch auf die Dörfer der Umgebung zu. Während nördlich der Stadt sehr ausgeprägte Waldhufendörfer ins Auge fallen, überwiegen südlich Kleinsiedlungen, von denen die meisten slawische Namen tragen. In Wernstadt entwickelten sich verschiedene Gewerbe, vor allem Textilverarbeitung (Kattunfabrik, Baumwollspinnerei), Bierbrauerei und schließlich auch der Abbau von Braunkohle. Wegen der Abgelegenheit und weil ein Bahnanschluß fehlte, trat schon im 19. Jahrhundert eine Stagnation und schließlich ein Niedergang ein, so dass schließlich der Fremdenverkehr die wichtigste Einnahmequelle wurde. 1927 gehörte die Stadtgemeinde Wernstadt zum Gerichtsbezirk Bensen und zum politischen Bezirk Tetschen und hatte 1.688 Einwohner, davon 96 % deutscher Nationalität.

10.   Schaller V, 1787, S. 283; Rieger 9, 1872, S. 1007; RGL 2, 1883, S. 915; MJČ IC, 1957, S. 502; Schwarz, 1961, S. 344; Schwarz, 1965, S. 236; ČSAZ, 1983, S. 528; SLL, 1985, S. 479; OSN 26, 1987, S. 583; RBL, 1989, S. 471; HHStBM, 1998, S. 657.

Verneřovická plošǐna

2.    Wernersdorfer Hochfläche

8.    So genannt nach dem nordböhmischen Ort Deutsch-Wernersdorf (Verněřovice).

10.  Hromádka, 1956, S. 290.

Verneřické středohoří

1.    GME-6, Mittelgebirge, Kreis Aussig (Ústecký kraj), 712 km2

2.    Wernstädter Mittelgebirge

3.    s.o.

7.    Geomorphologische Untereinheit im Böhmischen Mittelgebirge. 6 Teileinheiten: Benešovské středohoří, Markvartická kotlina, Litoměřické středohoří, Třebušínské středohoří, Ústecké středohoří und Děčínská kotlina.

8.    So benannt nach der nordböhmischen Stadt Wernstadt (Verneřice), Bezirk Tetschen (Děčín).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 340; Kunský, 1968, S. 340; GČ, 1972, S. 60; ČSAZ, 1983, S. 70; ZLHN, 1987, S. 540, Nr. IIIB - 5A; TLAZ, 2001, S. 127.

Veřovická brázda

1.    GME-7, Senke, Mährisch-Schlesischer Kreis (Moravskoslezský kraj)

2.    Wernsdorfer Furche

3.    s.o.

7.    Geomorphologische Teileinheit im Hügelland vor den Beskiden (Podbeskydská pahorkatina).

8.    So benannt nach dem nordmährischen Ort Wernsdorf (Veřovice), Bezirk Neutitschein (Nový Jičín).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 744; ZLHN, 1987, S. 540, Nr. IXD-1E-c.

Veselsko (nad Lužnicí)

1.     Historische Kulturlandschaft; Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

7.     Umland der südböhmischen Stadt Weseli an der Lužnitz (Veselí nad Lužnicí), Bezirk Tábor, 6.584 Einwohner (1.1.2003), am nördlichen Rand des Wittingauer Beckens (Třeboňská pánev). Die Stadt liegt am Rande des slawischen Altsiedellandes an einer alten Wegeverbindung zwischen Prag und Budweis (České Budějovice). Frühe Nennungen: 1259 (villa Ponědraz apud Wesele), 1362 (oppidi nostri Wesele super fluvio Losic), 1369/99 (Wessele), 1569 (v mčku Vesele nad Lužnicí), 1789 (Wesely ob dem Flusse Lužnicz, Wesely nad Lužnicy). Karl IV. verlieh Weseli 1362 die Rechte einer königlichen Stadt, deren Kern von einem Straßenmarkt gebildet wird. In der Umgebung gibt es ansehnliche Bauerndörfer aus der ersten slawischen Ausbauzeit. Südlich der Stadt beginnt die Wittingauer Teichlandschaft. Der Gerichtsbezirk Wesseli a.d.L. im damaligen politischen Bezirk  Wittingau umfasste 1927 eine Fläche von 230 km² mit 29 Gemeinden (31 Ortschaften) und 15.700 Einwohnern, fast ausschließlich Tschechen.

10.   Schaller XIII, 1790, S. 108; Sommer III, 1830, S. 294; Rieger 9, 1872, S. 1021; RGL 2, 1883, S. 916; OSN 26, 1907, S. 602; OLTR, 1927, S. 623 u. S. 650; MJČ IV, 1957, S. 526; Schwarz, 1961, S. 181; Schwarz, 1965, S. 441; ZJČ, 1982, S. 328; LŠ, 1997, S. 276; HHStBM, 1998, S. 657; TLAZ, 2001, S. 956.

Veselsko (nad Moravou)

1.     Historische Kulturlandschaft; Südmährischer Kreis (Jihomoravský kraj)

7.     Umland der südmährischen Stadt Wessely an der March (Veselí nad Moravou), 12.128 Einwohner (1.1.2003), in der Beckenlandschaft an der unteren March (Dolnomoravský úval) liegend. Zwischen dem linken Ufer der March (Morave) und den Weißen Karpaten (Bilé Karpaty) erstreckt sich eine fruchtbares Hügelland mit frühen Siedlungsspuren. Der Ort entstand nahe beim Fluß, wo auf einer Insel bereits eine festungsartige Burg vorhanden war. Frühe Nennungen: 1261 (de Wessele), 1392 (retro Wessele), 1412 (de Wessele), 1415 (super castro et civitate Wessele), 1437 (bonorum Wessels), 1490 (statek weselsky), 1512 (k Weseli), 1527 (na tvrz Wesele), 1531 (ržic hrad Wesele), 1537 (z předměstí weselskeho), 1609 (z města Wesely), 1655 (civitas Wesselium), 1751 (Wesely), 1893 (Wessely an der March, Veselí nad Moravou). Die Burg war errichtet worden, um einen Handelsweg nach Ungarn zu schützen. 1447 wurde Wessely erstmals Stadt genannt. Im 19. Jahrhundert bestand Wessely aus drei selbstständigen Gemeinden: die Stadt, die Vorstadt und die Judengemeinde. Durch den Eisenbahnbau kam es zu einer erheblichen Steigerung der Verkehrsbedeutung, daneben entstanden einige Industriebetriebe, und der darauf folgende Zuzug bestand überwiegend aus Tschechen. Wessely gehörte 1927 zum damaligen politischen Bezirk Ungarisch Hradisch und hatte 3.900 Einwohner, davon 94 % tschechisch. 1939 kam Wessely an der March zum Protektorat Böhmen und Mähren. Nach der Verwaltungsreform von 1949 wurde Wessely Sitz einer Bezirksverwaltung, blieb dies aber nur bis 1960.

10.   Rieger 9, 1872, S. 1022; RGL 2, 1883, S. 916; OSN 26, 1907, S. 603; OLTR, 1927, S. 623; Schwarz, 1966, S. 118; Hos´k/Šrámek II, 1980, S. 692; ZJČ, 1982, S. 328; ČSAZ, 1983, S. 529; LŠ, 1997, S. 277; HHStBM, 1998, S. 659; StR, 2001, S. 59; TLAZ, 2001, S. 956.

Vestec

1.    Berg; Kreis Pardubitz (Pardubický kraj)

3.    s.o.

5.    Vestecká hůra

7.    Erhebung im Eisengebirge (Zelezné hory), 668 m hoch.

10.  ČV I, 1, 1968, S. 446; Kunský, 1968, S. 267; AR, 1981, S. 142.

Vestecká hůra

3.    → Vestec

10.  MSN 1, 1925, S. 1047.

Věstonická brána

2.    Wisternitzer Pforte

4.    Unterwisternitzer Pforte

6.    Gate of Vestonice (engl.)

8.    So benannt nach dem südmährischen Ort Unterwisternitz (Dolní Věstonice), Bezirk Lundenburg (Břeclav).

10.  BS, 1962, S. 328; GČZ, 1965, S. 215; ČV I, 1, 1968, S. 473; Kunský, 1968, S. 182.

Věteřovská vrchovina

1.    GME-6, Bergland, Südmährischer Kreis (Jihomoravský kraj), 34 km2

2.    Wěteřauer Bergland

3.    s.o.

7.    Geomorphologische Untereinheit im Marsgebirge (Chřiby).

8.    So benannt nach dem südmährischen Ort Wěteřau (Větěrov), Bezirk Göding (Hodonín).

10.  GČ, 1972, S. 86; ZLHN, 1987, S. 541, Nr. IXB-4B.

Větrník

1.    Berg; Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

3.    s.o.

7.    Erhebung im Wittingauer Becken (Třeboňská pánev), 568 m hoch, Bezirk Böhmisch-Leipa (Česká Lípa).

10.  Kunský, 1968, S. 290; AR, 1981, S. 142; ZLHN, 1987, S. 541.

Veveřskobítyšska kotlina

1.    GME-7, Becken, Südmährischer Kreis (Jihomoravský kraj)

2.    Eichhorner Becken

3.    s.o.

7.    Geomorphologische Teileinheit in der Boskowitzer Furche (Boskovická brázda).

8.    So benannt nach dem südmährischen Ort Eichhorn-Bittischka (Veveřská Bítýška), Bezirk Brünn-Land (Brno-venkov).

10.  GČZ, 1965, S. 145; ZLHN, 1987, S. 542, Nr. IID-1A-d.

Veverskobítýšsko

1.     Historische Kulturlandschaft; Südmährischer Kreis (Jihomoravský kraj)

7.     Umgebung des südmährischen Städtchens Eichhorn Bittischka (Veverská Bítyška), Bezirk Brünn-Land (Brno-věnkov), 2.822 Einwohner (1.1.2003), in der Boskowitzer Furche (Boskovická brázda) am Brünner Stausee (Brněnská přchrada) gelegen. Der Ort entstand unter einer Burg, die als eine der größten und schönsten in Mähren gilt. Belege: 1313 (de Weuerin), 1236 (de Aychhorns), 1238 (in Weweri), 1253 (de Weueri), 1258 (de Eychhorns), 1324 (castro nostro Wewerzi), 1674 (Aichhorn), 1798 (Eichhorn, Aichhorn, Wewercžy). Bald danach entstand die Siedlung unterhalb. Belege: 1376 (de Bytysch), 1475 (Bytéška městečko), 1481 (v Bietessze), 1538 (městečko Wewersku Bytešsku), 1633 (Byteschka), 1751 (Klein Bitiska), 1846 (Eichhorn Bitischka, Wewerská Bitýška). In der Gegend wurde nach Eisen gegraben. Die Entwicklung der Siedlung zur Stadt trat erst in nachhussitischer Zeit ein. Industrie siedelte sich nicht an; es gibt auch keinen Bahnanschluß. 1927 hatte Eichhorn-Bittischka 1.905 Einwohner, fast ausschließlich Tschechen. Der Bau des Brünner Stausees wurde schon 1940 abgeschlossen. In Verbindung mit einem Naturpark und einigen Naturschutzgebieten ergeben sich hier viele Möglichkeiten der Naherholung für die Stadtbevölkerung.

10.   Schwoy I, 1793, S. 239; Wolny II, 1, 1836, S. 304; RGL 1, 1883, S. 193; OLTR, 1927, S. 624; Hosák/Šrámek I, 1970, S. 74 und II, 1980, S. 700; Schwarz, 1966, S. 97; ČSAZ, 1983, S. 530; RBL, 1989, S. 98; TLAZ, 2001, S. 958.

Vevodství Slezsko

2.    Herzogtum Schlesien

3.    → Slezsko

10.  OSN 23, 1905, S. 348.

Vevodství Těšín

2.    Herzogtum Teschen

3.    → Těšínsko

4.    Fürstentum Teschen; Teschener Gebiet; Teschener Land; Olsagebiet; Olsaland

5.    Knižectví Těšín; Těšínské Slezsko

Via aurea

2.    Goldener Steig

3.    → Zlatá stezka

6.    Via bohemica; Via semita aurea

10.  Beer, 1925, S. 30; Gorys, 1994, S. 182.

Vídelské sedlo

1.     Paß; Mährisch-Schlesischer Kreis (Moravskoslezský kraj)

2.     Gabeler Paß

3.     s.o.

7.     Gebirgssattel im Altvatergebirge (Hrubý Jeseník), bis 930 m hoch. Attraktives Wandergebiet.

8.     So benannt nach dem Würbenthaler Ortsteil Gabel (Vidly), Bezirk Freudenthal (Bruntál).

10.   TLAZ, 2001, S. 959.

Vídenská kotlina

2.    Wiener Becken

3.    → Vídeňská pánev

9.    Slowakische Bezeichnung.

10.  Stani-Fertl, 2001, S. 275.

Vídeňská kotlina

2.    Wiener Becken

3.    → Vídeňská pánev

8.    So benannt nach der österreichischen Hauptstadt Wien, tschech. Vídeň.

10.  OTS, 1975, S. 59.

Vídeňská pánev

1.    GME-4; überwiegend Ebenen, Südmährischer Kreis (Jihomoravský kraj) / Slowakei / A-Niederösterreich, 965 km2 in der ČR

2.    Wiener Becken

3.    s.o.

6.    Bassin de Vienne (frz.); Vienna Bassin (engl.)

7.    Teil des Pannonischen bzw. Westpannonischen Beckens (Panonská pánev, Zapádopanonská pánev). Das Wiener Becken erstreckt sich zwischen dem Wienerwald und dem Leitnagebirge; beide sind Teile der abgesunkenen Ostalpen als Verbindungsglied zu den Westkarpaten. Die Absenkung erfolgte hauptsächlich im Tertiär, weiterhin auch noch im Pleistozän hauptsächlich durch den Materialtransport der Donau. Recht typisch ist das Landschaftsbild des Marchfeldes, das mit dem Südmährischen Becken (Dolnomoravský úval) randlich in die Tschechische Republik hinein reicht.

8.    So benannt nach der österreichischen Hauptstadt Wien, tschech. Vídeň.

10.  ČV 1, 1929, S. 11; Hromádka, 1956, S. 278; HKK, 1960, S. 12; BS, 1962, S. 8; GČZ, 1965, S. 213; ČV I, 1, 1968, S. 355; Kunský, 1968, S. 71; GČ, 1972, S. 91; GeoKr, 1984, S. 179; ZLHN, 1987, S. 37; VGJ, 1996, S. 45; Stani-Fertl, 2001, S. 275.

Vídeňský úval

2.     Wiener Becken

3.     → Vídeňská pánev

5.     Videňská kotlina

8.     So genannt nach der österreichischen Hauptstadt Wien, tschech. Exonym Vídeň.

10.   Koláček, 1934, S. 37.

Vidhošť

1.    Berg; Kreis Pilsen (Plzeňský kraj)

2.    Widhoscht

3.    s.o.

7.    Erhebung im Vorland des Böhmerwaldes (Šumavské podhůří), 759 m hoch, Bezirk Klattau (Klatovy).

8.    Erstmals erwähnt 1544.

10.  OZA, 1924, Kt. 17; OLTR, 1927, S. 625; ČV I, 1, 1968, S. 450; Kunský, 1968, S. 281; AR, 1981, S. 143; ZLHN, 1987, S. 542.

Vidhošťský hřbet

1.    GME-7; Bergrücken; Kreis Pilsen (Plzeňský kraj)

2.    Widhoscht-Rücken

7.    Geomorphologische Teileinheit im Vorland des Böhmerwaldes (Šumavské podhůří)

8.    So genannt nach dem 759 m hohen Widhoscht (Vilhošt), Bezirk Klattau (Klatovy).

10.  ZLHN, 1987, S. 542.

Vidimská tabule

4.    Widimer Höhe

8.    So benannt nach dem ostböhmischen Ort Widim (Vidim), Bezirk Mělník.

10.  ČV I, 1, 1968, S. 457.

Vidnávka

1.    Fluß; Kreis Olmütz (Olomoucký kraj) / PL-Woj. Opolskie

2.    Weidenau

3.    s.o.

4.    Weidenauer Wasser

6.    Widna, Widnavka (poln.)

7.    Linker Nebenbach der Glatzer Neiße (Nisa Kladska / Nysa Kłodzka).

10.  HKK, 1960, S. 178; Kunský, 1968, S. 176; AR, 1981, S. 143; Hydronimia Odry, 1983, Nr. 54; ZLVTN, 1984, S. 292.

Vidnavská nižina

1.    GME-5, Tiefland, Kreis Olmütz (Olomoucký kraj), 47 km2 in der ČR

2.    Weidenauer Tiefland

3.    s.o.

6.    Obniżenie Otmuchowskie (poln.)

7.    Geomorphologische Haupteinheit, liegt in einem Gebietszipfel, der naturräumlich dem schlesischen Sudetenvorland zuzurechnen ist.

8.    So genannt nach der nordmährischen Stadt Weidenau (Vidnava), Bezirk Mährisch-Schönberg (Šumperk).

10.  ZLHN, 1987, S. 542, Nr. IV D-1; Potocki, 1994, S. 191; VGJ, 1996, S. 31.

Vidnavsko

1.    Historische Kulturlandschaft, Kreis Olmütz (Olomoucký kraj)

7.    Umland der nordmährischen Stadt Weidenau (Vidnava), Bezirk Mährisch-Schönberg (Šumperk), 1.440 Einwohner (1.1.2003), am Rande des Friedeberger Hügellandes (Žulovská pahorkatina). Die Gegend liegt nahe der schlesischen Grenze und wurde im Mittelalter von der deutschen Ostkolonisation erfaßt. Erste Nennungen 1260 (Wydna), 1285 (Widna), 1290 (Wydnavia), 1316 (Weidenau). 1277 Stadterhebung durch den Breslauer Bischof. Regelmäßiger Grundriß. Die Gegend blieb bis zur Vertreibung 1945 fast rein deutsch und kam 1938 zum Sudetengau. Der Gerichtsbezirk Weidenau im damaligen politischen Bezirk Freiwaldau umfasste 1927 eine Fläche von 780 km² mit 10 Gemeinden (30 Ortschaften) und 16.000 Einwohnern, davon 97,4% deutscher Nationalität. Heute Fremdenverkehrsgebiet.

10.  RGL 2, 1883, S. 904; OLTR, 1927, S. 646; OSN 26, 1907, S. 671; OLTR, 1927, S. 646; Schwarz, 1966, S. 328; ČV I, 1, 1968, S. 497; Kunský, 1968, S. 115; Hosák / Šramek II, 1980, S. 705; ČSAZ, 1983, S. 531; ZJČ, 1983, S. 329; SLL, 1985, S. 473; RBL, 1989, S. 466; HHStBM, 1997, S. 649; LŠ, 1997, S. 278; TLAZ, 2001, S. 960.

Viechtelberg

2.    Fichtelgebirge

3.    → Smrčiny

4.    Fichtelberg

6.    Pinifer

9.    Vgl. die Schrift von Caspar Brusch „Des Vichtelbergs ..... gründliche Beschreibung“ (1542), dann wieder bei Sebastian Münster in seiner „Cosmographia“ (1544).

10.  Duden GND, 1993, S. 98.

Vienna Bassin

2.    Wiener Becken

3.    → Vídeňská pánev

6.    Bassin de Vienne (franz.); Vienna Basin (engl.)

8.    So benannt nach der österreichischen Hauptstadt Wien, engl. Vienna, tschech. Vídeň.

9.    Englische Bezeichnung.

10.  VGJ, 1996, S. 45.

Vierzehngebirge

4.    Großpriesener Gebirge

7.    Berggruppe bei Liebshausen (Libčeves), Bezirk Laun (Louny), im Böhmischen Mittelgebirge (České středohoří)

10.  Sommer I, 1833, S. XVI.

Vildštejnsko

3.     → Skalensko; Skalnasko

8.     Nach der westböhmischen Stadt Wildstein (Vildštejn, seit 1950 Skalná), Bezirk Eger (Cheb).

Vimperská vrchovina

1.    GME-6, Bergland, Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

2.    Winterberger Bergland

3.    s.o.

5.    Prácheňské pohoří; Prácheňská vrchovina

7.    Teil des Böhmerwald-Vorlandes (Šumavské podhůří)

8.    So benannt nach der südböhmischen Stadt Winterberg (Vimperk), Bezirk Prachatitz (Prachatice).

10.  GČ, 1972, S. 46; GeoKr, 1984, S. 81; ZLHN, 1987, S. 543, Nr. IB-2C.

Vimpersko

1.    Historische Kulturlandschaft, Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

7.    Umgebung der südböhmischen Stadt Winterberg (Vimperk), Bezirk Prachatitz (Prachatice), 8.180 Einwohner (1.1.2003), im südlichen Böhmerwald (Šumava). Es handelt sich um ein rein deutsch besiedeltes Gebiet in der Nachbarschaft Bayerns, die Stadt wurde erstmals 1264 (de Wintherberc) erwähnt, dann 1352 (Wynterberk), 1405 (Witmperg), 1486 (do Wintrberka); der Goldene Steig (Zlaté stezce), ein wichtiger Straßenpaß, betonte die Bedeutung des Ortes. 1930 noch mehrheitlich von Deutschen besiedelt, die 1945 ausgewiesen wurden, heute Fremdenverkehrsort. Nach der Verwaltungsreform von 1949 wurde Winterberg Sitz einer Bezirksverwaltung, blieb dies allerdings nur bis 1960. Der Gerichtsbezirk Winterberg im damaligen politischen Bezirk Prachatitz umfaßte 1927 eine Fläche von 450 km² mit 25 Gemeinden (91 Ortschaften) und 29.700 Einwohnern, davon 58,6% deutscher Nationalität.

10.  Schaller V, 1787, S. 287; Schaller III, 1790, S. 115; Sommer I, 1833, S. 344; Sommer VIII, 1840, S. 348; Rieger 9, 1872, S. 1101; RGL 2, 1883, S. 937; OSN 26, 1907, S. 712; OLTR, 1927, S. 653; MJČ, IV, 1957, S. 547; Šmilauer, 1960, S. 248; Schwarz, 1961, S. 214; Schwarz, 1965, S. 373; Kunský, 1968, S. 295; ZJČ, 1982, S. 330; ČSAZ, 1983, S. 531; SLL, 1985, S. 484; RBL, 1989, S. 476; LŠ, 1997, S. 278; HHStBM, 1998, S. 663; TLAZ, 2001, S. 961.

Vinařická hora

1.    Berg, Mittelböhmischer Kreis (Středočeský kraj)

2.    Winařitzer Berg

3.    s.o.

7.    Erhebung auf der Prager Hochfläche (Pražská plošina), 413 m hoch, Bezirk Kladno.

8.    So benannt nach dem mittelböhmischen Ort Winařitz (Vinařice), Bezirk Kladno.

10.  GČZ, 1965, S. 9; ČV I, 1, 1968, S. 385; AR, 1981, S. 143; ČSAZ, 1983, S. 532; ZLHN, 1987, S. 543; TLAZ, 2001, S. 962.

Vinohradsko

10.  Sommer XII, 1844, S. 350; Rieger 9, 1872, S. 1117; OSN 26, 1907, S. 732.

Violík

1.    Berg; Kreis Königgratz (Královéhradecký kraj) / PL-Woj. Dolnośląskie

2.    Veilchenspitze

3.    s.o.

4.    Felkestein; Spitzberg; Veigelstein; Veilchenkoppe

6.    Łabski Szyt (poln.)

7.    Erhebung auf dem Hauptkamm (Slezský hřbet / Głowni Grzbiet) des Riesengebirges (Krkonoše / Karkonosze), 1472 m hoch, Bezirk Trautenau (Trutnov) / PL-Woj. Dolnośląskie, an der tschechisch-polnischen Staatsgrenze.

10.  ČV I, 1, 1968, S. 377; Kunský, 1968, S. 52; ZLHN, 1987, S. 544; Bach, 1989, S. 70; NGRP, 1991, S. 715; SGTS 3, 1993, S. 123; Gorys, 1994, S. 320.

Virgunna

3.    → Fergunna

9.    Variante des Namens „Fergunna“, später aber eingeschränkt auf die Frankenhöhe oder einen Teil davon.

10.  Egli, 1893, S. 294; Wild, 1961, S. 209.

Vírská přehradní nádrž (I+II)

1.    Stauwerk; Hochland-Kreis (Kraj Vysočina)

2.    Wührer Talsperre

5.    Vodní nádrž Vír

7.    Aufstauung des Flusses Swratka (Svratka) auf der Böhmisch-Mährischen Höhe (Českomoravská vrchovina), 1958 vollendet. 210 ha Fläche, 53,2 Mio. m³ Stauraum, Staumauer 66 m hoch. Unterhalb befindet sich das 1952 fertiggestellte Vír II mit 12 ha Fläche, das den Überlauf abfängt. Elektrizitätsgewinnung, Wasserwirtschaft, Naturschutz, Naherholung.

8.    So benannt nach dem südmährischen Ort Wühr (Vír), Bezirk Saar (Žďár nad Sázavou).

10.  Fričova, 1974/75, S. 309; ČSAZ, 1983, S. 533.

Visegrád-Staaten

1.    Wirtschaftsbündnis

7.    1991, also im unmittelbaren Zusammenhang mit den Demokratisierungsprozessen im östlichen Mitteleuropa und mit der Abschaffung der Zentralverwaltungswirtschaft schlossen Ungarn, die Noch-Tschechoslowakei (ČSFR) und Polen ein Abkommen, das richtungsweisende Absichten hinsichtlich des in Gang kommenden Transformationsprozesses enthielt. Ort der Handlung war die Burg Visegrád im Donauknie, wohin der ungarische Staatspräsident eingeladen hatte. Nach dem Auseinanderbrechen der Tschechoslowakei wurde aus dem Dreibund ein Vierer-Bund. Es ging namentlich darum, den Westhandel zu intensivieren, gemeinsam den Zugang zur Europäischen Gemeinschaft anzustreben und sich dabei gegenseitig zu unterstützen. Die wichtigsten Ziele sind inzwischen erreicht worden.

Visoka

2.    Wysoka

3.    → Vysoka

10.  Hassinger, 1925, S. 79.

Vítkokamenská vrchovina

1.    GME-7, Bergland; Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

2.    Witkower Gebirge

3.    s.o.

4.    Wittkower Bergland (wörtl.)

5.    Vítkovské pohoří

10.  ZLHN, 1987, S. 545, Nr. IB-1C-e.

Vítkovská vrchovina

1.    GME-6, Bergland, Mährisch-Schlesischer Kreis (Moravskoslezský kraj), 988 km2

2.    Wigstadtler Bergland

3.    s.o.

5.    Plateau von Wigstadtl und Hrabin; Vítkovské pohoří

7.    Geomorphologische Untereinheit im Niederen Gesenke (Nizký Jeseník). Ostsudeten (Východní Sudety). 9 Teileinheiten: Děkylovská pahorkatina, Fulnecká kotlina, Heřmanická vrchovina, Leskovecká pahorkatina, Melčská vrchovina, Oderská kotlina, Poštátská vrchovina, Těškovická pahorkatina, Tošovická vrchovina.

8.    So benannt nach der sudetenschlesischen Stadt Wigstadtl (Vítkov), Bezirk Troppau (Opava).

10.  GČ, 1972, S. 70; ČSAZ, 1983, S. 324; ZLHN, 1987, S. 575, Nr. IVC-8F.

Vítkovské pohoří

2.    Wigstadtler Bergland

3.    → Vítkovská vrchovina

8.    So benannt nach der sudetenschlesischen Stadt Wigstadtl (Vítkov), Bezirk Troppau (Opava).

10.  GČZ, 1965, S. 50.

Vítkovské pohoří

2.    Witkower Gebirge

8.    So benannt nach dem Vítkov kámen.

10.  Hromádka, 1956, S. 284; GČZ, 1965, S. 50.

Vítkovsko

1.     Historische Kulturlandschaft; Mährisch-Schlesischer Kreis (Moravskoslezský kraj)

7.     Umland der nordmährischen, früher schlesischen Kleinstadt Wigstadtl (Vítkov), Bezirk Troppau (Opava), 6.238 Einwohner (1.1.2003), im Niederen Gesenke (Nízký Jeseník). Wegen der Bodenschätze (Gold, Silber) wurde die Siedlung als Bergstadt gegründet. Frühe Nennungen: 1301 (in Wytchenau), 1377 (Wigstadtl, Die Stadt Wiegstadtel), 1405 (Wigstadt), 1515 (s městečkem Vítkovem), 1568 (Vitkovští), 1599 (Witkuow, Stattlein Wickhstein), 1608 (Wigstadiensis), 1630 (Vítkov), 1640 (Wigkstadt), 1700 (Städtchen Wigstadtl), 1735 (Wigstaedtel), 1835 (Wigstadtel, Witkow), 1870 (Wigstadtl, Vitkov). Wigstadtl besaß das Leobschützer Stadtrecht. Dem Bergbau folgte die Tuchmacherei, dann Zentrum des Seiden- und Bandmachergewerbes. Wochenmarkt, in der Umgebung Waldhufendörfer. Bahnanschluss, Sommerfrische. Der Gerichtsbezirk Wigstadtl im damaligen politischen Bezirk  Troppau umfasste 1927 eine Fläche von 202 km² mit 22 Gemeinden (30 Ortschaften) und 15.600 Einwohnern, darunter 86 % deutscher Nationalität. Die Bevölkerung in Stadt und Umland war bis 1945 fast rein deutsch und sprach schlesischen Dialekt. 1938 kam Wigstadtl zum Sudetengau. 1945/46 Vertreibung der Sudetendeutschen. Nach der Verwaltungsreform von 1946 wurde Wigstadtl Sitz einer Bezirksverwaltung, blieb dies aber nur bis 1960. Heute wieder Fremdenverkehrsort.

10.   Rieger 9, 1872, S. 1158; RGL 2, 1883, S. 930; OSN 26, 1907, S. 774; OLTR, 1927, S. 652; Schwarz, 1966, S. 398; Hosák/ Šrámek II, 1980, S. 714; ZJČ, 1982, S. 330; ČSAZ, 1983, S. 534; SLL, 1985, S. 481; RBL, 1989, S. 473; LŠ, 1997, S. 279; HHStBM, 1998, S. 661; TLAZ, 2001, S. 963.

Vítkův kámen

1.    Berg, Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

3.    s.o.

7.    Erhebung im Böhmerwald (Šumava), 1053 m hoch, Bezirk Krumau (Český Krumlov).

10.  MSN, 1925, S. 1048; HKK, 1960, S. 68; ČV I, 1, 1968, S. 449; Kunský, 1968, S. 226; AR, 1981, S. 143; ZLHN, 1987, S. 545; TLAZ, 2001, S. 964.

Vitorazsko

1.    Abtretungsgebiet

2.    Gebiet von Weitra und Gmünd

5.    Českovelenicko

7.    Nach den Bestimmungen des Friedensvertrages von St. Germain-en-Laye (1919) musste Österreich ein Gebiet mit elf Ortschaften, einer Fläche von 106 km² und 9.956 mehrheitlich deutschen Einwohnern an die Tschechoslowakei abtreten. Es ging dabei in erster Linie um den Grenzbahnhof Gmünd (České Velenice).

9.    Das tschechische Exonym für Weitra lautet Vitorazy.

10.  Hassinger, 1925, S. 342; SL, 1954, S. 17; Bohmann, 1959, S. 9; HKK, 1960, S. 15; Demek, 1971, S. 13; Häufler, 1984, S. 17; GeoČS, 1985, S. 18.

Vizovická kotlina

1.     GME-7; Becken, Kreis Zlin (Zlinský kraj)

2.     Wisowitzer Becken

3.     s.o.

7.     Geomorphologische Teileinheit  im Wisowitzer Bergland (Wizovická vrchovina).

8.     So benannt nach der südostmährischen Stadt Wisowitz (Vizovice), Bezirk Zlin.

10.   ZLHN, 1987, S.  545, Nr. IXC-1B-f.

Vizovická pahorkatina

2.    Wisowitzer Berge

3.    → Vizovická vrchovina

5.    Wisowitzer Hügelland (wörtl.)

8.    So benannt nach der südmährischen Stadt Wisowitz (Visovice), Bezirk Zlin.

10.  ČV I, 1, 1968, S. 472; GČZ, 1968, S. 270; Kunský, 1968, S. 391.

Vizovická vrchovina

1.    GME-5, Bergland, Kreis Zlin (Zlinský kraj), 1.399 km

2.    Wisowitzer Berge

3.    s.o.

4.    Wisowitzer Bergland

5.    Vizovické hory; Vizovické vrchy

7.    Geomorphologische Hauteinheit in den Slowakisch-Mährischen Karpaten (Slovensko-Moravské Karpaty). 5 Untereinheiten: Freistädter Furche (Fryštátská brázda), Zlinská vrchovina (Bergland von Zlin), Komonec-Bergland (Komonecká hornatina), Luhatschowitzer Bergland (Luhačovická vrchovina) und Hluker Hügelland (Hlucká pahorkatina).

8.    So benannt nach der südmährischen Stadt Wisowitz (Vizovice), Bezirk Zlin.

10.  Hromádka, 1956, S. 274; Blažek, 1959, S. 245; HKK, 1960, S. 30; GČZ, 1965, S. 220; NA, 1966, Kt. 10,2; ČV I, 1, 1968, S. 372; Kunský, 1968, S. 42; ČSSt, 1971, S. 23; GČ, 1972, S. 90; OTS, 1975, S. 59; ČSAZ, 1983, S. 535; TLČS, 1983, S. 251; GeoKr, 1984, S. 181; ZLHN, 1987, S. 545, Nr. IXC-1; VGJ, 1996, S. 42; TLAZ, 2001, S. 966.

Vizovické vrchy

2.    Wisowitzer Berge

3.    → Vizovická vrchovina

4.    Wisowitzer Bergland

5.    Vizovická pahorkatina; Vizovické hory

8.    So benannt nach der südmährischen Stadt Wisowitz (Vizovice), Bezirk Zlin.

10.  ČV 1, 1929, S. 144; Koláček, 1934, S. 47; Novák, 1947, S. 55; Kuchař, 1955, S. 63; StR, 1957, S. 26; BS, 1962, S. 354; Duden WGN, 1966, S. 693; ČV I, 1, 1968, S. 372; Kunský, 1968, S. 390; OTR, 1975, S. 59; Baedeker, 2000, S. 178.

Vizovicko

1.     Historische Kulturlandschaft; Kreis Zlin (Zlinský kraj)

7.     Umland der nordmährischen Stadt Wisowitz (Vizovice), 4.536 Einwohner (1.1.2003), Bezirk Zlin, am Fuße des gleichnamigen Berglandes (Vizovická vrchovina) gelegen. Die Bergländer der Westkarpaten sind relativ spät erschlossen worden, nur in den ausgeprägten Talschaften drang die Besiedelung vor. In diesem Fall waren es die Zisterzienser, die eine Abtei gründeten, umfangreiche Ländereien erschlossen und zahlreiche Dörfer gründeten. Frühe Nennungen: 1261 (Bysowicz), 1270 (Wizowiz), 1298 (in Wizowitz), 1464 (konvent klaštera vyzovickeho), 1481 (městečko Vyzovice), 1546 (v městečku svém Wizowiczych), 1551 (na městečkú Wijzowiczych), 1584 (město Vyzovice), 1670 (Wysowitz), 1846 (Wisowitz, Wyzowice). Die Umgebung der Stadt besteht aus meist kleineren Siedlungen in Rodungsinseln. In den Hussitenkriegen kam das Kloster in Schwierigkeiten und ging unter, der Marktflecken konnte sich halten und erhielt 1570 Stadtrecht. Im 18. Jahrhundert war die Tuchweberei der wichtigste Wirtschaftszweig. Bekannt sind auch die Spiritusbrennereien, beispielsweise der Slibowitz Marke Jelinek. In der Umgebung Landwirtschaft (Zwetschgen) und Holzwirtschaft. Der Gerichtsbezirk Wisowitz im damaligen politischen Bezirk Holleschau umfasste 1927 eine Fläche von 298 km² mit 37 Gemeinden und 23.500 fast ausschließlich tschechischen Einwohnern. 1939 Protektorat. Heutzutage gute Möglichkeiten für Fremdenverkehr und Touristik.

10.   Wolny 4, 1838, S. 484; RGL 2, 1883, S. 940; OLTR, 1927, S. 628; Schwarz, 1965, S. 121; Hosák/ Šrámek II, 1980, S. 717; ZJČ, 1982, S. 331; ČSAZ, 1983, S. 534; RBL, 1989, S. 477; LŠ, 1997, S. 279; HHStBM, 1998, S. 665; TLAZ, 2001, S. 964.

Vizovicko-javornický oblouk

4.    Wisowitz-Jaworniker Bogen

8.    So benannt nach der Stadt Wisowitz (Vizovice), Bezirk Zlin.

10.  Hromádka, 1956, S. 274.

Vizovské vrchy

2.    Vizovicke vrchy

3.    → Wisowitzer Berge

10.  MSN 1, 1925, S. 1049.

Vlachovobřezsko

1.    Historische Kulturlandschaft; Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

7.    Umgebung der südböhmischen Kleinstadt Wällischbirken (Vlachovo Březí), Bezirk Prachatitz (Prachatice), 1.667 Einwohner (1.1.2003), im Böhmerwald-Vorland (Šumavské podhůří). Die Gegend wurde schon früh vom slawischen Landesausbau erfasst. Wallischbirken liegt in einer Wegespinne, was die einst geplante Mittelpunktsfunktion betont. Frühe Erwähnungen: 1274 (fratres de Břez); 1318 (Albera de Brziezie); 1415 (Stížny list koncilu zpečetil Wlach de Březie); 1469 (Oldřicha Vlacha z Březi); 1654 (Wlachowo Bržeczy), 1676 (s mčkem Wlachowem Bržezy); 1720 (Welsch-Birken). Die Quellen zeigen, dass der Ort zwar einige Bedeutung hatte, aber erst 1538 wurde das Marktprivileg erteilt, 1868 Erhebung zur Stadt, indessen kein wirtschaftlicher Aufschwung. Wällischbirken hat keinen Bahnanschluß und liegt abseits der Hauptstraße. 1927 gehörte das Städtchen zum politischen Bezirk und auch zum Gerichtsbezirk Prachatitz und hatte 1934 zumeist tschechische Einwohner. 1939 Protektoratsverwaltung. Heute liegt der Ort im benachteiligten ländlichen Raum, auch der Fremdenverkehr hat sich nur bescheiden entwickelt.

10.  OLTR, 1927, S. 620; MJČ I, 1954, S. 180; ČSAZ, 1982, S. 535; HHStBM, 1998, S. 642.

Vladař

1.    Berg; Kreis Karlsbad (Karlovarský kraj)

2.    Wladar

3.    s.o.

7.    Erhebung im Tepler Bergland (Tepelská vrchovina), 693 m hoch. Es handelt sich um einen Vulkankrater mit einem kleinen See.

10.  Krejči, 1876, S. 429; HKK, 1960, S. 73; ČV I, 1, 1968, S. 353; Kunský, 1968, S. 309; ZLHN, 1987, S. 546.

Vlahvský rybník

1.    Teich; Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

7.    Fischteich im Budweiser Becken (Českobudějovická pánev), 105 ha Fläche, bei Wyhlaw (Vlhavy), Bezirk Budweis (České Budějovice), durchflossen von der Moldau (Vltava).

10.  Novotný, 1972, S. 47.

Vlarapaß

3.    → Vlarský průsmyk

4.    auch: Wlara-Paß

6.    Vlarský priesmyk (slow.)

10.  Hassinger, 1914, S. 227; Machatschek, 1927, S. 13; OLTR, 1927, S. 629; Spreitzer, 1941, S. 436; Duden WGN, 1966, S. 693; RBL, 1989, S. 194; Vorschläge, 1994, S. 63; Stani-Fertl, 2001, S. 274; SZ, 2003, S. 150.

Vlarský priesmyk

2.    Vlarapaß

3.    → Vlárský průsmyk

8.    So benannt nach dem Flüßchen Vlára.

9.    Slowakische Bezeichnung.

10.  Stani-Fertl, 2001, S. 274.

Vlarský průsmyk

1.    Paß, Kreis Zlin (Zlinský kraj) / Slowakei

2.    Vlara-Paß

3.    s.o.

4.    Wlara-Paß

6.    Vlaský priesmyk (slow.)

7.    Paß in den Weißen Karpaten (Bílé Karpaty / Biele Karpaty), 283 m hoch, wichtige Verbindung von Mähren in die Slowakei, Eisenbahn seit 1888, Bezirk Ungarisch Hradischt (Uherský Hradiště) / SL.

8.    So benannt nach dem Flüßchen Vlára.

10.  MSN 1, 1925, S. 1049; OLTR, 1927, S. 629; Koláček, 1934, S. 53; HKK, 1960, S. 102; BS, 1962, S. 377; Duden WGN, 1966, S. 693; ČV I, 1968, S. 405; Kunský, 1968, S. 92; ČSAZ, 1983, S. 536; ZLHN, 1987, S. 546; RBL, 1989, S. 184; Stani-Fertl, 2001, S. 274; TLAZ, 2001, S. 968; SZ, 2003, S. 150.

Vlašimská pahorkatina

1.    GME-5, Hügelland, Mittelböhmischer Kreis (Středočeský kraj), 1.332 km²

2.    Wlaschimer Hügelland

3.    s.o.

7.    Geomorphologische Haupteinheit im Mittelböhmischen Hügelland (Středočeská pahorkatina). 2 Untereinheiten: Jungwoschitzer Hügelland (Mladovožická pahorkatina) und Wotitzer Hügelland (Votická vrchovina).

8.    So benannt nach der mittelböhmischen Stadt Wlaschim (Vlašim), Bezirk Beneschau (Benešov).

10.  Hromádka, 1956, S. 283; GČZ, 1965, S. 38; ČV I, 1, 1968, S. 446; Kunský, 1968, S. 165; GČ, 1972, S. 49; OTS, 1975, S. 59; GeoKr, 1984, S. 59; ZLHN, 1987, S. 547, Nr. IIA-2; VGJ, 1996, S. 19.

Vlašimsko

1.     Kulturlandschaft; Mittelböhmischer Kreis (Středočeský kraj)

7.     Umland der mittelböhmischen Stadt Wlaschim (Vlašim). Bezirk Beraun (Beroun), 12.268 Einwohner (1.1.2003), im Beneschauer Hügelland (Benešovská pahorkatina). Der Ort liegt im böhmischen Ausbauland, also im slawischen Kolonisationsgebiet. Mittelpunkt der Landschaft war eine lokale Burg, unterhalb derer sich das Städtchen entwickelte. Frühe Nennungen: 1318 (Hynek de Wlassimie), 1352 (decan. Sczepanouic: Wlassym), 1401 (Benessium de Wlassimy et de Jancow), 1542 (Zd. Trčka z Lipy na Wlassymi). Deutsche Siedler nannten den Ort „Plesings“. In den Religionskriegen gab es erhebliche Wirren. Ein wirtschaftlicher Aufschwung erfolgte erst wieder im 19. Jahrhundert. 1858 bürgerliche Vorschusskasse, 1895 Eisenbahnanschluss, Industrialisierung, 1936 Anlage einer Sprengstofffabrik. Der Gerichtsbezirk Wlaschim im damaligen politischen Bezirk Beneschau umfaßte 1927 eine Fläche von 353 km² mit 50 Gemeinden (53 Ortschaften) und 25.900 fast ausschließlich tschechischen Einwohnern. 1939 Protektorat, nach 1945 weiterer industrieller Aufschwung. Nach der Verwaltungsreform 1949 wurde Vlaším Sitz einer Bezirksverwaltung, blieb dies allerdings nur bis 1960.

10.   Schaller X, 1788, S. 77; Rieger 9, 1872, S. 1185; RGL 2, 1883, S. 943; OSN 26, 1907, S. 815; OLTR, 1927, S. 629 u. 655; MJČ IV, 1957, S. 572; Schwarz, 1961, S. 188; Schwarz, 1965, S. 63; ZJČ, 1982, S. 332; ČSAZ, 1983, S. 536; TLČS, 1983, S. 252; RBL, 1989, S. 480; LŠ, 1997, S. 280; HHStBM, 1998, S. 668; StR, 2001, S. 59; TLAZ, 2001, S. 969.

Vlašský hřbet

2.    Mittel-Iserkamm

3.    → Vlašský hřeben

4.    Welscher Rücken

10.  Hromádka, 1956, S. 291.

Vlašský hřeben

1.    Bergrücken; Kreis Reichenberg (Liberecký kraj)

2.    Mittel-Iserkamm

4.    Welscher Kamm

7.    Bergrücken im Isergebirge (Jizerské hory / Góry Izerskie), Bezirk Reichenberg (Liberec).

10.  Hromádka, 1956, S. 291; GČZ, 1965, S. 94.

Vlastec

1.    Berg, Mittelböhmischer Kreis (Středočeský kraj)

2.    Wlastetz

3.    s.o.

7.    Erhebung im Pürglitzer Bergland (Křivoklátská vrchovina), 612 m hoch, Bezirk Beraun (Beroun).

10.  OLTR, 1927, S. 629; AR, 1981, S. 143; ZLHN, 1987, S. 546.

Vlastecká plošina

2.    Wlastetzer Bergland

3.    → Vlastecká vrchovina

4.    Wlastetzer Hochfläche

8.    So benannt nach dem Berg Wlastetz (Vlastec), Bezirk Beraun (Beroun).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 681.

Vlastecká vrchovina

1.    GME-7, Bergland

2.    Wlastetzer Bergland

3.    s.o.

7.    Geomorphologische Teileinheit im Pürglitzer Bergland (Křivoklátská vrchovina).

8.    So benannt nach dem Berg Wlastetz (Vlastec), Bezirk Beraun (Beroun).

10.  ZLHN, 1987, S. 546, Nr. VA-3A-b; TLAZ, 2001, S. 434.

Vlastislavská kotlina

2.    Watislawer Becken

8.    So benannt nach dem nordböhmischen Ort Watislaw (Vlastislav), Bezirk Leitmeritz (Litoměřice).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 217; Kunský, 1968, S. 338.

Vlčí hora

1.    Berg, Kreis Pilsen (Plzeňský kraj)

2.    Wolfsberg

3.    s.o.

7.    Erhebung im Plasser Hügelland (Plaská pahorkatina), 704 m hoch, Bezirk Tachau (Tachov).

10.  Krejčí, 1876, S. 291; OLTR, 1927, S. 629; ČV I, 1, 1968, S. 695; Kunský, 1968, S. 167; AR, 1981, S. 143; ZLHN, 1987, S. 547; VGJ, 1996, S. 34; TLAZ, 2001, S. 969.

Vlčí hřbet

2.    Wolfstein

3.    → Vlčí kámen

4.    Wolfsrücken (wörtl.)

10.  GČZ, 1965, S. 67; ČV I, 1, 1968, S. 464; Kunský, 1968, S. 325; AR, 1981, S. 143; ČSAZ, 1983, S. 883.

Vlčí hřbet

1.    GME-7, Gebirgskamm, Kreis Königgratz (Královéhradecký kraj)

2.    Wolfskamm

7.    Teileinheit in den Riesengebirgsgabelungen (Krkonošské rozsochy), bis 1140 m hoch.

10.  OSN 6, 1893, S. 22; GČZ, 1965, S. 96; ČV I, 1, 1968, S. 461; Kunský, 1968, S. 325; AR, 1981, S. 143; ČSAZ, 1983, S. 231; ZLHN, 1987, S. 547, Nr. IVA-7B-b.

Vlčí kámen

1.    Berg, Kreis Karlsbad (Karlovarský kraj)

2.    Wolfstein

3.    s.o.

5.    Vlčí hřbet

7.    Erhebung im Kaiserwald (Slavkovský les), 883 m hoch, Bezirk Eger (Cheb).

10.  MSN 1, 1925, S. 1048; GČZ, 1965, S. 67; ZLHN, 1987, S. 548.

Vlhošť

1.    Berg, Kreis Reichenberg (Liberecký kraj)

2.    Willhoscht

3.    s.o.

4.    Willhoscht-Berg; Willhoscht; Wilschberg

7.    Erhebung im Rollberg-Hügelland (Ralská pahorkatina), 614 m hoch, Bezirk Böhmisch-Leipa (Česká Lípa).

10.  SSJ, 1920, S. 196; OZA, 1924, Kt. 17; OLTR, 1927, S. 630; HKK, 1960, S. 95; GČZ, 1965, S. 184; ČV I, 1, 1968, S. 572; Kunský, 1968, S. 317; AR, 1981, S. 143; ČSAZ, 1983, S. 407; ZLHN, 1987, S. 548; TLAZ, 2001, S. 973.

Vlkovický rybník

1.    Teich; Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

7.    Fischteich im Budweiser Becken (Českobuějovická pánev), 117 ha Fläche, beim Dorf Wlkowitz (Vlkovice), Bezirk Budweis (České Budějovice), durchflossen von der Luschnitz (Lužnice).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 531; Kunský, 1968, S. 5; Novotný, 1972, S. 47.

Vltava

1.    Fluß, Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj), Mittelböhmischer Kreis (Středočeský kraj)

2.    Moldau

3.    s.o.

7.    Linker Nebenfluß der Elbe (Labe), Länge 430,2 km, Einzugsbereich 28.090 km, hydrographisch der bedeutendste Fluß Böhmens, Quellen im Böhmerwald (Šumava), Mündung bei Mělnik, wobei die Elbe den geringeren Zufluß spendet. Quellbäche sind die Warme Moldau (Teplá Vltava) und die Kalte Moldau (Studená Vltava), die sich beide südlich von Wallern (Volary) vereinigen. Ab Stechowitz (Stěchovice) oberhalb Prags ist die Moldau schiffbar. Für das patriotische Bewußtsein hat die Moldau größte Bedeutung, das zeigt beispielsweise die Tondichtung „Die Moldau“ von Bedřich Smetana.

9.    Die Moldau erscheint schon 872 in den Fuldaer Annalen anläßlich eines Kriegszuges Ludwigs des Deutschen (quidam eciam in fluvio Fuldaha submerserunt), dann wieder 1113 (Wultha), in Kosmas Chronik 1125 (Wlitawa, Wltaua), schließlich 1186 (flumen Wultawa), 1205 (flumen Wlitawa), 1113 (fluvius Wultha), 1253 (Cralup villa super Wltawam), 1253 (Moltaue ripa), 1265 (Wltava), 1305 (Multa). Das Wechselspiel von deutscher und tschechischer Benennung wird deutlich.

10.  WK, 1860, S. 97; BS, 1862, S. 9; Rieger 2, 1862, S. 330; Hercík ŠA, 1874, Kt. 2; Kloeden, 1875, S. 154; Krejčí, 1876, S. 276; MWB Böhmen I, 1884, S. 103; Egli, 1893, S. 614; OSN 6, 1893, S. 10; SSJ, 1920, S. 88; ČV 1, 1929, S. 9; Koláček, 1934, S. 13; Blažek, 1959, S. 244; HKK, 1960, S. 64; Smilauer, 1960, S. 88; Schwarz, 1961, S. 48; BS, 1962, S. 9; GČZ, 1965, S. 17; Duden WGN, 1966, S. 693; ČV I, 1, 1968, S. 337; Kunský, 1968, S. 28; WLG 3, 1970, S. 381; MKM Europa, 1972, S. 248; OTS, 1975, S. 60; MEZS, 1976, S. 527; AR, 1981, S. 143; ZJČ, 1982, S. 332; ČSAZ, 1983, S. 538; TLČS, 1983, S. 252; GeoKr, 1984, S. 36; ZLVTN, 1984, S. 295; SLL, 1985, S. 298; RBL, 1989, S. 281; Gorys, 1994, S. 39; Vorschläge, 1994, S. 63; LŠ, 1997, S. 281; Baedeker, 2000, S. 113; Stallhofer, 2000, S. 39; Stani-Fertl, 2001, S. 208; TLAZ, 2001, S. 973; SZ, 2003, S. 150.

Vltavická brázda

1.    GME-6, Senke, Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj), 136 km2

2.    Moldaufurche

3.    s.o.

4.    Moldautal

7.    Geomorphologische Untereinheit im Böhmerwald (Šumava).

8.    So benannt nach dem Ort Untermoldau (Dolní Vltavice), Bezirk Krumau (Český Krumlov).

10.  Hromádka, 1956, S. 284; BS, 1962, S. 68; GČZ, 1965, S. 50; ČV I, 1, 1968, S. 159; Kunský, 1968, S. 287; GČ, 1972, S. 46; ZLHN, 1987, S. 549, Nr. IB-1F; TLAZ, 2001, S. 974.

Vltavotýnsko

1.     Historische Kulturlandschaft; Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

7.     Umland der südböhmischen Stadt Moldauthein (Týn nad Vltavou), Bezirk Böhmisch-Leipa (Česká Lípa), 8.197 Einwohner (1.1.2003), im Taborer Hügelland (Táborská pahorkatina) gelegen. Die Stadt lliegt im slawischen Altsiedelland und gehört zu den ältesten Städten Böhmens. Schon 1068 war hier eine Kirche gegründet worden. Frühe Nennungen: 1229 (in Tyna, quadam villa Pragensis eccl.), 1251 (in Tyn), 1295 (in Tyn Bechinensi), 1338 (de Tin Bechinensi), 1461 (mčko Tyn nad Wltawie), 1513 (na Taynĕ Wltaw.), 1601 (zámek Teyn nad Wltawa), 1789 (Moldau-Tein, Tein nad Wltawa, Tina Vltaviensis). Der Name „týn“ kommt in Böhmen häufig vor und wurde als Burgenname gebraucht, d.h. es ist der durch eine Einfriedung abgegrenzte Raum. Bis zur Hussitenzeit Hof der Prager Bischöfe. Der Status einer königlichen Stadt wurde erst 1609 durch Kaiser Rudolf II. verliehen. Als Umschlagplatz für Salz hatte Moldauthein eine gewisse Bedeutung, sonst blieb die wirtschaftliche Bedeutung bescheiden. Die Umgebung ist bestimmt durch landwirtschaftliche Kleinsiedlungen. Der politische Bezirk Moldauthein umfasste 1927 eine Fläche von 255 km² mit 38 Gemeinden (60 Ortschaften) und 17.000 Einwohnern, fast ausschließlich Tschechen. Die Stadt liegt im tschechischen Sprachgebiet und kam 1939 zum Protektorat. Nach 1945 etwas Industrialisierung, ansonsten attraktiv für Touristen, aber gebremst durch den 5,5 km entfernten Standort des Kernkraftwerkes Temelín. Durch die Verwaltungsreform von 1949 wurde Moldauthein Sitz einer Bezirksverwaltung, blieb dies allerdings nur bis 1960.

10.   Schaller XIII, 1789, S. 41; Sommer IX, 1841, S. 53; Rieger 9, 1872, S. 680; RGL 2, 1883, S. 193; OSN 25, 1906, S. 769 u. 969; OLTR, 1927, S. 351 u. S. 599; MJČ IV, 1957, S. 407; Schwarz, 1961, S. 85; Schwarz, 1965, S. 446; ČV I, 1, 1968, S. 276; ZJČ, 1982, S. 314; ČSAZ, 1983, S. 505; RBL, 1989, S. 281; LŠ, 1997, S. 265; HHStBM, 1998, S. 379; Baedeker, 2000, S. 271; TLAZ, 2001, S. 915.

Vltavská brázda

2.    Moldaufurche

3.    → Vltavická brázda

10.  GeoKr, 1984, S. 81.

Vltavská kaskada

1.    System von Stauwerken

2.    Moldau-Kaskade

7.    Im Zuge der sozialistischen Industrialisierung erbaute man in den fünfziger Jahren und danach ein System von Stauwerken an der oberen und mittleren Moldau (Vltava), die der Elektrizitätsgewinnung, der Wasserregulierung und der Naherholung dienen sollten.

10.  ČV I, 1, 1968, S. 564; ČSAZ, 1983, S. 538.

Vltavsko-lužnická pahorkatina

2.    Moldau-Lainsitzer Hügelland

8.    So benannt nach den Flüssen Moldau (Vltava) und Lainsitz (Lužnice).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 447.

Vltavsko-sázavská pahorkatina

4.    Moldau-Sassau-Hügelland (wörtl.)

8.    So benannt nach der Moldau (Vltava) und der Sazawa (Sázava).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 447.

Vnější a vnitřni hřbety

2.    Riesengebirgskämme

3.    → Krkonošské hřbety

4.    Äußerer und Innerer Kamm (wörtl.)

10.  GČZ, 1965, S. 96.

Vnejší Karpaty

2.    Außenkarpaten

3     s.o.

4.    Flyschkarpaten

5.    Flyšoné Karpaty

6.    Carpathes Extérieurs (franz.); Outer Carpathians (engl.)

9.    Bezieht sich in unserem Falle nur auf die Westkarpaten (→ Vnější Západní Karpaty).

10.  HKK, 1960, S. 15; NA, 1966, Kt. 10,2; ČV I, 1, 1968, S. 389; GČZ, 1972, S. 6; OTS, 1975, S. 60.

Vnejší oblouk Karpat

2.    Äußere Karpaten

3.    → Vnejší Karpaty

4.    Äußerer Bogen der Karpaten (wörtl.); Äußerer Karpatenbogen

10.  Novák, 1947, S. 54.

Vnější pásmo Karpat

2.    Äußere Karpaten

3.    → Vnejší Karpaty

4.    Äußere Zone der Karpaten (wörtl.); Äußerer Karpatenbogen

10.  Hromádka, 1956, S. 267.

Vnější subkarpatské pánve

2.    Senken der Äußeren Westkarpaten

3.    → Západní Vněkarpatské sníženiny

6.    Dépressions Carpatiques Extérieurs (franz.); Kotliny Podkarpacie Zachodnie (poln.); Kotliny Podkarpackie (poln.); Outer Carpathian Depressions (engl.); Pólnocne Podkarpacie (poln.)

10.  Hromádka, 1956, S. 278.

Vnější Západní Karpaty

1.    GME-4, Bergland, Mährisch-Schlesischer Kreis (Moravskoslezský kraj), Kreis Olmütz (Olomoucký kraj), Südmährischer Kreis (Jihomoravský kraj) / PL-Woj. Śląskie, 7184 km2

2.    Außen Westkarpaten

3.    s.o.

4.    Äußere Westkarpaten; Flyschkarpaten

6.    Carpates Occidentales Extérieures (franz.), Outer Western Carpathians (engl.), Zachodnie (poln.), Zewnętrzne Karpaty Zachodnie (poln.)

7.    Geomorphologisches „Gebiet“ (oblast) als Teil der Westkarpaten (Západne Karpaty). 5 Untersysteme: Mittelmährische Karpaten (Středomoravské Karpaty), Slowakisch-Mährische Karpaten (Slowakisch-Mährische Karpaten), Südmährische Karpten (Jihomoravské Karpaty), Westbeskidische Vorländer (Západobeskydské podhůří) und Westbeskiden (Zapadné Beskydy).

10.  GČ, 1972, S. 84; GeoKr, 1984, S. 179; ZLHN, 1987, S. 36, Nr. IX; VGJ, 1996, S. 40.

Vněkarpatské sníženiny

1.    GME-3, Gebirgsland, Mährisch-Schlesischer Kreis (Moravskoslezský kraj), Kreis Olmütz (Olomoucký kraj), Südmährischer Kreis (Jihomoravský kraj) / PL-Woj. Śląskie, 3928 km in der ČR

2.    Außenkarpaten-Depressionen

3.    s.o.

5.    Vnější subkarpatské pánve

6.    Dépressions Carpatiques Extérieurs (frz.); Outer Carpathian Depressions (engl.); Północne Podkarpacie (poln.); Vonkajsie Západne Karpaty (slow.)

7.    Die Depressionen der Äußeren Westkarpaten werden in einem westlichen und einen nördlichen Teil eingeteilt (Západní Vněkarpatské sníženiny und Severní Vněkarpatské sníženiny); weiter östlich setzen sie sich in Polen fort.

10.  NA, 1966, Kt. 10,2; GČ, 1972, S. 81; GeoKr, 1984, S. 179; ZLHN, 1987, S. 549, Nr. VIII; VGJ, 1996, S. 38; Král, 1999, S. 139.

Vnitrokarpatské pánve

2.    Innenkarpatische Becken

3.    → Panonská pánev

4.    Pannonisches Becken

6.    Bassin de Pannonia (franz.), Pannonian Basin (engl.)

10.  Hromádka, 1956, S. 278; HKK, 1960, S. 130.

Vnitrokarpatské sniženiny

2.    Westpannonisches Becken

3.    → Západopanonská pánev

4.    Innenkarpatische Senken (wörtl.)

10.  GČ, 1972, S. 91.

Vnitrosudetská deprese

1.    Geologische Mulde, Kreis Königgratz (Královéhradecký kraj) / PL-Woj. Dolnośląskie

2.    Innersudetische Mulde

3.    s.o.

4.    Sudetisches Zwischengebirge

7.    Geologische Struktur in den mittleren Sudeten (Střední Sudety / Sudety Środkowe), die für das Verständnis der äußeren Formen sehr wichtig ist.

10.  HKK, 1960, S. 28.

Vodnaňská kotlina

2.    Wodňaner Becken

3.    → Vodnaňská pánev

8.    So benannt nach der südböhmischen Stadt Wodňan (Vodňany), Bezirk Strakonitz (Strakonice).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 452.

Vodnaňská pánev

1.    GME-7, Becken, Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

2.    Wodňaner Becken

3.    s.o.

5.    Vodnaňská kotlina

7.    Geomorphologische Teileinheit im Budweiser Becken (Českobudějovická pánev).

8.    So benannt nach der südböhmischen Stadt Wodňan (Vodňany), Bezirk Strakonitz (Strakonice).

10.  ZLHN, 1987, S. 549, Nr. IIB-1B-a.

Vodňanské Svobodné Hory

2.    Freigebirge

10.  OLTR, 1927, S. 631; ZJČ, 1983, S. 333.

Vodňanské Svobodné Hory

2.    Wodnaner Freigebirge

5.    Svobodné Hory

Vodňansko

1.    Historische Kulturlandschaft, Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

7.    Umland der südböhmischen Stadt Wodnian (Vodňany), Bezirk Strakonitz (Strakonice), 6.651 Einwohner (1.1.2003), am Rande des Budweiser Beckens (Budějovické pánev). Der Ort wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts durch König Přemysl Otakar II. an der Stelle einer älteren Siedlung gegründet. Erste Nennungen 1327 (eccl. in Wodna), 1335 (oppidi Wodnan), 1369/84 (Wodnyanum), 1403 (Wodans), 1420 (v Vodňanech), 1615 (města Vodňan), 1790 (Wodnian). 1335 zur Stadt erhoben. Im 15. Jahrhundert wurde Gold geschürft. Die Reste der gotischen Stadtbefestigung sind bis heute erhalten. Nach Anschluß an die Eisenbahn in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts bescheidene Textilindustrie. Der Gerichtsbezirk Wodňan im damaligen politischen Bezirk Pisek umfaßte 1927 eine Fläche von 280 km mit 38 Gemeinden (57 Ortschaften) und 23.500 Einwohnern, davon 99,6% tschechisch. Wodňan liegt im tschechischen Sprachgebiet und kam 1939 zum Protektorat. Nach der Verwaltungsreform von 1949 wurde Vodňany Sitz einer Bezirksverwaltung, blieb dies aber nur bis 1960.

10.  Schaller III, 1790, S. 106; Rieger 9, 1872, S. 1207; RGL 2, 1883, S. 944; OSN 26, 1907, S. 863; OLTR, 1927, S. 631 u. 656; MJČ IV, 1957, S. 592; Schwarz, 1961, S. 188; GČZ, 1965, S. 11; Schwarz, 1965, S. 384; Kunský, 1968, S. 304; ZJČ, 1982, S. 333; ČSAZ, 1983, S. 539; ZJČ, 1983, S. 333; RBL, 1989, S. 480; LŠ, 1997, S. 281; HHStBM, 1998, S. 669; TLAZ, 2001, S. 976.

Vodní nádrž Brno

2.    Brünner Talsperre

3.    → Brněnská přehradní nádrž

Vodní nádrž Dřinov

2.    Bartelsdorfer Talsperre

3.    → Dřinovská přehradní nádrž

Vodní nádrž Ejpovice

2.    Eipowitzer Talsperre

3.    → Ejpovická přehradní nádrž

Vodní nádrž Fláje

2.    Fleyher Talsperre

3.    → Flájská přehradní nádrz

Vodní nádrž Hracholusky

2.    Raklouser Talsperre

3.    → Hracholuská přehradní nádrž

Vodní nádrž Jesenice

2.    Graßnitzer Talsperre

3.    → Jesenická přehradní nádrž

Vodní nádrž Jirkov

2.    Görkauer Talsperre

3.    → Jirkovská přehradní nádrž

Vodní nádrž Kadaň

2.    Kadener Talsperre

3.    → Kadaňská přehradní nádrž

Vodní nádrž Kamýk n.V.

2.    Wildberger Talsperre

3.    → Kamýcká přehradní nádrž

Vodní nádrz Kličava

2.    Klíčava-Talsperre

3.    → Klíčavská přehradní nádrž

Vodní nádrž Koryčany

2.    Koritschaner Talsperre

3.    → Koryčanská přehradní nádrž

Vodní nádrž Křimov

2.    Krima-Talsperre

3.    → Křimovská přehradní nádrž

Vodní nádrž Křižanovice

2.    Křižanowitzer Talsperre

3.    → Křižanovická přehradní nádrž

Vodní nádrž Kružberk

2.    Kreuzberger Stausee

3.    → Kružberská přehradní nádrž

8.    So benannt nach dem nordmährischen Ort Kreuzberg (Kružberk), Bezirk Troppau (Opava).

10.  Fričova, 1974/75, S. 308; ČSAZ, 1983, S. 235.

Vodní nádrž Lipno

2.     Lippener-Stausee

3.     ® Lipenská přechradní nádrž

Vodní nádrž Luhačovice

2.    Luhatschowitzer Talsperre

3.    → Luhačovická přehradní nádrž

Vodní nádrž Morávka

2.    Morawka-Talsperre

3.    → Moravská přehradní nádrž

Vodní nádrž Mostišťě

2.    Mostischter Talsperre

3.    → Mostišťská přehradní nádrž

Vodní nádrž Nechranice

2.    Nechranitzer Talsperre

3.    → Nechranická přehradní nádrž

Vodní nádrž Nové Mlýny

2.    Neumühler Talsperre

3.    → Novomlýnská přehradní nádrž

Vodní nádrž Nýrsko

2.    Neuerner Stausee

3.    → Nýrská přehradní nádrž

Vodní nádrž Olešna

2.    Olešna-Talsperre

3.    → Olešenská přehradní nádrž

Vodní nádrž Orlík

2.     Worliker Stausee

3.     → Orlická přehradní nádrž

5.     Orlická přehrada

Vodní nádrž Přísečnice

2.    Preßnitzer Talsperre

3.    → Přísečnická přehradní nádrž

Vodní nádrž Rozkoš

1.    Stausee; Kreis Königgratz (Královéhradecký kraj)

2.    Stausee Rozkosch

3.    s.o.

7.    Stausee an der Aupa (Úpa), 1971 erbaut, 76,2 Mio. m3 Inhalt, Fläche 100 ha, Staumauer 19,5 m hoch. Anlage aus wirtschaftlichen und landeskulturellen Gründen, Naherholung möglich.

8.    So benannt nach dem ostböhmischen Ort Rozkosch (Rozkoš), Bezirk Náchod.

10.       Fríčova, 1974/75, S. 308; ČSAZ, 1983, S. 415; ZLVTN, 1984, S. 235; Baedeker, 2000, S. 196; TLAZ, 2001, S. 748.

Vodní nádrž Šance

2.    Talsperre Šance (Schanze)

3.    → Šancský přehradní nádrž

10.  ČSAZ, 1983, S. 131.

Vodní nádrž Seč

2.    Sečer Talsperre

3.    → Sečská přehradní nádrž

Vodní nádrž Skalka

2.    Steiner Talsperre

3.    → Skalská přehradní nádrž

4.    Steiner Egerstausee

10.  Baedeker, 2000, S. 121.

Vodní nádrž Slapy

2.    Slapy See

3.    → Slapská přehradní nádrž

7.    Bestandteil der Moldau-Kaskade

8.    So benannt nach dem mittelböhmischen Ort Slap (Slapy), Bezirk Prag-West (Praha-západ).

10.  SZ, 2003, S. 139.

Vodní nádrž Slezská Harta

1.    Stausee

2.    Hartau-Stausee

Vodní nádrž Souš

1.    Talsperre

2.    Darretalsperre

10.  Baedeker, 2000, S. 64.

Vodní nádrž Suchomasty

2.    Suchomaster Talsperre

3.    → Suchomastská přehradní nádrž

Vodní nádrž Těrlicko

2.    Terlitzer Talsperre

3.    → Těrlická přehradní nádrž

Vodní nádrž Vír (I+II)

2.    Wührer Talsperre

3.    → Vírská přehradní nádrž

Vodní nádrž Vranov nad Dyjí

2.    Thaya-Talsperre

3.    → Vranovská přehradní nadrž

4.    Frainer Stausee

Vodní nádrž Vranov nad Dyjí

2.     Frainer Talsperre

3.     → Vranovská přehradní nádrž

4.     Thaya-Stausee

Vodní nádrž Želivka

2.     Želivka Stausee

3.     → Želivská vodařenská nádrž

Vodní nádrž Želivská

1.    Stauwerk

2.    Zeliwka-Talsperre

3.    → Želivská vodařenská nádrž

Vodní nádrž Žermanice

2.    Žermanitzer Talsperre

3.    → Žermanická přehradní nádrž

Vodní nádrz Žlutice

2.    Luditzer Talsperre

3.    → Žlutická přehradní nádrž

Vodní nádrž Znojmo

2.    Thaya-Talsperre

3.    → Znojemská přehradní nádrž

Voigtländisches Gebirge

2.    Elstergebirge

3.    → Ašská vrchovina

5.    Halštrovské hory

10.  Sommer XV, 1847, S. XI.

Vojna

1.    Berg, Mittelböhmischer Kreis (Středočeský kraj)

3.    s.o.

7.    Erhebung im Brdywald-Bergland (Brdská vrchovina), 607 m hoch, Bezirk Přibram.

10.  AR, 1981, S. 143; ČSAZ, 1983, S. 40; ZLHN, 1987, S. 550; RBL, 1989, S. 56.

Volarská kotlina

2.    Wallerner Senke

3.    → Vltavická brázda

4.    Wallerner Becken (wörtl.)

8.    So benannt nach dem südböhmischen Ort Wallern (Volary), Bezirk Prachatitz (Prachatice).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 449; Kunský, 1968, S. 289; GeoKr, 1984, S. 81.

Volarsko

1.     Historische Kulturlandschaft; Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

7.     Umgebung des südwestböhmischen Städtchens Wallern (Volary), Bezirk Prachatitz (Prachatice), 4.052 Einwohner (1.1.2003), am Böhmerwald. Die frühe Anlage einer ortsfesten Ansiedlung an dieser ansonsten unwirtlichen Stelle ergibt sich aus dem Verlauf des Goldenen Steiges (Zlatá stezka), der von Passau nach Prachatitz (Prachatice) führenden Salzstraße. Frühe Nennungen: 1373 (Joh. pleb. de Wallern), 1444 (na Wolari), 1478 (u Volářiech), 1503 (villa Wollary), 1510 (Walern villa), 1541 (mčko Volary), 1840 (Wallern, Wolary). Aus der Herberge entwickelte sich eine Marktgemeinde mit Marktrecht, wenn auch erst 1871 zur Stadt erhoben. Das kühle Klima erlaubte nur eine kärgliche Landwirtschaft. Dazu kam die Holzbearbeitung und der Holzhandel, im 20. Jahrhundert schließlich der Fremdenverkehr. Die deutschen Einwanderer kamen aus den Alpenländern und brachten die ihnen eigene Holzbauweise mit, die hier die Volksbauweise beeinflusst hat. Der Gerichtsbezirk Wallern im damaligen politischen Bezirk  Prachatitz umfasste 1927 eine Fläche von 140 km² mit 5 Gemeinden (6 Ortschaften) und 7.600 Einwohnern, fast alle deutscher Nationalität. 1938 kam Wallern zum Sudetengau. Da der Ort auch mit der Eisenbahn leicht zu erreichen ist, hat sich hier ein Fremdenverkehrszentrum (Wintersport, Wandern) herausgebildet. Der Gerichtsbezirk Wallern im damaligen politischen Bezirk Prachatitz umfaßte 1927 eine Fläche von 140 km² mit 5 Gemeinden (16 Ortschaften) und 7.600 Einwohnern, fast ausschließlich deutscher Nationalität.

10.   Schaller III, 1790, S. 118; Sommer VIII, 1840, S. 364; Rieger 9, 1872, S. 1235; RGL 2, 1883, S. 891; OSN 26, 1907, S. 909; OLTR, 1927, S. 644; MJČ IV, 1957, S. 602; Schwarz, 1961, S. 100; Schwarz, 1965, S. 380; ZJČ, 1982, S. 334; ČSAZ, 1983, S. 539; SLL, 1985, S. 467; RBL, 1989, S. 463; LŠ, 1997, S. 282; HHStBM, 1998, S. 645; TLAZ, 2001, S. 977.

Volešek rybník

1.    Teich; Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

5.    Voleček

7.    Fischteich im Budweiser Becken (Českobudějovická pánev), 171 ha Fläche, beim Ort Paschitz (Pašice), Bezirk Budweis (České Budějovice), durchflossen von der Moldau (Vltava).

10.  OSN 6, 1893, S. 90; Novotny, 1972, S. 46.

Vollmauer Paß

3.    → Folmavské sedlo

8.    So genannt nach dem westböhmischen Ort Vollmau (Folmava), Bezirk Taus (Domažlice).

Vollmauer Tal

3.    → Folmavské údoli

8.    So genannt nach dem westböhmischen Ort Vollmau (Folmava), Bezirk Taus (Domažlice).

Volyňka

1.    Fluß, Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

2.    Wolinka

4.    Wolinkafluß

7.    Rechter Nebenfluß der Wottawa (Otava), 46 km lang, Mündung bei Strakonitz (Strakonice).

10.  Hromádka, 1956, S. 284; Rieger 2, 1862, S. 331; BS, 1962, S. 64; Duden WGN, 1966, S. 695; ČV I, 1, 1968, S. 360; Kunský, 1968, S. 38; AR, 1981, S. 143; TLČS, 1983, S. 253; Gorys, 1994, S. 181; TLAZ, 2001, S. 978.

Volyňsko

1.    Historische Kulturlandschaft, Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

7.    Umgebung der südböhmischen Stadt Wolin (Volyně), Bezirk Strakonitz (Strakonice), 3.194 Einwohner (1.1.2003), liegt im Vorland des Böhmerwaldes (Šumavské podhůří). Man darf eine Kolonisation von Bayern her voraussetzen. Der Ort liegt an der alten Salzstraße von Passau nach Innerböhmen. Archäologische Funde stammen aus dem 9. und 10. Jahrhundert. 1299 wurde der Marktflecken zur Stadt erhoben. Die ersten Nennungen datieren 1271 (provincia Wolirich) und 1315 (in provincia Wolinensi), womit jedesmal das Umland angesprochen ist. Die im Mittelalter begründete Tuchmachertradition wurde in der Neuzeit fortgesetzt. Der Gerichtsbezirk Wolin umfasste 1927 eine Fläche von 266 km² mit 46 Gemeinden (87 Ortschaften) und 24.600 fast ausschließlich tschechischen Einwohnern. Wolin und Umgebung kamen 1939 zum Protektorat.

10.  Schaller III, 1790, S. 143; Rieger 9, 1872, S. 1252; OSN 26, 1907, S. 957; OLTR 1927, S. 633 u. S. 657; Schwarz, 1961, S. 74; Kunský, 1968, S. 48; ZJČ, 1983, S. 334; RBL, 1989, S. 482; HHStBM, 1997, S. 670; LŠ, 1997, S. 282; TLAZ, 2001, S. 978.

Vonkajšie Západné Karpaty

2.    Äußere Westkarpaten

3.    → Vnější Západní Karpaty

4.    Flyschkarpaten

6.    Carpathes Extérieurs (franz.); Outer West Carpathians (engl.); Zewnętrzne Karpaty Zachodnie (poln.)

9.    Slowakische Bezeichnung.

Voradlergebirge

2.    Adlergebirgs-Vorland

3.    → Orlické podhůří; → Podorlická pahorkatina

4.    Böhmisch-Mährisches Zwischengebirge; Voradlerland; Vorhügelland des Adlergebirges

5.    Českomoravské mezihoří; Orlické podhoří; Orlické podhůří; Podhůří Orlických hor

10.  Blažek, 1959, S. 234; OTS, 1975, S. 40.

Vorberge des Böhmerwaldes

2.    Böhmerwald-Vorland

3.    → Šumavské podhůří

4.    Vorland des Böhmerwaldes, Vorgebirge des Böhmerwaldes

5.    Podhůří Šumavy; Pošumaví; Šumavská předhoří

10.  MWB Böhmen I, 1894, S. 84; KB-Kt., 1943.

Vorberge des Riesengebirges

2.     Riesengebirgs-Vorland

3.     → Krkonošské podhůří

10.   Sommer III, 1835, S. 163.

Vorbergland bei Opočno

2.    Vorbergland bei Opočno

3.    → Opočenské podhůří

9.    So genannt nach der ostböhmischen Stadt Opotschno (Opočno), Bezirk Reichenau an der Kněžna (Rychnov nad Kněžnou).

Vorbergzone des Riesengebirges

2.    Riesengebirgs-Vorland

3.    → Krkonošské podhůří

4.    Vorgebirge des Riesengebirges; Vorriesengebirgsland

10.  Sommer III, 1835, S. 127; Hassinger, 1925, S. 70.

Vorbeskidische Furche

2.    Rosenauer Furche

3.    → Rožnovská brázda

5.    Podbeskydská brázda (wörtl.)

Vorderer Bayerischer Wald

8.    Dieser Begriff, der nicht erst in der Naturräumlichen Gliederung Deutschlands so angewendet worden ist, unterstellt eine Längsteilung des Gebirges in eine vorderen und einen hinteren Teil. Damit wird für den diesseitigen Teil des Böhmerwaldes die Bezeichnung Bayerischer Wald beansprucht.

10.  NRG, 1953, Nr. 40; Stallhofer, 2000, S. 39.

Vorderer Oberpfälzer Wald

1.    NRE-5, Hügelland, D-Bayern

4.    Niederer Oberpfälzer Wald

7.    Naturräumliche Untereinheit in der Haupteinheit 40 Oberpfälzer und Bayerischer Wald (Šumavská podsoustava / subprovincie), reicht westlich von Tachau (Tachov) bis an die Grenze.

10.  NRG, 6. Lief., Nr. 401, bearb. von H. Fehn.

Vorerzgebirge-Region

3.    → Podkrušnohorská oblast

4.    Gebiet vor dem Erzgebirge; Südabfall des Erzgebirges

5.    auch: Podkrušnohorská podsoustava

9.    Entspricht der neuen, überarbeiteten Nomenklatur

10.  VGJ, 1996, S. 24.

Vorgebirge des Böhmerwaldes

2.    Böhmerwald-Vorland

3.    → Šumavské podhůří

4.    Vorland des Böhmerwaldes, Vorgebirge des Böhmerwaldes

5.    Podhůří Šumavy; Pošumaví; Šumavská předhoří; Šumavské podhoří

10.  WK, 1860, S. 14; Willkomm, 1878, S. 46; VGJ, 1996, S. 18; Baedeker, 2000, S. 113.

Vorgebirge des Freiwaldes

2.    Gratzener Gebirgsvorland

3.    → Novohradské podhůří

10.  VGJ, 1996, S. 19.

Vorgebirge des Riesengebirges

2.    Riesengebirgs-Vorland

3.    → Krkonošské podhůří

4.    Vorbergzone des Riesengebirges; Vorland des Riesengebirges

5.    Krkonošské podhoří; Podhůrí Krkonoš; Podkrkonoší

10.  KB-Kt., 1943; VJG, 1996, S. 28.

Vorgebirge vom Riesengebirge

2.    Riesengebirgs-Vorland

3.    → Krkonošské podhůří

10.  Sommer IV, 1836, S. XII.

Vorhöhen der Sudeten

3.    → Sudetské podhůří

4.    Sudetenvorland

5.    Krkonošsko-jesenícké podhůří

10.  Hassinger, 1925, S. 66.

Vorhügelland der Beskiden

2.    Hügelland vor den Beskiden

3.    → Podbeskydská pahorkatina

4.    Hügelvorland der Westbeskiden

5.    Podbeskydské pahorkatiny; Podbeskydy

Vorhügelland der Lysa Hora

2.    Teschener Hügelland

3.    → Těšínská pahorkatina

4.    Hügelland vor der Lysa Hora

5.    Podlysohorská pahorkatina (wörtl.)

Vorketten der Karpaten

2.    Vorland der Westbeskiden

3.    → Zapodobeskydské podhůří

10.  Spreitzer, 1941, S. 434.

Vorland der Karpaten

2.    Karpatenvorland

3.    → Podbeskydská pahorkatina

Vorland der Mährisch-Schlesischen Beskiden

2.    Vorland der Westbeskiden

3.    → Západobeskidské podhůří

5.    Podbeskydy; Podhůří Moravskoslezských Beskid

Vorland der Weißen Karpaten

2.    Wisowitzer Berge

3.    → Vizovická vrchovina

4.    Wisowitzer Gebirge

5.    Vizovická hornatina

10.  KB-Kt., 1943.

Vorland der Westbeskiden

3.    → Západobeskidské podhůří

4.    Vorland der Mährisch-Schlesischen Beskiden; Westbeskiden-Vorgebirge; Westbeskidisches Gebirgsvorland

5.    Podhůří Moravskoslezských Beskid

Vorland der Sudeten

3.    → Sudetské podhůří

4.    Sudetenvorland; Vorsudeten

5.    Krkonošské-jesenické podhůří (neu)

6.    Przedgórze Sudeckie (poln.)

Vorland des Adlergebirges

2.    Adlergebirgs-Vorland

3.    → Podorlická pahorkatina

4.    Vorländer des Adlergebirges

5.    Orlické pohoří; Orlické podhůří; Podhůří Orlickych hor; Podorlicí

6.    Pogórze Orlickie (poln.)

10.  Sedlmeyer, 1941, S. 36; KB-Kt., 1943.

Vorland des Böhmerwaldes

2.    Böhmerwald-Vorland

3.    → Šumavské podhůří

4.    Vorgebirge des Böhmerwaldes; Vorberge des Böhmerwaldes

5.    Podhůří Šumavy; Pošumavi; Šumavská předhoří; Šumavské podhoří

10.  Willkomm, 1878, S. 234; Sedlmeyer, 1941, S. 17.

Vorland des Erzgebirges

3.    → Podkrušnohorská oblast

4.    Gebiet vor dem Erzgebirge; Südabfall des Erzgebirges

5.    Podkrušnohoří; Podkrušnohorské pánve

Vorland des Gratzener Gebirges

3.    → Kaplické mezihoří

4.    Kaplitzer Zwischengebirge

8.    So genannt nach der südböhmischen Stadt Kaplitz (Kaplice), Bezirk Krumau (Český Krumlov).

10.  OTS, 1975, S. 26.

Vorland des Isergebirges

2.    Friedländer Hügelland

3.    → Frýdlantská pahorkatina

5.    Jizerské podhůří

6.    Pogórze Izerskie (poln. Anteil!)

Vorland des Marsgebirges

3.    → Chřibské podhůří

Vorland des Oberpfälzer Waldes

2.    Hügelland vor dem Oberpfälzer Wald

3.    → Podčeskoleská pahorkatina

5.    Chodský úval; Předhoří Českeho lesa

10.  Sedlmeyer, 1941, S. 13.

Vorland des Reichensteiner Gebirges

3.    → Rychlebské podhůří

Vorland des Riesengebirges

2.    Riesengebirgs-Vorland

3.    → Krkonošské podhůří

4.    Vorbergzone des Riesengebirges; Vorgebirge des Riesengebirges

5.    Krkonošské podhoří; Podhůří Krkonoš; Podkrkonoší

10.  Förster, 1978, S. 48.

Vorländer des Adlergebirges

2.    Adlergebirgs-Vorland

3.    → Podorlická pahorkatina

4.    Vorland des Adlergebirges

5.    Orlické pohoří; Orlické podhůří; Podhůří Orlickych hor; Podorlicí

10.  KB-Kt., 1943.

Vorländer des Riesengebirges und des Gesenkes

2.    Sudetenvorland

3.    → Sudetské podhůří

4.    Vorland der Sudeten

5.    Krkonošsko-jesenické podhůří (wörtl.)

6.    Przedgórze Sudeckie (poln.)

Vorlice

2.    Kněžná

3.    → Kněžná

5.    Kněžská

9.    Altertümlicher Name.

10.  SSJ, 1920, S. 85; ZJČ, 1982, S. 148.

Vorriesengebirgsland

3.    → Krkonošské podhůří

4.    Vorbergzone des Riesengebirges; Vorgebirge des Riesengebirges

5.    Krkonošské podhoří; Podhůří Krkonoš; Podkrkonoší

10.  RBL, 1989, S. 444.

Vorsudeten

2.    Sudetenvorland

3.    → Sudetské podhůří

4.    Vorland der Sudeten

6.    Przedgórze Sudeckie (poln.)

Vostaž

2.    Wostasch

3.    → Ostaž

10.  OLTR, 1927, S. 634.

Vostry

2.    Wostrai, Wostray

3.    → Ostrý

4.    Hoher Wostray

5.    Vysoké Ostrý

10.  Rieger 6, 1893, S. 28.

Votava

2.    Wottava

3.    → Otava

10.  Kloeden, 1875, S. 154.

Vöttauer Hügelland

3.    → Bítovská pahorkatina

8.    So genannt nach dem südmährischen Ort Vöttau (Bítov), Bezirk Brünn-Land (Brno-venkov).

Votická vrchovina

1.    GME-6, Bergland, Mittelböhmischer Kreis (Středočeský kraj), 498 km²

2.    Wotitzer Bergland

3.    s.o.

4.    Wotitzer Gebirge

5.    Sedlecká vrchovina

7.    Geomorphologische Untereinheit im Wlaschimer Hügelland (Vlašimská pahorkatina). 6 Teileinheiten: Jistebnická vrchovina, Kovářovská vrchovina, Petrovická kotlina, Milčínská vrchovina, Nechvalická vrchovina und Sedlecká kotlina.

8.    So benannt nach der mittelböhmischen Stadt Wotitz (Votice), Bezirk Beraun (Beroun).

10.  GČZ, 1965, S. 38; GČ, 1972, S. 49; ZLHN, 1987, S. 550, Nr. IIA-2B.

Voticko

1.    Historische Kulturlandschaft, Mittelböhmischer Kreis (Středočeský kraj)

7.    Umgebung der mittelböhmischen Stadt Votitz (Votice), Bezirk Brünn-Stadt (Brno-město), 4.452 Einwohner (1.1.2003). Erste Erwähnungen 1318 und 1352 (Oticz), 1545 (Wotize), im 14. Jahrhundert zur Stadt erhoben. Der Eisenbahnanschluß im 19. Jahrhundert hatte eine gewisse Industrialisierung zur Folge, doch konnte sich neben Beneschau (Benešov) keine Zentralität entwickeln. Der Gerichtsbezirk Wotitz im damaligen Bezirk Selčan umfaßte 1927 eine Fläche von 240 km² mit 27 Gemeinden (127 Ortschaften) und fast 18.000 tschechischen Einwohnern (99,7%). 1939 Protektorat. Nach der Verwaltungsreform wurde Votice Sitz einer Bezirksverwaltung, blieb dies aber nur bis 1960.

10.  Schaller VIII, 1788, S. 195; Sommer VI, 1849, S. 134; Rieger 9, 1872, S. 1267; OSN 26, 1907, S. 984; OLTR, 1927, S. 634; MJČ III, 1951, S. 306; HKK, 1960, S. 64; Schwarz, 1965, S. 61; ČV I, 1, 1968, S. 74; Šmilauer, 1960, S. 109; ČV I, 1, 1968, S. 74; ZJČ, 1982, S. 334; ČZAC, 1983, S. 540; RBL, 1989, S. 483; LŠ, 1997, S. 283; HHStBM, 1998, S. 674; TLAZ, 2001, S. 978.

Vozka

1.    Berg, Kreis Olmütz (Olomoucký kraj)

2.    Fuhrmannstein

3.    s.o.

8.    Erhebung im Altvatergebirge (Hrubý Jeseník), 1377 m hoch, Bezirk Mährisch-Schönberg (Šumperk).

10.  OSN 17, 1901, S. 608; ČSAZ, 1983, S. 145; ČV I, 1, 1968, S. 728; ZLHN, 1987, S. 550; TLAZ, 2001, S. 979.

Vrabinec

1.    Berg, Kreis Aussig (Ústecký kraj)

2.    Sperlingstein

3.    s.o.

5.    Vrabník

7.    Basaltkegel im Böhmischen Mittelgebirge (České středohoří) am rechten Ufer der Elbe (Labe), 400 m hoch, Bezirk Leitmeritz (Litoměřice).

10.  SSJ, 1920, S. 194; ČV I, 1, 1968, S. 715; ZLHN, 1987, S. 551; BL, 1989, S. 419; TLAZ, 2001, S. 979.

Vrabská kotlina

2.    Dietrichsteiner Becken

8.    So benannt nach dem südböhmischen Ort Dietrichstein (Vrabsko), Bezirk Písek.

10.  ČV I, 1, 1968, S. 681.

Vraní hory

1.    GME-7, Bergland, Kreis Königgratz (Královéhradecký kraj) / PL-Woj. Dolnośląskie

2.    Rabengebirge

4.    Überschaargebirge; Überschargebirge

5.    Hory Vraní; Vraní pohoří

6.    Góry Krucze (poln.)

7.    Geomorphologische Teileinheit

9.    Der Name entspricht der deutschen und der polnischen Bezeichnung: der Rabe bzw. die Krähe heißt tschechisch „vrana“ und polnisch „krute“.

10.  Kozenn / Jireček ŠA, 1878, Kt. 11; Novák, 1947, S. 44; HKK, 1960, S. 86; GČZ, 1965, S. 105; ČV I, 1, 1968, S. 462; Kunský, 1968, S. 363; ZLHN, 1987, S. 551, Nr. IVB-1A-d.

Vraní pohoří

2.    Rabengebirge

3.    → Vraní hory

4.    Überschargebirge

6.    Góry Kruczc (poln.)

10.  Hromádka, 1956, S. 291.

Vranovská nádrž

2.     Frainer Talsperre

3.     → Vranovská přehradní nádrž

8.     So benannt nach der südmährischen Kleinstadt Frain (Vranov), Bezirk Znaim (Znojmo).

10.   TLAZ, 2001, S. 982.

Vranovská pahorkatina

1.     GME-7; Hügelland; Südmährischer Kreis (Jihomoravský kraj)

2.     Frainer Hügelland

3.     s.o.

7.     Geomorphologische Teileinheit im Jaispitzer Hügelland (Jevišovická pahorkatina).

8.     So benannt nach der südmährischen Stadt Frain (Vranov), Bezirk Znaim (Znojmo).

10.   ZLHN, 1987, S. 552, Nr. IIC-7B-b.

Vranovská přehradní nádrž

1.    Stauwerk; Südmährischer Kreis (Jihomoravský kraj)

2.    Frainer Talsperre

7.    Talsperre der Thaya (Dije) im Jaispitzer Hügelland (Jevišovická pahorkatina) nahe der österreichischen Staatsgrenze. Die Anlage wurde schon 1930-1933 gebaut. Die Staumauer ist 55 m hoch, 250 ha Fläche, die Länge beträgt 30 km in einem engen Flußtal. Elektrizitätsgewinnung und Naherholung, Landschaftsschutzgebiet.

8.    So benannt nach der südmährischen Stadt Frain (Vranov nad Dyjí), ZHo.

10.  ČSAZ, 1983, S. 542; ZLVTN, 1984, S. 298; Baedeker, 2000, S. 295.

Vranovská přehradní nádrž

1.     Stauwerk, Südmährischer Kreis (Jihomoravský kraj)

2.     Frainer Talsperre

5.     Vodní nádrž Vranov; Údolní nádrž Vranov; Vranovská nádrž

7.     Talsperre der Thaya (Dije) im Jaispitzer Hügelland (Jevišovická pahorkatina) nahe der österreichischen Staatsgrenze. Die Anlage wurde schon 1930-1933 gebaut. Die Staumauer ist 55 m hoch, 250 ha Fläche, die Länge beträgt 30 km in einem engen Flusstal. Elektrizitätsgewinnung und Naherholung, Landschaftsschutzgebiet.

8.     So benannt nach der südmährischen Stadt Frain (Vranov nad Dyjí), Bezirk Znaim (Znojmo).

10.   ČSAZ, 1983, S. 542; Baedeker, 2000, S. 295; SZ, 2003, S. 150.

Vranovsko (nad Dyji)

1.     Historische Kulturlandschaft; Südmährischer Kreis (Jihomoravský kraj)

7.     Umgebung der südmährischen Stadt Frain (Vranov nad Dyjí), Bezirk Znaim (Znojmo), 875 Einwohner (1.1.2003), im Jaispitzer Hügelland (Jevišovická pahorkatina), nahe der österreichischen Staatsgrenze. Es handelt sich um ein von Slawen früh besiedeltes Gebiet, das dann von der deutschen Kolonisation überformt worden ist. Belege: 1100 (oppidum Wranow), 1224 (de Wranow), 1226 (de Wranow), 1239 (in Vren), 1256 (burchgrauius Wranowensis), 1259 (plebanum de Wrein), 1323 (cestrum nostrum Vren), 1528 (Wranow), 1589 (městečko Wranow), 1633 (Frayn, Wranow), 1718 (Frayn), 1720 (Frain), 1846 (Frain, Vranov). Der tschechischen Siedlung, die schon Cosmas erwähnte, folgte ein deutsches Städtchen als Mittelpunkt einer kleinen Region, was auch durch die 1100 erwähnte Burg betont wird, die später zu einem bemerkenswerten Schloss umgebaut wurde. Die gewerbliche Entwicklung blieb eher bescheiden. Der Gerichtsbezirk Frain im damaligen politischen Bezirk  Znaim umfasste 1927 eine Fläche von 218 km² mit 23 Gemeinden (23 Ortschaften) und 9.100 Einwohnern, davon 86,8 % deutscher Nationalität. Schon in den dreißiger Jahren wurde die Frainer Talsperre (Vranovská nádrž) erbaut, die das gesamte Landschaftsbild nachhaltig verändert hat. 1938 wurde Frain dem Reichsgau Niederdonau zugeteilt. Nach 1945 wurde die deutsche Bevölkerung ausgewiesen. Die großartige Erholungslandschaft kann von der Grenze aus leicht erreicht werden.

10.   Wolny III, 1837, S. 198; Rieger 9, 1872, S. 1276; OSN 26, 1907, S. 997; OLTR, 1927, S. 133; Schwarz, 1961, S. 309; Schwarz, 1966, S. 176; Hosák/ Šrámek II, 1980, S. 741; ČSAZ, 1983, S. 542; SLL, 1985, S. 148; RBL, 1989, S. 110; LŠ, 1997, S. 283; HHStBM, 1998, S. 143; TLAZ, 2001, S. 981.

Vratenská hora

1.    Berg; Mittelböhmischer Kreis (Štredočeský kraj)

2.    Wratnerberg

3.    s.o.

7.    Erhebung im Rollberg-Hügelland (Ralská pahorkatina), 508 m hoch, Bezirk Mělník. Liegt im Landschaftsschutzgebiet Kokořín (CHKO Kokořínsko).

9.    Genannt 1515 und 1553.

10.  SSJ, 1920, S. 201; AR, 1981, S. 143; ČSAZ, 1983, S. 407; OLTR, 1927, S. 636; ČV I, 1, 1968, S. 700; ZLHN, 1987, S. 552; TLAZ, 2001, S. 983, VIA-1A-b.

Vrátenská hora

1.     Berg; Mittelböhmischer Kreis (Štredočeský kraj)

2.     Wratener Berg

3.     s.o.

7.     Erhebung im Rollberg-Hügelland (Ralská pahorkatina).

10.   OLTR, 1927, S. 636; ZLHN, 1987, S. 552; TLAZ, 2001, S. 983.

Vráže

1.    Berg, Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

3.    s.o.

7.    Erhebung im Budweiser Becken (Českobudějovická pánev), 480 m hoch, Bezirk Budweis (České Budějovice).

10.  ZLHN, 1987, S. 552; VGJ, 1996, S. 480.

Vrbenská vrchovina

1.     GME-7; Bergland; Mährisch-Schlesischer Kreis (Moravskoslezský kraj)

2.     Würbenthaler Bergland

3.     s.o.

7.     Geomorphologische Teileinheit im Altvatergebirge (Hrubý Jeseník).

8.     So benannt nach dem nordmährischen, früher sudetenschlesischen Städtchen Würbenthal (Vrbno pod Pradědem), Bezirk Freudenthal (Bruntál).

10.   ZLHN, 1987, S. 553; Nr. IV C-7B-b.

Vrbensko (pod Pradědem)

1.     Historische Kulturlandschaft; Mährisch-Schlesischer Kreis (Moravskoslezský kraj)

7.     Umgebung des Städtchens Würbenthal (Vrbno pod Pradědem), Bezirk Freudenthal (Bruntál), 8.122 Einwohner (1.1.2003), im Altvatergebirge (Hrubý Jeseník), am Fuße des Altvaters (Praděd). Dass sich in dieser einsamen Waldgegend eine städtische Siedlung entwickeln konnte, war zuerst dem Bergbau und denn dem Fremdenverkehr zu verdanken. In der Tat stand die Mutung auf Gold am Anfang, 1348 wurde sogar die Gründung einer Stadt nach Magdeburger Recht (civitas seu oppidum sub castro nostro Fürstenwalde vulgo Gesenke) genehmigt, aber schon 1505 wird diese als wüst gemeldet. Doch der Bergbau prosperierte und es kam zu einer Neugründung als Bergstadt. Weitere Erwähnungen: 1611 (městečko Vrbno čili Würbenthal), 1611 (Würbenthal), 1629 (Stadt Wirbenthal), 1736 (Würbenthal), 1894 (Würbenthal, Vrbno). Die protestantisch gewordene Bevölkerung wurde im Dreißigjährigen Krieg, nach dem die Stadt geplündert worden war, wieder dem katholischen Glauben zugeführt. An die Stelle der Montanistik trat im 18. und 19. Jahrhundert die Leineweberei, weitere Gewerbe folgten mit dem Bahnanschluss. Der Gerichtsbezirk Würbenthal im damaligen politischen Bezirk  Freudenthal umfasste 1927 eine Fläche von 193 km² mit 6 Gemeinden (8 Ortschaften) und 9.500 Einwohnern, fast ausschließlich deutscher Nationalität. 1938 Sudetengau, 1945/46 Zwangsaussiedlung. Heute liegt der Schwerpunkt auf dem Fremdenverkehr: Sommerfrische, Wintersport. Bei Wanderungen in die Umgebung findet man in den Wäldern allenthalben die Relikte des historischen Bergbaus; von den Hohlformen im Geländer könnte die Bezeichnung „Gesenke“ abgeleitet sein.

10.   Rieger 9, 1872, S. 1269; RGL 2, 1883, S. 956; OSN 26, 1907, S. 1019; OLTR, 1927, S. 660; Schwarz, 1966, S. 339; Hosák/ Šrámek II, 1980, S. 749; ZJČ, 1982, S. 336; ČSAZ, 1983, S. 543; SLL, 1985, S. 491; RBL, 1989, S. 485; LŠ, 1997, S. 284; HHStBM, 1998, S. 677; TLAZ, 2001, S. 983.

Vrbice

2.    Kleine Sazawa

3.    → Sázavka

9.    Älterer Name für die Kleine Sazawa, taucht 1577 auf.

10.  SSJ, 1920, S. 94.

Vrchlabská vrchovina

1.    GME-6, Bergland, Kreis Königgratz (Královéhradecký kraj), 44 km2

2.    Hohenelber Bergland

3.    s.o.

7.    Geomorphologische Untereinheit im Riesengebirge (Krkonoše), Mittlere Sudeten (Střední Sudety)

8.    So benannt nach der nordböhmischen Stadt Hohenelbe (Vrchlabí), Bezirk Trautenau (Trutnov).

10.  GČ, 1972, S. 64; ČSAZ, 1983, S. 231; ZLHN, 1987, S. 553, Nr. IV A-7C.

Vrchlabsko

1.     Historische Kulturlandschaft; Kreis Königgratz (Královehradecký kraj)

7.     Umland der nordböhmischen Stadt Hohenelbe (Vrchlabí), Bezirk Trautenau (Trutnov), 12.968 Einwohner (1.1.2003), im Vorland des Riesengebirges (Krkonošské podhůří) an der Elbe (Labe) gelegen. Die Gegend wurde im Zuge der Ostkolonisation erschlossen, der Name der Stadt erscheint zuerst in der tschechischen Version. Frühe Nennungen: 1359 (Wrchlab), 1384 (Petrus de Wrchlabie ... in Wrchlabie), 1369/99 (Wyrchlab), 1440 (Petr Šitka z Wrchlabie), 1454 (in villa Wrchlabi ... de Wrchlabie), 1518 (Hohenelb – hy zwr Hohen elb, měst. kn. vrchlab), 1544 (w Wrchlabj), 1602 (dil panství vrchlabskeho), 1631 (von Hohelb), 1835 (Hohenelbe auch Hochelb genannt, böhm. Wrchlab, lat. Albipolis). Der langgestreckte Markt in aufsteigendem Gelände zeigt, dass es sich um eine Plangründung handelt. Erst 1533 wurde das Stadtrecht verliehen, dazu kamen zahlreiche Bergprivilegien, die sich auf die Bodenschätze in der Umgebung bezogen. Christoph von Gendorf, ein aus Kärnten stammender Adeliger, setzte sich sehr früh für das protestantische Gemeindeleben ein. Unter Albrecht von Wallenstein wurde die Stadt rekatholisiert. Zur wirtschaftlichen Blüte der Stadt trug auch eine Waffenschmiede bei, in der die einheimischen Erze verarbeitet wurden. Nach dem Erlöschen des Bergbaus bildete die Textilverarbeitung den wichtigsten Wirtschaftszweig. Der politische Bezirk Hohenelbe, bestehend aus den Gerichtsbezirken Arnau und Hohenelbe, umfasste 1927 eine Fläche von 360 km² mit 35 Gemeinden (54 Ortschaften) und 45.600 Einwohnern, darunter 95 % deutscher Nationalität. Stadt und Umland kamen 1938 zum Sudetengau. 1945/46 kam es zum Abschub der Deutschen. Heute ist Hohenelbe wegen seine Nähe zum Riesengebirge ein beliebter Ferienort. Die schönen barocken Laubenhäuser am Markt und das Riesengebirgs-Museum ziehen viele Fremde an. Außerdem hat sich eine recht bedeutende Industrie entwickelt. Nach der Verwaltungsreform von 1949 wurde Hohenelbe wieder Sitz einer Bezirksverwaltung, blieb dies aber nur bis 1960.

10.   Schaller XVI, 1790, S. 107; Sommer III, 1835, S. 189; Rieger 9, 1872, S. 1297; RGL 1, 1883, S. 730; OSN 26, 1907, S. 1029; OLTR, 1927, S. 174; MJČ IV, 1957, S. 631; Schwarz, 1961, S. 115; Schwarz, 1965, S. 320; ZJČ, 1982, S. 337; TLČS, 1983, S. 253; SLL, 1985, S. 201; RBL, 1989, S. 156; HHStBM, 1998, S. 194; LŠ, 1989, S. 285; Baedeker, 2000, S. 263; StR, 2001, S. 59; TLAZ, 2001, S. 984.

Vrchmezí

1.    Berg, Kreis Königgratz (Královéhradecký kraj)

2.    Hohe Mense

3.    s.o.

6.    Międziwierch (poln.); Orlica (poln.)

7.    Erhebung im Adlergebirge (Orlické hory), 1084 m hoch, Bezirk Náchod.

9.    1599 als „Vrchomeze“ belegt.

10.  Kejči, 1876, S. 289; Kozenn / Jireček ŠA, 1882, Kt. 11; MSN 1, 1925, S. 1049; OLTR, 1927, S. 637; StR, 1957, S. 26; HKK, 1960, S. 87; Schwarz, 1961, S. 95; GČZ, 1965, S. 107; Kunský, 1968, S. 100; AR, 1981, S. 143; ZLHN, 1987, S. 553; NGRP, 1991, S. 731; Baedeker, 2000, S. 71.

Vrchmezská skupina

2.    Mense-Gruppe (wörtl.)

8.    So benannt nach der Hohen Mense (Vrchmezí).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 463.

Vrchnorlický hřben

OSN 6, 1893, S. 23.

Vrchovina Berounky

2.    Beraun-System

3.    → Poberounská soustava

4.    Beraun-Bergland (wörtl.)

8.    So benannt nach dem Fluß Beraun (Berounka).

10.  Hromádka, 1956, S. 285; HKK, 1960, S. 59; GČZ, 1965, S. 6; ČV I, 1, 1968, S. 439; Kunský, 1968, S. 308.

Vrchovina Českomoravská

2.     Böhmisch-Mährische Höhe

3.     → Českomoravská vrchovina

4.     Böhmisch-Mährisches Hochland; Böhmisch-Mährisches Bergland; Böhmisch-Mährisches Plateau

5.     Českomoravská planina; Českomoravská vysočina; Českomoravské vrchy

10.   OZA, 1924, Kt. 17.

Vrchovina Jihlavská

2.     Iglauer Berge

3.     → Jihlavské vrchy

4.     Iglauer Bergland

8.     So genannt nach der südmährischen Stadt Iglau (Jihlava), Bezirk Iglau (Jihlava).

10.   OZA, 1924, Kt. 17.

Vrchovina Lužická

2.     Lausitzer Gebirge

3.     → Lužické hory

4.     Gabelgebirge

5.     Lužické pohoří

10.   OZA, 1924, Kt. 17.

Vrchovina Ždárská

2.     Saarer Bergland

3.     → Žďárské vrchy

4.     Bergland von Saar; Saarer Berge; Saarer Massiv

8.     So genannt nach der südmährischen Stadt Saar (Žďár nad Sázavou), Bezirk Saar (Žďár nad Sázavou).

10.   OZA, 1924, Kt. 17.

Vrchy Bystřickie

2.    Habelschwerdter Gebirge

3.    → Bystřické hory

5.    Bystřické pohoří

6.    Góry Bystrzyckie (poln.)

8.    So genannt nach der schlesischen Stadt Habelschwerdt (Bystrzyca Kłodzka, tschech. Exonym Bystřice), PL.

10.  Kozenn / Jireček ŠA, 1886, Kt. 3.

Vrchy Doupovské

2.    Duppauer Gebirge

3.    → Doupovské hory

4.    Duppauer Basaltgebirge; Duppauer Berge (wörtl.); Liesengebirge

5.    Doupovská kaldera; Doupovská vysočina; Doupovské Čedičové pohoří; Doupovské vrchy

8.    So benannt nach der ehemaligen westböhmischen Stadt Duppau (Doupov), Bezirk Karlsbad (Karlovy Vary).

10.  MSN 1, 1925, S. 1048.

Vrchy Doupovské

2.     Duppauer Gebirge

3.     → Doupovské vrchy

4.     Duppauer Basaltgebirge; Duppauer Berge; Liesengebirge

5.     Doupovská vysočina; Doupovské čedičové pohoří

8.     So benannt nach der ehemaligen westböhmischen Stadt Duppau (Doupov), Bezirk Karlsbad (Karlovy Vary).

10.   OZA, 1924, Kt. 17.

Vrchy Oderské

2.     Odergebirge

3.     → Oderské vrchy

4.     Oderbergland

5.     Oderská vrchovina; Pohoří Oderské

10.   OZA, 1924, Kt. 17.

Vrchy Pálavské

2.     Pollauer Berge

3.     → Pavlovske vrchy

10.   OZA, 1924, Kt. 17.

Vrchy Plzeňské

2.    Pilsener Hügelland

3.    → Plzeňská pahorkatina

4.    Pilsener Höhen (wörtl.)

5.    Plzeňská vrchovina

8.    So benannt nach der westböhmischen Stadt Pilsen (Plzeň), Stadtbezirk Pilsen (Plze-město).

10.  Kozenn/Jireček ŠA, 1878, Kt. 11.

Vrchy Polavské

2.    Pollauer Berge

3.    → Pavlovské vrchy

8.    So benannt nach dem südmährischen Ort Pollau (Pavlov), Bezirk Lundenburg (Břeclav).

10.  Kozenn / Jireček ŠA, 1886, Kt. 3.

Vrchy Rudoltovické

2.    Rudelzauer Berge

8.    So genannt nach dem nordmährischen Ort Rudelzau (Rudoltovice), Bezirk Mährisch-Schönberg (Šumperk).

10.  OSN 17, 1901, S. 809.

Vrchy Tepelské

2.     Tepler Hochland

3.     → Tepelská vrchovina

4.     Tepler Berge (wörtl.); Tepler Hochfläche; Tepler Plateau; Tepelgebirge

5.     Tepelská planina; Tepelská plošina; Tepelská vysočina; Tepelské pohoří; Tepelské vrchy

8.     So benannt nach der westböhmischen Stadt Tepl (Teplá), Bezirk Karlsbad (Karlovy Vary).

10.   OZA, 1924, Kt. 17.

Vrchy Vizovické

2.     Wisowitzer Berge

3.     → Vizovická vrchovina

10.   OZA, 1924, Kt. 17.

Vrchy Ždánské

2.     Steinitzer Wald

3.     → Ždánický les

10.   OZA, 1924, Kt. 17.

Vrkoč

1.    Felsen, Kreis Aussig (Ústecký kraj)

2.    Workotsch

3.    s.o.

4.    Humboldtfelsen

7.    Linksufrig im Elbetal gelegener Felsen unterhalb von Schreckenstein (Střekov), Bezirk Aussig (Ústí nad Labem), sechskantige Basaltsäulen, bekannt durch die Forschungen Alexander von Humboldts.

10.  HKK, 1960, S. 79; AR, 1981, S. 143; ZLHN, 1987, S. 553; RBL, 1989, S. 482.

Vršatecko-lednické bradlo

10.  ČV I, 1, 1968, S. 710.

Vsacké Beskydy

2.    Wsetiner Berge

3.    → Vsetínské vrchy

5.    Vsacké hory; Vsacké vrchy

10.  ČV 1, 1929, S. 145.

Vsacké vrchy

2.    Wsetiner Berge

3.    → Vsetínské vrchy

5.    Hory Vsatské; Vsacké Beskydy

10.  Novák, 1947, S. 56.

Vsacko, Vsatsko

2.    Wsetiner Land

3.    → Vsetínsko

4.    Mährische Walachei

10.  ČV 1, 1929, S. 145; Gottstein, 1976, S. 7.

Vsatské vrchy

2.     Wsetiner Berge

3.     → Vsetínské vrchy

5.     Hory Vsatské; Vsacké Beskydy

10.   Koláček, 1934, S. 48.

Všerubská brána

2.    Neumarker Senke

3.    → Všerubská vrchovina

4.    Neumarker Bergland, Neumarker Senke, Neumarker Pforte (wörtl.)

8.    So benannt nach dem westböhmischen Ort Neumark (Všeruby), Bezirk Taus (Domažlice).

10.  Hromádka, 1956, S. 284; NA, 1966, Kt. 10,2; ČV I, 1, 1968, S. 447; Kunský, 1968, S. 298; OTS, 1975, S. 60.

Všerubská vrchovina

1.    GME-5, Bergland, Kreis Pilsen (Plzeňský kraj) / D-Bayern, 206 km2 in der ČR

2.    Neumarker Senke

3.    s.o.

4.    Neumarker Bergland (wörtl.); Cham-Further Senke (Forts.)

5.    Všerubské mezihoří; Všerubská brána

7.    Senke zwischen dem Böhmerwald (Šumava) und dem Oberpfälzer Wald (Česky les), wo der Wald weitgehend zurück tritt. Besteht aus zwei Haupteinheiten: Böhmischkubitzener Bergland (Českokubická vrchovina) und Jezvinec-Bergland (Jezvinecká vrchovina). Fortsetzung der Cham-Further Senke.

8.    So benannt nach dem Ort Neumark (Všeruby), Bezirk Taus (Domažlice).

10.  GČ, 1972, S. 44; GeoKr, 1984, S. 104; ZLHN, 1987, S. 555, Nr. IA-3; VGJ, 1996, S. 17; Stallhofer, 2000, S. 39.

Všerubské mezihoří

2.    Neumarker Senke

3.    → Všerubská vrchovina

4.    Further und Neumarker Senke; Neumarker Bergland; Neumarker Zwischengebirge (wörtl.); Neumarker Zwischenland

5.    Neumarker Zwischengebirge (wörtl.)

8.    So benannt nach der westböhmischen Stadt Neumark (Všeruby), Bezirk Taus (Domažlice).

10.  Novák, 1947, S. 302; Kuchař, 1955, S. 63; Hromádka, 1956, S. 284; Blažek, 1959, S. 236; GČZ, 1965, S. 47; HKK, 1966, S. 59; ČV I, 1, 1968, S. 437; Kunský, 1968, S. 298; OTS, 1975, S. 60.

Všerubský průsmyk

1.    Paß, Kreis Pilsen (Plzeňský kraj) / D-Bayern

2.    Neumarker Paß (wörtl.)

3.    s.o.

4.    Neumarker Sattel

8.    So benannt nach der westböhmischen Stadt Neumark (Všeruby), Bezirk Taus (Domažlice). Der Sattel liegt in 510 m Höhe an der Europäischen Hauptwasserscheide.

10.  ČV 1, 1929, S. 12; Koláček, 1934, S. 18; Šmilauer, 1960, S. 255; GČZ, 1965, S. 54; HKK, 1966, S. 68; ČV I, 1, 1968, S. 451; Kunský, 1968, S. 31; ZLHK, 1987, S. 555; Stani-Fertl, 2001, S. 269; TLAZ, 2001, S. 988.

Všetatský polom

2.    Wschetater Graben

8.    So benannt nach dem nordböhmischen Ort Wschetat (Všestaty), Bezirk Mělník.

10.  GČZ, 1965, S. 208.

Vsetiner Bečva

2.    Obere Betschwa

3.    → Vsetínská Bečva

4.    Wsetiner Betschwa

5.    Horní Bečva

6.    Beczwa superior

8.    So genannt nach der nordmährischen Stadt Wsetiner (Vsetín), Bezirk Wsetin (Vsetín).

10.  MWB MS, 1897, S. 40.

Vsetínská Bečva

1.    Fluß; Kreis Zlin (Zlinský kraj)

2.    Obere Betschwa

3.    s.o.

4.    Wsetiner Betschwa

5.    Horní Bečva

6.    Beczwa superior

7.    Quellbach der Betschwa (Bečva), 58,4 km lang, Einzugsgebiet 734 km²

8.    So benannt nach der nordmährischen Stadt Wsetin (Vsetín), Bezirk Wsetin (Vsetín).

10.  HKK, 1960, S. 103; BS, 1962, S. 370; GČZ, 1965, S. 18; ČV I, 1, 1968, S. 399; Kunský, 1968, S. 43; ČSAZ, 1983, S. 18; TLČS, 1983, S. 16; GeoKr, 1984, S. 206; ZLVTN, 1984, S. 300; RBL, 1989, S. 38; TLAZ, 2001, S. 21.

Vsetínské Beskydy

2.    Wsetiner Berge

3.    → Vsetínské vrchy

4.    Wsetiner Beskiden (wörtl.)

5.    Vsacké Beskydy; Vsacké vrchy; Vsetínské hory

8.    So benannt nach der nordmährischen Stadt Wsetin (Vsetín), Bezirk Wsetin (Vsetín).

10.  BS, 1962, S. 375; GČZ, 1965, S. 265; ČV I, 1, 1968, S. 399; Kunský, 1968, S. 179.

Vsetínské hory

2.    Wsetiner Berge

3.    → Vstínské vrchy

4.    Wsetiner Gebirge (wörtl.)

5.    Vsacké Beskydy; Vsacké vrchy

8.    So benannt nach der nordmährischen Stadt Wsetin (Vsetín), Bezirk Wsetin (Vsetín).

10.  HKK, 1960, S. 186.

Vsetínské pohorí

2.    Wsetiner Berge

3.    → Vstínská vrchovina

4.    Vsetiner Gebirge

5.    Vsacké Beskydy; Vsacké vrchy; Vsetínské hory

8.    So benannt nach der nordmährischen Stadt Wsetin (Vsetín), Bezirk Wsetin (Vsetín).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 713.

Vsetínské vrchy

1.    GME-6, Berge, Kreis Zlin (Zlinský kraj), 338 km2

2.    Wsetiner Berge

3.    s.o.

4.    Wsetiner Gebirge

5.    Vsacké Beskydy; Vsacké vrchy; Vsetínské hory

7.    Geomorphologische Untereinheit im Hostein-Vsetiner Bergland (Hostýnsko-vsetínská hornatina): 3 Teileinheiten: Hornobečevská vrchovina, Solaňský hřbet und Valašskobystrická vrchovina

8.    So genannt nach der nordmährischen Stadt Wsetin (Vsetín), Bezirk Wsetin (Vsetín).

10.  Kuchař, 1955, S. 63; StR, 1957, S. 26; GČZ, 1965, S. 246; Duden WGN, 1966, S. 697; NA, 1966, Kt. 10,2; Kunský, 1968, S. 74; ČSSt, 1971, S. 23; GČ, 1972, S. 68; OTS, 1975, S. 60; Gottstein, 1976, S. 19; ČSAZ, 1983, S. 546; TLČS, 1983, S. 88; GeoKr, 1984, S. 209; ZLHN, 1987, S. 554, Nr. IXE-1B; RBL, 1989, S. 485; TLAZ, 2001, S. 987.

Vsetínsko

1.    Historische Kulturlandschaft, Kreis Zlin (Zlinský kraj)

4.    Mährische Walachei; Wsetiner Land

5.    Valašsko; Vsacko

7.    Umgebung der nordmährischen Stadt Wsetin (Vsetín), Bezirk Wsetin (Vsetín), 28.731 Einwohner (1.1.2003), an der oberen Betschwa (Vsetínská Bečva). Es handelt sich um ein Jungsiedlungsgebiet, die Stadt aber scheint wegen ihrer Lage an einem Durchgangsweg eine ältere Gründung zu sein. Erste Nennungen: 1308 (oppidum Setteinz), 1396 (Wssetin), 1417 (ze Vsetina), 1506 (die Burg in Wsetin). 1535 (tvrz Wsetin), 1580 (na Wsetinie), 1580 (panství wsetinskeho), 1660 (z Wssetina), 1720 (Wsetin). Der Ort bestand ehemals aus zwei Teilen, die sich erst im 19. Jahrhundert zu einer Gemeinde zusammenschlossen. Wegen der nahen ungarischen Grenze und der Gefahr der Türkeneinfälle verlief die Geschichte bewegt. Eben aus diesem Grunde verlegten „walachische“ Schafhirten ihre Weidegründe in diese Gegend, so daß man auch von der „Mährischen Walachei“ (Valašsko) spricht. Nach dem Bahnanschluß von Mittelmähren in das Waagtal, also die heutige Slowakei, siedelte sich etwas Industrie an, beispielsweise eine Waffenfabrik und Elektrotechnik. Heute bieten sich Entwicklungsmöglichkeiten für den Fremdenverkehr. Bemerkenswert sind die Zeugnisse der „walachischen“ Volkskultur, die auch museal erschlossen sind. Durch die Verwaltungsreform von 1949 wurde Wsetin wieder Sitz einer Bezirksverwaltung und blieb dies auch nach 1960, als der Bezirk wesentlich erweitert wurde. Der politische Bezirk Wsetin umfasste 1927 eine Fläche von 553 km² mit 25 Gemeinden und 42.980 Einwohnern, fast ausschließlich Tschechen (98,3%).

10.  Wolny IV, 1838, S. 497; Rieger 9, 1872, S. 1305; RGL 2, 1883, S. 955; OSN 26, 1907, S. 1062; OLTR, 1927, S. 639 u. S. 660; HKK, 1960, S. 49; BS, 1962, S. 371; Schwarz, 1966, S. 424; Gottstein, 1976, S. 7; Hosák / Šrámek II, 1980, S. 755; MJČ, 1982, S. 338; ČSAZ, 1983, S. 545; TLČS, 1983, S. 253; GeoKr, 1984, S. 229; RBL, 1989, S. 485; LŠ, 1997, S. 285; HHStBM, 1998, S. 676; StR 2001, S. 58; TLAZ, 2001, S. 985.

Vsetínský okres

1.    Verwaltungseinheit

2.    Bezirk Wsetin (Vsetín)

5.    Vsetínsko; Vsacko

7.    Bezirk (entspr. Landkreis) im Kreis Zlin (Zlinský kraj). Fläche 1.143 km2, 148.100 Bewohner, 130 Einwohner/km², 59 Gemeinden.

10.  StR 2001, S. 57.

Vulkanische Bergländer vor dem Erzgebirge

3.    → Podkrušnohorské vulkanické hornatiny

5.    Erzgebirgsvorland-Vulkanhügelländer

10.  Sperling, 1981, S. 84.

Východní Krušnohoří

2.    Osterzgebirge

9.    Die in Sachsen geläufige Einteilung in West- und Osterzgebirge trifft für die böhmische Seite nicht zu.

10.  Hromádka, 1956, S. 290; ČV I, 1, 1987, S. 707.

Východní Polabí

2.    Tafelland an der östlichen Elbe

3.    → Vychodolabská tabule

4.    Östliches Elbegebiet

10.  ČV I, 1, 1968, S. 700.

Východní Sudety

1.    GME-3, höheres Bergland, Berg- und Hügelländer, 5.949 km2 in der ČR, Kreis Olmütz (Olomoucký kraj), Kreis Mährisch-Ostrau (Ostravský kraj); PL-Woj. Opolskie

2.    Ostsudeten, Östliche Sudeten

4.    Gesenke-Region; Sudetengebirge (i.e.S.)

5.    Jesenická oblast; Jesenická podsoustava

6.    Sudety Wschodni (poln.)

7.    Geomorphologisches Untersystem bzw. Gruppe von Haupteinheiten in den Östlichen Sudeten, bestehend aus dem Hohenstädter Bergland (Zábřežská vrchovina), Mohelnitzer Furche (Mohelnická brázda), Hannsdorfer Bergland (Hanušovická vrchovina), Glatzer Schneegebirge (Králický Sněžník), Reichensteiner Gebirge (Rychlebské hory), Zuckmanteler Bergland, Altvatergebirge bzw. Hohes Gesenke (Hrubý Jeseník) und Niederes Gesenke (Nízky Jeseník). Es handelt sich um ein z. T. höheres Mittelgebirge, dessen obere Teile die natürliche Waldgrenze überragen. Beim Altvatergebirge handelt es sich um das zweithöchste Gebirge der Tschechischen Republik, in den Gipfellagen können, ähnlich wie im Riesengebirge (Krkonoše), eiszeitliche Formen nachgewiesen werden. Im Osten, gegen die Mährische Pforte (Moravská brána) hin, klingen die Sudeten als Hügelland aus. Die Besiedelung der Ostsudeten erfolgte im wesentlichen erst im Mittelalter im Rahmen der deutschen Ostsiedlung, hinsichtlich montanistischer Aktivitäten wird man bis in die Vorzeit zurückgehen dürfen. Die Ostsiedlung erreichte die Sudeten von drei Seiten: aus Inner- und Südmähren, von Westen aus den Meißnischen und vor allem aus der Schlesischen Bucht, wo das Bistum Breslau eine führende Rolle spielte. Der wichtigste Siedlungsunternehmer in Nordmähren und angrenzenden Regionen war Olmützer Bischof Bruno von Schaumburg (1245-1281), auf dessen Lokationen sehr typische Siedlungsformen hervorgegangen sind, die an ihrer Hufeinteilung noch heute zu erkennen sind. Das Altvatergebirge wurde von Breslau aus erschlossen. Der Landesausbau hatte auch das ganze Glatzer Becken (Kotlina Kłodzka) erfaßt, die Waldhufenfluren haben die Wechsel der Geschichte überdauert. Mit den ländlichen Siedlungen entstand auch das Städtewesen, wobei sich Troppau (Opava) als späterer Sitz eines Herzogtums am stärksten entwickelte. Während die ländlichen Gebiete, abgesehen von den östlichen und südlichen Randgebieten, überwiegend deutsch besiedelt waren, wanderten mit der Industrialisierung zunehmend Tschechen in die Städte ein. Die Nationalitätenkämpfe entbrannten hier schon vor dem Ersten Weltkrieg und wieder ab 1919. Weite Teile der Ostsudeten kamen 1938 zum Sudetengau; nach 1945 wurde die deutsche Bevölkerung weitgehend abgeschoben. Heute hat sich in den östlichen Sudeten und namentlich in den höheren Mittelgebirgslagen ein attraktives Fremdenverkehrswesen entwickelt.

10.  Hromádka, 1956, S. 291; HKK, 1960, S. 45; GČZ, 1965, S. 87; NA, 1966; ČV I, 1, 1968, S. 440; Kunský, 1968, S. 15; GČ, 1972, S. 67; OTS, 1975, S. 61; NGRP, 1991, S. 757; Potocki, 1994, S. 191.

Východočeská tabule

1.    GME-4, Tafelland, Kreis Pardubitz (Pardubický kraj), 4.347 km2

2.    Ostböhmische Tafel

3.    s.o.

6.    East Bohemian Table (engl.); Table de la Bohěme Orientale (franz.)

7.    Gebiet (oblast), d. h. Gruppe von Haupteinheiten auf der Böhmischen Kreidetafel (Česká tabule). 3 Haupteinheiten: Adler-Tafelland (Orlická tabule), Ostelbe-Tafelland (Východolabská tabule) und Zwittauer Hügelland (Svitavská pahorkatina).

10.  GeoKr, 1984, S. 62; ZLHN, 1987, S. 556, Nr. VI C; VGJ, 1996, S. 35.

Východolabská tabule

1.    GME-5, Tafelland, Kreis Pardubitz (Pardubický kraj), 1.698 km2

2.    Ostelbe-Tafelland

3.    s.o.

4.    Tafelland an der Östlichen Elbe

7.    Geomorphologische Haupteinheit auf der Böhmischen Kreidetafel (Česká tabule). 3 Untereinheiten: Chlumetzer Tafelland (Chlumecká tabule), Cidlina-Tafelland (Cidlinská tabule) und Pardubitzer Becken (Pardubická kotlina).

8.    So benannt nach dem östlichen Lauf der Elbe (Labe).

10.  GČ, 1972, S. 79; GeoKr, 1984, S. 62; ZLHN, 1987, S. 556, Nr. VI C-1; VGJ, 1996, S. 36.

Vyhanický hřbet

7.    Bergrücken im Vorland des Adlergebirges (Orlické podhůří).

8.    So benannt nach dem ostböhmischen Ort Wihranitz (Vyhranice), Bezirk Reichenau an der Kněžna (Rychnov nad Kněžnou).

10.  GČZ, 1965, S. 109.

Výhledi

1.    Paß

10.  HKK, 1960, S. 76; ČV I, 1, 1968, S. 451; Kunský, 1968, S. 299.

Vyhlídky

1.    Berg

2.    Sieghübel

3.    → Jizera

4.    Hinterberg; Siechhübel

5.    U vyhlídky

9.    Veraltet.

10.  OSN 6, 1893, S. 20.

Výhon

1.    Berg, Südmährischer Kreis (Jihomoravský kraj)

3.    s.o.

7.    Erhebung in der Unteren Marchniederung (Dysko-svratecký úval), 355 m hoch, Bezirk Lundenburg (Břeclav).

10.  GČZ, 1965, S. 217; ČV I, 1, 1968, S. 747; AR, 1981, S. 144; ZLHN, 1987, S. 556; VGJ, 1996, S. 38; TLAZ, 2001, S. 989.

Výrovka

1.    Aussichtspunkt; Kreis Königgratz (Královéhradecký kraj)

2.    Geiergucke

3.    s.o.

7.    Sattel unterhalb des Hochwiesenberges (Loučná), bekannt wegen seiner prächtigen Aussicht auf das südliche Vorland des Riesengebirges. Baude.

10.  Kunský, 1968, S. 37; KR, 1987, S. 173; Bach, 1989, S. 70.

Vys. Odraka

2.    Odergebirge

3.    → Oderské vrchy

8.    So benannt nach der Oder (Odra).

10.  Hercík ŠA, 1874, Kt. 2.

Vyšebrodská vrchovina

1.    GME-7, Bergland, Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

2.    Hohenfurther Berge

7.    Geomorphologische Teileinheit im südlichen Böhmerwald (Šumava).

8.    So benannt nach der südböhmischen Stadt Hohenfurth (Výšší Brod), Bezirk Krumau (Český Krumlov).

10.  ZLHN, 1987, S. 561, Nr. IB-2E-f.

Vyšebrodsko

1.    Historische Kulturlandschaft, Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

7.    Einzugsgebiet der südböhmischen Stadt Hohenfurth (Výšší Brod), Bezirk Krumau (Český Krumlov), 2.600 Einwohner (1.1.2003), im Vorland des Böhmerwaldes (Šumavské podhůří). Der Ort liegt an einer Furt der Moldau (Vltava), wo man durch den Bau einer Burg den Verkehr leicht kontrollieren konnte. Die Gegend wurde von Deutschen kolonisiert, das zeigt die erste Erwähnung des Namens 1259 (Hohenuurt), dann wieder im 14. Jahrhundert (Hohenfurt, lat. Altum Vadum), dann aber 1349 tschechisch (Wisnowibrod) und 1404 (Wyssyebrod). Furt heißt tschechisch „brod“, was auch bei anderen Namen vorkommt. Kolonialzeitliche Gestalt zeigt auch der aufsteigende Marktplatz. Die Zisterzienserabtei trug wesentlich zur Zentralität bei. Stadt und Umland blieben deutsches Siedlungsgebiet bis 1945. Der Gerichtsbezirk Hohenfurth im damaligen politischen Bezirk Kaplitz umfaßte 1927 eine Fläche von 324 km² mit 19 Gemeinden (15 Ortschaften) und 17.300 Einwohnern, davon 99,2% deutscher Nationalität. 1938 Anschluß, 1945/46 Zwangsaussiedlung der Deutschen.

10.  Schaller XIII, 1789, S. 167; Sommer IX, 1841, S. 175; Rieger 1, 1865, S. 906; RGL 1, 1883, S. 731; OSN 4, 1891, S. 735; MJČ I, 1954, S. 203; Schwarz, 1961, S. 117; Schwarz, 1965, S. 422; Kunský, 1968, S. 37; ČSAZ, 1983, S. 550; ZJČ, 1983, S. 341; SLL, 1985, S. 201; RBL, 1989, S. 157; HHStBM, 1997, S. 195; LŠ, 1997, S. 288; TLAZ, 2001, S. 995.

Vyšehory

2.    Erzgebirge

3.    → Krušné hory

7.    Im 12. Jahrhundert begegnet uns für das Erzgebirge (Krušné hory) die Bezeichnung „Wissehore“, was so viel wie Hochgebirge bedeutet.

9.    Beim Übergang Heinrichs IV. nach Böhmen 1105 „Wissehore“ genannt. Bedeutet so viel wie „hohes Gebirge“.

10.  SSJ, 1920, S. 188; ZJČ, 1982, S. 163; LŠ, 1997, S. 163.

Vyšehradská brána

1.    Engtal, Hauptstadt Prag (hl. m. Praha)

2.    Wischegrader Pforte

8.    So benannt nach dem Prager Stadtteil Wischegrad (Vyšehrad), Hauptstadt Prag (hl. m. Praha).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 417; Kunský, 1968, S. 80.

Výšina Drahanská

2.    Drahaner Hochland

3.    → Drahanská vrchovina

4.    Drahaner Bergland; Drahaner Höhen

10.  Rieger 5, 1886, S. 456.

Výšina Jihlavská

2.    Iglauer Berge

3.    → Jihlavské vrchy

4.    Iglauer Höhen (wörtl.)

10.  Rieger 5, 1886, S. 456.

Výšina Žďárská

2.    Saarer Bergland

3.    → Žďárské vrchy

4.    Saarer Höhen (wörtl.)

8.    So benannt nach der südmährischen Stadt Saar (Žďár nad Sazavou), Bezirk Saar (Žďár nad Sázavou).

10.  Rieger 5, 1886, S. 456.

Vyskeř

1.    Berg; Kreis Reichenberg (Liberecký kraj)

2.    Wisker

3.    s.o.

7.    Erhebung im Jitschiner Hügelland (Jičínská pahorkatina), 466 m hoch, Bezirk Semil (Semily).

10.  MSN 1, 1925, S. 1048; HKK, 1960, S. 96; GČZ, 1965, S. 189; ČV I, 1, 1968, S. 340; Kunský, 1968, S. 210; ZLHN, 1987, S. 557.

Vyskeřská plošina

2.    Wisker-Bergland

3.    → Vyskeřská vrchovina

4.    Wisker-Tafelland (wörtl.)

5.    Vyskerská tabule

8.    So benannt nach dem 466 m hohen Wisker (Vyskeř), Bezirk Semil (Semily).

10.  GČZ, 1965, S. 188; ČV I, 1, 1968, S. 344; Kunský, 1968, S. 66; ZLHN, 1987, S. 557, Nr. VI A-2A-a.

Vyskeřská tabule

2.    Wisker-Bergland

3.    → Vyskeřská vrchovina

4.    Wisker-Hochfläche; Wisker-Tafelland (wörtl.)

8.    So benannt nach dem 466 m hohen Wisker (Vyskeř), Bezirk Semil (Semily).

10.  ČV I, 1, 1968, S. 701.

Vyskeřská vrchovina

1.    GME-7, Bergland, Kreis Reichenberg (Liberecký kraj)

2.    Wisker-Bergland

3.    s.o.

4.    Wisker-Hochfläche; Wisker-Tafelland

5.    Vyskeřská plošina; Vyskeřská tabule

7.    Geomorphologische Teileinheit im Jitschiner Hügelland (Jičínská pahorkatina), Bezirk Semil (Semily). Liegt im Landschaftsschutzgebiet Böhmisches Paradies.

8.    So benannt nach dem 466 m hohen Wisker (Vyskeř), Bezirk Semil (Semily).

10.  ZLHN, 1987, S. 557, Nr. VIA-2A-a.

Vyškovská brána

1.    GME-5, Hügelland, Südmährischer Kreis (Jihomoravský kraj), 141 km2

2.    Wischauer Senke

3.    s.o.

4.    Senke von Wischau; Wischauer Pforte (wörtl.)

5.    Vyškovský úval

7.    Geomorphologische Haupteinheit in den Senken der Äußeren Westkarpaten (Západní Vněkarpatské sníženiny). 2 Untereinheiten: Eiwanowitzer Senke (Ivanovická brána) und Neuraußnitzer Senke (Roušinovská brána)

8.    So benannt nach der südmährischen Stadt Wischau (Vyškov), Bezirk Wischau (Vyškov).

10.  Blažek, 1959, S. 244; BS, 1962, S. 311; GČZ, 1965, S. 133; HKK, 1966, S. 59; NA, 1966, Kt. 10,2; ČV I, 1, 1968, S. 117; ČSSt, 1971, S. 21; GČ, 1972, S. 82; OTS, 1975, S. 61; GeoKr, 1984, S. 181; ZLHN, 1987, S. 561, Nr. VIIIA-2; VGJ, 1996, S. 39; TLAZ, 2001, S. 995.

Vyškovsko

1.    Historische Kulturlandschaft; Südmährischer Kreis (Jihomoravský kraj)

7.    Umland der südmährischen Stadt Wischau (Vyškov), 22.322 Einwohner (1.1.2003), Bezirk Wischau (Vyškov), gelegen in einer Senke (Vyškovská brána) nordöstliche von Brünn (Brno), ehemals auch Zentrum einer deutschen Sprachinsel. Altsiedelland, mittelalterliche Kolonisation durch das Bistum Olmütz (Olomouc). Es handelt sich um altbesiedeltes Gebiet, die hochmittelalterliche Besiedlung erfolgte durch das Bistum Olmütz (Olomouc). Frühe Nennungen: 1201 (comes de Wiscou), 1231 (Viscoue), 1248 (in Wisschowe), 1267 (apud Wiscowe), 1356 (civitatem Wisschaw), 1361 (in Wisschau civitatem), 1388 (Wisschaw, die stat), 1400 (Wissaw), 1403 (ante Wissawiam), 1524 (v Wysskowje), 1545 (lidi Wyskowskych), 1585 (in Wische), 1590 (Wiskow), 1671 (Wyschau), 1846 (Wischau, Wisskow), 1872 (Wischau, Vyškov). Im 13. Jahrhundert war Wischau ein landesherrliches Dorf, um 1248 wurde es druch Bischof Bruno von Olmütz zur Stadt erhoben. Die Stadt war befestigt, wurde in den Hussitenkriegen zerstört und anschließend wieder aufgebaut. Das Rathaus am Markt, ein Renaissancebau, deutet auf einen gewissen Reichtum hin. Barocker Schloßbau. 1899 erfolgte der Eisenbahnanschluß, danach Aussiedlung von Industrie. Das Deutschtum in der Stadt wurde zurückgedrängt, konnte sich aber in einigen Dörfern der Umgebung noch gut behaupten. Diese zeigen planvolle Grundrisse mit dicht gedrängten Häuserreihen, die an Niederösterreich erinnern. 1939 kamen Stadt und Bezirk zum Protektorat, nach 1945 Ausweisung der Deutschen nach Österreich. Durch die Verwaltungsreform 1949 wurde Wischau wieder Sitz einer Bezirksverwaltung und blieb dies auch nach 1960, als der Bezirk erheblich vergrößert wurde. Der politische Bezirk Wischau, bestehend aus den Gerichtsbezirken Austerlitz, Butschowitz und Wischau, umfasste 1927 eine Gesamtfläche von 867 km² mit 119 Gemeinden (126 Ortschaften) und 97.100 Einwohnern, davon 97,2% Tschechen.

10.  Wolny II, 2, 1837, S. 546; Rieger 9, 1872, S. 1337; RGL 2, 1883, S. 939; OSN 27, 1908, S. 71; OLTR, 1927, S. 640 u. S. 653; Koláček, 1934, S. 158; Schwarz, 1961, S. 80; Schwarz, 1966, S. 63; Hosák / Šrámek II, 1980, S. 762; MJČ, 1982, S. 340; ČSAZ, 1983, S. 549; TLČS, 1983, S. 254; GeoKr, 1984, S. 195; SLL, 1985, S. 485; RBL, 1989, S. 477; LŠ, 1997, S. 288; HHStBM, 1998, S. 664; StR 2001, S. 58; TLAZ, 2001, S. 994.

Vyškovský okres

1.    Verwaltungseinheit

2.    Bezirk Wischau (Vyškov)

5.    Vyškovsko

7.    Bezirk (entspr. Landkreis) im Kreis Brno (Brněnský kraj). Fläche 889 km², 86.700 Bewohner, 98 Einwohner/km², 81 Gemeinden.

10.  StR, 2001, S. 57.

Vyškovský úval

2.    Wischauer Senke

3.    → Vyškovská brána

4.    Wischauer Pforte; Senke von Wischau

8.    So benannt nach der südmährischen Stadt Wischau (Vyškov), Bezirk Wischau (Vyškov).

10.  Koláček, 1934, S. 33; Hromádka, 1956, S. 273; BS, 1962, S. 19; ČV I, 1, 1968, S. 372; Kunský, 1968, S. 42; OTS, 1975, S. 61.

Vysočina

2.        Hochland-Kreis

3.         → Kraj Vysočina

4.        Kreis Iglau (bis 2000)

5.        Jihlavský kraj (bis 2000)

Vysočina Benešovská

3.    → Hornobenešovská vrchovina

8.    So benannt nach der nordmährischen, früher sudetenschlesischen Stadt Bennisch (Horní Benešov), Bezirk Freudenthal (Bruntál).

10.  Rieger 8, 1887, S. 535.

Vysočina Hrabinská

2.    Rabersdorfer Hügelland

3.    → Hrabišínská pahorkatina

8.    So benannt nach dem nordmährischen Ort Rabersdorf (Hrabišín), Bezirk Mährisch-Schönberg (Šumperk).

10.  Rieger 8, 1887, S. 535.

Vysočina Kvildů

2.    Außergefilder Hochfläche

3.    → Kvildská pláň (planě)

4.    die Gefilde; Gefilder Bergland (wörtl.); Gefilder Plateau

8.    So benannt nach dem Ort Außergefild (Kvilda), Bezirk Prachatitz (Prachatice).

10.  Krejčí, 1876, S. 281.

Vysočina Vítkovská

2.    Wigstadtler Bergland

3.    → Vítkovská vrchovina

5.    Vítkovské pohoří

8.    So benannt nach der nordmährischen, früher schlesischen Stadt Wigstadtl (Vítkov), Bezirk Troppau (Opava).

10.  Rieger 8, 1887, S. 535.

Vysocká hornatina

1.     GME-7; Bergland; Kreis Reichenberg (Liberecký kraj)

2.     Hochstädter Bergland

3.     s.o.

7.     Geomorphologische Teileinheit im Riesengebirgsvorland (Krkonošské podhůří).

8.     So benannt nach dem nordböhmischen Städtchen Hohenstadt an der Iser (Vysoké nad Jizerou), Bezirk Semil (Semily).

10.   ZLHN, 1987, S. 557, Nr. IV A-8A-c.

Vysocká hornatina

1.    GME-7, Bergland, Kreis Reichenberg (Liberecký kraj)

2.    Hochstädter Gebirge

3.    s.o.

7.    Geomorphologische Teileinheit im Isergebirge (Jizerské hory).

8.    So benannt nach der nordböhmischen Stadt Hochstadt an der Iser (Vysoké nad Jizerou), Bezirk Semil (Semily).

10.  ZLHN, 1987, S. 557, Nr. IVA-8A-c.

Vysoká

1.    Berg, Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

2.    Hochwald

4.    Rinchnacher Hochwald

3.    s.o.

7.    Erhebung im Gratzener Bergland (Novohradské hory), 1024 m hoch, Bezirk Budweis (Budějovice).

10.  OSN 6, 1893, S. 15; StR, 1957, S. 26; Duden WGN, 1966, S. 697; AR, 1981, S. 144; ČSAZ, 1983, S. 331; ZLHN, 1987, S. 558; Stani-Fertl, 2001, S. 264.

Vysoká

1.    Berg; Mährisch-Schlesischer Kreis (Moravskoslezský kraj)

2.    Wysoka

3.    s.o.

4.    Wísoka-Berg; Wissoka; Wysoka

5.    Visska; Vysoká vsetínská

7.    Erhebung im Hostein-Wsetiner Bergland (Hostýnsko-vsetinská hornatina), 1024 m hoch, Bezirk Wsetin (Vsetín).

10.  Kejčí, 1876, S. 714; Kozenn / Jireček ŠA, 1882, Kt. 11; Rieger 5, 1886, S. 457; MWB MS, 1897, S. 40; OSN 17, 1901, S. 611; MSN 1, 1925, S. 1049; Blau, 1927, S. 28; Machatschek, 1927, S. 360; Novák, 1947, S. 57; StR, 1957, S. 26; Werdecker, 1957, S. 60; HKK, 1960, S. 92; GČZ, 1965, S. 263; ČV I, 1, 1968, S. 409; Kunský, 1968, S. 175; Gottstein, 1976, S. 20; AR, 1981, S. 144; ČSAZ, 1983, S. 546; TLČS, 1983, S. 88; ZLHN, 1987, S. 558; VGJ, 1996, S. 43.

Vysoká hole

1.    Berg, Kreis Mährisch-Ostrau (Ostravský kraj)

2.    Hohe Heide

4.    Janowitzer Heide; Janowitzer Hohe Heide

7.    Erhebung im Altvatergebirge (Hrubý Jeseník), 1464 m hoch, Bezirk Freudenthal (Bruntál).

10.  OSN 17, 1901, S. 608; MCN 1, 1925, S. 1049; StR, 1957, S. 26; HKK, 1960, S. 53; GČZ, 1965, S. 120; Kunský, 1968, S. 175; ZLHN, 1987, S. 558; RBL, 1989, S. 23; König, 1997, S. 126; Baedeker, 2000, S. 730; TLAZ, 2001, S. 991.

Vysoke kamen

2.    Hochstein

3.    → Vysoký kamen

10.  Hercík ŠA, 1874, Kt. 2; Kozenn/Jireček ŠA, 1886, Kt. 3.

Výsoké kolo

1.    Berg; Kreis Königgratz (Královéhradecký kraj) / PL-Woj. Dolnośląskie

2.    Hohes Rad

5.    Velké kolo

6.    Wielki Szyszak

7.    Erhebung auf dem Hauptkamm (Sleszký hřbet) des Riesengebirges (Krkonoše / Karkonoše), 1503 m hoch, Bezirk Trautenau (Trutnov).

10.  Rieger 2, 1862, S. 322; Kozenn / Jireček ŠA, 1878, Kt. 11; OSN 6, 1893, S. 21; OLTR, 1927, S. 642; StR, 1957, S. 26; HKK, 1960, S. 84; GČZ, 1965, S. 96; Duden WGN, 1966, S. 697; ČV I, 1, 1968, S. 139; Kunský, 1968, S. 157; AR, 1981, S. 143; ČSAZ, 1983, S. 231; KR, 1985, S. 173; ZLHN, 1987, S. 559; Bach, 1989, S. 70; SGTS 3, 1993, S. 231; Gorys, 1994, S. 320; Stani-Fertl, 2001, S. 264; TLAZ, 2001, S. 992.

Vysoke Loučí

2.    Lausche

3.    → Luž

10.  Kozenn / Jireček ŠA, 1878, Kt. 11.

Vysoké Sněžnik

2.    Hoher Schneeberg

3.    → Děčínský Sněžník

4.    Großer Schneeberg; Tetschener Schneeberg

10.  Kozenn / Jireček ŠA, 1882, Kt. 11.

Vysoké východní Sudety

2.    Hohe Ostsudeten

4.    Sudetengebirge (i.e.S.)

7.    Gemeint sind vor allem das Glatzer Schneegebirge (Králický Sněžník) und das Altvatergebirge (Hrubý Jeseník).

10.  Hromádka, 1956, S. 291; HKK, 1960, S. 90; GČZ, 1965, S. 116.

Vysokoholský hřbet

1.    GME-7, Bergrücken, Kreis Mährisch-Ostrau (Ostravský kraj)

2.    Rücken der Hohen Heide (wörtl.)

3.    s.o.

4.    Janowitzer Gebirge

7.    Geomorphologische Teileinheit im Altvatergebirge (Hrubý Jeseník).

8.    So benannt nach der 1464 m hohen Hohen Heide (Vysoká hole).

10.  ZLHN, 1987, S. 559, Nr. IVC-7C-b.

Vysokmýtská kotlina

1.     GME-7

2.     Hohenmauther Becken

7.     Geomorphologische Teileinheit im Zwittauer Hügelland (Svitavská pahorkatina).

8.     So benannt nach der ostböhmischen Stadt Hohenmauth (Vysoke Mýto), Bezirk Wildenschwert (Ústí nad Orlicí).

10.   ZLHN, 1997, S. 560, Nr. VI C-3B-f.

Vysokomýtsko

1.     Historische Kulturlandschaft; Kreis Pardubitz (Pardubický kraj)

7.     Umland der ostböhmischen Stadt Hohenmauth (Vysoké Mýto), Bezirk Wildenschwert (Ústí nad Orlicí), 12.299 Einwohner (1.1.2003), im Zwittauer Hügelland (Svitavská pahorkatina) an der Loučna gelegen. Die Gegend war schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Die Siedlung entstand an einem Fernhandelsweg, der von Böhmen nach Nordmähren führte. Frühe Erwähnungen: 1260 (Otacarus rex ... nos volentes, ut muta valli munimine roboretur), 1265 (Ottogarus ... dat jura, quae in civitate Altomauta noscuntur), 1289 (Polytz, Landescrone, Muta), 1309 (prope civitatem Mito), 1309 (circa Altam Mutham), 1383 (de Muta), 1398 (ad metas Antique Mute), 1438 (města ... Mýto), 1440 (městy Mýtum a Poličkou), 1452 (Vysokomýtští), 1545 (města Wysokeho Mayta), 1654 (město Wysoky Myto), 1789 (Hohe Mauth, Hohenmauth, Wysoky Meyto). Das tschechische Wort „myto“ bedeutet so viel wie deutsch „Mauth“, also Zoll. Also handelte es sich um eine Zollstelle, wo später eine Königliche Stadt entstand. Ein wesentlicher Bestandteil der Stadt war die Befestigungsanlage, die später ihre Bedeutung verlor. Die Stadt selbst hatte einen regelmäßigen Grundriss. Es galt das Magdeburger Recht. Anfangs waren auch deutsche Bürger maßgebend, in der Hussitenzeit aber errangen Tschechen die Mehrheit im Rat. 1567 zählte man mit den Vorstädten 368, dazu kam eine große Grundherrschaft. In der Umgebung bei guten Böden meist kleine Dörfer. In der Neuzeit kamen zur Weberei weitere Gewerbe, beispielsweise eine Zuckerfabrik, Mühlen, Maschinenbau u.a.m. Der politische Bezirk Hohenmauth, bestehend aus den Gerichtsbezirken Hohenmauth und Skutsch,  umfasste 1927 eine Fläche von 682 km² mit 110 Gemeinden (162 Ortschaften) und 68.200 Einwohnern, darunter 98,8 % tschechisch. 1939 wurden Stadt und Umland dem Protektorat Böhmen und Mähren zugeschlagen. Durch die Verwaltungsreform von 1949 wurde Hohenmauth wieder Sitz einer Bezirksverwaltung, blieb dies aber nur bis 1960.

10.   Schaller XI, 1789, S. 80; RGL 1, 1883, S. 731; OSN 17, 1901, S. 950; OLTR, 1927, S. 642; MJČ III, 1951, S. 167; Schwarz, 1961, S. 88; Schwarz, 1966, S. 286; ZJČ, 1982, S. 339; RBL, 1989, S. 158; LŠ, 1997, S. 287; HHStBM, 1998, S. 196; StR, 2001, S. 59; TLAZ, 2001, S. 992.

Vysoksko

1.     Historische Kulturlandschaft; Kreis Reichenberg (Liberecký kraj)

7.     Umland der nordböhmischen Stadt Hochstadt an der Iser (Vysoké nad Jizerou), Bezirk Semil (Semily), 1.364 Einwohner (1.1.2003), im Vorbergland des Riesengebirges (Krkonošské podhůří). Die Höhenlage (692 m über NN) zeigt, dass das Gebiet spät erschlossen worden ist. Belege: 1352 (Wyssoka ... Alta ciuitate), 1382 und 1394 (Henich de Wyssoke), 1383 und 1424 (in Wissoka), 1539 (z Vysokého), 1634 (Wysoki), 1705 (ex Wysoka), 1786 (Hochstadt, Wysoky Miestecz), 1848 (Vysoké, Hochstadt). Der Ort ist auf einem Höhenrücken entstanden, daher der tschechische und der deutsche Name. Neben Glashütten ist auch mit Bergbau zu rechnen. Deutsche Siedler sind aus dem benachbarten Schlesien gekommen. Die Gründung erfolgte zwar als Städtchen, doch blieb der Ort unbedeutend, bis er von der Touristik entdeckt wurde. Tuchmacherei und Glasschleiferei waren die wichtigsten Gewerbe. Der Gerichtsbezirk Hochstadt im damaligen politischen Bezirk  Starkenbach umfasste 1927 eine Fläche von 86 km² mit 16 Gemeinden (22 Ortschaften) und 12.900 Einwohnern, davon 94,8 % tschechisch. Die tschechisch-deutsche Sprachgrenze verlief durch den Bezirk, die Stadt wurde 1939 dem Reichsprotektorat unterstellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg Aufschwung des Fremdenverkehrs.

10.   Schaller IV, 1786, S. 307; RGL 1, 1883, S. 725; OLTR, 1927, S. 172 u. S. 642; MJČ IV, 1957, S. 669; Schwarz, 1965, S. 310; ZJČ, 1982, S. 340; ČSAZ, 1983, S. 548; LŠ, 1997, S. 287; TLAZ, 2001, S. 993.

Vysoký jizerský hřbet

1.    GME-7, Gebirgskamm, Kreis Reichenberg (Liberecký kraj)

2.    Hoher Iserkamm

3.    s.o.

4.    Vysoký Jizerský hřeben

6.    Wysoki Grzbiet (poln.)

7.    Höchster Teil des Isergebirges (Jizerské hory / Góry Izerskie) auf dem Bergland der Tafelfichte (Smrčská hornatina), liegt überwiegend schon auf schlesischem Gebiet.

10.  Kunský, 1968, S. 348; ZLHN, 1987, S. 560, Nr. IVA-6A-a.

Vysoký jizerský hřeben

2.    Hoher Iserkamm

3.    → Vysoký Jizerský hřbet

6.    Wysoki Grzbiet (poln.)

10.  HKK, 1960, S. 83; GČZ, 1965, S. 94; RBL, 1989, S. 179; SGTS 1, 1989, S. 11.

Vysoký kámen

1.    Berg; Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

2.    Hochstein

3.    s.o.

5.    Vysoke kamen

7.    Erhebung im Böhmerwald (Šumava), 865 m hoch.

10.  ČV I, 1, 1968, S. 113; Kunský, 1968, S. 164; AR, 1981, S. 144; ZLHN, 1987, S. 560.

Vysoký Kámen

1.    Berg; Kreis Karlsbad (Karlovarský kraj)

2.    Hohenstein

3.    s.o.

7.    Erhebung im westlichen Erzgebirge (Krušné hory), 774 m hoch, Aussichtspunkt.

10.  Kozenn / Jireček ŠA, 1886, Kt. 3.

Vysoký Kamýk

1.    Berg; Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

3.    s.o.

7.    Erhebung im Taborer Hügelland (Táborská pahorkatina), 628 m hoch, Bezirk Písek.

10.  ČV I, 1, 1968, S. 681; Kunský, 1968, S. 283; AR, 1981, S. 144; ZLHN, 1987, S. 560.

Vysoký Ostrý

1.    Berg; Kreis Aussig (Ústecký kraj)

2.    Wostray

3.    → Ostry

7.    Erhebung im Böhmischen Mittelgebirge (České středohoří), 587 m hoch.

10.  ČV I, 1, 1968, S. 717; Kunský, 1968, S. 340; ZLHN, 1987, S. 560.

Vysoký Urlich

2.    Hoher Urlich

3.    → Orlik

10.  Rieger 6, 1887, S. 535.

Vyššebrodský průsmyk

1.    Paß, Südböhmischer Kreis (Jihočeský kraj)

2.    Hohenfurther Sattel

3.    s.o.

8.    So benannt nach der südböhmischen Stadt Hohenfurth (Výšsí Brod), Bezirk Krumau (Český Krumlov).

10.  Duden WGN, 1966, S. 263; Kunský, 1968, S. 287.